Beiträge von Zunge

    Wie riesig der dynamische Spielraum eines Schlagzeugers sein muss, der in vielen Stilen unterwegs ist, hat sich mir die letzten Jahre offenbart. Das obere Ende habe ich schon recht früh mit einer "Backbeat=Rimshot" Mentalität ausgefüllt.
    Dass Rimshots mit verdammt viel Feingefühl und Zielgenauigkeit auch Dynamisch sein können, habe ich erst letztes Jahr realisiert und damit gut zu üben.


    Als ich mich an Jazz rangewagt habe, war mir vor allem Weckl ein Vorbild. Dass er sich auf den großen Bühnen, auf denen er in der Regel spielt, von Dynamischen Grenzen unabhängig macht dämmerte mir damals nicht, und so habe ich mit dieser Lautstärkenmentalität die Jazzfiguren geübt.
    Dass das offensichtlich zu kurz gedacht war, merkte ich, als ich mit einem unverstärkten Kontrabass und Piano auf der Bühne stand. Spätestens in dieser Situation merkt jeder Schlagzeuger, wie viel dynamischen Spielraum es tatsächlich gibt.

    Wenn man diesen Gedankengang zu Ende führt, wird einem ganz schnell die Absurdität dieser Bewegung klar.


    50% Frauenanteil,


    Im Straßenbau?
    Im Militär?
    Im Metall? ;-)


    Die ganze Debatte wird von einer handvoll militanter Feministen angetrieben, die den zu Grunde liegenden biologischen Aspekt missachten und sich vom "Patriarch" unterdrückt fühlt.


    Wobei man hier ganz klar 2 Arten von Gleichheit unterscheiden muss:


    Die hier beschriebene Gleichheit von Resultat und auf der anderen Seite Chancengleichheit, die essenziell ist, sich aber schwer kontrollieren lässt.
    Chancengleichheit heißt nämlich auch nicht, dass bei einem Anteil von 20% Frauen bei einem Bewerbungsverfahren am Ende auch 20% der Vakanzen mit Frauen belegt werden, denn damit würde man die Qualifikation außer Acht lassen.

    Das fängt mit der Hardware an. Die ganzen Flügelmuttern müssen immer fester zugezogen werden, um zu halten, irgenwann muss man mit 2 Sticks einen Hebel bilden um sie adäquat anzuziehen. Die Snareabhebung bricht früher oder später ab. Vereinzelnd platzen die Böcke (Je nach Luftfeuchtigkeit früher oder später).


    Wenn du es Triggern willst, gehe ich davon aus, dass du Meshheads benutzt. Manche billigsets sind mit derart weichem Holz gebaut, dass diese Fellstruktur die Gratung nach und nach abschleift.


    Auch zum triggern würde ich daher nichts unter Basix Custom, PDP BX, Yamaha Stage custom, oÄ. verwernden. Die bekommt man gebaucht mit Glück für 200 und wird sie dafür auch wieder los.

    Das Problem hatte ich mal eine Zeit lang, als ich anfing im Traditional Grip exzessiv Rimshots zu spielen. Da musste ich lange an der Bewegung feilen, bis nichts mehr von der Energie des Rebounds in die Hand floss.
    Auch wenn das Bei Rimshots eine etwas andere Problematik ist, die nicht unähnlich der des Tennisarms ist.


    "Bouncing" heißt das Zauberwort hier. Die Energie immer arbeiten lassen und sie nirgens blockieren. Oft reicht eine lockerung des Grips und ein bewussteres steuern von Handgelenk und Armen, um den Rebound richtig zu nutzen.


    Im Zweifel den Meistern genau auf die Hände schauen (Buddy Rich, Keith Carlock, Jojo Mayer, und, und und..)

    ADS ist ein Konstrukt des Pathologisierungswahns und wird einfach Leuten als Stempel aufgedrückt, die sich nicht indoktrinieren lassen.
    Mir wurde das im Alter von 7 auch diagnostiziert, weil ich mich auf den Schulstoff nicht konzentrieren konnte, der mich einfach nicht interessiert hat.
    Diese Diagnose hinderte mich allerdings nicht daran, immernoch einen Laserartigen Fokus für Dinge zu entwickeln, die mich wirklich interessieren. (Drums, bestimmte Bücher)
    Deswegen würde ich hier eher von selektiver Aufmerksamkeit sprechen.


    Wenn Trommeln wirklich das ist, was du machen willst, sollte dir dein Kopf schon den Fokus dafür bereitstellen.
    Was aber auf jeden Fall hilft: Meditation.


    Auch zu beachten: Schlafmangel, Wassermangel oder Stress können die Konzentration einschänken.

    Was auch gut zu wissen ist: Die Größe der Glocke eines Beckens hat einen starken Einfluss auf die Lautstärke und die Klangfarbe.


    Flatrides zB. sind wirklich wahnsinnig leise. Mein super dünnes HHX-Xtreme Crash mit einer riesigen Glocke hingegen hat enorme Lautstärkereserven.


    Der Thread erinnert mich an dieses Video, in dem Hammerax sein 24er "Hellbell" als das lauteste Crash der Welt anpreist :Q

    Bei der Drum Station Maintal kann man sich Becken, die man hören will, zum Antesten in den Laden schicken lassen. Wenns um Handgehämmerte geht, auch das Gleiche in mehreren Ausführungen.


    Frag doch mal bei einem Geschäft in deiner Nähe (am besten eins, wo man dich schon kennt), ob die diesen Service anbieten. Muss ja nicht unbedingt alles übers T laufen...

    Ich habe die Maschine jetzt eine Weile und bis auf die Kardanwelle ist sie wirklich ein Traum. Jene habe ich gegen eine von Trick getauscht. Jetzt kann ich mir kaum vorstellen, dass da nochmal irgendwas passiert.


    Die "klassische" Kardanwellen- Konstruktion ist einfach auf Dauer zum scheitern verurteilt, da müssten alle Hersteller für ihre Edelmaschinen umdenken. Die von Yamaha war jetzt die dritte, die ich durchgespielt habe.


    Ich denke auch nicht, dass das bei Gibraltar anders gewesen wäre.


    Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich Fußmaschinen sehr viel zumute. :-)

    Was man bei dem Thema auch nicht vergessen darf, ist das Alter. Je früher man anfängt (Kindheit / Jugend), desto weiter kann man sich theoretisch entwickeln. Nicht nur, weil man insgesamt mehr Zeit hat, sondern weil man in jüngeren Jahren viel lern- und aufnahmefähiger ist als in älteren.


    In diesem Zusammenhang sei Ryo Fukui genannt, der Mann hat mit 22 Jahren angefangen Klavier zu spielen und 6 Jahre später dieses Meisterwerk hervorgebracht:


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    Talent und Alter sind Nebensache. Wenn man mit Herz dabei ist kann man alles erreichen.

    Ich behaupte mal, dass man nicht behaupten kann, Phil Rudd hätte sein Instrument nicht "gemeistert", schließlich stand er jahrzehntelang auf Stadionbühnen und hat mit ACDC Musikgeschichte geschrieben.


    Popularität und Fähigkeit am Instrument sind doch zwei paar Schuhe.


    Natürlich, was Rudd da macht funktioniert grandios. Wenn Man ihn dann aber einem "Technik-Check" unterzieht und zB. die Liste der Rudiments abklopft wird der wahrscheinlich alt aussehen.


    Und Jemanden, der zB. gewisse Rudiments nicht über ein Fuß- Ostinato spielen kann, würde ich keinen Meister nennen. Da gehört für mich der technische Aspekt genauso dazu wie der musikalische.


    Zur eigentlichen Frage: Das mit den 10k Stunden stimmt nur, wenn diese effektive Praxis sind. Man kann (was ich bei sehr vielen Musikern sehe) ziemlich schnell in einen Modus verfallen, in dem das, was man bis jetzt erreicht hat, langt, und man ab da auf der Stelle tritt und meint, nicht mehr üben zu müssen. Wenn man ab da Tag für Tag sein Repertoire durchzieht dient das mehr der Beibehaltung des aktuellen Levels aus des Ausbaus.


    Um Meister zu werden muss man sich laufend im Grenzbereich bewegen und sich mit Sachen konfrontieren, die man noch nicht kann.
    Insofern hört das "Meister sein" aber nie auf: Auch Herr Weckl oder Donati werden hier und da Musik finden, die ihren Horizont erweitert. Sonst wäre es ja Irgendwann langweilig.


    Das ganze in Kategorien zu unterteilen ist allerdings schwierig und unnötig, darüber hinaus höchst subjektiv.
    Subkategorien gibt es ja auch noch: Ist ein Jazz- Master gleichzeitig Drum- Master per se oder muss er dafür Metal können?


    Die 10000 habe ich wohl hinter mir, the Black Page wollte ich mir trotzdem erstmal nicht antun.


    Mein Meister bleibt jedenfalls Buddy.

    Das Problem bei dicken Crashbecken ist leider, dass die wesentlich mehr Aktivierungsenergie benötigen und gleichzeitig dem Stick weniger ausweichen als dünnere. Dadurch "versinkt" mehr Energie im Material.


    Das ist also weniger Serienbedingt als mehr in der Natur von solchen Becken.


    Ich würde dazu raten unvoreingenommen ein paar Becken anderer Gewichtsklassen ausprobieren, die sind vielseitig anwendbar und haltbarer (wenn man sie nicht festklemmt)


    Unplugged kann man mit dicken crashes vergessen. Auf der anderen Seite funktionieren dünne Becken fabelhaft auch für härtere Musik.


    Versteht mich nicht falsch, Heavy Crashes haben auch ihren Reiz. Aber als einziger Beckensatz unbrauchbar und eben anfällig.

    Ich sehe hier 2 naheliegende Lösungen die beide verschiedene Schwierigkeiten haben:


    1.


    R_RLR_R_RLR_RLR_


    Das wären durchgehende achtel auf dem rechten Bein, was schon nicht ohne ist bei dem Tempo.


    2.


    L_RLR_L_RLR_LRL_


    Hier besteht die Schwierigkeit, mit dem linken Fuß auf Zählzeiten zu spielen, die für diesen ungewöhnlich sind (zumindest auf der BD).



    1. Ist Anstrengender, 2. Von der Koordination komplizierter. Ich würde einen Kompromiss aus beiden spielen:


    L_RLR_L_RLR_RLR_

    www.youtube.com/watch?v=T9NVrAieyaE


    "Disco" hat sich in letzter Zeit als eine der Stilistiken herauskristallisiert, die mir am meisten Spaß machen.


    Man übermittelt eine enorme Energie ans Publikum und hat einen riesigen Spielraum zur Improvisation.


    Der ein oder andere wird vielleicht merken, dass ich Jojo Mayer auf die Finger geschaut habe..

    Ah, die griechische Literatur kann so herzlich sein, und auch nach der Übersetzung verliert sie nichts an ihrem Charme. Sehr schönes Zitat, und wie wahr.


    So etwas wie auf Bild 1 auf die Bühne zu tragen wäre auch mal eine Showmaßnahme, die eine Überlegung Wert ist..