To explain why Sonor favors heavier, more solid drumshells, (...)
According to Horst Link, "The sound of a drum comes only from the heads; the shell only gives the volume of the resonance space.
Damit hat doch der Herr Sonor schon alles gesagt, was es zu Holzsorten und Kesseln zu sagen gilt.
Such dir als allererstes ein paar schöne gut klingende Felle aus.
Und dann kaufst du dir irgendwelche dazu passende Kessel dazu.
Nach dem, was in dem Interview steht, ist es nur allzu logisch, dass die Kesselhölzer und die ganze Machart kaum bis gar keinen Einfluss auf den Klang haben, ja, haben können.
Der Kessel definiert lediglich das Resonanzvolumen, punkt, aus.
Nun können Leute wieder einwenden, ja, aber wenn der Kessel schwerer ist, würde die Schwingung besser schwingen, oder sowas.
Ja, schon, sowas mag schon Einfluss haben, aber nur zu einem ziemlich geringem - und in der Praxis meist vernachlässigbarem - Ausmaß, gegenüber den ganzen anderen Einflussgrößen und Variablen.
Sustain, Obertöne, Attack - das beeinflusst man viel zielgerichteter zweckmäßigerweise an der Quelle: Den Fellen.
Da gehe ich ganz mit Sonor.
Da Sonor aber keine Trommelfelle baut, sondern Kessel verkauft, werden sie notwendigerweise auf die verschiedenen Trommlervorlieben, was Kesselgrößen, Dicken oder Hölzer anbelangt, eingehen und entsprechende Produkte anbieten.
Und um sich am Markt ein wenig hervorzutun, kombiniert man dann z.B. leichte Toms mit schweren dicken Bassdrums, o.ä.
Um die Frage nach der Relevanz von Kesseldicken experimentell anzugehen....
Da sollte man aus gleicher Holzcharge und mit gleicher Machart zwei oder mehr sehr unterschiedliche Kesseldicken bauen.
Einen sehr dicken Kessel (5cm oder so) und einen sehr sehr dünnen Kessel (1mm, oder was gerade noch so geht).
Die Auswirkungen der Kesseldicken würden sich dabei deutlicher zeigen als etwa zwischen 5 und 7 mm, und zum anderen überhaupt den maximalen praktisch realisierbaren Einfluss aufzeigen.
Grüße