Ich möchte niemand zu nahe treten, aber: Was ist schon ein Studium?
Ich habe Elektrotechnik studiert. Was habe ich da 3 Jahre gemacht? Hauptsächlich geschaut, dass ich die Prüfungsleistungen gut meistere. Dafür bin ich gewissermaßen gezwungen, mich zu einem gewissen Grad mit der Materie zu beschäftigen. Dazwischen höre ich allerlei Dinge, die schon viele sich angehört haben und noch wichtiger sich mindestens in der Praxis, meist aber auch in der Theorie bewährt haben. In der Naturwissenschaft ist es wohl noch ein bisschen mehr abgesteckt als in den Künsten. Aber am Ende bleibt doch die Frage: Haben die alle Recht? Und ich werde doch auch nur zu einem guten Ingenieur oder eben zurück zum Thema guten Jazz-Musiker, wenn ich mich ausreichend selbstständig noch mit dem Zeug beschäftige, den Blick über den Tellerrand nicht scheue und vor allem: Biss habe! Und hin und wieder hinzufallen tut auch nicht ungut.
Und da zitiere ich auch noch mal gerne den großen Jo...ähm Moe:
Und lasst euch nicht entmutigen, wenn etwas nicht gleich "perfekt" für euch klingt. Erfahrung,, v.a. auch durch das Mitspielen mit anderen, ist das A und O und bringt ans Ziel. Jeder kann jazzen. Ob das aber jeder will, bleibt jedem selbst überlassen. Und ich finde es toll, wenn sich jeder an Jazz versucht - oder Reggae oder was weiß ich was. Hauptsache wir lernen dazu und werden dadurch insgesamt sicherer, relaxter, vielseitiger und damit: interessanter.