Vergleich von Tama Starphonic Snares

  • Ach ja, zur Frage, was Vintage Snares von Neuen auch noch unterscheidet: Neben der Gratung ist generell die Hardware in den allermeisten Fällen leichter als bei modernen Snares, bedeutet, da hängt deutlich weniger Masse am Korpus. Je mehr Masse am Korpus, desto fokussierter wird der Klang. Je weniger, desto weicher, offener. Das kannst du zum Beispiel anhand von Spannreifen gut selbst austesten. Je schwerer der Spannreifen, desto "cripser", prägnanter, härter und zumindest gefühlt lauter wird auch der Klang der Snare.


    Den Vorschlag, untenrum ein Sennheiser bei dir ranzubappen (oder erstmal ein anderes zu Testzwecken), unterschreibe ich so.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Stave ist nochmal eine ganz andere kiste, weil viel dicker vom Kessel.

    Sicher, ändert aber nicht arg viel an meiner Aussage ;)

    Stellschrauben gibt's genug, um der Snare ausreichend Biss zu verleihen, zumal Country-Rock kein Genre ist, bei dem ne Snare besonders gefordert ist, sich durchzusetzen. Ein etwas "oldschooligerer" Sound sollte da funktionieren. An der runderen Gratung wird's gewiss auch bei Sperrholz nicht scheitern.


    Oft ist einfach die Stimmung zu tief und nimmt der Trommel dadurch die Durchsetzungsfähigkeit, ist meine Erfahrung. Das trifft sowohl auf Toms als auch Snare zu. Man muss sich zwar eventuell nen Moment an's neue Spielgefühl gewöhnen, aber das wäre mein erster Ansatz, und der ist sogar völlig gratis. (Nir-Z hat in dem Video schon auch ein paar mal an den Schrauben gedreht, das ist teilweise ein recht hohes Tuning in manchen Tracks)

  • evtl. hilft`s ja auch mal bspl. so um die, 1:28 (edith Video #52) genauer auf das Snarefell zu achten, im übrigen lässt sich das auch Stoppen

    oder in Zeitlupe zu betrachten, auch um die Spielweise zu beurteilen.


    Ansonsten bin ich überwältigt, wie viel Gewichtung hier im Thread, doch dem Kesselmaterial zumindest, in Teilen von

    Usern hier doch zugeschrieben wird.


    Und wenn man dann so physikalisch/Materialtechnische Dinge wie Dichte aufgefahren werden - Wow!


    Kupfer soll ein ganz hervorragender Leiter sein, vielleicht doch besser auf Kupfer setzten was die Lautstärke angeht.

    Nebenbei Durchsetzungskraft, was die Gehämmerte DC angeht steckt da bestimmt auch viel gespeicherte

    aufgenommene Energie schon automatisch mit drin, :) ;)

    Reflexionstechnisch - wie Kommt das jetzt überraschend,

    Oberflächenmässig dürfts zumindest eher A- "Linsentechnisch" wirken und auf den Kessel eher aussteifend wirken.


    Und hat die eigentlich 5oder 6,5 Tiefe.


    edith: achso der Nir Z hat ein schönen Kitvergleich, da ist sogar auch ne ziemlich Tiefe " dumpfgestimmte Alu Snare am Start die sich der Musik gut durchsetzt.


    Ich weiss nicht - vielleicht hat da aber Lautstärke-mässig auch nur wer am Lautstärkeregler gedreht.


    Edith: SONOR Artist Family: Nir Z performs Sober by Hunter Hayes

    ich höre immer du musst, du brauchst.....ist "modern", "out", "in", "trendy" und so....
    ich mach`s wie`s mir passt, schei.. auf die Säue, die laufend sinnbefreit durch
    die Dörfer getrieben werden.



    3 Mal editiert, zuletzt von orinocco ()

  • Oft ist einfach die Stimmung zu tief und nimmt der Trommel dadurch die Durchsetzungsfähigkeit, ist meine Erfahrung

    Zweifellos, drum schrub ich ja ganz oben: Erstmal mit der Stimmung experimentieren. Wenn das nicht reicht, dann Mikro und Rimshots. Wenn es dann nicht reicht: Diecast Hoops. Ist alles billiger als eine neue Snare.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • P.s.: Die Starphonic Alu ist meine absolute Lieblingssnare geworden (ggü. SonorDelite, Sonor Vintage Series 5,5", Tama Starclassic Maple)

    Meine auch - aus verschieden Gründen: sie ist bei Abnahme immer ein Set&Forget-Kandidat - Mikro dran und der Sound passt! Sie ist mit Abstand die leichteste Snare, die ich habe (gegenüber der DW Maple, Pearl FreeFloating Steel, aber auch der 13er Pearl BLX). Sie ist hervorragend stimmstabil - vor dem letzten Gig habe ich sie nach Wochen aus dem Koffer geholt und exakt nichts nachstimmen müssen. Und: sie sieht hervorragend aus mit dem geschliffenen Alu und passt genial zu meiner Alu-Hardware.


    Ich würde den Einsatzbereich als universell bezeichnen - nur auf ganz großen Open-Air-Bühnen war sie mir bisher zu leise und ich habe im Konzert gemerkt, wie ich das mit übermäßigem Kraftaufwand versuchte zu kompensieren. Dort würde ich zukünftig wie früher immer meine FreeFloating mit Stahlkessel verwenden, die knallt definitiv mehr und hat einen 3mm-Reifen oben drauf.


    Ich hatte hier mal einen Videoschnippsel gepostet von einem Gig, wo jemand mich von hinten gefilmt hat - auf dem Video ab ca. 00:53 ist nur das Schlagzeug selbst zu hören, der Monitor war aus, weil ich IEMs drin hatte. Auf dieser "Hüpfburg-Bühne" war die Snare genau richtig vom Volumen. Allerdings war sie hier auch mit einem schmalen Fellring gedämpft - wenn man den wegnimmt, knallt sie noch etwas mehr, macht aber auch Obertöne, die den Mischerman verwirren. Die PAL reagiert sehr feinfühlig auf Dämpfung - ggf. reicht schon ein 1/4 Gel, um die störenden Obertöne wegzubekommen, ohne den Schmackes rauszunehmen.


    Wenn Du wirklich eine laute und knallige Snare brauchst, die in kleineren Settings vielleicht zu laut ist, dann ist Sahl oder Messing sicher besser als die PAL. Wenn Du auf die oberen 10% Lautstärke verzichten kannst, dann ist die PAL ein äußerst gutmütiges Arbeitstier für alle Lebenslagen...


    PS: hier noch meine Erfahrungen mit lauten und lautesten Snares: im Moment ist die Pearl FreeFloating Steel in 14x6,5 meine lauteste Snare - ich hatte aber zwei Snares, die diese noch locker in der Ecke verwiesen haben. Die eine war eine Sonor Artist Steel in 14x5 - die war so laut, dass meine Bands und am Ende auch ich gestreikt haben - ich habe sie mit einer Träne in einem Auge aber auch einem Lachen ziehen lassen. Noch lauter war nur noch meine selbstgebaute 14"x7" Messingsnare mit 2mm starkem Kessel (den habe ich neulich hier nach mehreren Jahrzehnten endlich verkauft bekommen). Die war nahe an unerträglich, allerdings hatte ich da auch ein Kevlar-Fell drauf damals.

  • auch wenn keine anderen Snares ausser die gewünschten lt. Wunsch des TS ins Spiel gebracht werden sollten.

    Hatte ich die DC Birke Series 7, 10er Teilung und 2,3mm mächtige Dreifach geflanschten Power Hoops und Remo CS Coated black dot, als Batter

    für "knalliges" ziemlich gut in Erinnerung, nicht selten spielte ich eher um den Schwarz durchscheinenden Punkt herum.

    Ich kann mit Silvester aber auch nicht so sehr viel anfangen.


    Grüsse zuruck

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