Beiträge von Seven

    Was man beim Thema KM vs. GM nicht vergessen darf: "Ich nehme GM weil das cooler/besser/schöner/teurer/wichtiger aussieht." Da nehme ich mich gar nicht aus. Und uns als Trommlern gehts doch auch so. Da spielt die Optik auch oftmals eine Rolle.


    Ich sehe konstruktiv-technisch bei der Einzelabnahme von Becken KM im Vorteil gegenüber GM. Die Wärme, die man GM im Sound oft zuschreibt, brauche ich bei Beckenabnahme nicht. Die Linearität, der in den Höhen erweiterte Frequenzgang und die Impulstreue, die man KM im Sound oft zuschreibt, brauche ich hingegen dabei schon eher.

    Zum Thema Live Stereo/Mono in meinem aktuellen Live-Mix.


    Rahmenbedingungen:

    - Sounds like 80ies Rock

    - 2x Gitarre / 2x Keyboards / Percussion / Sax / 6x Vocals, davon 4 mit Leadgesang und halt Bass & Drums

    - relativ viel Background-Vocals und relativ dichte Arrangements


    Prinzipien:

    - Alles was ich auf der Bühne sehe bzw. was auf der Bühne passiert, soll auch grundsätzlich für das Publikum hörbar sein.

    - Das Fundament aus Drums & Bass soll "fett" klingen. Bassdrum darf schieben und gespürt werden. Snare soll knallen. Und Vocals sollen gut hörbar sein, aber nicht zwingend "über allem stehen".


    Was ist meine Herausforderung?

    --> Differenzierung im Sound, damit alles seinen Platz im Mix findet. (Das wäre bei einer 3-Mann-Combo ganz anders.)


    Wie mache ich das konkret in der Umsetzung?

    - Ich EQe immer mit Blick auf den Gesamtsound und weniger darauf, dass jedes Instrument für sich alleine besonders gut klingt.

    - Ich arbeite relativ viel mit Kompression, auch wenn ich schon sehr gute Signale bekomme. So habe ich aber immer nochmal mehr Kontrolle über den Mix. Dabei arbeite ich für fast jedes Signal mit mehreren Kompressoren. Bei Vocals habe ich einen "schnellen" Kompressor und einen eher langsamen Kompressor. Jeder macht für sich nur ein paar dB maximal. Dann habe ich oft noch Dynamische EQs im Kanal im Einsatz. In den Gruppen "glue" ich dann mit einem weiteren Kompressor die jeweiligen Signale nochmal ein wenig zusammen. Das klingt nach mehr Kompression als es am Ende ist. Aber ich bin eben auch nicht mit einem Jazz-Trio unterwegs.

    - Ich arbeite hier und da mit Sidechain-Kompression. Will sagen: Bei jedem Bassdrumschlag wird das Bass-Signal sehr kurz und nur unterhalb von 80 hz abgesenkt. Damit setzt sich die Bassdrum etwas besser im Mix durch, ohne dass ich die zu laut machen müsste. Gleiches mache ich mit Melodie-Instrumenten-Gruppe und Vocals. Immer wenn jemand singt, werden die Instrumente um 1-3 dB runtergedrückt, damit die Stimmen mehr Platz im Mix haben. Und das auch nur im Mittenbereich. Die Lowmids der Gitarren schiebe ich mir nicht weg.

    - Und beim Thema Stereo nutze ich die durchaus die Bandbreite des Panoramas aus:

    Kick, Snare, Hihat, Ride, Bass, Sax, Percussion und Lead Vocals (songabhängig wer grade singt) sind immer in der Mitte

    • Toms und Cymbals sind leicht gepannt.
    • Keyboards nehme ich das Stereosignal wie es kommt und mache es weder breiter noch enger.
    • Gitarren:
      • Eine Gitarre kommt Stereo aus dem Modelling Amp. Das mache ich weder breiter noch enger.
      • Eine Gitarre kommt Mono aus dem Amp über ein Mikrofon. Die mache ich mit einem FX breiter.
      • Jede Gitarre geht in zwei Gruppen.
        • Die linke Gitarre geht in eine Gruppe die hart links gepannt ist und eine Gruppe die hart rechts gepannt ist.
        • Die linke Gruppe der linken Gitarre geht 1:1 links in die Instrumentengruppe und die Instrumentengruppe dann auf den Master.
        • Die rechte Gruppe der linken Gitarre wird minimal (3-5 ms) verzögert und bekommt eine Absenkung von 1,5 dB oberhalb von 1200 hz. Die geht dann rechts in die Instrumentegruppe und dann auf den Master.
        • Für die rechte Gitarre ist es grade andersrum.
        • Warum mache ich das? Wenn ich die Gitarren einfach nur nach links und nach rechts drehe, hören im Extremfall die Zuschauer links nur die linke Gitarre und die rechts nur die rechte Gitarre. So wie ich es mache, hören erstmal alle Zuschauer den Grundton beider Gitarren. Die Obertöne der linken Gitarre sind aber links lauter und die der rechten Gitarre rechts. Damit bekomme ich etwas Stereobreite im MIx hin, ohne man links die rechte Gitarre nicht hört.
        • Die Backing-Vocals verteile ich ebenfalls dezent im Stereo-Panoram

    Frage: Klingt es dann nich für jeden im Publikum unterschiedlich? Im Grunde: Ja. Aber. Die wirklich wichtigen Signale sind in der Mitte. Und die anderen Signale sind dezent verteilt. Für Zuschauer die halbwegs optimal stehen kann ich schon ein ziemlich breites Gitarrenbrett fahren. Für den Rest sind aber zumindest beide Gitarren hörbar. Wenn ich mal an einen Gig in einem kleinen Club denke, wo nur der Gesang verstärkt oder wo der Anteil des Bühnenschalls am Gesamtsound relativ hoch ist habe ich das Thema, dass es überall etwas anders klingt ja auch. Ein komplett homogenes Klangbild gibt auch bei mir bei fast allen Shows die PA auch gar nicht her. Von daher habe ich mich dazu entschieden: Mehr Differenzierung im Mix, zulasten der Tatsache, dass alle einen möglichst identischen Sound bekommen. Auch das ist eine sehr subjektive Sache. Bei großen Shows (wo auch die Karten relativ viel Kosten) wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass es möglichst überall gleich klingt. Aber das ist mit einem einigermaßen großen Aufwand verbunden.


    Frage: Funktioniert das Ganze? Für mich ja. Und das was ich an Rückmeldung von Band, Zuschauern und Veranstaltern bekommen scheint es in Summe sehr gut zu funktionieren.


    Wo kann ich das mit den Gitarren mal richtig fundiert erklärt bekommen? --> MONO Live-Sound MIX, notwendig oder nutzlos? Podcast Interview mit Dipl. Tonmeister Carsten Kümmel

    Das sind (wie auch das Thema Overhead vs. Einzelababnahme) meines Erachtens primär Philosophiefragen, die man subjektiv bzw. abhängig von der konkreten Situation beantworten kann bzw. beantworten sollte. Simon P. hat natürlich recht, weil er einen in der Breite der Hörer anerkannt guten Drumsound hat; der aber nicht allen gefallen muss bzw. gefällt.


    Ich bin beim Thema "Stereo vs. Mono im Live-Mix" (aktuell) im Team Stereo. Auch dazu kann ich bei Interesse mal ausführen, warum ich das mache und wie ich das konkret umsetze.

    Ich nehme aktuell (bzw. seit ca. 2 Jahren) konsequent Becken einzeln und von unten ab.


    Mein Setting ist:

    - Meist größere Bühnen mit fast immer mehr als 500 und meist auch mehr als 2000 Leuten vor der Bühne.

    - Relativ wenig Krach/Schmutz/Noise auf der Bühne (IEM & Modelling Amps)

    - 6 offene Vocal-Mikrofone auf der Bühne. (die gerne viel vom Schlagzeug einfangen)

    - Sehr disziplinierter und auch leiser Schlagzeuger

    - Rockmusik im 80er Jahre Style

    - Drumkit mit HH, 2x Crash, Ride & China.


    Wie gehe ich konkret vor:

    Ich nehme HH und Crashes einzeln ab und positioniere das Ride-Mikro so, dass ich das China noch gut erwische. Grundsätzlich sind die Mikrofone relativ nahe an den Becken. Die Kanäle bearbeite mit dem EQ so, dass ich möglichst wenig Snare und Toms drauf habe. Dazu drücke ich die Snare über Sidechain-Kompression nochmal ein paar dB aus den "Underheads" raus.


    Warum mache ich das?

    Das mache ich sowohl bei meiner Hauptband (Wie gesagt: Sounds like 80ies Rock) als auch bei anderen Bands, die eher "produziert" klingen wollen und sollen. Bassdrum muss schieben, Snare muss knallen, Effektanteile bei Snare sind fast immer gut hörbar. Und da kann ich Becken schön dahin schieben von Lautstärke und auch Panorama, wo ich es haben will.


    Warum keine klassischen Overheads?

    Alleine weil ich mir 4 Stativen sparen will. Mit den kleinen Klemmen bin ich super schnell bei auf und Abbau. 4 Stative würde ich gar nicht unterbekommen aktuell (ohne noch n Case oder ne weitere Stativtasche anzuschaffen) und schleppen will ich die auch nicht. Die aktuelle Tasche mit Stativen wiegt auch um die 30 Kilo. Und letztlich brauche ich eben nur die Becken und keinen Grundsound bzw. das ganze Kit für den Live-Mix.

    An die Ton-Leutchen hier.

    Ich sehe bei großen Gigs, fast nur noch Einzelabnhame der Becken. (Abnahme von unten)

    Scheinbar nicht konsequent für jedes kleine Splash...


    Ich frage mich

    1. Wie trennt man das auf (z.B. ein Mic für zwei Crashes??)
    2. Welche Mics werden hierfür benutzt
    3. Was ist der generelle Vorteil
    4. Wie ist es mit Einschreuung von Tom's
    5. Macht das jemand von Euch? :/
    6. Dankeschön :saint:

    Konkret zu den Fragen:

    1. Aktuell - wie oben beschrieben - fast Einzelabnahme.

    2.Ich nutze Kleinmembrankondensatormikrone. Konkret SE Electronics SE8.

    3. Gute Signaltrennung. Getrennte Bearbeitung (Ich will NUR den Beckensound und nicht das komplett Drumkit). Aufgeräumtes Bühnenbild. Schneller bei Auf- und Abbau. Weniger Stative zu bewegen (und zu kaufen).

    4.Einstreuung von Toms sind kein Thema. Snare schon eher. Aber der Trommler ist weniger Heavy-Hitter. Und mit EQ und Sidechain-Kompression bekomme ich die Snare schon etwas rausgedrückt.

    5. Ja. Wie beschrieben.

    6. Gerne. Wenn Fragen --> Fragen!


    Und ja ich überlege durchaus, ob ich nicht lieber mal 2 schöne Großmembrankondenser auf Stative über das Kit hänge. (So wie mein Vorgänger als Techniker das gemacht hatte). Das klingt auch schön. Das klingt aber auch anders. Ich habe davon auch noch Mehrspurmitschnitte. Das Kit klingt so erstmal natürlicher. Man baut dann den Mix auch anders auf. Aber für mein klangliches Zielbild brauche ich kein maximal natürlich klingendes Drumkit; in diesem Fall.

    Vorfreude ist bekanntlich die größte Freude!

    Viel Spaß beim Warten wünsche ich.


    Ich finde eine Tomhalterung auf der Bassdrum primär praktisch.

    Und solange es nicht son hässliches Ding wie beim Designer ist, macht das für mich optisch keine Unterschied ob mit oder ohne.

    Wobei die Verschiebbarkeit beim Designer auch was für sich hat.


    Ein Sonor in Maserbirke hätte ich auch ganz gerne. Und/oder ein SQ2. Und einen 911er und ein Haus in den Bergen. Und ein Haus am Meer. Und... ;)

    Erlaubt ist was gefällt. Und da die Holzkisten in Deinem Home Office Raum stehen, dann muss es nur Dir gefallen.


    Ich finde um eine 18x16er Bassdrum gehören 2 bzw. maximal 3 Toms; weil das sonst für MICH komisch aussieht. Vermutlich 10x8 und 14x14.

    Ich habe da auch schon einen Sound im Ohr wie das für MICH klingen würde.

    Aber dann bin ICH dann auch geprägt durch Erfahrungen und Eindrücke über die letzten x Jahre.


    Bei Snares hatte ich mal 13x3 und habe aktuell auch eine 12x5er. Beide fühlen sich insbesondere in höheren Stimmungen wohl und sind dann echt laut. Tiefer gestimmt klang die 13x3 überhaupt nicht. Die 12x5er geht irgendwie schon. Leise wirken aus meiner Sicht eher tief gestimmte größere Snares; weniger wegen der gemessenen Lautstärke, sondern weil der Klangcharakter nicht so schnell im Ohr weh tut. Also tut es vermutlich auch ne14er aus dem bestehenden Fuhrpark.


    Ansonsten kann ich das Thema GAS selbst gut nachvollziehen. Und diese Gedanken hier zu teilen ist doch ein Anlass, zu dem dieses Forum auch gegründet wurde. Habe ich bei meinem "Haupt-Set" vor 20 Jahren auch so gemacht. Mit dem ERgebnis, dass ich natürlich nicht jede Meinung berücksichtigt habe, aber in Summe eine Entscheidung getroffen habe, die bis ich bis heute nicht bereut habe. Also eine Snare zu nehmen, die sich von der Größe und klanglich vom Bestand absetzt? Ja mach doch. Ich finde den Benny Greb Signatures cool. Passt doch oder?

    Hab ich grad bei Thomann gesehen: ein Preis wie in den 1980ern für's Signature!

    Wucher, meiner Meinung nach.

    Definition Wucher:

    "Wucher beschreibt ein Rechtsgeschäft, bei dem eine Partei eine Notlage, Unerfahrenheit oder Zwangslage einer anderen Partei ausnutzt, um sich einen Vermögensvorteil zu verschaffen, der in einem auffälligen Missverhältnis zur Leistung steht."


    Welche Notlage, Zwangslage oder Unerfahrenheit wird denn hier seitens Sonor ausgenutzt?

    Ich bin seit 2008 Apple User und habe eigentlich immer iPhone (ab 3GS) , Macbook (erstes noch ohne Unibody), iPad (erstes war das iPad2) und Apple Watch. Bis Windows XP war ich auch in den Tiefen der Microsoftwelt relativ tief drin.


    Früher war ich Apple Fanboy. Heute sehe ich das nüchterner. Einen Vorteil hat die Apple Welt, weil die ganzen Tools/Gadgets integriert sind. Von der Performance sehe ich offen gesagt keinen Hersteller immer vorne. Die einen haben mal die beste Kamera, die anderen sind günstiger oder haben mehr Akkulaufzeit etc.


    Wer die iOS, MacOs etc. Welt kennt schätzt diese als einfach. Wenn man wechselt hat man einen intialen "Einarbeitungsaufwand"; egal in welche Richtung man wechselt. Aber auch bei Apple wird bei Updates nicht immer alles besser, sondern manchmal auch schlechter.


    Ich habe beim Thema IT-Sicherheit und Datenschutz bei Apple ein besseres Gefühl als in die Windows/Android Welt. Im Zweifel wird mir das Gefühl aber auch nicht helfen.


    Beim Thema Audio/Musik: Ich habe alle Apps die ich brauche. Ich nutze primär Reaper zum Recorden. Nutze diverse Audioanalyzer auf Macbook, iPad und iPhone. Nutze Setlistmaker beim Trommeln. Ich würde mir auch eine offenere Welt bei Musik wünschen. Aber da habe ich mich dran gewöhnt. Ich nutze Apple Music und mir fehlt nichts. Der Sync über alle Geräte läuft prima.


    Ein für mich wichtiges Thema: Die Apple Gerät sind für mich meist nachhaltiger. Zum einen weil sie vergleichsweise länger funktionieren. Mein erstes Macbook aus 2008 läuft heute noch prima. In der Zeit haben mehrere Windows-Arbeitsrechner das zeitliche gesegnet. Und der Wiederverkaufswert passt auch.


    Würde heute sagen: Wer komplett in der integrierten Apple Welt ist hat durchaus Vorteile; ist dann aber auch gefangen. Da geht man dann so leicht nicht mehr raus.

    Ich nutze den P&D seit ca. 3 Jahren und bin weiterhin sehr angetan davon. Ich hatte und habe auch diverse Bastellösungen gehabt, allerdings keinen iBeam.

    Aus meiner Sicht ist der große Vorteil von P&D die unmittelbare Übertragung, da der Wandler nicht am Gestell oder unten am Sitz, sondern im Sitz selbst sitzt. Ein Bass-Shaker, der am Gestell montiert wird taugt meines Erachtens nicht viel. Das spürt man zwar und wenn man nichts anderes kennt, ist das auch ganz nett. Eine Montage direkt am Sitz ist da deutlich überlegen. Ich habe den P&D gebraucht gekauft für etwa die Hälfte dessen, was das Ding heute neu kostet. Ich empfand es am Anfang gegenüber meinen vorherigen Shakern als Game-Changer. Nach 3 Jahre würde ich nicht mehr Game-Changer sagen, aber ich will nicht drauf verzichten. Selbst wenn ich mal für einen Sub-Job an nem fremden Kit probe nehme ich das Ding immer mit. Dass man auch direkt ein Mikrofon anschließen (und durchschleifen) kann (inkl. Phantompower) und parallel ein Mischpultsignal einspeisen kann ist schon sehr durchdacht und bringt in der Praxis effektiven Nutzen.


    Ich habe neben dem P&D noch einen Sitz an dem ich 2 Sinuslive Basspump III montiert habe, die von einer t.amp PM40C Endstufe angetrieben werden. Die Endstufe ist dafür etwas schwach, aber eben sehr günstig und sehr kompakt. Vor der Endstufe sitzt noch eine maximal günstige Frequenzweiche aus dem Car-Audio Bereich. Ich würde mal vermuten, dass dies so ziemlich die günstigste Lösung für die Übertragung des Signal in Richtung Popo für Trommler darstelle. Funktioniert auch irgendwie. Geil ist es natürlich nicht. Kostet aber immerhin auch ca. 250 EUR.


    Wie gut eine Ibeam-Lösung im Vergleich spielt würde mich durchaus interessieren. Aber mit

    - IBeam: 300 EUR

    - DSP-Amp (zB NX1000D): 200 EUR

    - Rack: 70 EUR

    - Kabel: 30 EUR

    - Ordentlicher Sitz: 250 EUR

    Kommt man auch auf nicht ganz schlanke 850 EUR.

    Beim Routing hingegen (wie damals bei meinen X32 auch!) scheitere ich - wie von mir erwartet - kolossal.


    Also 8 banale Eingangskanäle (von den hinteren Mikroeingängen 1-8 des Wing über USB (dem USB-Port hinten) über Asio Treiber und Wing Software am PC genau 8 Spuren für die Aufnahme mit meinem Magix Programm Samplitude als Spur 1- 8 bei Samplitude zuzuweisen, oder gar aufzunehmen, scheitere ich radikal bei den ersten 90 Minuten. Solch ein Vorgang sollte eigentlich ultra-leicht machbar sein, würde ich mir wünschen.

    • Gehe ins Routing Menu
    • Wähle oben Outputs
    • Setze im linken Fenster die Outputgroup "USB AUDIO"
    • Wähle dann im linken Fenster "1" aus
    • Öffne das rote Schloss bzw. setze es auf Grün
    • Wähle im rechten Fenster Source Group "LOCAL IN"
    • Wähle dort dann LCL 1, um den ersten lokalen XLR Eingang der Wing auf den ersten USB Out der Wing zu routej
    • Magix kenne ich jetzt nicht. Aber ich nehme an, du kannst ein auf Eingang 1 ankommendes Signal von USB aus dann selbst auf den gewünschten Kanal in der DAW routen.
    • Verfahren für die nächsten 7 Kanäle genauso.

    Was man bei "günstigen" Funksystemen m.E. machen sollte: Immer ein hardwired Backup dabei haben. (Grundsätzlich sollte man für alles ein Backup/Fallback haben, aber hier nochmal besonders wichtig). Es kann immer mal passieren, dass auf derselben Bühne andere Sender stören, oder Sendeanlagen von Nachbarbühnen auf Stadtfesten oder ansonsten "Funkterror" in der Luft ist. Und dann geht das System, welches bei 100 Auftritten immer funktioniert hatte dieses Mal eben nicht. Leider nicht nur einmal erlebt. Das kann alles funktionieren, aber eine Garantie gibts eben keine.

    Ich hatte mit kaum einem Pult mehr Spaß bei der Arbeit bislang.


    Grade getestet: Geht. Du kannst von einer SD (bis zu 32 Spuren) abspielen und parallel auf die andere SD 32 (bis zu 32 Spuren) aufnehmen.

    Du könntest aber auch von USB abspielen oder vom PC (und über USB in das Pult) rein. Oder in den Rechner via USB aufnehmen.


    Wie so oft: Es gibt grundsätzlich viele Optionen, was es nicht unbedingt einfacher macht, diese digitalen Mischgeräte zu verstehen. Auf der anderen Seite schreibt einem der Gerät auch nicht vor, wie man arbeiten muss, sondern eröffnet eben mehrere Möglichkeiten.


    In der digitalen Mischpultwelt hatte ich im Eigentum: Behringer DDX3216, Yamaha 01V96VCM, Behringer X32Compact, Allen&Heath SQ6 und nun aktuell die Behringer Wing. Die Wing ist als aktuellste Entwicklung allen vorgenannten Pulten in Summe aller Eigenschaften AUS MEINER SICHT deutlich überlegen. Gleichwohl sind für tontechnisch weniger erfahrene oder versierte Menschen die SQ Pulte meist einfacher zu bedienen.


    Die Wing ist insbesondere was das Routing anbelangt sehr leistungsfähig, aber eben auch komplex. Man muss schon verstehen, wie das zunächst im Grunde und dann auch im Detail läuft. Man braucht sich aber auch nichts vorzumachen: Das Thema Routing ist in allen digitalen Pulten von einem Mindestgrad an Komplexität geprägt. Da kann die Wing auch mehr als manches 20.000 EUR Pult, welche einige Jahre früher entwickelt wurden.


    Für mich klingt die Wing besser als X32 und SQ. Ich beziehe mich dabei auf einen kompletten Mix und nicht ausschließlich auf die Preamps. Die internen FXe der Wing sind schon eine Macht und auch das Routing dazu.


    Wenn Du bei deinem X32 Setup nichts vermisst sehe ich keine harten Gründe für einen Wechsel auf die Wing. Wenn es um GAS geht... dann auf :)

    Zur ersten Frage:

    In meinem Umfeld ist es üblich, dass alle Signale der Band zunächst in einen bandeigenen analogen Split gehen und dann vom Split einmal das bandeigene IEM-Pult und separat davon der FOH versorgt wird. Das bandeigene Pult ist meist ein Behringer X32Rack oder ein Soundcraft UI24, also ein 19" Pult ohne Fader, welches über Tablets bedient wird. Jeder Musiker bekommt je nach Verfügbarkeit seinen eigenen Mono oder Stereobus und kann sich den Mix auf dem eigenen Tablet zurechtschieben. Aus dem Monitor-Pult gehts entweder in ein Wireless-System oder in ein kleines Mischpult, welches dann primär als Kopfhörerverstärker dient. Letztlich entlastet diese Lösung den FOH-Techniker am meisten, weil er sich dann voll auf den Sound nach vorne konzentrieren kann.


    Nur weil etwas üblich ist, muss es ja nicht immer so sein. Da ich in verschiedenen Bands (meist als Aushilfe) getrommelt habe, habe ich auch andere Settings kennengelernt. Manchmal habe ich einen eigenen Mix vom FOH bekommen, manchmal auch einfach den FOH Mix. Und es gibt auch noch Bands mit analogen Mixern, die sich selbst von der Bühne aus mischen.


    Zur zweiten Frage: Der Y-Adapter ist die einfachste, aber mit Sicherheit nicht die beste Lösung. Bei Splittern nutzen die meisten mir bekannten Bands 2-4 1 HE 8 Kanal Splitter. Ob nun von Palmer, Art oder Millenium: Ich selbst habe zumindest noch kein Problem mit günstigen Splittern erlebt. Von daher tuts hier wohl auch die Millenium Lösung.


    Ein Signal mehrfach zu splitten, damit jeder Musiker dann physisch alle Signale an seinem Pult anliegen hat, ist aus meiner Sicht Quatsch. Da hat am Ende auch jeder ein 16 oder mehr Kanal Pult neben sich stehen. Dann kann man auch ein Band IEM Pult anschaffen und jeder Musiker bekommt einen eigenen Mixbus (siehe oben). Das ist finanziell günstiger und logistisch sehr viel einfacher.


    Alle Drumsignale einzeln zum FOH Pult und einzeln wieder zurück zum Monitorpult kann man auch machen. Es kommt dann aber m.E. auf den speziellen Fall bzw. die eingesetzte Technik an. Das geht beispielsweise über AES50 Verbindungen, wenn am FOH und auf der Bühne entsprechende digitale Mischpulte von Behringer (X32, Wing) oder Midas (M32) stehen. Das ergibt in meinen Augen aber nur dann Sinn, wenn für Monitoring und FOH immer die selben Pulte genutzt werden, man also jedem Gig mit identischem technischen Setup bestreitet, Ansonsten sehe ich das als nicht sinnvoll.


    Alle Signale erst ins Monitorpult und dann per Aux weiter sehe ich auch als nicht sinnvoll. Es ginge auch wieder gut in einem geeigneten Setup, welches immer fix verwendet wird. Oder aber mit einem analogen Split.


    Am flexibelsten ist man meines Erachtens mit einem bandeigenen IEM-Pult und davor einem analogen Splitter. Dann ist man komplett unabhängig davon, was für ein Pult oder Stagerack für die Frontsound verwendet wird. Ich würde hier aktuell ein Behringer Wing Rack oder ein X32 Rack empfehlen.


    Bei der von mir betreuten Band läuft es wieder etwas anders:

    - Ich habe 32 Inputs von der Bühne und 8 Stereo-IEM-Busse.

    - Alles läuft über mein FOH Pult. Mit einem anderen Pult spielt die Band nicht. Es gibt auch kein Band-Monitor-Pult.

    - Die Monitorbusse sind alle Postfader, also Post-FOH Bedeutet: Alles was ich für den FOH-Sound ändere, hören die Musiker auch selbst auf dem Ohr. Ist ein Keyboard Sound zu leise, ziehe ich den Fader hoch, und auch alle Musiker haben dann diese Korrektur auf dem Ohr. Spielt ein Gitarrist ein Solo schiebe ich ein paar dB nach und das Solo ist nicht nur beim Publikum lauter sondern auch bei allen Musikern lauter auf dem Ohr.

    - Der Clou ist: Jeder Musiker hat sein eigenes kleines Pult und splittet sich seine eigenen Signale (Instrumente & Stimme). In jeweiligen Monitormix der von mir vom FOH kommt, fehlen immer die eigenen Signale. Diese mischen sich die Musiker selbst über das eigene Pult dazu. Somit haben alle Kontrolle über die eigene Lautstärke auf dem Ohr. "Ich höre mich nicht." kann also schonmal nicht passieren. Bei Drummer ist es hier aber anders: Der splittet sich seine Kanäle nicht separat, sondern nutzt nur meinen Mix. Post-Fader bedeutet hier aber nicht, dass man 1:1 den FOH-Mix nehmen muss. Ich kann mir auch die Gitarren etwas lauter und die Stimmen etwas leiser als im FOH-Mix geben lassen und Bassdrum und Snaredrum sehr laut. Lediglich die Basis für den jeweiligen Musiker ist erstmal die Relation, die auch ans Publikum auf die PA geht. Und man hört eben alles was ich während der Show ändere.

    - Warum funktioniert das ziemlich gut? Weil die Bühnen nicht zu klein und meist vergleichbar groß sind, die Band sehr diszipliniert spielt und daher immer auch alle Instrumente auf der PA liegen. Weil die Musiker alle ein eigenes kleines Mischpult haben und das auch bedienen können. Weil wir immer mit demselben Setup spielen. Jedes Mikrofon ist bei jedem Gig gleich.


    --> Auch hier: Viele Wege führen nach Rom.