Beiträge von MoM Jovi

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    Teil 6: Der Weg ist das Ziel - Projekte und Einsichten ab 2010


    Mit dem Studium und dem damit verbundenen Ende der Ära "It's a SHE" brach so eine Art "Lebenswerk" zusammen, zumindest hatte ich mir das eingebildet. Es war die Band, bei der bei weitem nicht alles glatt lief, aber es war auch die Band, mit der man ein Leben lang zusammen bleiben mochte. Der Schmerz traf aber eigentlich nur einen selbst. Ich und mein Schulkamerad, der Keyboarder, mussten bereits nach dem Abi 2009 erfahren, dass die vermeintliche Fanbase aus dem Umfeld der Schule sich schnell andere "Lieblingsbands" suchte und die Auflösung ein Jahr später schon gar nicht mehr mitbekommen hat. Wir hielten uns selber für Rockstars, die wir nie waren. ^^ Aber es war alles für etwas gut. Ich hatte ja noch das Akkordeonorchester. Allerdings wurde es auch dort schwierig, da ich ja nur alle paar Wochen zuhause war. Vor wichtigen Auftritten wie dem Jahreskonzert bin ich dann schonmal mittwochs 2 Stunden zum Proben nach Hause gefahren (Lörrach -> St. Märgen). Das widerstrebte mir, aber ich machte es wegen der Musik. Als wäre es nicht genug gewesen, habe ich mir dann doch ein Cover-Bandprojekt in Bad Krozingen angelacht, das waren so etwa 30 Minuten von Lörrach. Anfangs habe ich das mit dem Regionalzug gemacht und immer meine Snare und Becken dabei, zudem war es eine Viertelstunde zu Fuß vom Bahnhof zum Proberaum. ;( Später hatte ich ein Auto. Mit der ersten Besetzung dieser Band gab es bald schon einen Auftritt. danach aber wurde sich ausgetauscht und die Visionen der Bandmtglieder waren einfach zu weit auseinander. Das war für mich wieder nicht einfach zu verstehen, da ich vom Typ her nicht immer gleich jedes Problem so ernst nehme und Konflikte bis zu einem Punkt vermeide. Der Sänger hatte es echt drauf und hatte seine Vision, mit der die anderen nicht ganz klar kamen. Ich hatte aber bis jetzt gedacht: Das ist die Band... aber ich musste lernen: Der Weg ist das Ziel. Bald waren ein neuer Bassist und Gitarrist gefunden. Da hatten wir 2011 einen echt coolen Mini-Gig unter dem Bandnamen "und viele mehr". Den hatten wir gewählt, weil wir somit quasi auf jedem Festival-Plakat stehen. ;) Auch dieser Gig stand unter dem Zeichen "der Weg ist das Ziel", denn die beiden Saitenmänner wollten danach wieder mehr Zeit für andere Bands oder Familie. Der Proberaum verschob sich Anfang 2012 endlich in einen schönen Gewölbekeller nach Freiburg City, was mir sehr entgegenkam, da ich jetzt im Rahmen meines (übrigens dualen) Studiums eigentlich nur noch in der Praxisphase (also zuhause) war und auch bald damit fertig werden würde. Pünktlich zum Studienabschluss wurde dieses Projekt dann aber endgültig in gegenseitigem Einvernehmen auf Eis gelegt, nachdem wir mit vielen verschiedenen Bassisten und Gitarristen in wechselnder Besetzung herumprobiert haben. Es sollte am Ende aber zu der Zeit einfach nicht sein, eine Formation zusammenzukriegen, die 1. motiviert, 2. spielerisch einigermaßen auf der Höhe und 3. zumindest im Großraum Freiburg angesiedelt ist.

    Der Weg ist das Ziel, das wurde jetzt allmählich zu meiner Devise, wenngleich mir das Loslassen bis heute schwer fällt, wenn man ein Projekt mal zum Laufen gebracht hat.

    Aber der Weg sollte tatsächlich weitergehen, denn nun sollte mich das wohl größte Lehrstück meines Lebens erwarten. Das Timing war im Nachhinein betrachtet perfekt:


    Anfang 2012 hatten wir beim Akkordeonorchester einen neuen Dirigenten bekommen. Dieser war anders als die bisherigen Dirigenten. Das was ich jetzt erzähle, erzähle ich aus meiner Sicht und bestem Gewissen. Mag sein, dass sogar jemand aus der "Akkordeonzunft" mitliest und sich durchaus an diese Zeit erinnert. Ich werde auch keine Namen nennen. :saint:

    Der neue Dirigent war kein klassischer Dirigent aus dem Akkordeonistenmilieu, welche glaube ich so ziemlich alle ein Studium an der Hohner-Akademie hinter sich haben. Er kam eher aus dem Unterhaltungssegment, hatte sich aber dann per Fortbildung auf AKkordeon spezialisiert. Sein Ziel war, das Akkordeonorchester attraktiv zu machen, weg von diesem klassischen "Kurgarten Sonntagvormittagskonzert" mit Original(pflicht)literatur. :saint: Er traf meinen Nerv! :love: Wir wollten das Akkordeon nie unterordnen, im Gegenteil. Aber wir haben als erstes das Programm mit bekannten und zugleich aktuellen Melodien gespickt, Literatur, die es nicht von der Stange zu kaufen gibt. Wir haben andere Instrumente und Gesang dazugeholt, und das bald zu jeder Gelegenheit. Es zeigte sich, dass man extrem viel mehr Publikum erreicht, zum einen durch die Literatur selbst, zum anderen über die Vielzahl externer Musiker und ihre Kontakte, die sonst nichts mit dem Verein zu tun haben. Dazu haben wir so allerhand selbst arrangiert. Ich habe auch angefangen, für Orchester zu arrangieren. Das gefiel nicht jedem "Experten" aus dem Milieu. Wahrscheinlich lag es daran, dass die Arrangements nicht nach Lehrbuch waren und somit das Instrument beleidigten. Möglicherweise lag es auch am offensichtlichen Erfolg, obwohl musikalisch anscheinend nicht alles prüfungstauglich war - aber in der Popmusik sind ja numal alle Sauereien erlaubt. :P Wir (zumindest der Dirigent und ich) waren auf einem regelrechten Höhenflug. Wir gestalteten bald zu jedem Wald- und Wiesenkonzert ein ausgeklügeltes Programm mit teils neuen Titeln. Das konnte nicht lange gutgehen! Zum einen wuchs der Unmut in der Spielerschaft, was ja auch durchaus verständlich ist, denn für viele war das einfach nur "Hobby und Ausgleich". Die Proben waren der Schlagzahl ständig neuer Stücke entsprechend intensiv, und auch organisatorisch gabs manchmal mehr zu tun, als sich ein durchschnittlicher Vereinsmusiker erträumt. Vielleicht war es auch die "mediale Präsenz", denn unser Internet- und Social-Media Auftritt war ständig in Rotation und strotzte von Hochglanz-Ankündigungen, weil wir eben schon auf dem Plakat jede Veranstaltung zu einem "Event" machten. Nicht auszuschließen, dass auch die ein oder andere Kritik bei den Spielern ankam. Der Höhepunkt war unser 10jähriges Jubiläum 2013 mit einem großen Jubiläumskonzert, bei dem wir den örtlichen Musikverein sowie den Männergesangsverein auf die Bühne holten. Unter dem Deckmantel des "Jubiläumsjahres" haben wir noch einige weitere kleine Konzerttermine zu regelrechten "Events" gemacht. Das wir damit eine gewisse Reichweite erlangt hatten, offenbart ein zeitlich eindeutiger Zusammenhang unserer Premiere eines bekannten Blasmusikstückes in der Akkordeonorchester-Fassung und dem Verlegen dieses Stückes durch einen im Milieu bekannten Notenverlages. :saint: :evil:

    Hier sind mal zwei Eindrücke vom besagten Jubiläumskonzert, wie ein Akkordeonorchester auch klingen kann. Einmal Blasmusik:

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    ...und einmal ein Deutschrock-Klassiker:

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    Die ganze Geschichte verjährt allmählich, sodass ich das hier erzählen kann, selbst wenn es über die Ufer des Drummerforums hinausgehen sollte. ;) Das war eben dieses Lehrstück, welches mich auf der einen Seite musikalisch und eventplanungstechnisch extrem weiterbrachte (wenngleich mir attestiert wurde, ich können nicht arrangieren). Auf der anderen Seite lehrte es mich aber, was passiert, wenn man nicht die ganze Gruppe und ihre Bedürfnisse abholt und mitnimmt, ihnen für ihre Verhältnisse zu viel abverlangt. Wir hatten zudem auch immer mehr Technik an Bord, sowohl Ton als auch Licht. Wir haben sogar mit Backingtracks herumgespielt und dachten, das funktioniert, wenn wir es einfach machen. Man kann sich denken, was passiert, wenn "Laienspieler" davon Wind bekommen, das nach außen tragen und die Kritiker anfangen mitzudiskutieren...als das Jahreskonzert im Frühling 2014 dann sowohl programm- als auch bühnentechnisch das Jubiläumskonzert vom Vorjahr zu übertreffen schien, wurde es einigen dann doch zu suspekt. Stichwort "kognitive Dissonanz" ... "Wir können doch nicht jedes Jahr Jubiläum machen". =O Deswegen war es dann Ende 2014 Zeit für den Dirigenten, zu gehen. Seither ist es wieder ein ganz normales Akkordeonorchester.

    Zugegebenermaßen war es gut so. Ich merkte selber, dass einem die zahlreichen Nächte der Vorbereitungen an die Substanz gehen können, vor allem wenn man wohl die Anerkennung, nicht aber das Verständnis von den eigenen Leuten entgegengebracht bekommt. Es war eine aufregende Zeit, in der ich sehr viel lernen konnte, was nicht direkt mit dem Schlagzeugspiel zu tun hat. Der Weg war das Ziel, und es schien vom Schicksal einkalkuliert gewesen zu sein, dass sich bereits im Frühjahr 2014 eine weitere Wendung ergeben hatte, denn da hatte das Telefon abermals geklingelt... Fortsetzung folgt!


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    Teil 5: Mehr Geartalk...und der geplatzte Traum von DrumCraft

    (Dieser Teil war eigentlich als Antwort auf Fragen gedacht, hat sich aber zu einem weiteren Kapitel der Geschichte gemausert!)

    Ich staune gerade, dass es anscheinend 2011 noch erlaubt war, Taschentücher mit Gaffa auf die Felle zu kleben. Erst dachte ich ja, die 80er klopfen an ;)

    Ist das selbst heute noch so unüblich? :/ Oder spielst du womöglich auf eine Aussage von mir selbst an, wo ich das Tapen verurteile? :saint: Ich habe damit immer meine Stimm-Nichtkünste übertüncht, bis ich (aber auch erst kürzlich) auf Moongel umgestiegen bin. :)


    Aber habe ich das richtig verstanden, ihr habt für das Basix damals im Laden 700 Euro gezahlt, obwohl ihr das alte in Zahlung gegeben hat und keine Snare dabei war???

    Ja, ich meine diese Zahl noch genau im Kopf zu haben, neben den 200 Euro, die fürs alte Set angerechnet wurden, die ich heute für dieses Set niemals bezahlen würde. Ich kann es nochmal genauer beschreiben:

    5 Trommeln mit schwarzer Folie und ohne Badge, die Bass Drum mit diesen "Pre-Vintage" Beinen, die nicht nach vorne, sondern senkrecht zur Kesselwand austreten, Spannreifen 1mm dick oben ohne "Flange" und 5 Stimmschrauben selbst am 16er Tom, glatte weiße Billigfelle, sowie 2 ausrangierte Stative (Ride und HiHat) - die HiHat einstrebig und ohne Gummifüße. Dazu gabs einen Satz "Ultra Thin" Becken aus Messing (unter Paiste 101 Niveau), nicht gehämmert nur gedreht. Das Snare-Stativ war ebenfalls sehr einfach im Vintage-Stil ohne den heutigen "dreieckigen" Korb, sondern bestand aus 2 starren und einem verschiebbaren Metallarm...


    Aber ja, ich weiß nicht, was es komplett gekostet hätte. Demnach 900 Euro + Snare + FuMa + 1 Beckenständer (ich habe nur HiHat, Ride- und Snare-Stativ mitgenommen). Da hätten wir schon irgendwie über 1000 Euro liegen müssen - neu versteht sich! Aus heutiger Sicht und im Vergleich zu meinem späteren weißen Tama, welches mit 2 Beckenständern und Default-HiHat und FuMa bei 1200 Euro lag, schon ne Hausnummer. Aber wie gesagt, die "Markensets", die im Laden drum herum standen, waren deutlich teurer, weshalb es ja das Basix wurde.

    Oder waren es am Ende 700 Euro abzüglich 200 Euro Ankauf!? :/ Das könnte sein. Machts dann Sinn? Weiß jemand, was die Sets damals gekostet hatten? Es war ja auch das Basix "Custom Series". Das "Classic" lag damals ohne Becken bei 499 Euro und das war...nunja... :D Dieses Set habe ich aber bis heute auch noch unter den Stöcken, und zwar im Akkordeonorchester. Dort haben wir nicht sehr lange Zeit nach meinem Custom Set auch ein Schlagzeug kaufen wollen. Die Kassiererin hatte sich das alles nicht so teuer vorgestellt, sodass es eben dieses Basix Classic mit Paiste 101er Beckensatz wurde. :( Das war sogar maximal 1 Jahr, nachdem ich das Custom bekommen hatte, und wir fuhren zusammen ins DrumHouse. Mein Plan war eigentlich, mindestens auch mit einem Custom für den Verein zurückzukehren. Daraus wurde nichts, denn tatsächlich gab es besagte Custom Serie da schon nicht mehr (2004! Haut das hin? :/ ).

    Überhaupt konnte das DrumHouse zu dem Zeitpunkt auch preislich nichts vergleichbares anbieten. Es gab nur noch Basix Classic und alles andere lag deutlich über 1000 Euro...wahrscheinlich war Basix also am auslaufen und DrumCraft war noch nicht da. So muss es irgendwie gewesen sein...


    ...okay, jetzt wird das hier doch ein weiteres Kapitel... ^^


    Zum Thema DrumCraft und so: Nachdem mein Schlagzeuglehrer das Basix Custom so gelobt hatte, und das tatsächlich mehrfach, kam ich zumindest zu der Einbildung (als Einsicht will ich es mir nicht anmaßen :saint: ), dass die Marke "Basix" ja doch gar nicht so übel ist, wie man es in "Fachkreisen" zu hören gewohnt war und es der Name selbst vermuten lässt...war das nicht die Zeit, in der einfach viel Produktion nach Fernost verlagert wurde, aber als "German engineering" verkauft wurde und gar nicht so schlecht war? Das war zumindest auch bei Gitarren so (ich erinnere mich an heiße Diskussion meiner Bandkollegen mit dem Klassenlehrer, der ein alter 68er und Fender-Guru...aber was konnte man sich als Schüler schon leisten...es war ja gut, wenn man wenigstens Musik machte anstatt zu zocken). Und bei Modelleisenbahnen war es auch so, was der Firma Märklin meines Wissens 2008 auf die Füße gefallen ist... aber zurück zum Thema:

    Ich war also im besten Teenie-Alter und habe Leuten als kleiner "Experte" durchaus zu Basix Drumsets geraten. So auch meinem Groß-Cousin, dem ich damals irgendwann angefangen habe, Schlagzeug Unterricht zu geben. Der hatte familiär bedingt eine starke Bindung zum Musikverein seines Vaters und wie sollte es anders sein, war sein erstes Schlagzeug selbstverständlich von Sonor (Modell weiß ich nicht, ich schätze Preisklasse um die 1000 Euro). Irgendwann wollte er dann eine Stufe höher gehen. Das war glaube nach 2010...ich hatte ihm ebenfalls das DrumHouse empfohlen und er kam schließlich mit einem Stapel Prospekte zu mir, da ich als "Experte" auch noch konsultiert werden sollte. Darunter waren - natürlich - Sonor, Pearl..."und dieses DrumCraft da hat er mir mal noch mitgegeben". Es war offensichtlich, dass DrumCraft nicht so auf Anklang stieß. ^^ Bei mir aber umso mehr, nachdem wir ein bisschen geblättert hatten. Es gab da die 8er Serie (hieß die so?, die Pro-Ausführung jedenfalls), von der als Aufmacher ein matt-schwarzes Set dastand, sogar in meine liebäugelten "1Up2Down" Konfiguration. Ich hatte eigentlich keine Augen mehr für die Traditionsmarken. Es wurde beim Groß-Cousin letztlich trotzdem ein Sonor Kit.

    Ich aber wollte das matt-schwarze DrumCraft haben! Natürlich zügelte ich meine Euphorie erst mal wieder.

    Als ich 2015 dann das weiße Tama gekauft habe, war ich eigentlich mit dem Gedanken losgezogen, eben dieses DrumCraft Set zu erstehen! Ich hatte ein Déjà-vu von etwa 10 Jahren zuvor, als es hieß "Basix Custom gibts nicht mehr". So hieß es auch jetzt, "DrumCraft Pro gibt's nicht mehr, jedenfalls nicht als Wunsch-Konfiguration". Da standen lediglich einige DrumCraft 6 als Einsteigermodelle mit 2 Racktoms und für mich viel zu kleinem 14er Floortom. Außerdem nicht im schwarzmatten Finish. :(

    Ich wollte damals gerne Toms in 12/14/16 haben und zwar 1Up2Down. Glaubt mir einer, dass ich das damals schier von fast keiner Marke zu meinem Budget bekommen konnte? Angeblich wäre da nur eine Custom-Lösung von DW jenseits der 5000 Euro Marke möglich...oder eben Tama Superstar Hyperdrive mit den flachen Racktoms, wo man dann das zweite Racktom weglässt. Das wurde es dann.


    Mittlerweile hat das Basix Classic Set im Vereinsraum übrigens anständige Felle bekommen und einen Zultan Rock Beat Beckensatz. Für die Vereinsprobearbeit ist das ganz in Ordnung. Mit den Paiste 101 hatte ich mich nur wenige Jahre abgegeben, da ich dem Verein mein Nickelsilber verkauft habe, als ich zuhause auf Paiste Alpha umgestiegen war.


    So...nun habt ihr doch noch einiges über meine heimlichen DrumCraft-Träume erfahren und wie es zum Tama-Set gekommen ist! Fortsetzung folgt!


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    Teil 4: Geartalk! (2003 - 2015)


    So, nach einigen Geschichten aus dem Leben wird es mal langsam Zeit, über Schlagzeug zu reden! Ich hatte ja schon kurz angerissen, dass ich früh von markenlosem Messing-Stanzblech auf Nickelsilber von Paiste (402) umgestiegen bin. Das muss spätestens im Sommer 2002 gewesen sein. Genau weiß ich es aber nicht. Jedenfalls habe ich meine ersten Auftritte mit dem Akkordeonorchester im Jahre 2003 schon mit den Paiste 402 gemacht (14HH, 14Cr, 20R). Auch das (zumindest per Definition) "Dixon" Set war 2-3 mal dabei. Damals hatten die Umlandgemeinden noch Geld und Zeit für regelmäßige "Kurkonzerte" von nicht gemeindeeigenen Vereinen...! Aber zurück zum Gear: Etwa im September ging es ins "DrumHouse", damals noch in Waldkirch, mittlerweile in Freiburg. In Absprache mit meinem Schlagzeuglehrer hatten wir schon vorab 2 gebrauchte Kits ausgesucht, von denen mindestens eines von Sonor gewesen ist. Wahrscheinlich Buche, mit "schönen" gemaserten Kesseln in den damals üblichen Größen 22/12/13/16... (ich hatte erzählt, wie wichtig meinen Eltern damals die Absprache mit dem Lehrer war, aber ist ja auch verständlich). Diese beiden vorgeschlagenen Sets sagten mir mindestens optisch nicht so richtig zu - aber auch preislich, da ich jetzt einen erheblichen Teil aus eigener Tasche bezahlen sollte, wenn das eingeplante Budget meines Vaters exkl. dem Ankaufpreis für das "Dixon"-Set überschritten wurde. Eigentlich wären wir in gegenseitigem Einverständnis (ich sah das etwas anders...), dass wir vielleicht noch 1-2 Jahre warten, schon wieder gegangen, da sprang mir das Basix Custom Series Set ins Auge! Ich hatte mich erst nicht getraut, danach zu fragen, weil man sich damals über Basix eben so Sachen erzählt hat. Dieses Set kam mir aber doch irgendwie sehr wertig vor, soweit ich das beurteilen konnte, auch im Vergleich zu dem was da sonst noch rumstand (ich war 14 :saint: ).

    Jedenfalls der Verkäufer so "achso, ja warum eigentlich nicht". Ich glaube, er dachte, wir hätten den Anspruch auf ein richtiges "Markenset". Ich erinnnere mich, wie er dann erklärt hat, dass "die Schrauben laufen, aber halt nicht so wie bei den teuren Sets". Wir haben das Set gekauft ohne Snare, Hocker, Fußmaschine und kamen glaube ich mit Ankauf des alten Sets unterm Strich noch auf 700 Euro. Ganz schön viel war das trotzdem noch...


    Und hier seht ihr dieses Set, im Übrigen beim ersten Auftritt meiner Band "It's a SHE" (ich habe oben davon erzählt) am 16.03.2007:

    drummerforum.de/gallery/image/13272/


    Wem es auffällt: Hier hängen oben ein 16er Paiste 402 Crash sowie ein 10er PST3 Splash und 14er PST3 Crash. Das 16er hatte ich mir mal irgendwann in der Zwischenzeit dazu leisten können und das 14er Paiste 402 Crash bekam einen Riss. Da gab es die 402er Serie schon nicht mehr, sodass ich auf das ziemlich günstigste PST3 Zeug ging und mir gleich noch ein Splash dazu nahm. Auch die Snare auf dem Foto ist keine Basis, sondern eine Pearl Forum 3000 mit weinroter Folie. Die habe ich mir auch mal bei Ebay für 60 Euro geschossen, weil ich die alte "Dixon" Snare ja behalten hatte, aber ständig die Schnur-Abhebung gerissen war. Überhaupt war es ein störrisches Teil mit rostigen Schlitz-Spannschrauben gewesen, habe sie dann als "Stadiontrommel" versteigert.


    Mit diesem Set spielte ich dann eigentlich fast mein halbes Leben zu der Zeit. Mein Lehrer attestierte mir auch irgendwann, dass die Basix Custom Serie mindestens mit dem alten Tama Imperialstar vom Musikverein mithalten könne, und auch generell ein schickes Set sei. Kann ich nach wie vor bestätigen. Das Set steht immernoch im Proberaum von "Dr. Funhouse" (eine Band, die ich noch vorstelle). Es handelt sich um die "alte" Basix Custom Serie, welche man an den ovalen Spannböckchen erkennt, die wurde eben um 2003 rum hergestellt. Später gab es nochmal eine andere Custom Serie, die mir nicht mehr so wertig vorkommt, bevor Gewa dann mit DrumCraft anfing.

    Nach dem Abitur machte ich dann ein duales Studium, verdiente also etwas Geld, und habe dann Ende 2009 angefangen, nach und nach gebrauchte Paiste Alpha zu kaufen. Ich war ja voll auf dem Bon Jovi Trip und Tico Torres war ein großes Vorbild für mich, weshalb ich bei den Haupt-Crashes (16 und 18) und Ride (20) zunächst auf die Power Varianten schielte. Dazu kamen dann noch die entsprechenden Thin Crashes in 16 und 18 Zoll. Die HiHat war 14 Zoll Medium. Außerdem ein 8er Splash und ein 18er China. Letzteres aber schon in der neuen "Brilliant" Alpha Variante. Paiste hatte ja schon wieder umgestellt...

    Ende 2011 sah das Set folgendermaßen aus. Der Aufbau ist natürlich an dem von Tico Torres orientiert, mit Außnahme der zweiten Bass Drum, und ich hatte nur 1 "Up" Tom. Ich tendierte langsam aber sicher zur bis heute anhaltenden Vorliebe für "1Up2Down" und montierte das 12 Zoll (!) Rack Tom als Floor-Tom. Das änderte sich später nochmal, wobei ich das Ride an der Stelle ließ und die beiden Rack-Toms nach links rutschen,


    drummerforum.de/gallery/image/13273/


    Im Jahr 2015 hatte ich das Bedürfnis nach einem neuen Set bzw. ich wollte einfach 2 "richtige" Floor-Toms und generell größere Trommeln. Es ist dann ein Tama Superstar Hyperdrive in "Snow White Burst" geworden und wurde auch bald mit einem "Illumisign" (von hinten beleuchtbar) Bass Drum Frontfell aufgepimpt. Das passte im Gesamtbild perfekt für meine damalige Band Dr. Funhouse. Das Basix Custom sollte eigentlich für das Tama in Zahlung gehen. Aber irgendwie überwog der Kosten/Nutzen-Faktor für das Behalten als Zweitset. Der "Tico Torres Beckenpark" wurde tendenziell immer weiter reduziert und die Power Crashes durch normale Medium Crashes ersetzt. Am Ende habe ich eigentlich nur noch mit 2 Crashes gespielt und auch das Splash kam immer weniger zum Zug. Das lag zum einen am Schlepp- und Montageaufwand. Ich merkte aber auch, dass ich mit weniger Geraffel kreativer bin.

    Hier 2 Fotos von meinem damaligen "Live-Setup" und wie es im Proberaum aussah, wenn er aufgeräumt war:


    drummerforum.de/gallery/image/13276/


    drummerforum.de/gallery/image/13274/


    Das zweite Bild betitele ich auch mit "Schwarzwälder Kirsch" wegen der Farben.

    Also das war es erstmal mit dem "Geartalk". Nächstes Mal erzähle ich wohl wieder ein bisschen über Bands und Projekte. Fortsetzung folgt!


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    Teil 3: Die wilde Teenie-Zeit und Bon Jovi


    Im Jahr 2000 hatte ich nicht nur mein erstes "richtiges" Schlagzeug bekommen, sondern ich wechselte nach der Grundschule aufs Gymnasium. Ich lernte also viele neue Menschen und Freunde kennen, mit denen ich mich anfangs nie über Musik unterhielt. Ich war von meinen Grundschulfreunden schon eingeschüchtert worden, und wollte jetzt auch nicht gleich jemandem von den neuen Klassenkameraden erzählen, dass ich eigentlich nur Wolfgang Petry und Volksmusik höre. Das ging ne ganze Weile gut! Im Akkordeonorchester wurde sich auf den allerersten Auftritt vorbereitet, welcher am 1. Juni 2003 stattfand (ich war seit Februar dabei und habe das damals ganz gut gemeistert). 3 von den Akkordeon-Mädels waren an diesem Termin nicht dabei, weil sie zum Bon Jovi Konzert nach Mannheim gefahren sind, welches am gleichen Tag sein sollte. Alleine das ständige Reden von diesem "Bon Jovi Konzert" faszinierte mich! Das Akkordeon-Konzert war vormittags, nachmittags war ich mit meinen Eltern unterwegs und hörte auf SWR3 auch die ganze Zeit nichts anderes als von Bon Jovi reden, die hatten da so einen Teaser, in dem immer ein Stück von "In these arms" lief, und das gefiel mir ziemlich gut. Sie sagten, dass sie am Abend einige Live-Eindrücke vom Konzert senden werden. Ich dachte, das wären wirklich Aufnahmen von diesem Konzert, diese Illusion löste sich erst sehr viel später auf.

    Bon Jovi hatten mich neugierig gemacht. Ich lag bis spät abends wach im Bett und nahm das, was da im Radio von Bon Jovi kam, auf Kassette auf! (Später wurde die Kassette bei voller Lautstärke wiedergegeben und über das billige Mono-PC-Mikro "digitalisiert" und auf CD gebrannt. Die CD habe ich heute noch, neben einigen anderen "Selfmade-Samplern" mit Radiohits aus dieser Zeit.). Es waren schließlich Songs wie "In These Arms", "Someday I'll be Saturday Night" und "Always", die mich direkt getroffen haben. Das war meine Musik, auf die ich lange gewartet hatte! Nach und nach füllte sich mein CD-Regal mit dem Gesamtwerk von Bon Jovi, so wie es das Taschengeld zuließ. Tico Torres prägte mein Schlaagzeugspiel demzufolge wie kein anderer und die Musik von Bon Jovi beeinflusste mein eigenes Songwriting, auch wenn man es offensichtlich nicht immer hörte. Aus zahlreichen Dokus und Konzertfilmen baute ich mir anhand Bon Jovi meine Idealvorstellung einer eigenen Band, was anfangs zu viel Engstirnigkeit meinerseits führte und meinen ersten Bands nicht immer gut tat. Überhaupt ging es in der allerersten Band viel mehr um Bier als um Musik, aber es war irgendwie Rock'n'Roll! Der Bassist hatte und hat heute noch kein Taktgefühl und spielen konnte er auch nicht. Noch dazu versuchte er sich als Sänger, was hoffnungslos in die Hose ging. Sein großes Vorbild war immerhin Kurt Cobain, der "ja auch nicht singen konnte". Regelmäßige Bandprobe-Wochenenden begannen mit 30 Minuten musikalischen Gehversuchen und klangen dann feucht fröhlich aus. Irgendwann sah unser Frontmann ein, dass es keinen Sinn mit ihm hatte, und die Band, die übrigens "Mother Petroleum" hieß, löste sich in dieser Form auf. Von dieser Band werdet ihr auch nichts im Netz finden. ;)

    Das war so Mitte des Jahres 2006. Das weiß ich recht genau, denn ich hatte damals schon gute 2 Dutzend eigene Songs geschrieben, die aber erstmal wieder nicht performt werden konnten. Diese Songs habe ich von Weihnachten 2004 bis Sommer 2006 als Demos mit dem Magix Midi Studio aufgenommen. Sie klangen nach Plastik-MIDI und waren recht emotionslos von mir eingesungen, aber im Kern ganz gut im Nachhinein betrachtet. Manchmal frage ich mich, wie ich so tiefgründige Texte schreiben und so viel Geduld in kompositorische Feinheiten habe stecken können. Aber ja, ich war damals auch nur Schüler.

    Einige Schnipsel gibt es davon, performt von meiner nächsten Band "It's a SHE", welche sich aus dem Gitarristen und Keyboarder von "Mother Petroleum" und meiner Wenigkeit Ende 2006 gebildet hat. Außerdem kam mein Bruder als zweiter Gitarrist und ein Sänger mit klassischer Gesangsausbildung dazu! Richtig gelesen, diese Band hatte keinen Bass im Lineup! So traten wir gute 2 Jahre im Freundes-/Schulkreis auf. Das klang u. a. so:


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    Sänger und Gründungsgitarrist sind irgendwann ausgestiegen. Ich glaube, es gab den ein oder anderen Streit wegen einem Mädel. :D Da holten wir uns einen Kumpel meines Bruders als Bassisten dazu, das war etwa 2008-2010. Mein Bruder wurde außerdem Frontmann:


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    Den bis dahin größten Gig hatten wir beim hiesigen "Rock am Bahndamm" mit Aushilfsgitarristen wegen gebrochenem Finger des Gitarristen und Sängers (erste Band im Video):


    Da der Keyboarder und ich bereits 2009 Abitur gemacht hatten, verlief sich das Ganze dann bedingt durch Studium im Sommer 2010, nachdem wir ein paar tolle Gigs und sogar ein Radiointerview hatten. Aber so läuft es halt im Leben...


    Aus musikalischer Sicht hatte ich also eine wirklich tolle Teenie-Zeit mit vielen (meist selbstgemachten) Höhen und Tiefen! :)

    Es folgte eine Art Neustart, während das Akkordeonorchester im Backstage weiter mitlief... Fortsetzung folgt!


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    Meine Vermutung geht dahin, dass der Arrangeur eine starke Betonung auf Zwei und Vier wollte und eine Pulsbetonung auf der Eins. Für die schwächere Drei sind ihm dann die Akzentzeichen ausgegangen.

    Ich bin mir wie Gerd nicht so sicher, ob Arrangeure manchmal so richtig wissen, was sie wollen:

    " Spiel den Original Beat. Fast keiner von den Arrangeuren hat wirklich Ahnung vom Schlagzeug spielen."

    Wenn ich im Orchester "moderne" Pop-Beats spielen soll, dann halte ich mich daher selten an die "Serviervorschläge" und höre mir je nach Verfügbarkeit immer auch das Original an. Allerdings lässt eine solch filigrane Notation wie in der Nr. 4 doch schließen, dass sich irgendetwas überlegt wurde. Man muss auch damit rechnen, dass der Arrangeur seine Überlegungen in die Bass- und Rhythmusgruppe fortgesetzt hat...

    Was die Akzente betrifft, würde ich es mal so versuchen, wie es steht, und schauen, ob es im Kontext groovt.

    Handsatzmäßig wohl alle Achtel mit Rechts und die e's und a's mit Links.

    Queen Roger Taylor : Pustet immer wenn der einen kraftvollen Fill In spielt als ob er bei einem 100m lauf so richtig Gas gibt und ihm die Luft ausgeht.

    Da fällt mir doch gleich Tico Torres ein! Er muss sogar mittlerweile nach jedem 2./3. Song an den Sauerstoff. Er spielt zwar jetzt nicht die wahnsinnigen Fills, aber mit Power! Wer das mal genauer beobachten möchte, sollte sich Lorenzo Contini auf YouTube ansehen, der imitiert das extrem gut!


    Ich selber drehe Kopf und Oberkörper immer nach links, wenn es schwierig wird, als würde ich dort auf einen imaginären Notenständer schauen. ^^

    Aber wenn ich an die Aussage von Roadies denke (Deine Hardcases sind wunderbar zum stopfen von Lücken im Tourenbus geeignet)

    Ganz genau! Ich habe auch keine Roadies und meistens keinen LKW. Wenn aber dann doch mal ein Kleinlaster dabei ist, wo man "alles schön reinschmeißen" kann, und alle fleißig mithelfen (und man vor lauter Gewusel nicht mehr jedem Trommelträger sagen kann, wie er es machen soll und wo er aufpassen muss), sind mir robuste Cases schon wichtig. Bei dem aktuellen Set sowieso.


    Übrigens trommla , dieses DrumCraft Set in genau der Farbe wollte ich damals auch haben...als ich dann das Geld dafür gehabt hätte, gab es die Serie schon wieder nicht mehr. ;(

    ...beim folierten Vintage :D

    Ich glaube, auch da würde man es sehen, wenn man mit dem Schlüsselbund dran vorbeischrammt. 😜

    Ja...hatte ja bewusst bis zum Schluss mit der Anschaffung gewartet, bis ich die Taschen wirklich brauche und die habe ich jetzt die nächsten 20 Jahre, denn das Vintage Kit fühlt sich irgendwie ein bisschen nach Endstation an...auch wenn immer mal diverse "Zweitsetphilosophien" aufkommen werden. :saint:

    Mal ne andere Frage, was können die Gewa SPS Taschen in deinen Augen besser als die Millenium Tour Bags für ein Fünftel des Preises?

    Die Gewa SPS haben auch noch fiberglasverstärkte Seitenwände. Das hat sich im Nachhinein als ausgesprochen praktisch erwiesen, denn auch beim 16er Floor und der Bass Drum bleibt die Tasche beim Einpacken einfach stehen. Das war mir bei der Bestellung noch gar nicht so bewusst, aber ich habe mir den Luxus einfach leisten wollen, weil es sich doch um ein Drumset mit gewissem Wert handelt. Dennoch hatte ich insgeheim "weiche" Taschen gegenüber "echten" Hardcases bevorzugt, weil mir intuitiv das Handling schonender vorkommt, zumindest im Kleinwagen: Irgendwas hakt immer, und dann soll die Tasche lieber nachgeben. Die Trommel hält das aus. Und schließlich sind Trommeln auch irgendwo Gebrauchsgegenstände. Zudem lasse ich mir beim Abbauen nach dem Gig gerne von den andern helfen. Da ist ein "stehendes" Case auch von Vorteil, bei dem nicht zwischendrin ein Reißverschluss hängt und ggf. den Lack zerkratzt.

    Ich habe auch einen Satz Millenium Bags, die sind schon beinahe 20 Jahre alt und haben kein Fiberglas in Boden und Deckel und auch keine Gummifüße, muten aber ansonsten recht ähnlich an wie die neuartigen "Tour Bags".

    Von meinem Tama Superstar Hyperdrive kannte ich die Gewa "Cordura" Bags, die heute offensichtlich als "Premium Bags" gehandelt werden. Davon hatte ich mir neben den SPS auch noch einen Satz bestellt. Abgesehen davon, dass ich die Sonor Vintage Bass Drum wegen den Flügel-Spannschrauben nicht in den 22x14er Bag bekommen habe (und der nächst tiefere wäre 22x18), haben die neben den robust anmutenden Vintage Kesseln einfach nicht gepasst. Es war eher umgekehrt, wie wenn die Trommel die Tasche schützt. :saint: Und ich hatte sogar den leichten Eindruck, dass diese "Premium Bags" nichts mehr mit den "Cordura" zu tun haben. Die Cordura lagen irgendwo zwischen Premium und SPS.

    Wahnsinn, das ist wirklich heftig. Ein wenig überdimensioniert ist ja ok, aber das ist vollkommen übertrieben. :O

    Zumal man mit den Normmaßen dann einfach mal schnell ein 24/13/16/18 Set in einen VW Golf bekommen muss plus Hardware, Becken und Mikrofonie. Das wäre unmöglich gewesen. Zum Glück hatte ich noch wenige Tage Zeit, sonst hätte ich das Set ungeschützt transportieren müssen.

    Achso, ja wie war denn eigentlich dein erster Gig mim Vintage? Zufrieden mit dem Livesound und allem? Da wären doch eigentlich Bilder angesagt. ;)

    Kommt demnächst im Vorstellungsthread, sonst ist hier endgültig OT-Alarm. Habe dort aber eigentlich noch was aufzuarbeiten, wollte es chronologisch angehen...

    Warum kann ich die verlinkten Bilder nicht aufrufen?

    Meinst du meine Bilder?

    Hm...ich habe die Bilder in einem privaten Album in der Galerie. Ich dachte aber, dass einzelne Bilder dann für andere sichtbar sind, wenn ich sie in einem Beitrag verlinke...sonst muss ich das Album öffentlich machen. Kann ich machen, aber wozu dann der Privatmodus? Ich dachte, das ist dafür gedacht.

    Schau mal in meinen Vorstellungsthread (siehe Signatur), dort habe ich kürzlich auch ein Foto von mir in jungen Jahren aus diesem Album eingefügt. Siehst du das auch nicht?

    Ich wärme auch noch mal auf und gebe etwas Senf dazu. :P

    Für mein SQ2 (22 x 14, 12 x 9, 16 x 16) habe ich mir die genau in diesen Größenangaben erhältlichen Gewa SPS Bags besorgt. Deckel aufklappen und die Kessel einfach reinstellen, fertig. Die Bags haben ausreichend Spielraum, sind rundum gut gefüttert. Evtl. eine Alternative.

    Hatte am Samstag meinen ersten Gig nach sehr langer Zeit und noch dazu mit dem neuen Vintage Series Kit und hatte das Taschen-/Kofferthema immer vor mir her geschoben, bis ich mich dann vergangenen Montag allmählich im Zugzwang gefühlt habe und erst einmal einen kompletten Satz Gewa SPS in den Maßen meines Sets bestellt habe: 22x14, 14x6,5, 12x8, 14x12, 16x14.

    Am Mittwoch kamen sie erwartungsgemäß an und kamen mir beim Auspacken irgendwie schon sehr groß vor. In der Tat stelle sich heraus, dass beim Durchmesser prinzipiell 2 Zoll weniger auch reichen, während die Tiefe sehr gut passt. Noch am Mittwoch-Abend habe ich für die Toms kleinere Taschen nachbestellt.

    So wurden aus:

    12x8 => 10x8

    14x12 => 13x11 (war das naheliegendste, 12x12 gibt's nicht)

    16x14 => 14x14

    Für Menschen mit Zwangsneurose (wie mich bisweilen auch...) ist es etwas unschön, wenn die große aufgestickte Zahl für den Durchmesser in Zoll nicht zu der Trommel passt, die reinkommt, aber spätestens beim Auto beladen (VW Golf) ist man wieder froh darum! :saint:

    Die Snare und Bass Drum hingegen habe ich in den vorgesehenen Taschen gelassen, weil das vielleicht ganz gut ist für die Abhebe-Mechanik und die Bass Drum Beine. Bei der Bass Drum hätte man evtl. noch 20x14 versuchen können, hatte aber auch schon irgendwie die Retoure im Kopf und hab das dann so gelassen.


    Ganz kurz habe ich noch überlegt, Moment, vielleicht ist der viele Platz beabsichtigt bei so stabilen Taschen mit dem seitlichen Fiberglas-Schutz, aber mir gefiel die Vorstellung trotzdem nicht, dass die Trommeln dann darin "rumkugeln" beim Bremsen, Abstellen, Herumtragen...:

    Eine Trommel aus welchen Gründen auch immer in ein größeres Case zu packen, fühlt sich für mich irgendwie riskanter an, als wenn's mal etwas eng zugeht oder der Deckel auf dem Spannreifen aufliegt (warum stört dich das eigentlich?).

    Hier noch 2 Fotos von den Tom-Taschen.


    Wie Gewa es sich vorgestellt hat (12/14/16 in Taschen 12/14/16):

    drummerforum.de/gallery/image/13242/


    Wie ich es gelöst habe (12/14/16 in Taschen 10/13/14):

    drummerforum.de/gallery/image/13243/

    (und nein, die Frequenz oder Amplitude haben mit der Geschwindigkeit nix zu tun)

    1:0 für dich! Stimmt. Das sollte ich eigentlich wissen. :saint:

    Das heißt du hörst deinen 5m entfernt stehenden Bassisten früher als du ihn siehst :B/

    Aber demnach müsste ich selbst eine elektrische Trommel mit 15ms Latenz noch hören, bevor ich den Stock auftreffen sehe. :/


    Habe mir mal die Produktseite des diskutierten "Drumsets" bei MusicStore angesehen. Die strotzt ja nur so von Optimismus und Überzeugung. Und neben Simon Phillips und Marko Minnemann haben sie sich gleich noch zwei weitere überzeugte Drummer für Videos ins Boot geholt!

    Naja, vielleicht würde ich bei dem Set für ne Top40 Band (zumindest im Proberaum) gar nicht nein sagen - oder eben noch ein paar grüne Scheine drauflegen und was "Bekanntes" (gebraucht) kaufen.

    "Die Sounds haben S. P. und M. M. exklusiv für uns aufgenommen"...was mag das schon heißen? Wussten die beiden im Studio, für wen sie da trommeln? Haben sie möglicherweise gleich für mehrere Hausmarken auf verschiedenen Kontinenten getrommelt und die sagen jetzt alle, das wäre exklusiv für Fame, Shame, Blame, Wayne...? :saint: Ich kann mir vorstellen, dass die öfter mal in ein Studio eingeladen werden, und gar nicht richtig wissen, für wen sie was machen. So "exklusiv", dass es nicht mehr selbstverständlich ist, kann es jedenfalls nicht sein, sonst wäre es vermutlich teurer.


    Aber viel wichtiger: hatte jetzt mal jemand von denen mit elektrischer Erfahrung das Set unter den Sticks?

    Ich kann dir beweisen, daß auch DU niemals sagen wir 8ms von 3ms Gesamtlatenz unterscheiden kannst.

    Das Thema Latenz finde ich ganz spannend. Ich habe nämlich mal gerechnet: Bei Schallgeschwindigkeit 340m/s entspricht 1 Meter 3ms.

    Selbst wenn man nun ein Modul mit "perfekter Latenz" hätte, sagen wir mal 3ms, dann wäre das, wie wenn die Klangquelle 1 Meter vom Spieler seinen Ohren weg steht. Bei einem akustischen Schlagzeug mag das für die Bassdrum ziemlich der Fall sein. Nun braucht aber ein tieferer Ton nochmal etwas mehr Zeit (ich weiß gerade nicht, wieviel und ob das aufträgt), sodass theoretisch der "Kick" früher als der "Bumms" an meinen Ohren ankommt. Die anderen Trommeln und die Becken sind bei übllichem Set-Aufbau wahrscheinlich um die 50cm von den Ohren entfernt, entspricht einer Latenz von 1,5ms.

    Somit wäre ein akustisches Schlagzeug latenzmäßig ganz schön besch....., wenn sich Latenzunterschiede in dieser Größenordnung dermaßen bemerkbar machen. Ich glaube sogar, dass wir beim Spielen eines Akustiksets ganz schön viele "Layers" von jedem einzelnen Instrument mit den unterschiedlichsten Latenzen um die Ohren geworfen kriegen, je nach Raumbeschaffenheit und -größe. Da unser Gehirn offensichtlich ganz gut damit klarkommt, glaube ich fast, dass eine mittlere Latenz um die 10ms akzeptabel ist bzw. das Gehirn recht schnell damit klarkommt.

    Möchte niemandem zu nahe treten, aber ich bin da prinzipiell bei Nick!

    Ein E-Drum ist kein Schlagzeug von daher braucht man gar nicht darüber diskutieren. Ein E-Drum ist ein Sammelsurium von Practice Pads an einer Stange geklebt. ;)

    Da hast du schon Recht. Da es der TSin aber offensichtlich ums Zuhause-Üben geht, kann ich sie prinzipiell nur dazu ermutigen. Allerdings sollte man wirklich überlegen, wozu man das Teil will. Meine recht junge Erfahrung in diesem Thema ist die, dass man sich nicht ein elektrisches High-End Gerät kaufen sollte (z. B. Gewa G9 oder TD50) und denken "jetzt kanns los gehen". Die Pads und sogar Mesh-Heads sind nicht so leise, wie es einem suggeriert wird. Zwar haben sie kein Sustain wie ein akustisches Gegenstück, aber den "Impact" werden die Nachbarn bzw. Unter-/Obermieter genau so lieben. :saint:

    Für Stickings und Bewegungsabläufe spielt die Preisklasse eigentlich (fast) keine Rolle, jedoch sollte man darauf achten, dass sich der räumliche Aufbau bezgl. Abstände und Höhe so gestalten lässt wie das Akustikset, auf dem man normalerweise spielt. Den Rebound sollte man sich beim E-Kit auf jeden Fall bewusst machen, sonst erlebt man beim Akustikset eine Überraschung...

    Also als reines Übeset würde ich mir mittlerweile schon überlegen, ob ich eher in der preiswerten Klasse bleibe, wenn ich regelmäßig die Möglichkeit habe, mein Spiel auf einem Akustikset zu "justieren" - weil eben auch die teuren E-Sets nicht so leise sind, wie es preisleistungstechnisch eigentlich sein sollte, wenn man ein (nahezu) realistisches Spielgefühl im Wohnzimmer 24/7 haben möchte.

    Allerdings wage ich auch mal die These, dass die meisten E-Kits gar nicht so schlecht sind, wie sie von uns Hobbymusikern (mich eingeschlossen) hingestellt werden, weil sie eben eine gewisse Spieltechnik/Genauigkeit erfordern, um akzeptabel zu klingen. Man kann daher doch einiges fürs echte Schlagzeug lernen, aber das braucht auch ein wenig Einsicht.

    Die digitale Roland-Snare ist schon ganz cool. Aber eigentlich kommt man mit einem Pad (evtl. auch mit Mesh-Head) mindestens genau so weit - mit Vernunft betrachtet. :saint:

    Es sei denn, man spielt mit dem Gedanken, das Teil auch mal live einzusetzen und zwar als quasi "echtes Schlagzeug".

    Beim Galgenbeckenständer sieht`s da schon etwas anders aus.
    Fangfrage, was wäre da wohl die günstigste Aufstellung/Ausrichtung so rein theoretisch? ;)

    Haha ^^ vermutlich gleich wie bei einem Nicht-Flatbase-Galgenständer. :P

    Es sei denn, Sonor würde Flatbase Hardware bauen...diese würde vermutlich bei jeder Hanglage in jeder Position und selbst einen 60" Gong halten. :saint:


    Habe den kompletten Satz der Tama Classic Hardware. Habe mich am Anfang auch nicht getraut ein 24er Ride an den Beckenständer zu hängen.


    Jetzt hängt mein kompletter Satz Paiste Giant Beats dran (15, 18, 20, 24) dran und hat schon ne ganze Reihe Gigs problemlos hinter sich gebracht.

    Das hört sich sehr interessant an. Haben hier im Thread eigentlich alle den ungefähr selben Musikgeschmack und dengeln bei diesem nicht ganz so rein, oder sind diese Teile wirklich dermaßen stabil? Ich denke gerade so an ausgiebige Alternative-Rock Sessions mit durchgecrashtem Ride oder auch Glocken-Hardrock. Insbesondere das obere Element beim Tama erinnert mich an meinen uralten Chrom-Notenständer, der ohne Memory Lock gerne mal runter rutscht je nach aufgelegter Literatur. Offenbar ist das hier aber kein Problem, wenn es noch nicht erwähnt wurde? Dieser Notenständer hat außerdem auch eine solche Flügelschraube wie die Canopus-Stative, und die habe ich ziemlich fies in Erinnerung...


    Kann denn jemand auch was zu den Snare- und HiHat-Stativen von Tama sagen? HiHat im Vergleich zur Iron Cobra 600 oder so? :)

    Mein Musikhändler hat allerdings auch nichts nachteiliges über die Teile erzählen können, außer dass die Plattfüße auf unebenen Bühnen evtl. problematisch werden.

    Habe nun die VH-14 (zusammen mit TD 27) und muss sagen, ja ist teuer, aber jeden Cent wert. Funktioniert vom Ansprechverhalten wie meine akustische HH, einfach grandios, bin voll begeistert.

    Das "klingt" gut. Ich bin auch schwer am Überlegen. Allerdings liest man auch über die VH13 einiges Gutes im Vergleich zur VH10. Es gibt gerade ne handvoll gebrauchte in den Kleinanzeigen. Müsste ich die VH13 allerdings neu kaufen, würde ich mir wohl eher gleich die VH14 gönnen auf diesem Preislevel...zumal ich beim TD27 sowieso den dritten USB habe.


    Habe ja letzte Woche in Berlin bei Just Music einige elektrische HiHats anspielen können und selbst die VH10 war da nicht so übel wie bei mir zu Hause...das kann nun an verschiedenen Faktoren liegen, aber ich bin mir wieder unsicher, ob man mit etwas Tuning nicht noch was rausholen kann.

    Bei Just Music war z. B. die Splash Sensitivity bei 0 und CC max bei 90, während ich meine bei -10/127 habe. Was die Splash Sensitivity genau bedeutet, habe ich noch nicht ganz verstanden. Auch fiel mir auf, dass sich die VH10 am TD17 (vielleicht auch nur subjektiv) besser spielt als am TD27. Möglicherweise waren es die HiHat-Ständer. Habe bisher auch nur am Kunststoffrad geschraubt. Was macht man denn mit der Vierkantschaube an der Clutch? Die Roland-Doku ist da sehr spärlich...