Lösung für Einspielen von Samples auf der Bühne - Habt ihr Gegenvorschläge?

  • Hi!


    Ich habe kürzlich mein erstes Konzert gespielt, bei dem ich Samples (in meinem Fall zusätzliche Instrumente die zu den Songs gespielt wurden) zugespielt habe. Mein Setup sah so aus:


    - iPhone - von diesem Gerät kamen die Samples
    - Metronom - Der Click
    - Behringer Mischpult - Mein Mischpult zum Abhören und Splitten der Signale Eine ältere Version hiervon: http://www.thomann.de/de/media…r_AR_191253.html?image=11
    - Kopfhörer und diverse Kabel


    Folgende Verkabelung und Routing:


    Kanal 1 Mischer -> iPhone (über ein einfaches Computer 3.5 mm Klinkenkabel)
    Kanal 2 Mischer -> Metronom (über ein einfaches Computer 3.5 mm Klinkenkabel)
    AUX-Send -> DI-Box -> Mischpult (es war ein unsymmetrisches Lautsprecher Klinkenkabel 6,3mm)
    Phones -> Kopfhörer


    Über den AUX-Send (voll aufgedreht) habe ich das Signal an den Tonmeister rausgegeben. Er hat dazu noch eine DI-Box benutzt.
    Ich selber habe dann über den Kopfhörerausgang des Mischpultes die Samples und das Metronom abgehört. Ich konnte mir demnach das Mischverhältnis Samples/Click insofern anpassen, da ich dann das Metronomsignal an die Samples angepasst habe und die Gesamtlautstärke wiederum über den Kopfhörer-regler.
    Unter meinen Kopfhörern (AKG MK2) hatte ich Ohrschutz, daher musste ich voll aufdrehen.


    Diese Lösung hat soweit geklappt, allerdings war ich mir nicht ganz sicher, ob ich das Signal Stereo rausgeschickt habe. Das konnte ich in der Eile nicht prüfen oder womöglich war die PA auch Mono (?)


    Ich möchte mir in naher Zukunft noch Kopfhörer anschaffen die noch mehr von Aussen dämpfen, sodass ich den Ohrschutz gefahrenlos weglassen kann.


    Meine Frage an euch:


    Ist dieses System zu kompliziert bzw. qualitätiv nicht hochwertig genug und habt ihr bessere Lösungen/Vorschläge?
    Bitte beachtet, dass ich es mit der Kohle nicht zu dicke habe und daher nicht mehr als 300€ ausgeben möchte.


    Danke schon mal im Vorraus.

  • Deine Samples waren auf jeden Fall nicht Stereo wenn du sie über einen einzelnen Kanal geschiokt hast.
    Und wie hast du es geschafft das Samples und Klick auch synchron laufen?

    2077 wurde eine neue Version der Nuka-Cola, die Nuka-Cola Quantum, eingeführt. Der Werbung nach hatte sie das doppelte an Kalorien, Kohlenhydraten, Koffein und Geschmack.


  • Deine Samples waren auf jeden Fall nicht Stereo wenn du sie über einen einzelnen Kanal geschiokt hast.
    Und wie hast du es geschafft das Samples und Klick auch synchron laufen?

    Gehen die allein schon über das Kabel nicht stereo raus oder lag das nur an dem einen kanal. Ich könnte sie ja dann doch über ein Y-Klinke-Cinch Kabel auf zwei Kanäle splitten -> würde es dann über den AUX in stereo klappen oder ist da immer noch ein Fehler?


    Musst du dann bei jeden Lied gleichzeitig das Metronom und Iphone starten und hoffen das alles synchron läuft, oder wie kann ich mir das vorstellen?

    Ja, die habe ich manuell miteinander synchronisiert. Ist im Moment auch noch ein kein Problem, weil z.B. ein Song mit Samples startet und ich genug Zeit habe um mir das Metronom einzurichten.



    Hier das konkrete Beispiel: [video]

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    [/video]


    Bis zum vollen Einsatz bei 1:51 min haben nur Bass & Schlagzeug gespielt. Daher ging das auch gut mit dem manuellen synchronisieren.


    Kauf dir ein Sample-Pad, z.B. Roland SPD-S.
    Da kannst du deine Samples abfeuern, gleichzeitig startet der interne Klick (wenn du möchtest).
    Über dein Pult kannst du dann das Signal vom Sample-Pad mit dem Monitor-Mix mischen für deinen Kopfhörer...

    1. Wie funktioniert es da mit dem Routing innerhalb des Pads? Kann ich auf den Output nur Samples für den Tonmeister rausschicken und auf Phones dann Samples UND Klick?
    2. Wenn ich jetzt ein Pad mit dem Sample belege wird es abgespielt sobald ich drauf schlage? Und der Klick läuft dann ebenfalls gleichzeitig an?

  • Die Frage ist ja immer, welchen Aufwand man betreiben will (oder bereit ist zu betreiben)
    und welchen Zweck das alles erfüllen soll.


    Geht es nur um 1-2 Samples am Anfang eines Liedes, oder kommen permanent innerhalb des Liedes immer wieder
    solche Einwürfe, oder läuft die ganze Zeit im Hintergrund etwas mit?


    In einer meiner Bands kommen in jedem Lied fast ununterbrochen Keyboardspuren und Chöre vom Band.
    Das heist ich habe Live ein ähnliches Problem wie du.


    Ich nutzte dafür den Korg D888. Das ist ein Mehrspur-Festplattenrecorder.
    Auf diesem habe ich in den einzelnen Projekten (der Lieder), die Samplespuren, sowie die Clickspur, als
    Wave abgespeichtert. Das Gerät steht dabei neben mir und ich starte und stoppe es. Über den Main-Out,
    gebe ich die Samplespuren in Stereo (2x Klinke) ans Mischpult. Das ist nicht anderes als ob die ein Keyboard
    anschließen müssten. Auf dem Kopfhörerausgang des Gerätes habe ich Samplespuren und die Clickspur, die
    dann gleichzeitig laufen. Man kann auf dem Gerät bis zu 8 Spuren in der Lautstärke separat regeln und wie
    es beliebt auf die Ausgänge legen.


    Vorteil:


    Ich habe nur ein Gerät was ich aufbaue (Case auf, Stecker in die Dose, Kabel ans Mischpult).
    Dadurch hält sich der Aufwand gering und es funktioniert wirklich wunderbar.


    Weiter Vorteil ist, das man damit auch aufnehmen kann etc. Das Gerät ist ja nix anderes
    als ein digitaler 8-Spur Recorder.


    Nachteil:


    Das Gerät gibt es so nicht mehr und es ist nicht ganz billig. Bei Ebay findet man aber immer mal
    eins zwischen 300 und 400 €.

  • Ich benutze für sowas das Edirol R 44 ist 100% idiotensicher und hat immer funktioniert. Ist sogar mal vom Podest gefallen und hat trotzdem weitergespielt...


    Und ja, mit dem neuen SPS X ist es wohl möglich, Samples ohne Click auf die Ausgänge und mit Click auf die Phones zu legen. Heute würde ich wohl so was kaufen, vor 2 1/2 Jahren gabs das noch nicht.

    “If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
    Frank Zappa (1940-1993)

  • 1. Wie funktioniert es da mit dem Routing innerhalb des Pads? Kann ich auf den Output nur Samples für den Tonmeister rausschicken und auf Phones dann Samples UND Klick?
    2. Wenn ich jetzt ein Pad mit dem Sample belege wird es abgespielt sobald ich drauf schlage? Und der Klick läuft dann ebenfalls gleichzeitig an?

    Beim SPD-S kannst du deinen Klick über die Input Buchse anschliessen.
    Wenn du dann dein Sample abfeuerst (wo du ja dann vorher wissen solltest welches Tempo du an deinem Klick einstellst) kannst du dem SPD-S sagen ob der Klick mit am Output liegen soll oder nicht.

  • Erst einmal ein Dankeschön für die ganzen Antworten.


    In welchem Umfang sich das noch entwickeln wird mit den Samples kann ich jetzt noch nicht wissen. Weshalb ich mir einfach noch nicht sicher bin, ob ich jetzt so viel Geld investieren möchte.




    Ich benutze für sowas das Edirol R 44 ist 100% idiotensicher und hat immer funktioniert. Ist sogar mal vom Podest gefallen und hat trotzdem weitergespielt...


    Und ja, mit dem neuen SPS X ist es wohl möglich, Samples ohne Click auf die Ausgänge und mit Click auf die Phones zu legen. Heute würde ich wohl so was kaufen, vor 2 1/2 Jahren gabs das noch nicht.

    Der Edirol ist für mich gleich doppelt interessant. Zum einem für mein bereits genanntes Problem, zum anderen könnte ich den als Recorder für's Filmset benutzen (zweites Hobby).
    Hier müsste ich soweit ich das verstehe dennoch meinen Click wie derzeit manuell einstellen, oder?


    Muss das Signal denn unbedingt in Stereo rausgehen, oder reicht es in Mono?

    Ich würde gerne Stereo rausgeben


    Beim SPD-S kannst du deinen Klick über die Input Buchse anschliessen.


    Wenn du dann dein Sample abfeuerst (wo du ja dann vorher wissen solltest welches Tempo du an deinem Klick einstellst) kannst du dem SPD-S sagen ob der Klick mit am Output liegen soll oder nicht.

    Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe geht das so:


    SPD-S -> Klick kommt über Input Buchse und muss manuell gesteuert werden
    SPD-X -> Klick gibt es intern im Gerät und kann auf Phones separat rausgegeben werden. Das würde natürlich einiges erleichtern, weil ich nur noch dem Klick folgen muss und er exakt ist. Gerade wenn die Samples innerhalb eines Songs erst später starten sollten, wäre das eine gute Lösung.



    Ein Roland-Pad hätte natürlich auch wieder den Anreiz, weil ich ihn auch als DAW-Steuerung nutzen könnte, was für mich auch interessant ist.


    Mann oh Mann... Hier gibt es zu viele Möglichkeiten... :S

  • Der Edirol ist ein 4-Spur-Recorder mit 4 Einzelausgängen, dh. du kannst auf Spur 1 und 2 die Stereosamples und auf Spur 3 den dazu passenden Klick legen (den musst du natürlich vorher aufnehmen!). In die PA gehe ich über den Headphone-Ausgang, der ist einstellbar, so dass nur Kanäle 1 und 2 durchkommen und in die PA gehen. Mit den seitlichen Cinch-Ausgängen gehe ich in mein In-Ear Mischpult (Tapco), so dass ich sowohl die Samples als auch den Klick getrennt regeln kann. In einen weiteren Eingang krieg ich das Monitorsignal, so dass ich mir alles zurechtmischen kann, was ich will. Manchmal hab noch ein extra C 1000, dass ich übers Drumset hänge und noch in meinen Mischer stecke, wenn das angebotene Monitor-Signal die Drums nicht gut genug rüberbringt. Mir gefällts, ist simpel und zuverlässig.

    “If you end up with a boring miserable life because you listened to your mom, your dad, your teacher, your priest, or some guy on television telling you how to do your shit, then you deserve it.”
    Frank Zappa (1940-1993)

  • Moin Zonk!


    Mach doch Nägel mit Köpfen:


    • Laptop mit Pro Tools/ Cubase/Logic(Mac)/Nuendo oder sonst eine DAW
    • Ein Firewire-Interface zb. 8x rein/8x raus


    Dann kannst Du in aller Ruhe Deine Zuspielungen perfekt vorbereiten, einen Klick anlegen, und Dir Marker erstellen, um Deine Songs live schnell zu locaten.
    Die Playbacks kannst Du pre fade zum Tonmann schicken, somit hat der seine verlässlichen Pegel, und will Dich nicht töten.
    Deinen Monitormix kannst Du Dir getrennt auf Deinen Mixer rausspielen, dann hast Du auch live was zum Anpacken (Verhältnis Klick/Playback);
    auf diesen kannst Du Dir zudem den vom Tonmann bereitgestellten Haus-Monitormix stecken, um Deine Musiker-Kollegen zu hören.
    Als Sahnehäubchen kannst Du Dir dann noch zeitgleich (während Deines Playbacks) was aufnehmen, zB. einen Stereomix vom Saal-Mischpult, oder so.
    Auch während der Proben könntet Ihr Euch "Slaves" aufnehmen, schicki bearbeiten, um dann live zusammen zb. mit 37 Gitarristen, 40 Streichern, Blech- & Holzbläsern usw. von der Platte zu performen.
    ( Wenn man denn will. ;-) )


    Damit nicht genug, Fussschalter zum Abfeuern sind möglich, der ganze Midi-Spass kann mit jeder aktuellen DAW sprechen, und jedes halbwegs vernünftige Audio-Interface hat Midi i/o´s an Bord.
    Und hier sind wir auch schon ganz nah am Thema Triggern, Plugin-Instrumente....



    Bei Kopfhöhrern rate ich Dir zu Sennheiser HD25 (nicht SP!), die dämpfen Umgebungsgeräusche durch ihre geschlossene Bauform genügend ab, und gehen sacklaut. (70 Ohm - pass' auf Deine Ohren auf!) Reicht das nicht, ist es auf der Bühne sowieso zu laut, und man sollte sich diesem Thema zunächst widmen.
    Damit bist Du jedenfalls am flexibelsten, und in der richtigen Welt macht man das genau so.


    Das ganze ist zwar erstmal relativ teuer, aber billiger als "Sparen, koste es, was es wolle", und nicht so "von-hinten-durch-die-Brust-ins-Auge"
    Nicht nur Du wirst daran noch lange Freude haben!


    beste Grüsse, Tobi

    "Spiel´ma dynamischer..." <-> "Ich kann nich lauter!!"

    Einmal editiert, zuletzt von PxTobi ()

  • Hallo Tobi!


    Also folgendes hätte ich schon: Mac Book Pro mit Logic und Pro Tools dazu noch ne MBOX 2.
    Die Samples habe ich auch alle in Logic erstellt und hatte das auch schon mal im Proberaum mit Laptop probiert. Hat an sich geklappt, nur hätte ich bei Live halt Angst um den Computer...


    Ich überlege jetzt mal, wie ich das mit dem MB umsetzen kann und wenn es immer noch nicht meinen Vorstellungen entspricht, werde ich mich mit den anderen Lösungen intensiver beschäftigen.


    Bzgl. des Kopfhörers hatte ich an folgenden gedacht: BEYERDYNAMIC DT-770 M
    Wäre dann auch gleichzeitig als Studio/Proberaum Kopfhörer gedacht.

    Gruß,


    Zonk


    EDIT: Grrrrr... Mit der MBOX kann ich keinen separaten Kopfhörermix (wg. Klick) machen. Da müsste ich dann doch wieder den Klick manuell vom Metronom laufen lassen.. oder neues Interface...

  • Soo....


    Ich habe mir jetzt ein Interface angeschafft, bei dem ich separate Ausgänge habe. Jetzt noch ein paar Fragen, zu denen ich mir bisher noch keine großen Gedanken gemacht habe:


    - Beim letzten Mal hat der Tontechniker mein Kabel in eine DI-Box gesteckt und dann zum Mischpult geleitet. Jetzt wären es dann zwei Kabel, da stereo. Sind dann zwei DI-Boxen nötig?
    - Soll ich jetzt Lautsprecherkabel mit Klinkensteckern oder normale Instrumentenkabel mit Klinkensteckern benutzen? Bei kurzen Wegen sollten doch asymmetrische reichen, oder?
    - Wenn er jetzt aber ne Stagebox benutzt, brauche ich dann doch Klinke->XLR oder kann ich von ihm erwarten, dass er immer ausreichend DI-Boxen da hat? Ich möchte keinem auf die Füße treten, sondern vielmehr eine schnelle, saubere Lösung finden

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