Beiträge von Seven

    Da gibt es in meinen Augen einige viele grundsätzliche Herangehensweisen:


    1. Du stellst für 2000 € ein Set ins Studio, dass ordentlich gestimmt - was viel wichtiger als die Wahl der "richtigen" Trommel ist - sicherlich für gute bis sehr gute Ergebnisse sorgen kann. Das wird keine Kiste mit 8 Toms, bei Gebrauchtkauf aber eine gehobene Mittelklasse mit ordentlichen Becken, wobei sich das bei der Beckenanzahl auch auf ein Standardsetup beschränken wird. Damit sollte (fast) jeder Trommler zurecht kommen, sofern es um Standardmaße geht und die Hardware alle Möglichkeiten zum Verstellen gibt. Bedeutet: Ein 8er Tom, das dazu noch halb von einem Mikro verdeckt wird, stellt einen Amateur-Trommler der bislang nur Toms 13" und größer kannte beim Spielen eventuell vor größere Probleme. Mit quadratischen Toms (12x12 Zoll) wird es unter Umständen schwer, diese für jeden Drummer passend über der Bassdrum zu montieren. Multiklammern bei der Hardware sind schön, schränken aber bei den Auf- und Umbaumöglichkeiten ein. Also lieber einen Ständer mehr kaufen.


    2. Du kaufst ganz gezielt gute Instrumente nach dem Motto "weniger ist mehr". Das könnte eine richtig gute Bassdrum sein, eine Oberklasse Snaredrum und ein paar ganz feine Becken. Damit kann man mal eben das vom Drummer mitgebrachte Mittelklasse-Set in der Recording-Situation pimpen. So nach dem Motto: "Deine Snare klingt jetzt ganz ordentlich, aber guck mal was ich hier noch in der Kiste habe. Lass uns doch mal eben probieren...".


    My 2 Cents

    Erst anfüttern und dann sagen es würde den Rahmen sprengen? :evil: So nicht Herr Kollege :P
    Ich würde mich über viel Erläuterung, Screenshots und auch Bilder vom Laptop-Case etc freuen.
    Endlich mal neue Ansätze und ein Grund selbst einkaufen zu gehen 8)

    Ich sage mal so:
    Ich habe die Combo meines Dads (alles Technik-DAUs) mit relativ hochwertiger Technik versorgt:
    - Audix Mikrofone
    - Midas Mischpult
    - Fohhn PA


    Da erreicht man auch mit weniger Know-how leichter ein annehmbares Ergebnis. Allerdings wäre es
    wohl in jedem Fall besser, wenn sich zumindest einer der Musiker einmal das nötige Know-how draufschaffen
    würde.


    Von daher: Gutes Material mit wenig Know-how matschen geht wohl mit einer höheren Wahrscheinlichkeit gut aus,
    als schlechtes Material mit wenig Know-how. Aber meine jahrelangen Aussagen: "Nehmt Euch n Techniker" oder
    "Lernt doch mal mit dem Kram umzugehen" werden mit "Zu teuer" und "Keine Lust" abgelehnt. Man hat es nicht leicht,
    wenn man seine Eltern erziehen will ;)

    Ich habe zweimal bei einem ganz netten Event sowohl Live-Übertragung als auch Live-Recording gemacht: "World Choir Games".
    Das waren sehr interessante und große Projekte mit viel Arbeit und extrem guten Chören aus Kulturkreisen die ich noch nie gesehen
    oder gehört habe, die dann Musik gemacht haben, dass mir sehr viel die Kinnlade runterging.


    Bei teilweise SEHR großen Bühnen und SEHR großen Hallen waren die technischen Anforderungen ob der Qualität der Beiträge sehr hoch.
    Da wurden durchaus - von Menschen mit einem sehr viel besser (ausgebildeten) Gehör als ich vorweisen kann - auch 4 oder 6 Mikrofone
    für das Event gematcht, wenn man einen Chor eben mit 6 möglichst gleich klingenden Mikrofonen aufnehmen musste.


    Und hier kamen durchaus nur Neumann, Schoeps und ähnliches zum Einsatz...

    Ich denke, dass von Schneider und Luddie alles relevante schon gesagt wurde.
    Letzten Endes bedeutet das (böse) Wort Marketing nicht, den doofen Kunden zu verarschen, sondern die Unternehmensaktivitäten an den Bedürfnissen der Kunden/des Marktes auszurichten. Wenn kein Mensch gematchte Mikrofone brauchen/fordern würde, würden diese von den Herstellern auch nicht angeboten werden.


    Letzten Endes kostet ein Matching Zeit und das in der Regel von halbwegs fähigen Menschen und nicht Maschinen. Und diese Menschen wollen für geleistete Arbeit meist auch entlohnt werden.


    Wichtig für den Kunden ist es aus meiner Sicht, sich darüber zu informieren was man da eigentlich für mehr oder weniger viel Geld erwirbt. Ich besitze selbst keine gematchten Mikrofone und sehe das für meine Zwecke (primär Live-Musik; ab und an ein wenig Studio; teilweise Sprachübertragung) auch als überhaupt nicht nötig an.
    Es gibt allerdings durchaus Szenarien und Kunden, wo gematchte Mikrofone absolut gewünscht/erforderlich sind (Klassik, Klavier, Choraufnahmen etc.). Daher kenne ich einige Studios und auch Verleihunternehmen, die durchaus gematchte Mikrofone im Lager haben.


    Es als "Kundenverarsche" bzw. böses Marketing hinzustellen, finde ich nicht wirklich angemessen.

    Ich kenne die Software, die Du da verwendest nicht, aber da wird es sicherlich eine Art Mixer/Mischpult geben, in der Du auch die Lautstärkerelationen regeln kannst.
    Ich würde vermuten, dass es dort auch einen sog. Panorama-Regler gibt, mit dem Du einzelne Instrumente entweder mittig oder relativ stufenlos in rechts nach links
    verteilen kannst. <forfouryourchild>obs mehr aus der rechten oder mehr aus der linken box hörbar ist.</forfouryearchild>


    Ich hoffe ich hab den passenden Link bzw. das passende Bild. Es geht um den Schieberegler in der Zeile mit "PAN" etwas über dem Fader.


    Ich nehme an, dass die Crashbecken einmal komplett links und einmal komplett rechts eingestellt sind. Das klingt einigermaßen unnatürlich. Wenn ich ein normales Set
    mikrofoniere, ein Overhead Mikro links und eines rechts aufstelle und diese dann jeweils extrem nach links und rechts am Mischpult "panne", wird trotzdem das Becken auf
    der linken Seite noch über das Mikro auf der rechten Seite - zumindest etwas - aufgenommen und ein Becken oder ein Tom ist dann nie "nur" links oder "nur" rechts zu hören.


    Ebenso geht es uns ja ganz in der richtigen Realität, so ohne Aufnahme sondern direkt vor oder hinter einem Kit. Das linke Crashbecken höre ich ja auch mit dem rechten Ohr.
    Ich kann zwar orten wo es herkommt, aber je größer der Raum und je weiter die Entfernung, desto weniger kann ich - mit Augen zu - sagen, ob Du nun das rechte oder das linke
    Crash malträtiert hast.


    Da ich mal annehme, dass es Dein Ziel ist, dass die E-Kiste so gut wie (oder besser) als ein richtiges-reinrassiges-schönes-mehr_oder_weniger_Old_School klingt, würde ich
    das mit dem Pan ein wenig zurücknehmen.


    Grüße
    7

    Ein Fist Take? Mmh. Tut das weh?
    SCNR ;)


    Nice getrommelt. Ich würde nur insbesondere Cymbals nicht so hart nach außen pannen, dass klingt dann etwas unnatürlich. Die Sounds sind nämlich sonst echt vom Amt.

    1. Frage: Was ist Dein Ziel mit dem Projekt?
    Wenn Du zum Spaß und ohne wirtschaftliche Interessen ein solches Projekt aufsetzen und durchziehen willst bist Du nicht der
    Erste und auch nicht der Zwanzigste. Grundsätzlich kannst Du offenbar trommeln und auch von der Aufnahmetechnik ansprechende
    Videos erstellen. Also mach ein Konzept. Und wenn Du ein Konzept hast, könntest Du das hier vorstellen. Dann könnte jemand
    konstruktive Kritik äußern.


    Wenn Du mit der Aktion wirtschaftliche Interessen verfolgen solltest, wäre das Konzept noch viel interessanter/wesentlicher. Und da es noch
    kein Konzept gibt kann man eben wenig bis nichts konstruktives dazu beitragen.

    Willst Du beide Snares gleichzeitig am Set haben, um zwei Klangfarben verfügbar zu haben oder soll es bei einer Snare am Kit bleiben,
    die aber etwas kann, was die jetzige nicht kann? Sprich: Suchst Du eine alternative Hauptsnare oder eine Sidesnare (was nicht bedeuten muss, dass diese komplett anders sein muss)?


    Welchen Sound soll die neue denn bieten? In der Pop-Musik gibt es wohl grundsätzlich alle Snaresounds und bei Hip Hop denke ich sowohl an ganz knallige hochgestimmte Snares, als auch an ganz tief gestimmte "Eimer" mit extrem viel Dämpfung.


    Grüße
    7

    In 99% der Fälle das bessere. Bislang nur das schlechtere wenn es "technische" Gründe hatte: kleinere Kessel, Toms auf Bassdrum montierbar etc.
    Ich mag meine Schlagzeuge, aber sehe sie auch primär als Gebrauchsgegenstand. Ich passe gut drauf auf, fasse sie aber nicht mit Samthandschuhen an.
    Ich trommle eher weil ich es mag, zusammen mit anderen Musikern auf einer Bühne zu stehen wo am Ende noch Leute zuhören als alleine im Proberaum
    für mich. Daher sehe ich meine Investitionen in Schlagzeuge primär für den Live-Gebrauch.


    Andere Trommler dürfen gerne bei mir drüber trommeln. Wenn es mehrere sind, die ich zudem nicht kenne, dann muss ein Satz neue Schlagfelle drin
    sein. Kollege hat in den 90ern für jede Set-Mit-Benutzung 150 DM kassiert. Mit den 250 DM Gage war das für ihn dann immer ein runder Auftritt, insbesondere
    in der Relation. Und bei den meisten Gigs der 50-70 Gigs im Jahr wurde mitbenutzt. Ich kannte bislang fast alle Trommler, die mein Kit nutzen mussten im Vorfeld
    und hatte bei keinem einzigen Bedenken. Ich durfte ja im Umkehrschluss auch schon auf diversen Kits trommeln.