Beiträge von CataBOOZEta

    Gibt es denn "den" Stoner Sound überhaupt?


    Der springende Punkt - meines Erachtens eben nicht. Was mir am sog. Stoner Rock (der Begriff stört mich sowieso, weil er den Fokus auf Bewusstseinserweiternde Substanzen rückt) immer gefallen hat war, dass er eigentlich mal eine der Sparten war, die mit am wenigsten "Equipment-Vorschriften" gemacht haben. Runterstimmen, langsamer spielen, viel Verzerrung, mindestens doppelt so laut, aus die Maus.
    Das Genre ist meines Erachtens völlig von irgendwelchen Retro-Hipstern durchgentrifiziert worden und zu einer Sparte mit regelrechtem Kodex geworden - Große Kickdrums, die Amps müssen heißen wie Farben und dann sollten alle am besten noch Bärte haben. Kein Veranstalter hört sich heute noch wirklich Demos an, die wollen echt nur noch Bilder und Videos von der Band haben.


    Ich versuche den Begriff Stoner mittlerweile zu vermeiden, wenn mich jemand fragt, was meine Band für Musik macht. Dann denkt jeder, dass ich in irgendeiner mal schnell zusammengewürfelten Projektcombo spiele, die aus Leuten mit zuviel Geld für überteuertes Stylo-Equip besteht, deren eigentliche Bands grade nicht so laufen, weil Metal und Hardcore grade nicht so en vogue sind.


    Deswegen:
    99% vom Sound sind einfach immer die oder der, die/der das Instrument bedient. Binsenweisheit, aber wahr.
    Such Dir was raus, das Dein Spiel und Deine Soundvorstellungen generell unterstützt - dann wirst Du damit unter den meisten Umständen immer das spielen können, was Du grade möchtest. Und das wird seine Dynamik behalten, man wird irgendwann immer Bock auf was Neues, Anderes haben - warum denn immer neues Zeug dafür kaufen? Das ist ja genau die Stelle, an der uns die Hersteller haben wollen.
    Universelle Kesselgrößen, 22, höchsten 24er Kick, 13er und 16er Tom, fertig - so mache ich es zumindest. Klar haben noch größere Kessel ihr Potenzial - aber mal ehrlich, wie schon angesprochen, die Mischer kriegen es live eh nicht hin und das Spektrum, das 26er Kicks und 18er Floortoms nach unten hin bedienen, ist für Aufnahmen auch nicht zu gebrauchen.

    Ob die Veränderung des Schwingungsverhaltens durch die Lackdicke wirklich für das menschliche Ohr wahrnehmbar ist, wäre aber zu prüfen ;-) .. ich halte es für Fragwürdig.


    Ist wahrscheinlich nichtmal messbar. Wenn es für sowas hochempfindliche Kessel-Seismographen gibt, die (nachdem die viel eher schwingungsbeinflussende Hardware montiert und die Trommel irgendwie mit was auch immer am Set angebracht wurde) nach Herausrechnung von Koeffizienten des Luftdrucks, der relativen Feuchtigkeit, der Temperatur und der menschlichen Subjektivität irgendetwas abbilden, dann allerfrühestens bei einer schlecht ausgeführten Folierung. Aber Ohren? Nein... ;)


    Ich denke, eher so 95%-99%.


    ....ich gehe mal hoch auf 99,9-100 prozent :D Allein schon, weil sich entsprechende Laborbedingungen, in denen die Holzart wirklich der einzige Parameter ist, der verändert wird, niemals herstellen lassen. Die Liste dessen, was sich theoretisch zwischen zwei ansonsten gleichen Trommeln unter gleichen Bedingungen viel stärker auf den Klang auswirken wird, ist laaaaaaaang...


    Also: einfach weiter so, das wird gut :thumbsup:

    Musste zuerst hieran denken, hör ich immer wieder gerne: :D


    [video]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/video]



    Hab Euch jetzt zu meinem Müsli angehört und fand's echt chillig, nicht so over the top, wie viele andere Progger! Und ich mag es ja eh, wenn musik zuminest über weite Strecken ohne Gesang auskommt. In den seltenen Momenten, wo ich mal nicht "in die Fresse" will, sehr schön!!
    Erinnert mich auch bissl an die Jungs hier:


    [video]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/video]


    LG
    Christoph

    Kommt wohl darauf an, was die AGB als jeweilige Willenserklärung zum Zustandekommen des KAufvertrages definieren und was davon dann jeweils mitgeteilt wurde.
    Hier in Deutschland ist das meines Wissens so:
    Der Artikel als angebot im Online-Shop ist freibleibend.
    Deine Bestellung ist Deine Willenserklärung.
    Die meist automatisierte Bestätigungs- oder "Danke für Ihre Bestellung"-mail, die direkt nach dem Abschicken Deines Warenkorbs kommt, ist NOCH keine Erklärung seitens des Anbieters, die den Kaufvertrag zustandekommen lässt. Da kommt dann idR noch eine explizite Mail nach. Nur wenn diese ausdrückliche Formulierung des Zustandekommens des Kaufvertrages kam, kannst Du auf Lieferung bestehen.
    Inwieweit die EU die Sachlage in den Mitgliedstaaten vereinheitlicht hat oder die Engländer da mit den Deutschen sowieso übereinstimmen weiß ich nicht.


    Jedenfalls müssen Interessent/Käufer und Lieferant beide eindeutig erklärt haben, den Kauf/Verkauf zu wollen. Was dann in den Widerrufsbelehrungen steht, ist nochmal was anderes, richtet sich aber sowieso nur an den Käufer glaube ich...


    LG
    Christoph

    Mal etwas ganz anderes: wenn ich solche Schnapsideen habe (man könnte ja mal ...), dann sollte ich einfach mal Üben gehen oder mir
    eine Band suchen, dann kommt man auf andere Gedanken.


    Selten etwas gelesen, das es so auf den Punkt bringt... als Antwort auf G.A.S. oder all diesen vermeintlich klangformenden Kleinkram. Auch wenn ich selber oft nicht besser bin.

    Für mich ist die MuMe einfach den Besuch nicht mehr wert!


    Ich war viermal da und habe mich jedes Mal endlos gelangweilt. Und das obwohl ich über Vitamin B an den "Fach-Tagen" hin konnte, wo vermutlich bisschen weniger Andrang herrscht, als bei den Publikumstagen. (Ich würde auch nie Eintritt für sowas bezahlen, das ist eine reine Werbeveranstaltung IMO)


    Das sind einfach nur Schaufenster ohne Glas, habe nie verstanden, was da so geil sein soll. Man hat da nichts günstig kaufen oder bestellen oder wenigstens mal in Ruhe ausprobieren können. Aber ich ich würde eh nie ein Schlagzeug oder eine Gitarre neu kaufen.... Wenn da irgendein Diril mal einen Beckensatz günstig locker gemacht hätte - wer weiß - aber dann verscherzt man es sich ja mit den Thomanns. Und für die (Zwischen-)Händler selbst werden sich auch andere Wege aufgetan haben mittlerweile. Ist ja kein Wunder, dass sich das immer weniger Leute antun wollen.

    Das Pearl Set von panikstajan ist doch perfekt, ungebohrte Bassdrum und soundtechnisch sicher flexibel genug, um alle erdenklichen Wünsche zu befriedigen.
    Wird sowieso zeit, dass das mal jemand kauft. Und für die 300 Rest-Euros wirst Du ganz sicher noch eine richtig gute Snare finden.

    Meiner Meinung nach ist die Set-Wahl nur bedingt von der Stilrichtung abhängig, hat meistens mehr mit Ästhetik zu tun.


    Aber:
    Das auf den 'Bildern sieht mir nach was für ruhigere Musik aus, irgendwie... klein? Ist das eine 18er Kickdrum?


    Also eine Metal-Kick darf schon 20-22 Zoll Durchmesser haben denke ich und auch so der ganze Charme, den das Premier versprüht, mutet nicht grade Metallisch-Aggressiv an. Ist nicht so meine Stilrichtung, aber bei Metal denke ich halt an was ganz anderes.
    Wenn man das Teil aber, wie in dem Genre heute nicht unüblich, sowieso triggert, bieten die Maße Spielraum für einen angenehmen Set-Aufbau...


    Wenn ich an Metal denke, denke ich an ordentliche Ballerburgen von Tama, Pearl oder Sonor. So rein gefühlsmäßig.


    Zum größten Teil ist für den Metal-Sound aber immer noch der Drummer selbst zuständig mit seinem Spiel und Fellwahl/Stimmung. Schlussendlich musst Du mit dem Set klarkommen und dann Metal drauf spielen, dann klingt es auch danach, alles andere ist kein allzu hilfreicher Rat. (Der letzte Satz passt übrigens zu jeder Frage dieser Kategorie...)

    Ich habe hier ja auch nicht vor, eine Entscheidung zu treffen, wie ich sagte: Gedankenspiel, eventuell technische/physikalische Aspekte, die da eine Rolle spielen und sich THEORETISCH auswirken.
    Könnte man als Schlagzeugbauer (was ich weder bin noch werde) entsprechende Aspekte in seine Überlegungen mit einbeziehen oder sind die derart unbedeutend, dass man sich nur aus mechanischen und optischen Gründen für eine Variante entscheidet. Bei einer Snare ist ganz klar, dass man vielleicht keinen 5mm Holzkessel zusammen mit kleinen Einzelböckchen verwendet, die nur mit einer Schraube befestigt werden, die Zugkräfte könnten bei hohen Stimmungen zu Stark werden auf Dauer. Bei TomToms etc ist diese Überlegung weniger Notwendig, weil die in der Regel nicht so hoch gestimmt werden.


    Aber klanglich?


    Also: Kein Anspruch auf Praxistauglichkeit der Erkenntnisse und Vermutungen, ich habe da einfach mal drüber nachgedacht und ob das interessant ist oder nicht, kann ja jeder für sich entscheiden.

    Liebe Kollegen,


    wenn folgendes Thema irgendwie schon diskutiert wurde, möge man mich ächten, aber ich fand einfach um's Verrecken nichts dazu:


    Macht es einen merklichen Unterschied, ob eine Trommel einzelne Stimmböckchen besitzt oder eben lange, durchgehende? Natürlich ist das eher ein Gedankenspiel, weil man nur selten die Option hat, ansonsten identische Trommeln miteinander zu vergleichen. Mir fallen nur die BLX-Trommeln aus der Übergangszeit ein, meines Wissens sind die Kessel identisch geblieben, nachdem die Spannböckchen damals miteinander verbunden wurden:



    vorher



    nachher


    Würden diese Trommeln bei gleicher Größe, Befellung und Stimmung im selben Raum unterschiedlich klingen?
    "Sperren" die durchgehenden Böckchen einen Kessel vielleicht "ein", hindern ihn am Schwingen? Schließlich gibt es ja heutzutage öfter immer kleiner werdende Böckchen, die sogar nur mit einer Schraube am Kessel befestigt sind, damit dieser angeblich immer freier schwingen kann.
    Oder übertragen durchgehende Böckchen die Schwingungen des Schlagfells möglicherweise sogar besser auf das Resonanzfell, was Sustain und Resonanz verbessert?
    Vielleicht hat sich ja schonmal jemand ähnliches gefragt. Bin gespannt auf Eure Gedanken.


    Viele Grüße
    Christoph

    Finger weg, das ist völliger Schrott, zumindest für das Geld. Wenn das Set neu 1100 euro gekostet hat, fress ich'n Besen... Wer ein Set für 4-stellige Beträge anschafft, weiß wenigstens, wie man es aufbaut.
    Das hat nichtmal einen Neuwert von dem, was der da haben will.


    Achte am besten darauf, etwas namhaftes zu kaufen - wenn Sonor, Tama, Pearl oder Mapex (gibt noch mehr) draufsteht, ist das schonmal etwas. So ein No-Name Kram verdirbt jedem Anfänger den Spaß am Schlagzeugspielen...
    Becken sollten wenigstens aus Bronze sein und nicht aus Messing. Von Paiste, Meinl, Sabian oder Zildjian gibt es da angemessene Einsteigerserien.

    Was sicher super passen würde, wäre ein altes Beyerdynamic M380. Ist aber schwer aufzutreiben.
    Optisch ähnlich aber technisch anders sind TGX-50 MK2 bzw. später das Opus 65. Die Kurve verspricht einen sehr nutzbaren Nahbesprechungseffekt, ausprobiert habe ich die aber nich nicht. Man könnte auch über ein Shure SM7b nachdenken, ich finde, das ist ein super natürlich klingendes Kick-Mikro ohne spitzen Attack - im Gegensatz zum etwas heller klingenden EV RE-20.


    Dieses Video hier finde ich ziemlich gut - es gibt zumindest eine grobe Idee vom Klang der Mikros und es sind vor allem viele Vertreter dabei:


    [video]

    Externer Inhalt www.youtube.com
    Inhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
    Durch die Aktivierung der externen Inhalte erklärst du dich damit einverstanden, dass personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr Informationen dazu haben wir in unserer Datenschutzerklärung zur Verfügung gestellt.
    [/video]

    Da gibt's hier schon massig Threads zu...
    Ich spiele in dem Style ein Remo Coated PS3 in 24" und das funzt... Der EMAD-Kram ist mir nach wie vor nicht geheuer. Davon abgesehen ist Stoner Rock schmutzig und Old School. Alles andere als das, was moderne Bassdrum-Felle mit allen denkbaren Dämpf-Apparaturen verkörpern wollen.


    Man sollte vor allem das Reso nicht außer Acht lassen. Fyberskin (oder Fiberskyn?) oder Coated Ambassador liefern vor allem ohne Loch einen schönen Vintage Sound... m.E. zusammen mit der Dämpfungstaktik ausschlaggebender als das Schlagfell allein.