Buchvorstellung „Cool Cooler Cale“ – Die JJ-Cale-Story "

  • In dem Beitrag stelle ich die Biographie "Cool Cooler Cale - Die JJ-Cale-Story" vor.


    Der Titel lässt vermuten, dass es um Superlative geht. Stimmt so nicht. Ein tolles und spannendes Buch für Musiker und Musikerinnen, die den entspannten Sound guter Gitarren-Musik lieben.


    Buchbesprechung „Cool Cooler Cale“ – Die JJ-Cale-Story
    Einigen Biographien über Musiker und Musikerinnen eilt der Ruf voraus, in langweiligen Aneinanderreihungen von Superlativen zu münden. Diese Befürchtung ist –…
    stompology.org


    Liebe Grüße


    Christian

  • ...welches ist das eine Album, dass ich mir von ihm anhören muss, wenn ich mir nur eines aussuchen darf ? (kennne Ihn aber hab da komplett nichts von auf dem Radar...shame on me)

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • Du bist ja ein Drummer. Da würde ich Dir ein Album empfehlen an dem Jimmy Karstein mitgewirkt hat.


    Er war super passend für JJ Cale, finde ich. Minimalismus bei voller Konzentration auf den manchmal leicht schwebend wirkenden Groove der Gitarren. Im Video ist er kurz zu sehen.


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    Liebe Grüße

    Christian

  • "Troubadour" sollte man ebenfalls haben. Oder "Really".


    Eigentlich gibt's kaum Ausfälle im JJC-Katalog, v.a. beim Zeug aus den 70ern.


    Das "Escondido"-Album (Cale & Clapton) finde ich relativ verzichtbar. Aber schlecht ist das trotzdem auch nicht.

    Das ist fein beobachtet!

  • Insbesondere "Lies" wollte ich immer gern mal covern. Hat sich leider nie ergeben. Herrliche Nummer.


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  • Ach, J.J. Hats einem nie leicht gemacht, eigentlich waren auf jeder Platte ein, zwei Stücke für die Ewigkeit und dann auch wiederum viel Durchschnitt.


    Was man in jedem Fall gehört haben muss, ist "Mama don't" von der "Shades" mit einem mitreissenden Four on the Floor – Drum-Track mit einem der geilsten-groovigsten Breaks/Fillls ever, an dem man schön demonstrieren kann, dass es nicht immer die Superchops sind, die den Vogel abschiessen.


    Von der gleichen Platte ein Muss ist auch "CloudyDay" mit einem wunderbaren Sax-Solo von Dennis Solee.


    Ansonsten wäre auch noch 77 zu empfehlen mit dem super-cremigen "Sensitive Kind", was später vom John Mayall genial in Blus-Manier gecovert wurde mit einem herrlichen Solo von Coco Montoya.


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    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Zitat

    eigentlich waren auf jeder Platte ein, zwei Stücke für die Ewigkeit und dann auch wiederum viel Durchschnitt.

    Kann ich nicht so ganz unterschreiben, erst vor ein paar Monaten hab ich die ersten 8 Alben an einem Abend komplett (!) am Stück durchgehört und war keine Sekunde gelangweilt. Bei so ziemlich jedem Song gibt's irgendwelche coolen Ideen zu entdecken, sei es im Arrangement oder im Groove oder einfach von der Atmosphäre her.
    Ich höre sowas aber auch nicht immer nur mit analytischen Ohren, sondern tauche da in eine Art meditativen Zustand ab.

    Übrigens finde ich Cale extrem schwer zu covern. Die Songs mögen sehr simpel erscheinen, aber der Teufel steckt im Detail. Zumindest wenn es authentisch und cool klingen soll.

    Das ist fein beobachtet!

  • Das mit dem meditativen Zustand stimmt: Cale schafft Atmosphäre, irgendwann versinkt man drin. Und selbst seine mäßigen Sachen kann man durchaus hören, ohne dass sie nerven. Der Rest ist wie immer Geschmacksache. Irgendwie hat er sich aber sowohl in seiner Musik als auch insbesondere als Typ wohl immer der Messbarkeit und Verobjektivierung ohnehin entzogen, Cale ist Cale und so der Prototyp des Authentischen und Integren, ohne damit hausieren gegangen zu sein, man kann sich vorstellen, er hätte sein Musik exakt so gemacht, auch wenn ein Musikbusiness niemals existiert hätte.


    Das mit dem Covern, liegt wohl auch am speziellen Cale-Sound: Die Cale Nummern vertragen schlecht unausgegorene Soundverhältnisse. Eric Clapton berichtete einst in einem Interview, dass er es mehrfach erlebt habe, wo - sowohl bei JJ's eigenen Sachen als auch bei Sachen, wo er als Produzent tätig war - eigentlich das eingespielte Studiomaterial für sich irgendwie Scheisse klang, JJ dann aber alle rausgeschmissen hat und für sich den Mix gemacht hat und anschließend klang alles wunderbar. Ich meine mich zu erinnern, dass EC es JJ "magische Souce" nannte, die er "über das Mischpult gießt".

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  • Vielleicht sind JJ Cale Songs auch deshalb schwer zu covern, weil häufig nur ein Aspekt aus einem Song im Cover heraus gearbeitet ist. Dann ist man beim Hören enttäuscht. Es fehlt das Flair.


    Ich mag zum Beispiel Johnny Cash sehr. Aber „The Breeze“ geht irgendwie für ihn nicht. Trotz der tollen Stimme. Der Song wird zum 50 Rock’n’Roll bei Johnny Cash. Geschmacksache. Irgendwie nicht wirklich Cash und auch nicht Cale.


    Interessant ist auch das letzte posthume Album „Stay Around“. Es wird wohl nicht das letzte sein.


    Liebe Grüße

    Christian

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