Für den Zehnkämpfer mag das stimmen, für den Sprinter nicht.
fwdrums
Für den Zehnkämpfer mag das stimmen, für den Sprinter nicht.
fwdrums
Noch kleine Ergänzung. Arbeiten an den Schwächen ist ein Knochenjob. Kommt halt immer auf den inneren Schweinehund drauf an! Mit Ü50 wird es nicht einfacher. Meine Erfahrung, so früh wie möglich an den Schwächen arbeiten!
Hat sich bei dir inzwischen etwas herauskristallisiert, worauf du dich erstmal konzentrierst, oder wechselst du die Schwerpunkte noch je nach Lust und Musik?
Mit Ü50 wird es nicht einfacher
!!!
Noch kleine Ergänzung. Arbeiten an den Schwächen ist ein Knochenjob. Kommt halt immer auf den inneren Schweinehund drauf an! Mit Ü50 wird es nicht einfacher. Meine Erfahrung, so früh wie möglich an den Schwächen arbeiten!
Hallo,
habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber zu Ü50 und "nicht einfacher".
Beim "ausmerzen" von Schwächen oder Unzulänglichkeiten stimmt das.
Gleichzeitig bekommt man aber auch eine gewisse "Gelassenheit" vielleicht doch nicht "Alles" zu können und seine Schwächen zu akzeptieren (oder die Fähigkeit diese "geschickter" umgehen/vertuschen zu können
)
Gruß
Ralf
oder die Fähigkeit diese "geschickter" umgehen/vertuschen zu können
Das finde ich nen entscheidenden Punkt. Wir sind - in meinen Augen - als Drummer in der Popularmusik in der recht vorteilhaften Situation, dass es viele Stile gibt, die uns als Drummer eher unter- als überfordern. Nen stabilen Rockbeat bekommen selbst Nicht- Schlagzeuger relativ bald hin, und bei vielen anderen Styles ist es ebenfalls nicht die technische Herausforderung, die uns vor Probleme stellt, sondern das Entwickeln des richtigen Feelings.
Wenn man weiß, was Topdrummer als Money-Beats und -Fills bezeichnen, schöpfen wir in vielen Fällen nur einen winzigen Bruchteil dessen aus, was am Schlagzeug möglich wäre. Ein durchschnittlicher Amateur entlarvt sich typischerweise nicht aufgrund seiner Grooves, sondern weil die Fills unsicher wirken. Drumsoli kommen beim Publikum an, aber kaum ein Gast wird sich beschweren oder überhaupt bemerken, dass das Drumsolo gefehlt hat. Wir sind also in der fast schon beneidenswerten Lage, beim überwiegenden Teil der Musik mit bescheidensten Mitteln bestehen zu können. Die Fähigkeit zur Reduktion aufs Wesentliche schützt uns also zuverlässig vor peinlichen Momenten.
Vergleichbar dazu wäre vielleicht der Pianist oder Gitarrist, der zu 90 % Four Chord Songs in C-Dur spielen müsste. Diese Erkenntnis nimmt mir mittlerweile ordentlich Druck vom Kessel, weil ich mein Üben an den tatsächlichen Erfordernissen ausrichte. Die Wahrscheinlichkeit, in meinem Alter noch nen Schwenk zu Prog/Metal machen zu müssen, ist gering, also kann ich mir das Üben von Doublebass-Eskapaden und hochakademischen konstruierten Grooves oder auch so Quintolenzeug sparen. Dafür lohnt sich für mich, meine Single- und Doublestrokes auf ein besseres Level zu bekommen, weil sie für meine musikalischen Aktivitäten sitzen sollten.
Geübt werden überwiegend Dinge, die mir bei Proben oder auf der Bühne auffallen, weil sie sich für mich nicht sicher genug anfühlen, selbst wenn Mitmusiker das nicht mal immer bemerken. Oder ich höre bei irgendwem ne coole Idee, die mich so beeindruckt, dass ich sie in mein Arsenal aufnehmen will. Also quasi ohne jedes Konzept, punktuell und rein aus der Laune heraus.
Generell war mein bester "Übeplan" immer, viel zusammen mit anderen Musik zu machen, dabei auch vor ungewohnten Stilen nicht zurückzuschrecken, und dabei die Aspekte zu Etappenzielen zu machen, die mir jeweils die größten Steine in den Weg legten. Stilübergreifend waren das in den letzten 10 Jahren vor allem die wichtigsten Rudiments und Hand-Fuß-Koordination sowie Verbesserung meines dynamischen Spiels über alle Dynamikstufen.
Mit Ü50 wird es nicht einfacher
!!!
Alles anzeigenNoch kleine Ergänzung. Arbeiten an den Schwächen ist ein Knochenjob. Kommt halt immer auf den inneren Schweinehund drauf an! Mit Ü50 wird es nicht einfacher. Meine Erfahrung, so früh wie möglich an den Schwächen arbeiten!
Hallo,
habe jetzt nicht alle Beiträge gelesen, aber zu Ü50 und "nicht einfacher".
Beim "ausmerzen" von Schwächen oder Unzulänglichkeiten stimmt das.
Gleichzeitig bekommt man aber auch eine gewisse "Gelassenheit" vielleicht doch nicht "Alles" zu können und seine Schwächen zu akzeptieren (oder die Fähigkeit diese "geschickter" umgehen/vertuschen zu können
)
Gruß
Ralf
Sicher einen Tick Alter-Weisser-Mann Spruch, aber auch ich denke Erfahrung schlägt im Zweifel Talent.
Wenn ich überlege was ich Zeit blödsinnig verballert habe...die Erfahrung musst Du aber auch erst mal haben.
Daher denke ich, dass Du sicher langsamer Dinge einprogrammieren kannst, wenn Du was neu erarbeitest aber dafür effizienter vorgehen kannst...
Was sich nicht geändert hat: Wenn ich was machen will, mache ich auf keinen Fall Abstriche nur weil ich keine 20 mehr bin...this is not negotiable !
Wenn ich was machen will, mache ich auf keinen Fall Abstriche nur weil ich keine 20 mehr bin...this is not negotiable !
+1
Abstrakte Fragen wie "was soll ich üben" sind zumeist sinnlos, wenn man sie nicht bezogen auf die konkrete Lebens-Situation pragmatisch beantwortet:
Der wichtigste Aspekt Beim üben ist schlichtweg das vorhandene Zeitkontingent.
Wenn ich beispielsweise effektiv nur 1 Stunde in der Woche Zeit habe, überhaupt Schlagzeug zu üben (und ich meine nicht spielen), macht es wenig Sinn, sich bsp. Gedanken darüber zu machen, die schwächere Hand auf das Niveau der stärkeren zu bekommen. Auch das sonstige einüben von einhändig eingesprungenen (Vorsicht Wortspiel) Rhythbergern im Handstand unter gleichzeitigem Dribbeln eines Medizinballs ist etwas für Nerds, die keiner sonstigen Beschäftigung nachgehen und ist selbst für ProfiMusiker oftmals zeitlich nicht stemmbar.
Ausser Schülern und Studenten bzw Arbeitslosen hat eben keiner die Zeit, sich ohne Rücksicht auf die Uhr bedenkenlos der Überei hinzugeben.
Man sollte sich vorher schlichtweg klarmachen, wie viel Zeit man bereit und in der Lage ist, für Schlagzeugüben täglich beziehungsweise wöchentlich einzuplanen bzw zu opfern, dann einen realistischen Plan zu entwerfen und bei alldem natürlich auch drauf achten, was und wohin man überhaupt will: will man abstrakt am Schlagzeug einfach weiterkommen oder benötigt man für die konkrete Situation bei Auftritten/Band etc. Spezielle neue Eigenschaften?
Ich denke, viele unterschätzen da einfach den Aufwand, üben planlos und unrealistisch in die Weltgeschichte und daddeln eh zuviel. Dabei wissen wir doch, wie zeitlich aufwändig es bsp. Ist, auch nur einen Fill, der den bisherigen Spielgewohnheiten nicht entspricht, so einzuüben, dass man ihn nicht nur spielen kann, sondern dass er so in Fleisch und Blut übergegangen ist, dass er jederzeit abrufbar ist und auch tatsächlich abgerufen wird. Da ist es oftmals viel sinnvoller, zu versuchen, mit der wenigen Zeit körperlich die drumtechnische Biomechanik auf Stand zu halten, in dem man sein Standardprogramm festigt und insbesondere Technik und Geschwindigkeit hält.
Und das Alter spielt selbstverständlich dabei dann doch eine Rolle: insgesamt lernt man langsamer, nicht nur schlechthin als älterer, sondern weil es schlicht in der Natur der Sache liegt: etwas ganz Neues zu lernen, ist oftmals ja doch viel einfacher, als etwas ähnliches zu lernen, was sich aber dann doch im Kern unterscheidet. Muscle Memory hat da eben auch ihre Kehrseiten.
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