Becken vs. den Rest der Band...Erfahrungen, Meinungen, Lösungsansätze

  • ja, der ewige zank zwischen musiker und tonmann...
    deshalb bin ich schitzophren bis ans ende meiner tage!


    aber ich muss hinzufügen. wer probleme mit becken im gesangsmikrofon hat, die so massiv sind, dass sie einen ganzen gig andauern, der sollte sein tontechnikhandwerk niederlegen!
    es kann ja mal passieren, dass so etwas vorkommt, weil die raumakustik es zulässt. (so ca. 1 gig von 500)
    dann sollte der "mischfinken" weniger den rockzipfeln hinterherschauen und mehr sachen ausprobieren.
    voc micro tauschen, sängerposition minimal nach li oder re verlagern...


    aber, wenn so viel becken im voc mikro landen und es durch die pa ballert ohne zu koppeln, dann möchte ich auch nicht wirklich den master eq sehen...


    die neuauflage!


    greetz

    *es muss clippen!
    *wer einschlafe mit popo die kratz, der aufwache mit finger die stink...!


    Death Metal: Souldevourer
    Acoustic Covers with Flair: Ruppert Spielt

  • Lustig, dass die Diskussionen im PA-Forum und im Drummerforum an dieser Stelle nie zum gleichen Ergebnis kommen. :D
    Ich denke es wurde hier aber alles gesagt.


    Eine Sache möchte ich noch hinzufügen:
    Wer mit Budget-Material und Budget-Personal hantiert, darf weder an das eine noch an das andere professionelle
    Ansprüche stellen. Was im Umkehrschluss natürlich nicht bedeutet, dass teuer und viel immer zu guten Ergebnissen führt.
    Mir ist vollkommen klar, dass ich bei 100 für semi-pro Cover-Rock zahlenden Gästen keine 300 € für einen Techniker und 1000 €
    für Material im Budget habe.

  • Mir ist gerade aufgefallen dass ich einen wichtigen Punkt vergessen habe....
    und zwar die Vocalisten....
    Wenn die nur ins Mikrofon säuseln dann hat man wirklich kaum ne chance wenn laute Becken dazu kommen...
    Dann brauchts halt Gesangsunterricht....
    hatte ich aber bisher wirklich selten dass es sehr problematisch war......
    aber einige Male wars schon so dass ich dachte das könnte schon besser sein wenn entweder Sänger lauter oder Becken leiser wären.....
    aber ist wirklich inzwischen eher selten, irgendwie muss ne Band ja auch proben...... :)

  • Also an der Lautstärke der Sänger liegt es definitiv nicht. Ich habe schon durchaus in verschiedenen Situationen Musik gemacht, "Gospel Chor" mit echten Chorsängerinnen, die sich alle nicht getraut haben mal das zu machen, was in der Stilistik imho angesagt/stilecht ist, Rockband, Jazz etc. Ich kann also sagen, unsere zwei Frontleute singen vom Input her vernünftig. Ich habe mal ein paar Anregungen (etwas gefiltert, zwischenmenschliche Komponente und so...) weiter geleitet und wir werden die Themen Mikrofonarbeit und Position probieren.


    Seven: Absolut richtig, manchmal kann man Glück haben das man auch an den Reglern auf ein bisher unentdecktes Talent trifft, welches einen Sahnesound aus "seinem" Zeug rausholt und das alles für den berühmten Apfel und das Ei. In der Regel muss man aber meist Abstriche machen, wenn das Budget, welches für die Band in den letzten Jahren im Gegensatz zu der Realität bei vielen anderen Dienstleistern, eben nicht mehr geworden ist für einen Profi nicht ausreicht. Allerdings muss auch ich sagen: Teurer Tonman + große Anlage bedeutet nicht automatisch guter Sound. Ich habe es in diesem Zusammenhang wirklich schon häufiger erlebt, dass ein mäßig erfahrener Tonmann, welcher dafür aber über einen instrumentalen Backround verfügte, einen deutlich besseren Sound gemacht hat, als der hochqualifizierte Technik-Nerd. Am Ende muss man da halt bissel durchprobieren wer zu einem passt UND auch das Gesamtpaket sehen. Ich finde wie gesagt, unser Mann hat noch Luft nach oben, macht aber in vielerlei Hinsicht einen ordentlichen Job.


    Grüße,


    Beat*L*

    Lässig kommt von Lassen. Klingt komisch - ist aber so!

  • Solange der Mischer nicht auf Koks ist und abenteuerliche Aussagen bezüglich eines doppelstrebigen Hihatständers raushaut, kannst du von Glück reden. Auch interessant, wenn ich die Overheads auf Höhe der Toms seitlich mit Ausrichtung zum Kessel und nicht zum Fell positioniere und mich wundere, warum die Toms nicht gut klingen, von den Becken mal ganz zu schweigen. Was im Studio funktionieren mag, ist live nicht immer gut.

    Wer leichter glaubt, wird schwerer klug!

  • a) Tontechniker sollten zunächst einmal ihr Handwerk verstehen.
    b) Tontechniker die Bands mischen tun sich oft leichter, wenn sie einen musikalischen Background haben.


    Theoretisch und selten praktisch gehen Konstellationen mit nur a) oder nur b). Besser ist aus meiner Erfahrung meist ne Kombination.

  • heoretisch und selten praktisch gehen Konstellationen mit nur a) oder nur b). Besser ist aus meiner Erfahrung meist ne Kombination.



    Absolut, nur das ja so Institute wie z.B. die SAE auch gern irgendwelche Rapper, DJ's etc. ausspuckt, die dann halt auch "Tontechniker" sind, kann man schon mal auf komische Leute treffen. Na ja und unser Tonmann ist def. kein Musiker, auch nie gewesen. Hat sich eher vom Roadie zum Tonmann hochgedient. Aber wie gesagt, er macht vieles gut, hat auch durchaus musikalisches Verständnis und Geschmack. Wie (im übrigen auch viele deutlich "professionellere" und erfahrenere) seiner Kollegen neigt er aber leider dazu, das Schlagzeug bzw. die Beschäftigung mit diesem deutlich zu vernachlässigen. Imho ist das aber der deutlich schwierigste Part in einer klassischen Bandsituation.

    Lässig kommt von Lassen. Klingt komisch - ist aber so!

  • [...] Wie (im übrigen auch viele deutlich "professionellere" und erfahrenere) seiner Kollegen neigt er aber leider dazu, das Schlagzeug bzw. die Beschäftigung mit diesem deutlich zu vernachlässigen. Imho ist das aber der deutlich schwierigste Part in einer klassischen Bandsituation.


    Allein die Anzahl an Mikrofonen unterstreicht das ja schon :D (bei Vollausstattung hab ich mit meiner Band (fünf Personen) 22 Kanäle benötigt - davon allein 16 für mich). Gerade bei den Drums ist die Arbeit enorm. Zuerst muss jedes einzelne Teil vernünftig klingen, bei 2 Bass Drums dann noch einen möglichst ähnlichen Klang hinbekommen, dann das Lautstärkenverhältnis des gesamten Sets abstimmen... und ganz zum Schluss noch die ganze Schießbude in Relation mit allen anderen bringen. Wir hatten Soundchecks nie unter 30min.

  • Wir hatten Soundchecks nie unter 30min.


    Na gut, das ist bei uns nicht unbedingt der Fall. Wir spielen ja fast jedes Wochenende und die Kollegen sind ja auch immer bestrebt, Dinge zu optimieren. Ich sag mal, mein Instrument ist meist ordentlich (zumindest für meine Ohren) gut gestimmt, insofern ist bei uns wirklich meist einfach "anmachen" angesagt. Die Band ist grundsätzlich unkompliziert was den Gesamtsound angeht....wenn da halt der böse Schlagzeuger mit den bösen Becken nicht wäre. Dabei mag ich doch mein 22" Türkish Thin Ride sooooooooooo gern....

    Lässig kommt von Lassen. Klingt komisch - ist aber so!

  • Also ich schreibe jetzt hier mal aus meinen eigen Erfahrungen. Ich spiele sowohl in einer Galaband, als auch in einer Rockband, jeweils mit verschiedenen, der Situation angepassten Beckensätzen.


    In der Rockband gab es hierzu eigentlich noch nie Probleme.


    Anders jedoch in der Galaband:


    Es war immer wieder der Fall, daß meine Becken (sogar bei sehr verhaltenem Spiel meinerseits) über das Mirkophon der Sängerin mitkamen.
    Mir wurde das dann irgendwann zu doof, und ich fing an hinter Plexiglas zu spielen. 8) Das Problem war gelöst.
    Seit 2011 haben wir nun eine andere Sängerin (ehm. Wind), die einfach mehr Druck bringt. Man muss ihr Gesangsmikro lange nicht so aufdrehen, wie das der vorigen, die sich ganz gerne schonte....(eine Gala dauert oft sieben Stunden).


    Das Plexiglas liegt seitdem unbenutzt im Bandbus. :D


    Gruß vom Fürst

  • Welches Mikro hat Eure Sängerin im Einsatz? Ich hatte mal ein Sennheiser für den Backgroundgesang für mich. Da kam reichlich Schlagzeug mit auf die Spur. Ein Audix OM7 hat für deutliche Abhilfe gesorgt.
    Ist sie nahe genug am Mikro, wenn sie singt? Wie ist der Winkel des Mikros zum Kopf? Es gibt viele Parameter an denen Eure Sängerin drehen kann. :)

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