Livestreams und Tutorials von deinschlagzeuglehrer.de

  • Hallo Timo

    Klasse Video zum Thema Taktarten.

    Besonderes dein "Schlusswort" weckte einige Erinnerungen aus meiner Schulzeit, genauer gesagt aus dem Musikunterricht. Klar ist, dass der praktische Teil immer der schönere Teil ist, aber es ist wie es ist, die Theorie darf auch nicht fehlen. Mein Lehrer von damals hat auch viel geschichtliches aus der Musik mit einfließen lassen. So wie z.B. dein Symbol dem "C". Tempus imperfectum. Das Symbol für Tempus perfectum ist mir auch noch im Gedächnis geblieben. Wie du selbst auch sagst. "Der perfekte Takt" Natürlich gekennzeichnet durch den "perfekten Kreis."

    Aber genau diese geschichtlichen Einwürfe lassen einem vieles besser im Gedächnis behalten. Meine Schulzeit ist ja auch schon etwas her ;)

    Interessant finde ich auch, wie oft eigentlich der 3/4 Takt neben dem gebräuchlicheren 4/4 Takt vorkommt.

    Auch dort wo man es gar nicht erwarten würde.

    Werfe mal den "Jazz Waltz" in die Mitte.


    Wie oft einem eigentlich der 3/4 über den Weg läuft, ist mir erst richtig bewusst geworden, als ich den Zusammenhang zu einem 6/8 Takt ergründet habe, der nun mal so "gar nichts" mit dem 3/4 Takt gemein hat.

  • Lexikon75: Herzlichen Dank!


    Deinen Einwand mit dem 6/8 und dem 3/4 Takt finde ich super, ich gehe im Video auch kurz darauf ein, das Feeling ist ein komplett anderes, auch wenn es mathematisch auf dasselbe hinausläuft. Das sollte jeder mal selber ausprobieren und einen 6/8-Takt über einen 3/4-Takt zählen und umgekehrt. Das gibt so einige Erkenntnisse, obwohl es auch Hybride gibt bzw. es natürlich rhythmisch spannend wird, diese bewusst zu mixen. Interessanterweise werden langsame Walzer beim Tanzen anstatt im 3/4-Takt als 6/8-Takte interpretiert.

  • die Geschichte mit dem "C" ist interessant gewesen, wieder was gelernt :)

    6/8 vs. 3/4, ich glaub, da stolpert jeder mal drüber, und kaum glaub ich es jedesmal sicher zu erkennen, kommt ein song daher, der meinem Gefühl nach ganz sicher ein 3/4 ist und und dann liest man, dass es ein 6/8 ist (Piano Man von Billy Joel ist so ein Fall...).


    Ich hab für mich das immer so unterschieden: wenn ich zur Musik hin und her wackle/schunkle, und ich schunkle so, wie man sich beim Walzer bewegt, dann ist es ein 3/4, wenn man sich "doppelt" in eine Richtung bewegt (boah, ist das schwer zu umschreiben, das lässt sich so einfach herzeigen :D ), also wenn man sich nicht schon nach 3 Schlägen, sondern erst nach 6 Schlägen wieder in die Gegenrichtung bewegt (wobei man auf der 4 so einen kurzen Stop macht), dann ist es ein 6/8. Funktioniert aber eben auch ned bei jedem Song. Beim Piano Man würd ich definitiv wie beim Walzer schunkeln, liegt vielleicht aber auch daran, dass das in der Tanzschule ein beliebter Song zum Walzer tanzen war.

    Interessanterweise werden langsame Walzer beim Tanzen anstatt im 3/4-Takt als 6/8-Takte interpretiert.

    das ist echt interessant, und ich hab das jetzt im Kopf mal durchprobiert, das ist tatsächlich so!! (Ich bin ja lange Zeit in eine Tanzschule gegangen und kenn daher das feeling vom Langsamen (English Waltz) ggü dem Wiener Walzer)

    Lieber brennende Herzen, als erloschene Träume! <3 xxxx Love life, and live! - It's worth it.


    “You are never too old to set another goal, or to dream a new dream.” ― C.S. Lewis


    Don‘t waste your time or time will waste you. (Muse - Knights of Cydonia)

  • Interessanterweise werden langsame Walzer beim Tanzen anstatt im 3/4-Takt als 6/8-Takte interpretiert.

    das ist echt interessant, und ich hab das jetzt im Kopf mal durchprobiert, das ist tatsächlich so!! (Ich bin ja lange Zeit in eine Tanzschule gegangen und kenn daher das feeling vom Langsamen (English Waltz) ggü dem Wiener Walzer)

    Mir fällt da spontan auch der langsame Anfang vom Walzer An der schönen blauen Donau ein. Ich glaube hier wurde es eher aus praktischen und vor allem leserlichen Gründen so umgesetzt, hier kann ich einfach eine Viertel schreiben, die in diesem Metrum aber zwei Schläge dauert. Wenn das zB in Halben geschrieben wäre, dann hat das auch eine psychologische Bedeutung indem man sich eher zurücklehnt und vielleicht den Melodiebogen nicht über das Thema drüber zieht sondern eher Note für Note spielt. Man sieht auch weniger Taktstriche. :D

    Oder eine ganz einfache Erklärung, falls es in den Originalpartituren auch so geschrieben ist, waren eventuell einfach alle in der Zeit betrunken. :P


    lg

  • In einem anderen Thread habe ich dazu schon mal was geschrieben.

    "schnelle 3/4 können sich anhören wie langsamer 6/8"

    Finde diesen Zusammenhang total interessant. Wenn man mal ein bisschen stöbert, dann wird man auch abseits des Walzers so einige Songs entdecken, die, wie Timo sie bezeichnet, Hybriden sind.

    Man muss sich aber immer klar machen was der Puls ist oder wie man so schön sagt, wo der starke Beat ist.

    Richtig interessant kompliziert wird es, wenn man beide Feels gleichzeitig spielt. Am Schlagzeug hört sich das manchmal vielleicht nicht ganz so schön an.

    Hier mal was melodisches Radiohead-Daydreaming

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!