Paste unter Spannböckchen bei Messing Snare?

  • Hallo zusammen, ich habe mir vor einiger Zeit eine Pearl Sensitone Custom Alloy Brass Snare zugelegt und wollte diese jetzt das erste mal von Grund auf reinigen.

    Beim demontieren der Spannböckchen ist mir aufgefallen, dass darunter eine Art Paste/Creme (geruchlos) auf den Kessel aufgetragen wurde.


    Weiß jemand was das sein könnte? Google spuckt leider nichts brauchbares aus.


    Schonmal danke im Voraus

    Lg Ceddi

  • Wissen nicht, aber zwei Spekulatius: Ein Vorbesitzer hat die Gummi-/Plaste-Unterleger mit Öl oder sonstwas versucht zu imprägnieren oder die Unterleger dünsten ihre Weichmacher oder irgendwas anderes aus.

  • Chuck Boom Das mit den Weichmachern denke ich eher weniger da die Unterleger noch gut intakt sind und es dafür auch zu viel ist.

    Das mit dem Öl klingt aber plausibel und würde auch zur Konsistenz passen.

    Ich kenn mich mit Messing Snares leider nicht aus, meinst du das bringt wirklich was um Korrosion vorzubeugen oder lieber runter damit und Original zusammen bauen?

  • Ich weiß es auch nicht, aber für mich würde es minimal Sinn ergeben wenn man möglicherweise sogar herstellerseitig hier Öl/Fett benutzt um Korrosion zu verhindern, da das Material von Lug/Schraube nicht Messing ist.

    Bringt man zwei verschieden edle Metalle miteinander in Kontakt entsteht Korrosion.


    VIELLEICHT könnte das die Idee dahinter gewesen sein.

  • Moin

    Also ich wäre da eher beim Fett, max. Vasiline.

    Ich gehe mal davon aus, dass das nur eine zu gut gemeinte Ladung Fett für die Spannschrauben ist, die sich durch die Vibrationen "weg vom Kessel" bewegt hat. Das mit der Kontakt-Korrosion wäre ein Totalversagen seitens der Produktentwickler und über die Jahrzehnte schon aufgetaucht/ bemerkt worden.

    Was Pöarl auch gerne macht sind kleine, geölte oder gefettete Läppchen "in" den Federn für die Hülsen. Möglicher Weise auch einfach die Mischung aus "zu viel des Guten" ;)

    Mal guggen was Onkel Hebbe sagt, der dreht ja mindestens 5 Schnarren am Tag auf links ^^

    Der kennt das bestimmt :)

  • Ich hab vor kurzem ein 1975er Vistalite mit Hayman Snare auf links gedreht.


    Das Vistalite war überall orange, weil das Fett in den Böckchen über die 50 Jahre flüssig geworden ist und seinen Weg gegangen ist. Die weißen Plastik-Plättchen zum Schutz des Kessels unter den Böckchen waren komplett orange, ebenso die Acryl-Naht des Kessels.


    Aus der Hayman Snaredrum lief mir direkt beim Abschrauben flüssig gewordenes Fett aus den Spannböckchen entgegen. Ich dachte erst an Wasser, weil es so viel und so flüssig war.


    Ich hätte noch nie so ölig/fettige Hände beim Grundreinigen eines Sets. Dafür war von Rost und Korrosion nix zu sehen nach über 50 Jahren und die Gewinde liefen einwandfrei.


    Ich vermute einfach, dass das in deiner Trommel Fett war.

    Lies die FAQ und benutze die Suchfunktion!

    2 Mal editiert, zuletzt von Fl0gging ()

  • Könnte mir vorstellen, dass ein Vorbesitzer es mal sehr gut gemeint hat mit dem Fetten der Stimmschrauben - dann liegt die Gute im Rahmen von Festivalgigs im Sommer ein Paarmal im saunaheißen Auto und das Fett an den Stimmschrauben verflüssigt sich und "ergießt" sich über die Trommel. Sicherlich gab es dann auch sichtbare Spuren davon an den Böckchen und Kessel, die dann aber weggewischt wurden - lediglich an die Gaskets kommt man bei einer oberflächlichen Reinigung nicht heran.

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