Der ungerade Takt war kein Problem, weil da eh niemand musikalisch-akademisch ran gegangen ist
Du meinst, so lange alle den 7/8 ähnlich interpretieren, passt das? ![]()
Der ungerade Takt war kein Problem, weil da eh niemand musikalisch-akademisch ran gegangen ist
Du meinst, so lange alle den 7/8 ähnlich interpretieren, passt das? ![]()
Haha, den haben wir mal in ner Bigband versucht. Einer der Posaunisten hatte dafür ein Arrangement geschrieben.
Ich glaube, bis zur Bühnenreife hat es die Nummer gar nicht geschafft bei, und ehe man sich hätte blamieren können, ging besagter Posaunist beruflich ins Ausland und nahm die Nummer glücklicherweise mit.
Das Original dagegen höre ich von Zeit zu Zeit gerne 😀
Ich hab z. B. keinen Spaß daran, anderen Musikern öffentlich zu erklären, warum die meiner Meinung nach nix taugen.
Und das ist Freiheit. Einfach Menschen, die Musik machen zu lassen, die sie machen möchten.
Sorry, hier riecht es verwest. Das ist und bleibt die absolut eingeschränkteste Vorstellung davon, was Musik machen und sie auch Live zu spielen, für einen Musiker bedeuten kann
Komm mal wieder runter, Junge ![]()
Ich weiß nicht, was dich getriggert hat, aber in keinem der Punkte hab ich was von dem behauptet, was du unterstellst.
Ich schrieb ja, dass einige Aussagen provokativ formuliert sind. Aber mir ist völlig egal, was andere mit ihrer Freizeit anfangen, und wie und wo sie Musik machen. Meine Aussagen beschreiben meinen Geschmack und meinen Anspruch an meine Bands, nicht mehr und nicht weniger. ICH höre und spiele auch keinen Metal, weil ICH Metal als entsetzlich unkreative und uninspirierende Musik empfinde. Ich habe mich schon in viele ganz exotische Stile reinhören müssen, mit Metal bewegt sich bei mir da einfach nichts.
Du wirst es trotzdem nicht erleben, dass ich deshalb behaupten würde, Metal wäre weniger Wert, es gibt ja nicht ohne Grund viele Fans, Musiker wie Hörer.
Und selbst wenn hier jemand wirklich fragwürdige Aufnahmen reinstellt, wie letztens beim Kollegen Jürgen K geschehen, läge es mir völlig fern, irgendwem die Berechtigung abzusprechen, trotzdem Freude dadurch zu gewinnen und diese mit anderen zu teilen.
Aber es ist nun mal so, dass es jedem Menschen frei steht, Musik gut zu finden, und genauso steht es mir frei, Musik nicht gut zu finden und entsprechend zu meiden.
Bei mir war halt schon immer das Wie wichtiger als das Was. Da ist es doch logisch - und manchmal nervt mich das selbst - dass so etliches meinen hohen Ansprüchen nicht gerecht wird. Das kannst du meinetwegen weiterhin als hochnäsig bezeichnen, damit kann ich wirklich gut leben.
Du wirst es aber weder hier noch anderswo erleben, dass ich irgendwen mit weniger Erfahrung oder Skills abfällig behandle. Jeder der in der Freizeit einem tollen Hobby wie der Musik nachgeht, hat Respekt verdient, Punkt.
So, und ehe jetzt dann alles in den Trash wandert, halt ich mich vorerst raus, bis sich alle wieder beruhigt haben.
Meinst Du das wirklich so?
Wenn es dich beruhigt, ich lebe immer noch lieber hier als in vielen, vielen anderen Ländern. Allerdings hat die Bereitschaft, sich mit verschiedenen Meinungen wertfrei zu befassen oder sie wenigstens gelten zu lassen, in den letzten 50 Jahren spürbar nachgelassen.
Dieser Verlust (auf allen gesellschaftlichen Ebenen) gefährdet die Freiheit, deshalb sehe ich D nur noch als halbwegs frei. Es besteht durchaus die Gefahr, dass die Veränderung in den Köpfen durch die falsche Regierung eines Tages zementiert wird. Wie unerwartet schnell das gehen kann, sehen wir in den USA.
Aber lassen wir das, hier soll es ja nicht um Politik gehen.
Musik soll doch vor allen Dingen Spaß machen und wenn Leute mitgrölen, ist das doch schön
Achtung: ich formuliere stellenweise bewusst provokativ, und diejenigen, die mich kennen, wissen, dass ich ein sozialverträglicher Typ bin, der Musik aus Leidenschaft macht, nicht aus Geltungsbedürfnis.
Die obige Aussage habe ich nie verstanden bzw. geteilt. Wenn Musik nur Spaß machen soll, reicht es doch, sich regelmäßig im Proberaum zu treffen, um bei guter Laune und ner Kiste Bier miteinander Krawall zu machen. Für eine Band, die sich in die Öffentlichkeit wagt, sollte im Vordergrund zu mindestens 50% stehen, dass das Publikum Spaß hat. Egal ob beim Straßenfest, der Hochzeit, der politischen Veranstaltung oder der Privatfeier zum 60ten, Livemusik hat den Zweck, das Publikum zu unterhalten.
Natürlich fühlt sich erfahrungsgemäß das Publikum dann am allerbesten unterhalten, wenn neben toller Musik die Interpreten auch noch Spaß auf der Bühne vermitteln. Je häufiger man als Musiker auf der Bühne steht, umso mehr wird diese Situation erwartungsgemäß zu einer Art "Job", in dem man versucht, sein Bestes zu geben, auch wenn die Stimmung mal gerade nicht so toll ist. Die spielerische Sicherheit gibt einem dafür den musikalischen Rahmen, das Auftreten wird aber ebenfalls mit zunehmender Praxis steuerbarer. Ein bisschen wie Schauspieler, die auch jeden Abend in Rollen schlüpfen, ohne dass man ihnen deshalb vorhält, sie seien "nicht authentisch" oder son Käse.
Insgesamt ist also ne gute Performance ein hartes Stück Arbeit und Erfahrung, völlig unabhängig von Genre (na gut, Punk kam immer ohne solche Dinge aus), Cover oder eigenes Material, und auch Amateure und Profis unterscheiden sich nicht voneinander. Mein Vorsatz für die Bühne war immer, die beste Performance abzuliefern, die ich abliefern kann, und die Maßstäbe waren immer professionelle. Publikumsresonanz wie "nicht schlecht für ne Amateurband" wäre für mich eher ne Beleidigung als ein Kompliment.
Aussagen wie die eingangs zitierte drücken für mich in erster Linie folgendes Selbstverständnis aus: "Wir sind scheiße, haben aber keinen Bock, was dagegen zu tun."
Das ist nicht verboten, da wir glücklicherweise in einem halbwegs freien Land leben. Aber ich persönlich habe auf solche Bands keinen Bock, weder als Mitspieler noch als Publikum. Es gibt viele legitime Gründe, weshalb bei Hobbymusikern nicht jeder Gedanke ums optimale Ergebnis kreist. Die einen priorisieren vielleicht das freundschaftliche Erleben über musikalischer Qualität, andere wollen nach Feierabend gemütlich bei etwas Geklimper entspannen, statt auch in der Freizeit im Leistungs-Hamsterrad zu rennen. Auch da unterscheiden Coverbands sich nicht von komponierenden Kapellen. Außer vielleicht, dass das Schreiben von Songs per se mehr Eigeninitiative voraussetzt als das Nachspielen.
Bis in die 90er gab es in meiner Heimatstadt drei wirklich etablierte Musikkneipen mit wöchentlichen Konzerten, in denen lokale Bands spielen konnten, eine davon hatte sogar regelmäßig bekannte nationale und internationale Künstler zu Gast. Wir jungen Musiker spielten gegen einen bescheidenen Eintritt, gaben den Wirten die damals gängigen 20% ab, und die Läden waren immer gut besucht. Regionale Bands spielten ihre eigene Musik und nur ganz selten Cover, und alle hatten Spaß. Wenn wir nicht grad selbst spielten, saßen wir in den Konzerten anderer Bands, und den Stars konnten wir aus 3 Metern Entfernung auf die Finger schauen. Die Zeit möchte ich auch nicht missen, aber so isses halt nimmer.
Und jetzt bin ich wieder bei der Eingangsthese. Wenn dieser Mangel an Auftrittsmöglichkeiten dazu führt, dass Qualität sich durchsetzt, man manchen Wirten dafür aber sanft klarmachen muss, dass es gute Leistung nicht zum Nulltarif geben kann, bin ich zu 100% dabei. Ambitionierte Bands sollten das bestenfalls gaaaaanz am Anfang tolerieren und schnellstmöglich abstellen.
Veranstalter, die es als gutes Konzept sehen, zum Nulltarif gegen Getränkemarkerl und belegte Semmeln weniger guten Bands ne Auftrittsmöglichkeit zu geben, wären dann sogar ne coole Sache, um wenigstens einen kleinen Chancenausgleich zu schaffen. Vermutlich käme man sich da noch nicht einmal ins Gehege.
Also Leute, übt, werdet besser, und verlangt faier Gagen!!! ![]()
Zur Befellung kann ich dir nicht weiterhelfen, da mir diese Mode mit Mini-Bassdrums wie Kindergarten vorkommt. Ich fange immer mit nem PS3 an, das kenne ich, und das kann ich bei Bedarf zusätzlich dämpfen oder auch "entdämpfen", indem ich den Dämpfring schmäler schneide.
bei der Kesselgröße müsste ich, wenn das funktionieren soll, wahrscheinlich ja min. ein 4“ Loch da reinzaubern.
Generell sind 4" meine bevorzugte Größe für Port Holes, aber du hast natürlich Recht, bei 14" bleibt vom Fell nicht mehr so viel übrig. Wenn ich schon so nen Quatsch mit 14er Bass Drum machen würde, würde ich mir für 60 Euro ein Behringer BA19A holen und das fest im Innern verbauen, falls du das Sennheiser auch noch für andere Dinge brauchst. Das Kabel kann man entweder durchs Air Vent oder durch ein diskretes Loch an der Unterseite der Bassdrum führen. Das müsstest du halt bohren, was aber leicht zu bewerkstelligen ist. Und bei nem gebrauchten Martini-Kit vernichtet man jetzt auch nicht unbedingt große Werte.
Hätte da angst, dass sich der Streifen in die Gartung verewigt.
Bei einem weichen Materian wie Filz rechne ich nicht mit echter Beschädigung, die die Gratung unbrauchbar machen würde. Aber eine gleichmäßige Fellauflage bekommt man auf diese Weise sicher nicht. Könnte auch mit schuld am pappigen Sound sein.
Solche Videos schaue ich allerdings auch gar nicht mehr groß an. YT und Co führen leider nicht zu einer Zunahme neuer, guter Inhalte. Bestenfalls gibt es täglich neue Protagonisten, die alte Erkenntnisse zum Besten geben. Aber viele posten auch einfach nur Sch***, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist leider wichtiger denn je, jede Aussage auf Social Media zu hinterfragen, ehe man sie weitergibt.
Dass einige hier kreativen Bands so kritisch gegenüber stehen, wundert mich schon
Ich koche sehr kreativ. Sollte ich deshalb ein Restaurant eröffnen?
Nein, Spaß beiseite, ich hab überhaupt nichts gegen kreative Bands. Nur ist meine Erfahrung nach bald einem halben Jahrhundert Mucke, dass die überwiegende Mehrheit der Amateurbands häufig in den gleichen Disziplinen schwächelt:
1. Sänger, deren Energie nicht mal bis zur vordersten Reihe des Publikums durchdringt, manchmal in Verbindung mit fehlendem Charakter in der Stimme
2. Drummer, die häufig am Ende ihrer Fills nur deshalb die 1 finden, weil die restliche Band mittlerweile weiß, wo sie suchen muss
3. Soli, die nur die Pentatonik in ihrer Reinform rauf- und wieder runternudeln, statt nen Spannungsbogen zu bauen
4. Kompositionen/Arrangements, die zu dicht (=durchgehend laut), einfallslos oder strukturell nicht schlüssig sind und keine gelungene Melodieführung haben.
Punkt 1 bis 3 kann Coverbands exakt gleich treffen, in Punkt 4 sind sie dafür fein raus. Also hat ne Coverband nur 3/4 der Schwachstellen einer komponierenden Band. 😉
Das stört mich alles überhaupt nicht, es ist auch ganz normal, dass durchschnittlich begabte/ambitionierte Hobbymusiker in ihrer Gewichtsklasse zusammenspielen, wobei natürlich auch keine Qualität wie im Staatsorchester erwartet werden darf.
Nur schaue und höre ich mir halt lieber Bands an, die mich inspirieren, und die mich motivieren, auch noch mehr aus MIR rauszuholen. Ich besuche beispielsweise auch keine Vorstellung der Laienbühne hier im Dorf, sondern gehe richtig ins Theater.
Wie du schreibst, am Ende wird es darauf rauslaufen, dass beide sich erst einen gewissen Ruf erspielen müssen. Und das scheint mir heutzutage für Cover deutlich leichter zu sein.
Die Methode ist nicht neu, in der Bassdrum war das früher ne übliche Technik. Aber das kennst du vermutlich.
Den Snaresound mit Filzstreifen finde ich offen gestanden viel zu pappig, und es wirkt sogar, als ob dem Snarefell dadurch der Rebound verloren geht. Allerdings kann das auch ne Täuschung aufgrund der fehlenden Technik der Trommelperson sein.
Wenn ich so nen Sound brauche, lege ich mir nen Donut aufs Fell, oder zur Not auch mal schnell die Setliste. Gleicher Effekt, aber flexibel - und viiiiel schneller.
Ich würde es bei der praktisch finden, die ich häufiger auf-und abbauen muss ![]()
Wenn du meist nur das 10er spielst, isses eh egal. Wenn du häufig 12 und 13 auf der Bassdrum spielen willst, wär vielleicht die 20er je nach Körpergröße anzuraten.
Jetzt hab ich mir nochmal alle meine bisherigen Post durchgelesen, Marius. Tatsächlich habe ich selbst an keiner Stelle irgendeinen Unterschied zwischen Profis und Amateuren gemacht, ganz im Gegenteil. Da hast du versehentlich was hinein interpretiert, was gar nicht drin ist. Die einzige Unterscheidung, die ich treffen kann, sind die in der Regel beim Profi größeren zeitlichen Ressourcen, sich musikalischen Dingen zu widmen ![]()
Alles andere wäre auch irgendwie unlogisch...
Das nur, weil hier auch beklagt wurde, es würde keine Locations mehr geben. Solche "Lost Places" wieder zum Leben erwecken und wenn nötig beim ersten Versuch ein Risiko einzugehen, das hatte ich gemeint.
Ich finde den Gedanken charmant, aber steckt nicht den überlebenden Gastwirten bis heute die Pandemie in den Knochen? Und die überlenbenden, deren Rücklagen vermutlich lange aufgebraucht sind, leiden unter der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Schlingerpolitik unserer Bundesregierung(en). Wenn ich jeden Tag um meine Existenz kämpfen müsste, hätte Kulturförderung bei mir vermutlich keine hohe Priorität. Für Gastwirte bedeutet Risiko vermutlich nicht Gewinnen oder Verlieren, sondern Überleben oder Verrecken.
Wenn es Drummer gibt, die ähnlich ticken wir ich, wären vielleicht Bilder gut. Ich kenne von keinem Stimmschlüssel dieser Welt die Typenbezeichnung.
Edit: Google hat's mir verraten: Satin Gold in passender Schmuckschatulle. Hab ich nicht...
Ich finde das aber etwas zu schwarz/weiß-malerisch.
Es gibt auch professionelle Coverbands, die keine besonders guten Performances abliefern.
Lustig, dass du gerade mich zitierst. Du hast völlig recht, der Umkehrschluss wäre natürlich unzutreffend. Profi sein heißt überhaupt nicht, es deshalb besser zu machen.
Mir ging es aber auch nicht darum, hier ne Unterscheidung zu treffen. Die Frage war ja, ob ne GEMA-freie Hobbyband dann nicht eher für Veranstalter interessant sein könnte. Und das glaube ich nicht, weil Eigenkompositionen, die nicht aus der Masse heraus stechen, viel weniger Leute zieht als "vorkomponierte Partymucke", deren Darbietung nicht aus der Masse raussticht. Ein lausig gespieltes Highway To Hell kann man sich mit etwas Alk in ner Menschenmenge immer noch schöngröhlen. Und das ist heutzutage - leider - die Währung, die für viele Veranstalter zählt.
Ich denke aber auch, dass danyvet recht hat, man kommt sich gegenseitig nicht in die Quere, weil die Läden unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Man muss halt als Musiker irgendwie festlegen, wo man sich am Markt sieht. Wenn Veranstalter und Band das ähnlich einschätzen, kommt man zusammen, sonst lässt man's eben bleiben.
Wenn ne Kneipe Leuten mit wenig Liveperspektive für wenig Gage einen Auftritt vor mitgebrachtem Publikum ermöglicht, finde ich das völlig in Ordnung, so lange es fair für beide Seiten ist. Gerade Bands mit eigener Musik brauchen sowas.
Wenn aber ein Veranstalter Bands mit dem Ziel engagiert, sich selbst zu promoten, dann wird die Band in dem Kontext in meinen Augen zum Dienstleister. Und Dienstleistung kostet nun mal Geld.
Solche Sachen mache ich grundsätzlich nicht und hoffe, dass es weiterhin genügend Bands gibt, die ähnlich (re)agieren. Das hilft uns allen!
wenn ich die ganzen Beiträge hier so lese, frage ich mich, warum wir alle hier überhaupt noch Musik machen
Bei uns im Münchner Raum bringen die wenigsten, die ich kenne, selbstgeschriebene Musik auf die Bühne, dann passt das doch 😉
Find ich auch gar nicht ehrenrührig, ich glaube es gibt viel mehr gute Instrumentalisten als Komponisten. Wenn alle das machen, was sie können, gibt's logischerweise auch mehr Nachgespieltes. In der Klassik seit Jahrhunderten normal, ich will mir gar nicht vorstellen müssen, dass jeder Dirigent nur noch Eigenkompositionen ins Programm nimmt.
Mir ist jedenfalls gutes Handwerk mehr wert als schlechte Kunst.
Wobei ja im Grunde auch international Erfolgreiche Rock- und Jazzgrößen wohl mal als "komponierende Amateurbands" angefangen haben dürften
Ja klar, niemand wird als Profi geboren. International erfolgreiche Bands haben i.d.R. ein oder mehrere Hauptkomponisten, die enthusiastisch und verrückt genug sind, um sich die Skills draufzuschaffen. Da kann Musiktheorie dann ebenso dazugehören wie nächtelange Analyse herausragender Songs, nebenbei will man aber auch noch sein Instrument/seine Instrumente perfektionieren und die eigenen Texte voranbringen. Und natürlich spielen, spielen, spielen...
Das ist im Grunde für kaum einen Hobbymusiker mit Hauptberuf zu erfüllen, und wer dann ehrlich zu sich selbst ist, covert primär und steuert vielleicht mal ne Eigenkomposition hier und da bei, die gut gelungen scheint. Wem Selbstreflexion eher unangenehm ist, der lässt keine Chance aus, kundzutun, nicht das gleiche machen zu wollen wie alle anderen, schließlich fühlt man sich künstlerisch ja irgendwie einzigartig.
Entsprechend schwanken solche Darbietungen bei mir häufig zwischen "eigenwillig" und "unangenehm". Wenn ich mich bewusst darauf einlassen kann, ist das trotzdem ok. Aber dem Nicht-Musiker geht es doch nicht anders, den reißt das auch nicht vom Hocker, nur kann ich eben besser analytisch beschreiben, woran's liegt. Solche Bands haben halt auch nicht viel mehr Potenzial als für 2 bis 3 Konzerte jährlich, weil Family & Friends ne endliche Ressource sind.
mich würde mal interessieren ob es nicht einfacher für Amateurbands mit eigener Mucke geworden ist, an Gigs mit Gage zu kommen, weil die normal ja nicht Mitglied der GEMA sind
Ich glaube sogar, das Gegenteil könnte der Fall sein. Ich nehme wahr, dass der Trend beim Konsumenten weg geht vom kulturellen Interesse, hin zum Event mit Gute-Laune-Garantie. Das Interesse an Eigenkompositionen scheint bei vielen Hörern gering ausgeprägt zu sein.
Und um ganz ehrlich zu sein, mir geben "komponierende Amateurbands" seit Jahrzehnten schon nicht mehr viel, weil den allermeisten das fehlt, was ich als Songwriting-Skills bezeichnen würde. Kunst kommt in dem Fall für mich schon auch von Können. Solche Bands besuche ich an sich nur aus freundschaftlichen Gründen, weil ich Leute aus der Band kenne.
Jeden Abend den gleichen geilen In-Ear Sound zu haben ist schon was feines. Und natürlich für das Publikum auch schön wenn der Sound immer gut ist.
Haha, sollte doch mittlerweile bekannt sein, dass ich ziemlich oldschool unterwegs bin. Kein IEM, und in Sachen Sound überzeugt davon, dass das Publikum am meisten davon profitiert, wenn Bands besser spielen. Ein gutes Konzert hat mich noch NIE wegen des guten Sounds beeindruckt, und schlechte Konzerte waren auch nie wegend des Souds schlecht. Ne gute Band mit durchwachsenem Sound macht mir mehr Freude als ne durchwachsene Band mit gutem Sound. Somit ist klar, wo für mich der Fokus liegen sollte. Guter Sound beginnt mit gut klingenden Arrangements, und da hakt es doch häufig schon, wenn man ganz ehrlich ist.
Allerdings bin ich 100%ig bei dir, je aufwändiger (und damit fehleranfälliger) die zu betreuende Technik ist, umso mehr würde ich auch für nen festen Techniker votieren. Schließlich möchte ich mich vor dem Konzert auf's Programm und gute Stimmung konzentrieren, nicht auf Kabelknackser und Britzeln.Dass ich den Livesound dabei immer gleich gut höre, wäre dabei eher angenehmer Nebeneffekt, heute versuche ich ja auch bestmöglich zu spielen, auch wenn ich kaum was höre.
Prinzipielle Frage: was genau definiert ihr eigentlich als pay to play? Wenn das einzige was man zahlt der Tontechniker ist? Den müsste man ja auch zahlen, wenn man selber einen mitbringt, außer er ist quasi Bandmitglied und macht es als Hobby.
Wenn ich irgendwo spielen sollte, wo weder Gage gezahlt wird, noch der Wirt bereit ist, mit dem Hut rumzugehen, dann aber ne Rechnung für den Tontechniker aufmacht, sähe ich das als P2P. Da wäre ich raus. Sehen bei den Jumpin' Rockets auch alle anderen so. Wobei wir ne Gage von 200 Euro auch nicht akzeptieren würden, wenn's nicht für nen guten Zweck wär 😉
Ansonsten scheint es tatsächlich Veranstalter z.B. bei Band Contests zu geben, die ne Teilnahmegebühr verlangen. Da würde ich dann ebenfalls dankend ablehnen, denn solche Contests bringen dir als Band meist keinen Benefit, selbst als Gewinner nicht.
Der Tontechniker ist eh so ne Sache, wo ich gespalten bin. Meines Erachtens brauche ich als Band keinen eigenen, wenn nicht spezielle Anforderungen es unumgänglich machen. Wenn also der Veranstalter die Anlage stellt, dann bitte auch den Tech dazu.
Als Band bedienen wir unsere Anlage selbst nach dem Motto "Keep it simple". Möglichst überschaubar ohne Schnickschnack, was mit erfahrenen, disziplinierten Musikern gut klappt.
meisten brauche ich doch nur einen geraden links und einen Galgen rechts, sonst auch weniger. Für mich perfekt.
Ja, dann könnte ich damit leben. Ich brauche meist nur gerade Ständer, will aber für schwierige Platzverhältnisse die Option auf Galgen nicht missen. Für mich sind versenkbare Galgen daher perfekt.