Free Floating Drums - Kennt jemand dieses Fabrikat?

  • Nein, das sieht weder nach Sleishman, noch nach Zebra aus. :)


    Es könnte Drum Research sein. Diese Trommeln wurden

    vom Musikhaus Jellinghaus in Dortmund vertrieben.

    Die Kessel waren damals wahlweise von Keller oder

    Sonor. Was dafür spricht, ist die schwarze Platte, an der

    die Tomhalterung fixiert ist und die Hülsen. Ich habe zwo

    Drum-Research-Sets. Bei denen ist das genau so, allerdings

    mit anderer Tomhalterung (Pearl-Style). Die Sets klingen

    für meine Ohren fantastisch und sind nach meiner

    Auffassung kinderleicht zu stimmen. Aber das sehen hier

    im Forum viele anders. Stimm-König Nils meint, man könne

    sie gar nicht stimmen, weil konstruktionsbedingt am Schlag-

    und Resofell dieselbe Spannung anliegt.


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • sind nach meiner

    Auffassung kinderleicht zu stimmen. Aber das sehen hier

    im Forum viele anders.

    Stimmt, ich erinnere mich an die jüngste Diskussion. Könntest doch mal ein paar Soundbeispiele posten, damit man ne Vorstellung bekommt. Ich beispielsweise hatte so ein Teil noch nie unter den Sticks, noch nicht mal real irgendwo gesehen.


    Ich glaube, einer meiner Einwände, ausgehend von meinem Verständnis dieser Free Floater, war die fehlende Möglichkeit, Sustain/Resonanz schnell und gezielt rauszustimmen, wie ich das bei normalen Trommeln machen kann. Für meinen Geschmack resonieren die meisten Toms nämlich nicht zu kurz, sondern zu lang, gerade in der resonanten Zone, um es mit Nils auszudrücken.

  • fwdrums: Drum Research sollte hinkommen, danke Dir🙋🏼‍♀️ Hatte ich tatsächlich noch nie gehört.

    Wie ist denn das nun beim Stimmen solcher Trommeln? Die Stangen mit den Stimmschrauben sind doch oben und unten an den Reifen befestigt, Das hiesse für mich, dass eigentlich das Festdrehen einer Spannschraube am Schlagfell keinen Einfluss auf die Spannung des Resonanzfells hat. Denn man zieht ja nicht den ganzen Hardwarekäfig nach oben, so dass Spannung aufs untere Fell kommt. Warum man dieses System nicht ordentlich stimmen können sollte verstehe ich nicht so recht.

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

    Einmal editiert, zuletzt von Druffnix ()

  • DrumResearch ist korrekt, habe auch dasselbe Teil in schwarz. Kann den Kommentar von fwdrums voll bestätigen. Das Teil hatte am Ende keinen großen Erfolg und wurde daher auch schon bald mal wieder eingestellt. Die Diskussion von Nils habe ich nicht verfolgt, aber das Teil kann man auf alle Fälle stimmen. Halt nicht wie herkömmliche Trommeln, aber es geht auf alle Fälle.

    Die Stimmschrauben sind zwar mit den Reifen oben und unten mit einem Ring befestigt, trotzdem ist es am Ende ein einzelnes Teil in sich, d.h. wenn man oben die Stimmschraube anzieht, dann spannt es sich auch unten. Ganz anders als bei der Pearl Free Floating, wo noch ein zusätzliches Teil dazwischengeschraubt wird, sodaß oben und unten anziehen immer voneinander unabhängig ist. Da muß man beim DrumResearch halt ein wenig kalkulieren und statt einer ganzen Drehung halt nur eine halbe machen.

  • Ich habe mir auf ähnliche Art eine Snare eingehaust (die Bohrungen für die Böckchen hat ein Vorbesitzer verhunzt). Beide Spannreifen mit zurechtgeschnittenen Gewindestangen "verbunden". Auch hier beeinflussen sich also beide Fellspannungen gegenseitig.


    Nun zum hier interessierenden Teil: Obwohl ich ein normales Snarereso (dünn) und oben ein viel dickeres Amba drauf habe und trotzt der höheren Snarestimmung geht das Stimmen und Spielen problemlos. Hatte auch erst Bedenken, ob das Resofell das aushält oder überzogen wird oder das Schlagfell nicht hoch genug bekomme, aber das geht (und klingt richtig gut die Snare).

    Bei dickeren ("normalen") Resos und den eh tieferen Tom-/BD-Stimmungen musst du insofern glaube ich keine Bedenken haben, auch nicht was die Stimmbarkeit angeht.

    Könnte nur sein, dass sie dir tatsächlich zu viel klingen, aber dafür gibt´s ja Ringe & Co..

  • So, ich konnte nicht widerstehen. Der Kollege wollte ja 300 für das Drum Research, und er hatte noch ein perlmuttfoliertes Catalina Club Jazzset. Wir haben uns auf 500 für alles geeinigt, das Catalina brauche ich für ein Unplugged-Ding.


    Ich hab mal mit dem Drum Research ein bisschen rumgestimmt. Die Dinger sind, bedingt durch den Käfig, ziemlich schwer. Oben sind Pinstripes drauf, unten Ambas. Die Pinstripes entspannt, Grundstimmung nach der Falten-Raus-Methode, mit dem Drum dial exakt gespannt. BOOM! Die Toms klingen mächtig, sehr resonant, aber nicht wummerig. Die Felle haben tatsächlich fast exakt den gleichen Grundton, 12x10 und 13x11“. Das ist amtlicher Rock-Wumms mit schön kontrolliertem Sustain. Das Standtom ist ohne Dämpfung ne Wummertonne. Ich hab einen Dämpfring aufs Reso gelegt, durchgestimmt, das kommt dann sehr bassig und wuchtig. Die Bass hat 22x16, da ist ein Powerstroke 3 drauf. Da mache ich am Wochenende mal ein EMad drauf, so klingt sie mir mir nicht patschig genug.


    Erstes Fazit: Das klappt besser als ich dachte. Nächste Woche nehme ich das mal mit in den Proberaum, und mit Coated Emperors oder Ambassadors will ich es mal probieren. Mit den großen Pötten könnte der Sound von Green Day/ American Idiot hinkommen. Das wäre cool 😉

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  • Teste mal gleiche Felle oben und unten,
    zum Beispiel Amba clear oder coated.


    fwdrums

    Hab ich jetzt gemacht. Amba Coated oben, Amba Clear unten. Bombe :thumbup: In tiefer Stimmung ein satter basslastiger Sound mit mittlerem Sustain und einem schön definierten Grundton. Höher gestimmt kriegt das ganze mehr Sustain.


    BTW.: Falls ein Drum Design-Besitzer sein 10" Tom loswerden will (schwarz und Kellerkessel wäre gut), ich wäre interessiert.

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