Wie groß sollte der Proberaum sein - Mikrofonie

  • Kurze Frage an die nette Gemeinde hier,


    ich könnte einen Raum haben in 2.20m x 2.80m = 6.4qm


    Da soll nur ein Drum rein und ein Hocker. Das Drum soll mit 7 Mics abgenommen werden. Es gibt keine Fenster nur die EIngangstür.


    Ist darin Mikrofonie überhaupt sinnvoll möglich, sodass ich mich gut höre? Oder woran soll ich bei der Proberaumgröße achten.
    Eventuell würde noch ein Kumpel mit einer Gitarre dazu kommen, aber dann nur in den Mischer gehen, sodass wir beide alles über dichte Kopfhörer hören. Ist das machbar?


    Freue mich über hilfreiche Tipps :)


    VG

  • Jain.
    Du wirst den Raum sehr trocken und tot dämpfen müssen und auf Raumanteile bei der Mikrofonie verzichten müssen.
    Du wirst Probleme mit Stehenden Wellen im Tieftonbereich haben.
    Du wirst Bassfallen bauen müssen die dich nochmal 1 bis 2m² kosten werden.
    Ich nehme an der Raum ist dann auch nicht sonderlich hoch? Also mehr als 3m?
    Aufnehmen kannst du, gut hören wirst du dich auch können.
    Allerdings nur sehr trocken. Aber du kannst dir ja ein wenig künstlichen Raum in dein Signal schicken.
    Ja auch mit Gitarre, falls da noch jemand reinpasst, ist es durchaus machbar.
    Aber ansonsten gilt je größer der Raum im Volumen desto besser.

    don´t panic

  • Vielen Dank.
    Ja, das dachte ich mir schon fast. Der Raumklang ist mir nicht so wichtig, könnte ich im Mixer dazu machen. Ich habe nur Angst, dass ich mit den Mikrofonen Probleme bekomme.


    Was sind denn die Best Practise im Dämmen eines solchen Raumes. Ich kenne nur den Pyramidenschaumstoff.

    Einmal editiert, zuletzt von epole ()

  • Geht es nur darum, Dich gut zu hören? Oder um qualitativ gute Aufnahmen? Denn um Dich bei Mikrofonabnahme gut zu hören ist der Raum m.E. praktisch egal. Da ohnehin immer mumpfliger Sound durch die Kopfhörer durchkommt, ist das nie der absolute Hifi-Genuss. Macht aber nix, für das Spiel muss der Sound nicht perfekt sein. Ist er ja auf einer Bühne im allgemeinen auch nicht.

    Nix da.

  • Ja genau, es geht mir in erster Linie darum überhaupt spielen und üben zu können. Und natürlich das ich die Lautstärken anpassen kann.


    In zweiter Linie geht es mir darum mit dem ein oder anderen etwas jammen zu können. Auch hier gilt wieder mit Lautstärken Anpassung, weshalb es keine lauten Verstärker geben soll, sondern nur ein Line6 POD.


    Echte und gute Aufnahmen möchte ich nur im eigenen Homestudio machen, das dahingehend auch vernünftig ausgestattet ist.


    Ich habe einige Jahre versucht ein Drumset vernünftig aufzunehmen. Zum Teil hat es auch in einem großen Raum funktioniert. Doch ich musste feststellen, dass es trotz wirklich teuer Mikros und noch so viel Fachwissen das ich mir aneignen konnte, einfach eine sehr große Herausforderung ist. Leider haben mich schlussendlich die Ergebnisse nicht glücklich gemacht. Fazit war, dass ich auf teure MIDI Drum Samples umgestiegen bin, und damit erzielte ich Ergebnisse, die mich glücklich machen. Dabei habe ich großen Wert drauf gelegt, dass es nicht zu steril klingt und das funktioniert für mich.


    Am Ende des Tages möchte ich die Ideen aber am echten Set entwickeln und auch jammen, weil das einfach die Voraussetzung für die gute Arbeit danach ist, wenn man anfängt die Songs zu arrangieren.


    Und, naja... Mir fehlt es auch irgendwie mein Instrument zu spielen, nur Knöpfchen drücken ist Kacka

  • ICh find das ja grad ein bisschen Overkill. Warum muss ich denn zum Üben mikrofonieren??? Wenn ich einen produzierten Sound möchte, kann das ein E-Set besser, egal in welcher Lautstärke. Und ein Akustikset wird für die Nachbarschaft IMMER zu laut sein, es sei denn, es gibt keine Nachbarn. Leise spielen und mit Mikros den Sound aufblasen macht also überhaupt keinen Sinn. Ein einzelner Gitarrenamp wiederum macht nicht so unglaublich viel Krach, dass man darauf verzichten müsste, vielleicht gibt das der Geschichte sogar für die Nachbarn etwas Farbe.

  • Wie soll man denn sonst am A Set üben. Irgendwie muss ich ja schon hören was ich da mache.


    Ne, der produzierte Sound ist ok für das gemixte Endresultat, aber spielen am E-Set ist absolut nix für mich. Irgendwie kommt da bei mir nicht das gleiche rüber. Außerdem muss der Proberaum so oder so sein, ich kann zuhause auf gar keinen Fall ein Set aufstellen. Weder A noch E. Das sind zu viele Faktoren die ich nicht alle in kurzer Zeit erläutern kann, aber das ist eben die Ausgangssituation. Und dann nehme ich lieber das A Set, das verhält sich dynamisch so wie ich es brauche. Selbst das 11.000 teure Roland Set durfte ich in Berlin eine Stunde lang testen und ich gebe zu, ich war sehr angetan, doch auf Dauer wäre das echt nix für mich. Ganz zu schweigen vom Preis.

  • Wie soll man denn sonst am A Set üben. Irgendwie muss ich ja schon hören was ich da mache.


    Vielleicht verstehe ich Dein Anliegen nicht richtig, aber um am A-Set zu üben setzt man sich dran und spielt los. Dafür braucht man keine Mikros, höchstens vernünftigen Gehörschutz. Das geht auch in dem kleinen Raum, den Du kriegen kannst.

  • Zitat

    Irgendwie muss ich ja schon hören was ich da mache.


    Ich übe nur mit Gehörschutz Music Safe Pro mit den goldenen Filtern (22dB). Das geht für mich gut. Hast du das schon mal probiert?
    Da mein Set im jetzigen Probe-/Übungsraum abgenommen wird (4 Mics), habe ich es auch schon anders probiert, kam aber zu dem Schluss das es für mich sehr schwierig ist die realen Lautstärkeverhältnisse der einzelnen Instrumente auch so über Kopfhörer zu bekommen. Gerade fürs üben finde ich das nicht ideal. Zugegeben, viel Aufwand habe ich dafür nicht betrieben. Es geht ja auch so zufriedenstellend.

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid bleibt Blaubtkreid

  • kam aber zu dem Schluss das es für mich sehr schwierig ist die realen Lautstärkeverhältnisse der einzelnen Instrumente auch so über Kopfhörer zu bekommen. Gerade fürs üben finde ich das nicht ideal. Zugegeben, viel Aufwand habe ich dafür nicht betrieben.


    ja, da steckt schon viel Arbeit und know how drin um einen zufriedenstellenden Sound hinzubekommen. Dann wird man aber belohnt mit einem ausgezeichneten Spielgefühl welches man mit Gehörschutz nicht hat.
    Das ist der Hauptgrund weswegen viele InEar monitoring ablehnen, weil sie es nicht hin bekommen, nicht nur Schlagzeuger.

    don´t panic

  • Irgendwie muss ich ja schon hören was ich da mache


    Kann es sein, dass du Sorge hast, mit einem Gehörschutz nichts mehr vom Schlagzeug zu hören? Das wäre ein wirklich effektiver Gehörschutz, der in der Praxis so aber glaube ich nicht existiert. Die Alpine Dinger nehmen dem Sound etwas Brillianz, je nach Einsatz mehr oder weniger, und dämpfen die Lautstärke auf ein unkritisches Maß. Man hört aber noch sehr genau, was man macht, selbst Ghost Notes kommen gut rüber. Lediglich so Dinge wie nerviger Snare Buzz gehen möglicherweise verloren. Auch wenn ich mit Besen wischen übe, fehlen ggf. die Nuancen. Aber da brauch ich dann auch definitiv keinen Gehörschutz. Mit geschlossenen Kopfhörern verhält es sich ähnlich. Also alles kein Problem im Normalfall.

  • Zugegeben, und da danke ich euch allen für die vielen Anregungen, ohne Mikrofonie zu üben, darüber habe ich noch nicht so richtig nachgedacht. Vermutlich, weil ich schon mal ein Set komplett abgenommen hatte und das Üben damals als sehr komfortabel empfand.


    Die Eingangsfrage war aber nicht ob ich dafür oder dagegen bin, denn das ist eher beschlossen Sache, sondern was man bei so einem kleinen Raum tun muss um es an den Start zu bringen bzw. ob und wie es überhaupt möglich ist.

  • Dann wird man aber belohnt mit einem ausgezeichneten Spielgefühl welches man mit Gehörschutz nicht hat.


    Und wie findest du den räumlichen Eindruck?
    Ich empfand es recht irritierend wenn ich z.B. bei 14 Uhr (Richtung) wo "draufhaue" und der Sound dann von "halb Eins" kommt. Irgendwie stimmen für mich Raumgefühl und Ton dann nicht mehr überein. ;(

    Blaukraut bleibt Blaukraut & Brautkleid bleibt Blaubtkreid

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