BD im Proberaum Triggern

  • Hi,

    Welcher Kopfhörer bietet denn einen Effekt der dem der Elacin am nähesten kommt? Würde dann über die Kopfhörer auch nur die Bassdrum via Trigger laufen lassen.

    keiner wird so schön linear den Klang erhalten wie Deine Elacin-Filter. Was die Abschirmung angeht, siehe meinen Post oben, jeder Kopfhörer, der mit Comply-Foam-Stücken ausgestattet werden kann. Denn die haben eine ausgezeichnete Abschirmung und klanglich kannste dann beim Kopfhörer selbst nach Geldbeutel entscheiden. Welche Kopfhörer das sind? Jede Menge: AKG, Sennheiser, Shure. Ich selbst nutze die Dinger mit einem Ultimate Ears Triple.fi 10. Genaue Infos findet Du unter www.complyfoam.com und dort mit einem Klick auf "Find your fit".


    Gruß
    Hajo K


    P.S.: Nein, ich bin kein Mitarbeiter von Comply und bekomme auch keine Provision. :D

  • Puh, ich hätte nie gedacht dass das so ein schwieriges Unterfangen wird :D
    Im Prinzip bin ich nicht schlauer als vorher.
    Vllt versuch ich es einfach mal mit den Extreme Isolation Ex25 und wenn mir der Sound mit denen noch zusagt hol ich mir das Trigger Gedöns. Das kann ich dann zumindest auch bei Auftritten einsetzen. Vorausgesetzt die Kopfhörer dämpfen nicht zu stark, da 25db ja doch schon ordentlich sind. Falls sie mir nicht gefallen schick ich sie zurück und werde mir dann wohl anderweitig Gedanken machen müssen :D


    Edit: Die praktischste Lösung wäre wohl komplettes In-Ear-Monitoring. Aber da werden dann ja auch mal gut und gerne 700-1000 (Kopfhörer, Mirkos, Mixer) Euro fällig, oder? Zumal ich ja dann noch den Raum an sich bzw meine Bandmitglieder abnehmen muss.

    Einmal editiert, zuletzt von sl4m ()

  • Vorausgesetzt die Kopfhörer dämpfen nicht zu stark, da 25db ja doch schon ordentlich sind.

    … jaja, 25 dB auf dem Papier. Im (realen) Leben nicht! Mach Dir da mal kein Gedanken, bisher hat noch nix, was nicht in meinen Ohren gesteckt hat "extrem isoliert". Am Ende kommt immer (zumindest) der Bass durch. Ist 'ne gute Idee, einfach mal ein paar Dinge auszuprobieren, anders bekommt man nicht raus, welche Lösung für einen am Besten passt.


    Grüße
    Hajo K

  • Hi!


    Meine eigene Erfahrung hat mir gezeigt, das die tieffrequenteren Töne
    einer BD, recht schnell von den mitten- und höhenlastigen Tönen, von Snare, Becken, Gitarrenamps
    etc. verdeckt werden. Die Ohren machen zu und die Wahrnehmung einzelner Frequenzbereiche
    sinkt drastisch, mit zunehmender Lautstärke.


    Daher ist es sehr sinnvoll, Deine Ohren vor zu hoher Umgebungslautstärke zu schützen.
    d.h. Dein Elacin ist primär eine sehr gute Sache, dennoch scheint er noch zu viel Mitten, Höhen
    etc. durchzulassen und Dein Hörempfinden reagiert darauf.


    Eine stärkere Dämpfung der Mitten & Höhen, durch einen stärkeren Filter, wird sicher dazu führen, dass Du dann Deine BD besser
    wahrnimmst (auch über Körperschall), aber das Gesamtklangbild ist dann bestimmt nicht zufriedenstellend.


    Dich mit einer zusätzlichen Monitorbox zu beschallen halte ich für nicht effektiv und ist eher kontraproduktiv.
    Einerseits schützt Du Deine Ohren....und dann befeuerst Du Sie anderseits mit höherer Lautstärke....nicht gut.


    Investiere in gute In-Ear Hörer, mit starker Dämpfung der Aussengeräusche und mach Dir einen "leisen", eben nicht lauten
    Mix über ein Mischpult mit mind. einfach parametrischer Klangregelung und evtl. 6-8 Kanälen.
    Das sollte Dir genügend flexibilität verschaffen, um die eingehenden Signale zu bearbeiten.
    Manche Pulte haben sogar schon einfache Kompressoren, die Pegelspitzen "vernichten".


    Nun ein vernüftiges BD Mikro vor oder in die BD, dazu evtl. noch einen Kanal aus eurer Gesangsanlage (wenn diese über einen AUX send
    verfügt, nutze diesen) ein o. zwei Overheads über Deinem Set, den Bass evtl aus dem DI Out und vielleicht ein Mikro vor den Gitarrenamp...und schon solltest Du die Möglichkeit haben Dir einen brauchbaren
    Mix zu erstellen. Du kannst alles hören, Deine BD etwas nach vorne mixen, hast aber eine reduzierte Lautstärke.


    Klar ist In Ear stark gewöhnungsbedürftig, aber es ist ein sehr gutes Mittel, um einen brauchbaren Monitormix, in angenehmer
    Lautstärke zu erzielen, denn hier liegt die Stärke des In Ear Monitorings.


    Für mich ist es allemale besser, als meine Ohren langfristig zu schädigen.


    Denke daran, alles was Du Dir kaufst und in was Du, zu diesem Thema, investierst........
    Deine Ohren werden es Dir irgendwann danken !



    So und nun viel Erfolg beim finden 'Deiner' Lösung :)

  • Könntest du mir da vielleicht ein Mischpult empfehlen? Damit ich weiß was ich in etwa investieren müsste. Ich glaube aber dass ich dann trotzdem die Triggern werde. Dann kann ich mein Mischpult samt Trigger auch auf Auftritte mitnehmen und höre alles super heraus (bzw die Bassdrum).
    Gute In-Ears fangen ja bei ca 400 an, oder? Habe zumindest bei Shure welche gesehen mit bis zu 90% Isolierung. Dazu das Modul für ca 120-150, 50 für den Trigger (maximal). Und halt dann noch das Mischpult und die Mikrofone.
    Da wir zur Zeit ohne Bassisten spielen, fällt also eins weg. Heißt ich bräuchte also Overheads (welche sind da zu empfehlen?) und ein bzw zwei Mikros für jeweils beide Gitarren. Den Gesang kann ich dann ja über ein XLR Kabel zum Mischpult legen, oder? Weiß gerade nicht was die alles für Eingänge hat.
    Da wir recht laut proben und auch auf recht kleinem Raum hab ich aber die Befürchtung dass die Gitarren in die Overheads reinschneiden würden. Wäre es da also nicht zu empfehlen direkt die Toms und Becken abzunehmen?

  • Hallo,


    falls ich es überlesen habe: bitte vergessen,
    ansonsten:
    schon mal auf die Idee gekommen, statt Filzschlegel
    Kunststoff oder Holz zu nehmen?


    Und:
    statt den 15 db (für Jazz-Combos) mal 25 db (für normalen Pop/Rock)
    oder vielleicht auch mal die ganz billigen Schaumstoffteile probiert?
    Die dämpfen halt obenrum mehr weg, so dass man untenrum mehr
    Chancen hat, etwas mitzubekommen.


    Mir ist aber auch klar, dass in kleinen Räumen ab einer gewissen
    Lautstärke im Bereich ff bis fff es eng wird.


    Wenn man es nur selbst hören will und zwar im Sinne von Wahrnehmen,
    dann würde es jedes Billigmikro mit Ständer und Kabel plus Billigverstärker
    (kann der kleinste Mixer sein, der verfügbar ist) und Kopfhörer (auch da
    wäre Billig ok, er muss halt gut sitzen und vor allem nach außen abschirmen.


    Triggern macht nur Sinn, wenn man künstliche Klänge hinzufügen will, die
    müsste man dann aber konsequent auch bei den Proben fahren.


    Eine Abnahme des ganzen Sets in einem kleinen Raum, wo es sehr laut ist,
    ist schwierig, insbesondere hört man dann über die Overheads die komplette
    Kapelle in schönster Lautstärke, selbst bei close miking hat man ordentlich
    Einstreuung, ein solches Unterfangen würde ich nach Möglichkeit unterlassen.
    Ich selbst höre mein Schlagzeug eigentlich immer ausreichend, bestenfalls
    geht die Bass Drum unter, evtl. kann man auch ein bisschen an der Schlagtechnik
    arbeiten, aber natürlich nur, wenn man nicht schon auf Vollgas läuft.


    Grüße
    Jürgen

  • Mahlzeit,


    ich würde auch ganz klar von dem Trigger Krempel abraten, wenn du nur die Attack der BD brauchst und hier nicht mit verschiedenen Sounds um dich schießen willst.
    Wenn du auf längere Sicht Bandmucke machen willst, dir deine Ohren und somit deine Gesundheit lieb sind, wirst du um In-Ear nicht drum rum kommen.
    Gerade bei ner lauten Kapelle kann ich mir das Trommeln in kleinen Räumen und kleinen Clubs ohne In-Ear nicht mehr vorstellen.


    Wir Drummer geben 100te von Euros für Becken und Trommeln aus, aber die Gesundheit sollte möglichst nichts kosten...
    Leider paradox... In-Ear ist aber heute nicht mehr Teuer!


    Diese Extreme Isolation EX29 habe ich als Backup immer dabei. Die Teile klingen jetzt nicht wirklich toll, aber als Monitor und vor allem
    für perkussive Signale tun die ihren Job recht gut.
    Bei dieser Art Kopfhörer bekommst du recht viel Bass und Körperschall von außen mit (vor allem in kleinen Räumen) und kannst den Kopfhörer als Ergänzung verwenden.


    Ein guter Kompromiss für Proberaum und Live könnte folgendes Setup sein:


    1.) Kopfhörer
    2.) Superlux E100 in die BD (einfach in die BD rein, dir ein Stativ sparen, billiger geht es da eigentlich nicht)
    3.) Raummikrofone / Overheads für hinter deinen Kopf (da geht’s ab 50,- fürs Paar (EM700) los und nach oben gibt’s kaum Grenzen)
    4.) Kleines Pult mit min. 4x Mikrofon Preamp
    5.) 2x Mikrofonstativ + Kabel



    Verwendung im Proberaum:


    - BD – Bässe am EQ raus ziehen und das Mikro sehr nah ans Schlagfell und du hast deinen Kick / Attack
    - Overheads – Links und rechts hinter dich und in den Raum gerichtet – Als Unterstützung vom Sound von „außen“ dazu fahren (Hörst du bislang mit Gehörschutz alles, wirst du mit den Mics auch alles hören)
    - Optional ein Signal von eurer Gesanganlage für einen Aux geben lassen



    Verwendung Live:


    - Aux Mix vom FOH geben lassen und optional BD Mikro oder alle 3 Mikros NUR FÜR DICH ergänzen



    Ich betone das dies nicht die Königsklasse ist, aber durchaus besser funktionieren wird als bisher, ohne dir die Ohren platt zu fahren!
    Da ich jährlich ca. 40 Rock’N’Roll Shows mit eigenem Drums, eigener Mikrofonierung und Band eigenem Monitorpult spiele,
    fehlt mir bei Proben auch die Motivation das Tour Equipment auszupacken. Also arbeite ich im Proberaum auch mit solchem billigem Kram.
    Es funktioniert und erfüllt seinen Zweck, aber guter Sound kostet halt einfach auch mehr Kohle...


    Überschlage ich nun Grob dieses vorgeschlagene Setup, kommst man im günstigsten Fall mit 320,- Euro für alles rund. (inklusive Extreme Isolation EX25)


    Gruß Martin

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