Alles anzeigenWas man schöner oder übersichtlicher findet, hängt davon ab, was man gelernt hat.
Das bezweifle ich. Ich beschäftige mich hauptsächlich fürs Unterrichten mit Noten, hab früher alles ohne Noten gemacht und brauch selbst immer noch keine Noten, von Ausnahmen abgesehen.
Daher habe ich da einen relativ unvoreingenommenen Blick drauf und behaupte mal ganz dreist, dass der einzige Vorteil von Tabs ist, dass man eben keine Noten braucht und dass es digitaltechnisch einfach zu handhaben ist.
Jedes Lehrbuch und fast jede Transkription nutzt Noten, keine Tabs.
Lehrbücher und Transkriptionen wenden sich an Musikschulen und deren Schüler, und lehren deshalb den etablierten Standard. Diese ASCII-Tabs des Ärzte-Beispiels sind auch für mich erstmal verwirrend, aber das liegt wohl daran, dass ich Noten gewöhnt bin. Oder nicht gut genug bin, um dieses Schlagzeug direkt nachzuspielen...
Wenn Musikschulen dafür unterrichten, in Musikvereinen mitspielen zu können, oder auch Schlagzeug gar zu studieren; als Profi-Schlagzeuger zu arbeiten, muss man selbstverständlich die dort verwendete Sprache und Schrift kennen - das sind nun mal Noten.
Musiker aus dem Elektronik-Bereich, die ihre Beats über Midi und Looper programmieren, oder über Looper einklopfen oder einspielen, kommen womöglich mit Tabs besser klar - Tabs sind ja auch nichts anderes als Pianoroll. DAWs u.ä. nutzen gerne (auch) Pianoroll-Notation für Midi, und damit auch für Drums.
Schön und nützlich sind Programme oder Skripte, die zwischen beiden drei Formaten (Tabs <-> Noten <-> Midi) fluchs und fehlerfrei hin und her konvertieren.