Beiträge von Burkie

    Praktisch ist es aber so, dass man mit Standardfellen (beschichtet einlagig; unten gerne weiterhin durchsichtig einlagig) einen jazzigen Klang erzeugen kann.

    Was fehlt, ist der Stimmschlüssel und die Zeit, ihn zu benutzen.

    Die Schlagfelle sind unbeschichtet, klar.
    Mit "Fiberskin" meinte ich eigentlich solche Felle, die aufgeraut sind und ein Naturfell nachahmen.
    Solche gibt es nicht nur von Remo, sondern auch von Evans und Adoro, und sind bei denen eigentlich auch nicht (wesentlich) teurer als Standard-Felle etwa von Remo oder Evans.

    Filzschlägel habe ich schon längst und benutze sie sowieso zum Stimmen.

    Ich kann ja nun auch nicht, nur um dem örtlichen Händler das Überleben zu sichern, jedes Jahr ein neues Schlagzeug kaufen.
    Den Krams, den Kleinkram, den ich mal brauche, versuche ich vor Ort zu kaufen. Das wären dann eben vor allem Stöcke und mal Felle.
    Wenn der Laden die Sachen, die mich interessieren, nicht da hat, und der Verkäufer nicht von selber auf die Idee kommt, mich zu beraten und die Sachen zu besorgen, um sie mir zu verkaufen, kann ich dem Laden auch nicht weiter helfen.
    Offensichtlich macht der Laden sein Geschäft eben anderweitig, vielleicht in der Gitarrenabteilung oder zu Weihnachten mit Kinderschlagzeugen, oder was weiß ich.

    Dann suche ich eben im Netz und bestelle bei den Versand-Musikläden, die die Sachen haben.


    Und Service (Reparaturen und Einstellarbeiten) darf durchaus kostenpflichtig sein.

    Reine Verkaufsberatung (welche Felle passen zu meinem Schlagzeug und meinem Musikstil) empfinde ich nicht als Service, sondern als Selbstverständlichkeit und quasi Werbemaßnahme.

    Jetzt möchte ich gerne mal Fiberskin-Felle ausprobieren. Ich verspreche oder erhoffe mir damit einen lebendigen nicht totgedämpften Klang

    Und nein, Fiberskyns auf der Resoseite wären wahrscheinlich sogar Overkill, da gibt es keinen Zwang. Viele Drummer empfinden diese sogar als etwas leblos. Plus, es gibt oft Probleme mit der Haltbarkeit, weil sich die Schichten voneinander lösen.

    Danke sehr,
    das hilft mir weiter.

    Eben drum.

    Ich möchte weg vom Rocksound hin zu einem jazzigeren Sound.

    Das ist die Idee, die dahinter steckt.

    Ich finde, man kann dem großen T auch was Positives abgewinnen:


    Die haben in Deutschland und auch in ganz Europa dafür gesorgt, dass online nach wie vor nur ein Bruchteil in dem Bereich bei Amazon bestellt wird. Ich glaube, die sind sogar weltweit der größte Musikhändler. Sind aber immer noch ein Familienunternehmen und beschäftigen hauptsächlich Musiker.


    Einen reinen Schlagzeugladen halte ich heutzutage auch für utopisch. Ganz egal wie man das Angebot im Laden gestaltet. Die Gründe dafür wurden hier schon von mehreren Leuten ausführlich beschrieben.

    Der große T hat wohl auch die anderen großen und nicht ganz so großen dazu gebracht, das Internet nicht zu vergessen.
    Erwähnt seien hier Music Store, Musik Produktiv, Musikhaus Kirstein, drumladen.de, Musikhaus Korn, usw.

    Die haben teilweise Sachen, die Thomann nicht (mehr) hat, teilweise sind sie gar günstiger als Thomann.

    Thomann hat laut Eigendarstellung ja auch Reparatur-Werkstatt mit Instrumenten-Bauern; bei den anderen erwähnten Musikhäusern erhoffe ich mir ähnliches.

    Ich sehe Thomann als ein sehr großes Musikalien-Fachgeschäft mit Service-Abteilung. Die eben auch stark in Versand machen. Das hatten die ja schon lange vor dem Internet mit Anzeigen in den Musiker-Blättchen und ihren gedruckten Katalogen angeleiert. Hätte jeder andere damals ja auch so machen können.


    Bei Amazon würde ich nie Musikinstrumente, Recording-Equipment, Mikrophone oder DJ-Sachen bestellen.
    Bei Amazon ist der Marktplatz im Grunde zugemüllt mit viel Schund, noch dazu von Versendern aus dem fernen Osten mit wochenlangen Lieferzeiten.

    Vernünftig suchen nach guten günstigen Sachen geht da fast kaum noch.
    Außer, man weiß schon ganz genau, welche Marke und Typ man haben will.

    Aber dann ist Amazon auch nicht günstiger als die Musikhäuser, bloß ohne jeden Service oder Fachkompetenz.
    Und, Amazon soll laut Berichten gewisse Probleme mit Produktfälschungen haben. Sie stellen nämlich Artikel, die sie direkt vom echten Hersteller gekauft haben in dieselben Regale wie die Artikel, die von anderen Versendern, die ihre Logistik über Amazon abwickeln, über andere Wege beschafft wurden - Produktfälschungen landen im selben Regal wie die echten Artikel. Und werden beim Versand zufällig herausgenommen... auch wenn der Verkauf als direkt von Amazon getätigt wurde.

    Hallo,

    ich spiele mit dem Gedanken mir synthetische Naturfelle (Fiberskin, Adoro Hertitage o.ä.) auf die Toms (3 Stück) zu tun.
    Hintergrund:
    Wie üblich im Rock, sind meine Toms mit klaren Plaste-Fellen bestückt und mehr oder weniger totgedämpft: RemOs O-Dämpfungsringe, die auf den Fellen einfach nur aufliegen (O-Ringe aus "dickem Trommel-Fell" 1 1/4" breit) und die Obertöne abdämpfen, dazu etwas Moongel.

    Vor einigen Jahren habe ich im kleinen Rahmen einen Jazzer Adoro-Drums mit Adoro Heritage-Fellen gehört. Seine Toms waren gar nicht gedämpft, und klangen einzeln (beim Aufbau und Soundcheck angespielt) ein wenig nach "Boiiing". Beim Spielen aber klangen sie schön lebendig und definiert. Lag sicher auch am Drummer selber....

    Seitdem habe ich selber immer mal wieder ohne die RemOs zu spielen versucht, herumgestimmt, ...., so richtig überzeugt hatte mich das aber noch nicht.


    Jetzt möchte ich gerne mal synthetische Naturfelle ausprobieren. Ich verspreche oder erhoffe mir damit einen lebendigen nicht totgedämpften Klang, der aber eben auch nicht unkontrolliert ewig nachwummert. Der ein wenig ins Jazzige geht.


    Jetzt die Frage: Gehören dazu auch zwingend synthetische Naturfelle auf die Resonanz-Seite? Gibt es spezielle synthetische Natur-Resonanzfelle? Oder bekommt man das von mir erhoffte auch mit synthetischen Naturfellen nur auf der Schlagseite hin, mit den alten klaren Plastefellen auf der Resonanzseite?


    Remo Fiberskins kosten leider ab 30€ pro Fell, Adoro Heritage von 22 bis 30 €ure 8je nach Größe), bei drei Toms wären das eben knappe 100 bis 200 Euros.
    Hat jemand Erfahrung damit?

    Hier in Essen gibt es noch einige Musikgeschäfte. Ich denke, die halten sich hier noch ganz gut aufgrund der Bevölkerungsdichte und der Folkwang-Hochschule. Wir haben sogar noch einen Laden für Streichinstrumente, den ein Geigenbauer betreibt. Dann gibt es noch einen Klavier-Handel. Dort kriegt man auch Konzertflügel und E-Pianos.

    Der Rest hat sich auf Gitarren spezialisiert.

    Ich denke, dass Gitarren halt noch am ehesten vor Ort gehen. Gitarristen haben ja meist nicht nur ein einziges Instrument, und Ersatzteile brauchen die auch immer. Außerdem würde ich mal behaupten, Gitarren gehören zu den beliebtesten Instrumenten und sind am meisten verbreitet.

    Das stimmt, Gitarristen haben mit Zweit- bis Viert-Gitarren ja auch nicht das Platzproblem wie wir Drummer.
    Die übliche Ausstattung der Gitarristen ist ja Standard immer eine Elektro- und eine Westerngitarre (mit Pickup).
    Meist aber haben sie zwei bis drei E-Gitarren: Eine Solid-Body, eine Hollow-Body, und dann noch eine dritte, die wieder irgendwas anderes spezielles hat. Oder so ähnlich.
    Einem Gitarristen kannst du immer noch eine Gitarre verkaufen. ;)
    Dann wollen sie nämlich eine 12-Saitige, und noch eine Resonator-Gitarre, für den Slide-Blues...


    Mit Musikstudenten im Umfeld ist ein guter Händler mit Werkstatt vermutlich gut aufgestellt.
    Vor allen Dingen haben die Streicher und Bläser ja immer ihre eigenen Instrument, oder nicht?
    Und dann brauchen sie Blättchen und Bögen, usw.


    Schlagzeugstudenten haben wohl nicht immer ihre eigenes Instrument - sie bräuchten ja den Proberaum noch dazu!
    Ein eigenes Schlagzeug zu haben, setzt ja immer auch den Platz dafür voraus. Dauerhaft angemieteten Proberaum, eigenes Haus. Oder zumindest Platz im Mietswohnungs-Keller, um das Schlagzeug einzulagern, um die Zeiten ohne Band und Proberaum zu überbrücken.

    Ein Zweit-Schlagzeug scheitert ja meist schon am Platz. In meinem Proberaum nimmt mein Schlagzeug gut ein Viertel der Fläche ein. Wenn ich mal mit Band spielen/proben will, brauchen die anderen ja auch noch ihren Platz. Ein Zweit-Kit würde gar nicht rein passen. X/

    Und jeweils ein Kit abgebaut in der Ecke verstauben zu lassen und nicht spielen zu können, ist auch nutzlos ausgegebenes Geld. Live hast du eh nur ein Kit zur Verfügung. X/ Und häufig nicht mal dein eigenes. X(

    Bei uns in der Stadt gibt es einen größeren Musikladen (wohl mit deutlich überregionalem Einzugsgebiet) mit durchaus viel Quadratmetern und einigen Angestellten. Ich habe so 4-5 Angestellte im Laden gesehen.

    Die haben Keyboards, PA, Homerecording, Akkordeons, ich glaube sogar Klaviere oder zumindest Stagepianos, Gitarren, Bässe, Amps, Schlagzeug und Becken.


    Heute war ich da, weil ich eigentlich in paar bunte Neon-Sticks haben wollte.

    Ein raues Snare-Fell. Und nach Fiberskin für Toms schauen wollte. Zusätzlich eine Stimmschlüsselklemme zur Untersitz-Montage, damit der Schlüssel stets unterm Sitz verstaut ist.

    Einen Kickport wollte ich auch mal haben.


    Bunte Sticks hatten sie gleich gar nicht, schon gar nicht in Neon.

    Fiberskins auch nicht.
    Stimmschlüssel-Klemme auch nicht - gibt es wohl auch sonst wo nicht.

    An coated Snare-Fellen hatten sie Remo da, sowie Evans (gelocht). Und ein billigeres No-Name-Fell, das mir der Verkäufer empfohlen hat. Klingt anders als Remo (was ich sonst immer drauf hatte), aber erstmal nicht schlecht.

    Kickport auch nicht, obgleich der Verkäufer meinte, die hätten durchaus was gebracht.


    Aufgebaut hatten sie wohl um die 10 Drumkits, und zwar so, dass man durchaus drauf spielen könnte. Schön anzusehen, nur für mich eigentlich uninteressant.


    Was ich für mich schön fände, wäre so eine Zubehör- und Ersatzteil-Ausstellung, mit ein wenig Stöber-Atmosphäre.
    Was sollte da drin sein?


    Öl für Fußmaschinen, Hi-Hats und die Klemmschrauben.
    Kunststoff-Röhrchen als Überzug über die Gewinde der Beckenstative zum Schutz gegen Keyholes.

    Sonors Otternasen.
    Memory-Locks.

    Klein-Klemmen, um etwa kleine Arme für leichte Becken am Becken-Stativ anzuklammern. Klein-Halter für Kuhglocken, Schellenkranz, ..

    Schellenkranz zur Montage an der Stange der Hi-Hat.
    Reinigungs-Pflege-Krams für lackierte oder folierte Kessel; Chrome-Pflege für die Hardware.

    Multi-Stimmschlüssel (Inbus und Vierkant) zum Einstellen der FuMas. Multi-Tool mit allen am Drumset nötigen Schrauben und Stimmschlüssel-Größen,...

    All das, was nach Gigs immer mal gerne fehlt: Filze für Hi-Hats und Beckenständer, Becken-Schrauben, Hi-Hat-Schrägsteller, ...

    "Lustige" Sticks, etwa Jazz-Besen mit Drumstick-Tip an der anderen Seite, Kombinierte Stick-Rods (Rods mit Tips am Griff), bunte Sticks, ...


    Lauter Kleinkrams, was mich daran erinnert, dass ich es irgendwie brauchen könnte, um dann gleich mal das eine oder andere mitzunehmen.


    Ein neues Drumset kaufe ich mir einmal im Leben, und das habe ich schon abgehakt.
    Jetzt können die Musikhäuser an mir nur noch mir Kleinkram Geschäfte machen. Wenn sie den Kleinkram aber nicht da haben, bestelle ich halt. Nicht unbedingt bei Thomann. Den Kickport z.B. bei drumladen.de - da war es sogar noch günstiger als bei Thomann.


    Becken allerdings habe ich nur im Laden gekauft - da muss ich einfach vorher ausprobieren. Geworden ist es dann mal vor vielen Jahren ein Paiste-Crash-Ride mit feinem hohem Klang, sowie ein günstiges Splash von Stagg, das schön billig-trashig splasht.

    Offensichtlich aber überlebt ja besagter Musikladen. Sie machen wohl doch so einiges richtig.

    Ein Laden voll mit Becken - das klappt eigentlich nur, wenn du auch die entsprechende Kundschaft in deiner Nähe hast. Das klappt in Nashville sicher hervorragend mit all den Studios, Clubs, Musikschulen und Musikern drum herum. In Delmenhorst hingegen nicht.


    Die einzigen Drumstores, die überleben können, benötigen andere Intrumente drum herum, die das Geld bringen. Gitarren, Flöten, Geigen, E-Pianos usw. Drums sind zwar optisch eher groß, die Zahl der Nutzenden ist aber im Vergleich zu anderen Instrumenten eher klein und damit der Umsatz begrenzt.

    Genau. Der Markt ist ja schließlich auch einfach überfüllt mit Produkten. Und abseits unserer Nerd-Bubble hier ist doch die Frage, wer in seinem Leben überhaupt mehr als ein einziges Instrument kauft!? Bei Blasinstrumenten ist doch das noch viel extremer, würde ich sagen. Da hast du wahrscheinlich die Masse, weil hierzulande die Blaskapellen gut gesät sind, aber welcher Trompeter hat mehr als eine Trompete? Diese Läden leben aber wohl von Service und Wartung.

    Das ist ein wichtiger Punkt.

    Zum einen müsste man vermutlich mit 2nd-Hand Becken mit den günstigen Fernost-Neu-Angeboten irgendwie konkurrieren, wenn es sich um 08/15-Teile handelt.
    Und bei Schlagzeugen, Shell-Sets und Hardware erst recht. Alte Kits sehen leider häufig etwas verratzt aus, Teile fehlen und wurden durch irgendwas anderes ersetzt, Chrom ist abgeblättert, usw.
    Ein neues billiges Kit sieht da einfach besser aus, und muss auch nicht schlecht klingen.

    Ich meine, ehrlich: Warum sollte sich ein Jugendlicher für 400 € ein gebrauchtes Einsteiger- bis Mittelklasse-Set kaufen, das nicht mehr gut aussieht, und wo die ein oder andere Klemmschraube schon schwergängig geworden ist?
    Für um die 500-600 € bekommt man schon ein Komplettset samt Beckensatz... :/ 8|
    Wie gut das langfristig ist ... Nun ja.

    Wenn du auch als Händler Gebrauchtteile anbieten willst, wirst du wohl mit den Preisen auf Kleinanzeigen konkurrieren müssen. Andererseits musst du als Händler ja Miete und Steuern bezahlen... Da darf den Ankaufspreis vermutlich nur 50% vom Verkaufspreis betragen, sonst kommst du nicht über die Runden. Wer aber verkauft dir dann die Gebrauchtteile? Wenn er über Kleinanzeigen einen besseren Preis erzielen kann als wenn er es an dich verkauft?


    Ich persönlich kaufe - wenn überhaupt - fast nur noch Gebrauchtteile. Edle Teile, die ich mir früher nicht habe leisten können... Aber kein komplettes Kit mehr.

    Mein altes damals neu gekauftes sieht noch immer gut aus und funktioniert ja auch noch.


    Was man dann noch kauft, sind wohl Kleinteile: Mal einen Hilfs-Arm zum anklammern an den Beckenständer, für ein kleines Splash, Kuhglocke oder Schellenkranz, o.ä.
    Vielleicht mal eine zweite Snare aus ganz anderem Material als die vorhandene.
    Felle, und natürlich immer wieder Stöcke.

    Das ist aber nur Kleinkram (vielleicht bis auf die Snare). Aber Kleinvieh macht ja auch Mist, und die Menge machts.
    Dazu muss der Laden aber gut erreichbar sein (mit Auto und auch Öffis), und eine Bekanntheit und Einzugsgebiet haben.

    Meine Idee:

    Ich würde mich komplett auf Becken spezialisieren und zwar auch auf gebrauchte.

    Becken sind nie zweimal wirklich gleich und für mich mittlerweile einer der wenigen Gründe mal in ein Drum Geschäft zu gehen.

    Gebrauchte Becken sind ja eine gute Idee.
    Aber läuft es am Ende dann nicht darauf hinaus, dass deine Kundschaft nur ihre alten Becken gegen deine gebrauchten Becken tauschen will? Also, sie kaufen was und wollen dafür ihre alten Becken in Anzahlung geben.


    Wenn du ein gebrauchtes Becken für 100 € verkaufst, wie teuer darf es dann im Ankauf höchstens gewesen sein? 50€? 80€

    Wie wirkt das auf deine Stammkundschaft, wenn sie ihr Becken, für das du ihnen 50€ gegeben hast, für 100€ in deinem Laden sehen?


    Welche gebrauchte Becken willst du verkaufen? Gesuchte Raritäten, hochwertige handgehämmerte Becken? K. Zildijan aus Istanbul? Wo kriegt man solche guten Becken her? Zu einem Ankaufspreis, mit dem man beim Weiterverkauf im Laden noch Gewinn macht und die Miete bezahlen kann?

    Bei irgendwelchen Standard-Becken aus hauptsächlich maschineller Fertigung würde die Kundschaft den Gebraucht-Status vermutlich hauptsächlich als Chance, ordentliche Becken zu günstigem Preis zu bekommen, sehen.



    Aus Kundensicht wäre mir auch ein Laden mit lauter guten gebrauchten Becken zu günstigem Preis auch sehr gelegen.
    Aber gibt es sowas nicht schon, in Form von Kleinanzeigen.de?

    Ihr beide habt interessante Punkte angesprochen.

    Schlagzeuge und Hardware scheinen im Grund ausentwickelt zu sein. So, wie das angesprochene Getränk mit seiner erprobten und bewährten Rezeptur.

    Wirkliche echte Innovation ist kaum wahrnehmbar, finde ich.

    Die Trommel ist seit Jahrzehnten stets nur ein Zylinder mit Spannschrauben und Spannring für die Felle.

    Innovationen wie etwa konische oder ovale Trommeln (Trixon) oder gebogene 90°-Trommeln haben sich nicht durchgesetzt - auch die Musiker sind wohl recht behäbig und konservativ. Und rechteckige Trommeln macht halt keiner.
    Als Material gibt es die verschiedensten Holzsorten, verrundete ("Vintage") oder geschrägte spitze Gratungen, aber das war es im Grunde schon mit den Variationen.

    Plexiglas als Material wird auch nicht mehr angeboten.


    Hardware ist ja jahrzehntelang auch immer das gleiche - runde Rohre mit Spann- oder Klemm-Schrauben. Oder Racks.

    Bei Hi-Hats und Fußpedalen weiß man auch, wie man es machen muss, damit es nicht quietscht, leicht läuft und zuverlässig ist.
    Innovationen wie etwa Sonors Twin-Effekt Giant Step haben sich ja nicht durchgesetzt.

    Die Befestigung an der Bass-Drum ist nach wie vor (fast) immer nur Klemmen am Spannring mittels Klemmschraube.


    Ein Schlagzeug von vor 30 Jahren ist ja immer noch up-to-date. Gescheite Felle drauf und ordentlich gestimmt - dann klingt es auch nach aktuellen Sounds.


    Mein Schlagzeug habe ich damals in der Art wie MoM Jovi es beschrieben hat gekauft.

    Beim örtlichen großen Musikalienhändler die ganzen Prospekte geholt, nach den schönen lackierten oder lasierten Luxus-Serien in Kupfer und Gold gelechzt, und am Ende war es dann Entscheidung zwischen Pearl Export, Tama oder Sonor Sonic Plus. Die Force 1000 wollte ich mir dann doch nicht antun.

    Und wenn man sein Schlagzeug einigermaßen gut behandelt und nicht einfach so ins Auto wirft, dann hält es auch seine 30-40 Jahre.

    Von daher hat der örtliche Händler einmal sein Geschäft mit mir gemacht, und seitdem nur durch Stöcke und Felle etwas Kleingeld eingenommen.
    Vor einigen Jahren hatte ich als Restbestand beim örtlichen Händler noch einen Galgenständer der gleichen Serie gefunden und sofort gekauft. Da kam dann ein neu gekauftes Becken drauf.


    Von daher wäre ein Ausdünnen von örtlichen Händlern auch kein wirklicher persönlicher Verlust für mich.

    Nur hingehen, schauen, Kaffee trinken und fachsimpeln bezahlt dem Händler ja auch keine Miete.

    Einer der kleinen örtlichen Händler scheint zu überleben, weil es anscheinend hauptsächlich eine Musikschule ist, und als Proberäume die Ladenfläche genutzt wird, und das ganze im Erdgeschoss und Keller des Wohnhauses untergebracht zu sein scheint - Miete fällt somit wohl nicht an.


    Das angesprochene Getränk für 15 € und 1 € in der Herstellung ist ja ein Verbrauchsgut - wenn es dir gut bekommt, käufst du es immer wieder.
    Wenn mir mein Schlagzeug gefällt, behalte ich es Jahrzehnte lang. Und kaufe es nicht nochmal.

    Wenn es mir nicht gefällt; wenn die Haltbarkeit oder Qualität zu schlecht ist, wird es abgestoßen. Dann kaufe ich aber vermutlich nicht mehr dieselbe Marke...

    Eben. Man muss die wirklichen Fachgeschäfte, die eine Auswahl haben, erstmal im Telefonbuch finden.
    Dann muss man telefonieren um rauszukriegen, was sie wirklich im Angebot haben.

    Und am Ende per Fax bestellen. :P


    Heute haben wir eine schöne neue Erfindung, die nennt sich Internet.

    Da kann ein jeder Händler sein Angebot, was er auf Lager hat, herzeigen um seine Kundschaft anzulocken.

    Das muss kein Händler so machen.

    Das kann ein Händler so machen.


    Frage: Über welches Händlersterben geht dieser Thread? =O

    Das stimmt wohl, die Händler hatten sich auf vielleicht zwei oder drei Marken spezialisiert. Je nachdem, wie groß wie waren.
    Wenn ich "viel Geld" für ein Schlagzeug übrig hätte, würde ich aber die verschiedenen Serien doch mal hören wollen.
    Bei Sonor damals vielleicht Hilite (Exklusiv), Signature oder Hilite Nussbaum, oder so. Und die Protec- oder Exklusiv-Kupfer-Hardware will ich dann natürlich auch im Laden mal anfassen...

    Oder, wenn ich mich nicht auf eine Marke festgelegt habe, dann will ich vielleicht die "Luxus-Serien" von Sonor und Yamaha mal vergleichen...


    Wenn das ein örtlicher Händler nicht leistet, nicht leisten kann, warum sollte ich mir dann ein "Luxus"-Schlagzeug bei ihm bestellen?



    Umgekehrt, wenn ich als Anfänger praktisch kaum Geld habe und mich noch nicht auf eine Marke festgelegt habe, dann soll mich der Händler beraten und durch den Dschungel der verschiedensten Marken und deren Serien führen, um den besten Kompromiss aus Geldnot und Qualität zu finden.

    Dazu muss der Händler die Instrumente aber mal selber in der Hand gehabt haben und sich damit auskennen.

    Häufig sind ja die werbewirksam angepriesenen Features der exklusiven Serien in schlichterem Design und vielleicht nur leicht abgespeckt auch in den Mittelklassse-Serien zu finden.
    Und manche "Features" sind eher nur Design und Augenschmaus ohne echten praktischen Mehrwert.
    Und nur die Einsteigerserien sind sehr auf Budget konstruiert, wobei die Hersteller da durchaus an unterschiedlichen Stellen sparen - die einen vielleicht eher an der Hardware, die anderen an den Kesseln, o.ä.
    In den Prospekt-Fotos sieht ja jede Hardware, jeder Kessel gut aus. Da wird jede Hardware als zuverlässig und stabil angepriesen, jede Trommel als ausdrucksstark und gut klingend beschrieben.

    Wie gut das alles in echt funktioniert und klingt, ist wieder eine andere Sache.


    Und das muss ein Händler, der Beratung betreiben will, natürlich wissen, sich damit auskennen, und die Instrumente wohl auch mal in der Hand gehabt haben. Wie sind die Kesselgratungen gearbeitet, wie gut sind die Gewinde in den Böckchen und Hardware? Verschleißen sie schnell, sodass die Schrauben nicht mehr greifen? Und so weiter.


    Wenn das lokale Händler aus verschiedenen Gründen nicht mehr leisten können, sondern auch nur noch auf Prospekte oder Herstellerwebseiten verweisen können, dann habe ich als Kunde doch gar keinen Grund, überhaupt dort ein Schlagzeug kaufen zu wollen.

    Dann kann ich mir als Anfänger mit wenig Geld auch ein Set beim Versender bestellen, was in den Kundenbewertungen hinreichend gut abschneidet.

    Wenn schon ohne echte Beratung, dann eben dort, wo es am billigsten ist.

    Das mit den Ersatzteilen steht so auf seiner Webseite.
    Sein Angebot steht im Web, und das ist recht überschaubar.
    Versand will er aber eigentlich nicht gerne machen, das steht auch so auf der Webseite.
    Also ist es ein lokales Geschäft. Für mich also uninteressant, weil ich zu weit weg wohne. Und das sehr überschaubare Angebot auf seiner Homepage lockt mich auch nicht, auf gut Glück mal hinzufahren.

    Der aus Kelsterbach ist ja nun leider nur ein regionaler Einzelkämpfer mit recht eingeschränktem Angebot an Shellsets. Zu den Serien passende Hardware oder Snares sind ja fast nie dabei. :rolleyes: Und Ersatzteile verkauft er nicht, weil er sie selber braucht...


    Mit Geiz hat das Aufkommen der Versender kaum was zu tun.

    Vielmehr mit Auswahl und Service.

    Wenn die ganze Leistung des örtlichen Händlers darin besteht, mir aus den Webseiten oder Katalogen der Hersteller was vorzulesen, was ich dann auch noch verbindlich bei ihm bestellen müsse, aber dann doch im Laden selbst abholen muss, dann habe ich aus Kundensicht nur alle Nachteile von Versand- und Vor-Ort-Handel kombiniert:

    a.) Ich kann es nicht im Laden ausprobieren.

    b.) Es muss erst noch bestellt werden.

    c.) Rückgaberecht wie beim Versandhandel habe ich nicht.

    d.) Muss es aber selber im Laden abholen.


    Wenn ich bei großen Versendern bestelle, habe ich fast die ganze Auswahl aller erhältlichen Instrumente, bekomme sie in meinen Wunschfarben, und habe ein Versand-Rückgaberecht. Das ist ein wesentlicher Vorteil für den Kunden.


    Ein kleiner Universal-Musikalien-Laden (Gitarre, Keyboards, Blasinstrumente,...) mit nur sehr regionalem Einzugsbereich kann es sich ja einfach nicht leisten, nach der Musikmesse die interessanten Neuheiten der wichtigsten Hersteller gestimmt und anspielbereit im Laden auszustellen - den Platz hat er nicht, das Kapital dafür vermutlich auch nicht - und am Ende bleibt er auf vielem sitzen. Was dann auch wieder Platz im Laden wegnimmt.

    Hallo,
    ein neues Schlagzeug kaufe ich mir neu vielleicht einmal im Leben, evtl. nochmal ein zweites Mal.
    Nach 10 oder 15 Jahren aber will ich vielleicht "aufstocken", aber es soll schon noch zum vorhandenen Schlagzeug passen.
    Also suche ich z.B. Hardware aus einer alten schon nicht mehr lieferbaren Serie - und dann natürlich bei Kleinanzeigen o.ä.


    Felle und Stöcke sind praktisch die einzigen Verschleißteile, die man immer wieder vor Ort neu nachkauft.


    Gäbe es einen 2nd-Hand-Laden für Schlagzeug, Kessel und Hardware, würde ich dort natürlich nachschauen, ob ich dort die passenden alten Teile für mein altes Schlagzeug bekomme.



    Ansonsten sehe ich natürlich den Vorteil großer (Online)-Händler: Riesen Auswahl, und bei Thomann, Musik Produktiv oder Music-Store auch im Laden vorführbar.

    Wenn ich mir ein neues Schlagzeug für 4-stellige Beträge gönnen möchte, dann mache ich heutzutage die Entscheidung ja nicht von der zufälligen geringen Auswahl des örtlichen kleinen Händlers abhängig.


    Sondern mache auch mal einen Ausflug nach Köln, Burgebrach oder Musik Produktiv.

    Mit so einem Instrument will man ja die nächsten 10 Jahre spielen, und deswegen soll dann schon alles perfekt sein - Kessel, Hardware, Farbe, Konfiguration.


    Vielleicht wäre ein Option, wenn örtliche Händler sich quasi als Service-Filialen von je nach dem Thomann oder Musik Produktiv o.ä. aufstellen könnten.

    Die große Auswahl gäbe es über die großen (Online-)-Händler, Service und Reparaturen vor Ort. Evtl. könnten Ausstellungs-Instrumente, Neuheiten in Hardware oder Kesseln, oder vom Kunden gewünschte Teile, etc. zwischen den Filialen "kreiseln".

    Dann könnten Filialen mehr Auswahl (zeitlich begrenzt) vor Ort zum Anschauen und Probespielen präsentieren ohne das Risiko, auf großen Lagerbeständen sitzen bleiben zu müssen.


    Und ich würde es begrüßen, würden die großen Musikhäuser und auch Händler vor Ort Gebrauchtinstrumente oder Teile älterer Serien anbieten können.

    Guten Tag,

    ich suche aus den Serien

    Sonor S-Class

    Sonor Sonic Plus

    Sonor Sonic Plus II

    a.) Tom-Halterungen/Gelenke/Prismen-Klemmen

    b.) die "Traversen" oder T-Bars (T.I.M) für die Hänge-Toms. Es sind die Metall-Flach-Streben, die an den Böckchen der Toms geschraubt sind, und die die Aufnahmen für die Tom-Halterungen/Gelenkarme tragen. Für S-Class und Sonic Plus (II) sind sie unterschiedlich. Ich suche alle Serien.

    c.) die Floor-Tom-Beine samt der Halterungen, die an den Böckchen der Floor-Toms angeschraubt sind.


    Mit freundlichen Grüßen

    Hallo,


    wenn es um die fertig gemischten 2-Spur-Stereo-Masters geht...


    Diese sind wohl nicht verloren, soweit sie seit den 80ern auf CD erhältlich waren und von den Originalen Stereo-Masters gezogen waren.


    Die CD bringt praktisch Master-Qualität, außer das Master-Band wird bei CD-Überspielung in der Dynamik komprimiert oder anderweitig behandelt und kompromittiert.


    In der 80ern war diese Art der Behandlung von Master-Aufnahmen für CD eher noch selten, und wenn die damals erhältlichen CDs von Original-Masters gezogen wurden, nicht von LP-Überspiel-Masters, dann sind wohl die Original-Stereo-Masters auf den kommerziell veröffentlichten CDs erhalten geblieben.



    Was verloren ist, sind natürlich Mehrspur-Session-Tapes, wenn sie denn dort archiviert wurden, oder unveröffentlichte Aufnahmen.


    Unveröffentlichte Aufnahmen sind meist auch aus gutem Grund nicht veröffentlicht worden, eben weil sie nicht so gut waren wie die veröffentlichten Masters.


    Mehrspur-Session-Tapes könnten dazu dienen, klassische Alben in Surround-Sound zu re-mixen, oder neue Stereo-Mixes herzustellen.
    Inwieweit solches aber der ursprünglichen Intention der Künstler gerecht wird, ist immer zweifelhaft.


    Letztlich bleiben nur die Master-Mix-Aufnahmen, die die Künstler und deren Produzenten damals zur Veröffentlichung frei gegeben haben.


    Und diese Aufnahmen sind, in Produktions-Kopien für die ausländischen Tochterfirmen und Presswerke überall auf der Welt, zum Glück überall auf der Welt verstreut gelagert, und auf CD veröffentlicht.


    Von daher, ist der Abbrand des Archivs weniger dramatisch als es sich anhört.


    Gruß