Beiträge von trommla

    Was ist an solchen Rückmeldungen bitte despektierlich? Weshalb sollte man seine Einschätzung, dass solche Publikationen ein Stück weit der Stärkung der "Marke Liebezeit" dienen, nicht öffentlich äußern dürfen? Klappern gehörte schon immer zum Handwerk, und dass prominente Künstler oder deren Erben nicht selten auch ihre Selbstvermarktung sehr gründlich durchdenken, ist kein Geheimnis. Höchstens in manchen Augen Blasphemie 😉


    Edit: im übrigen halte ich es für eine Unsitte der heutigen Zeit, persönliche Meinungen unter Verweis auf mangelnde Expertise diskreditieren zu wollen. Gesellschaftlicher Austausch lebt(e mal) von Meinungsvielfalt und der Bereitschaft, gegenteilige Standpunkte als Bereicherung wahrzunehmen.


    Edit 2:

    Greb ist Musiker und hat einen Zugang zur Musik als Musiker. Man kann das Werk des Künstlers auch genauso soziologisch, künstlerisch, philosophisch, musiktheoretisch oder wie auch immer wissenschaftlich einordnen

    Exakt, das sollte man dann aber möglicherweise auch innerhalb der entsprechenden Zielgruppe diskutieren und nicht Musikern nen Vorwurf machen, wenn sie - erwartbar - nicht die Expertise haben, sich auf "geisteswissenschaftlich adäquater" Ebene dazu zu äußern. Was ich als Musiker bei solchen Schlagworten assoziiere, habe ich dargestellt, alles weitere überlasse ich den Fachrichtungen mit höherem akademischen Anspruch.

    Du bekundest Interesse, die "Kunst, die musikalische Zeit zu organisieren" im Kontext des Schlagzeugens zu verstehen.

    Ich denke eher, sie möchte unser Interesse daran wecken. Ihr Interesse dürfte den Verkaufszahlen ihres Buches gelten 😉

    (Zumindest würde ich die Reihenfolge so wählen, erst recherchieren und verstehen, dann verfassen, veröffentlichen und verkaufen)

    persönliche Abwertungen dagegen nicht.

    Wo beginnt für dich denn persönliche Abwertung? Jaki Liebezeit und seine Bedeutung stehen hier doch außer Frage.


    Nur:

    Untersucht wird wie Rhythmus, Wiederholung, Reduktion, Zusammenspiel und Wahrnehmung musikalische Zeit orgorganisieren.

    das ist für mich eine Terminologie, die ich als total an der Sache vorbei und einfach abgehoben empfinde. Vermutlich werden selbst etliche Schlagzeugprofessoren die Fragestellung als zu akademisch betrachten. In einem Forum für begeisterte Amateure und durchschnittliche Berufsmusiker erreichst du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht deine Zielgruppe.


    Um es ganz einfach zu formulieren: ich organisiere keine musikalische Zeit, ich versuche zu grooven. Ob mir das gelingt, erkenne ich an den Reaktionen von Publikum und Mitmusikern. Simpel, nicht wahr?

    Ich habe mich nicht näher mit Jaki Liebezeit und/oder Can befasst, kann mir zu seinem Spiel also kein Urteil anmaßen.


    Die Fragestellungen, die die TS in ihrem Startpost aufwirft, klingen für mich aber wie das typische Künstlergeschwafel, das mich schon zu Zeiten meines Kunst-LK bis zum Abi eher abgestoßen als zur Auseinandersetzung mit Kunst animiert hat. Für mich waren das meist recht durchschaubare Versuche, besondere künstlerische Begabung, vielleicht sogar Bedeutung, noch dadurch zu überhöhen, dass man dem Werk irgendwelche "höheren" Attribute zuschrieb.


    "Wie organisiert er rhythmische Zeit?" geht für mich in genau diese Richtung. Warum kann man nicht einfach honorieren, dass Jaki Liebezeit mit seinem Talent und seiner musikalischen Ausdrucksweise einen ganz eigenen Flow erzeugt hat? Selbst wenn man hier eine weitergehende Dimension identifiziert, wem würde das helfen? Wäre irgendein Drummer deshalb in der Lage, wie Liebezeit zu grooven? So funktioniert Kunst doch nicht! Man orientiert sich an Vorbildern und entwickelt durch eigene Interpretation mit genügend Fleiß und Talent eine eigene Sprache.


    Vielmehr waren solche Überhöhungen immer ein Bestandteil des Kunst- und Kulturbetriebes, in dem es eben NICHT nur auf die kreative Einzigartigkeit ankommt, sondern - nicht unwesentlich - um den Mythos, der sich um Künstler und Werk rankt. Oder ganz profan, je interessanter man sich macht, umso besser fürs Geschäft.


    Insofern sehe ich diesen Thread als eine Werbeveranstaltung ohne Mehrwert, und in Firmen-News ist er gut aufgehoben.

    Wenn ich mich bei so geringwerigen Wirtschaftsgütern schwer tue, einen angemessenen Preis zu eruieren, kommt mir immer der Gedanke in den Sinn, es als Spende an eine Einrichtung abzugeben.


    Ich denke, es gibt Schulen ebenso wie Jugendzentren, die sich darüber freuen. Und über den Wert einer Spendenquittung lässt sich entspannt verhandeln, weil keine Seite Angst haben braucht, den schlechteren Deal gemacht zu haben.


    Nur so als Idee für alle, die noch Karmapunkte sammeln...

    Ich finde, es darf ruhig auch Gerüchten nachgegangen werden. "Ich habe gehört, es soll dieses Jahr ein neues EAD1000Turbo rauskommen, weiß jemand näheres?" kann für die Community durchaus spannend sein. Auch falls Pearl gerüchteweise im 80ten Jahr seit Bestehen 80 Serien gleichzeitig auf den Markt wirft, steckt neben ein bisschen Wahrheit auch ein bisschen Informationsgehalt in der Mitteilung, und entsprechendes Geplapper möchte ich gar nicht immer missen.


    Nur inhaltsleere Meldungen wie "XY bringt was neues raus" dürften gerne unkommentiert in den Müll wandern. Dass Hersteller gelegentlich neue Produkte vorstellen, ist nämlich so selbstverständlich wie der tägliche Sonnenuntergang.

    Sollten wir den Fred umbenennen in "Neue-Produkte-Spekulations-Thread?" 😉


    Manchmal wird mir hier ehrlich gesagt zu viel Im Nebel rumgestochert, statt real existierende Produkte zu präsentieren. Muss denn schon die inhaltslose Ankündigung einer "Sensation" hier erwähnt und diskutiert werden?


    Oder ist es wirklich so aufregend, wenn mal wieder irgendwer ein "Yamyama bringt demnächst was neues raus. Man darf gespannt sein" raushaut? Muss man gleich nach jeder Wurst schnappen, die uns die Hersteller vor die Nase halten?


    Um den Informationsgehalt des Freds nicht ganz aus dem Blick zu verlieren, würde ich anregen, hier zumindest erst zu posten, wenn die ersten Eckdaten verfügbar sind.

    … ach… 1-2 Songs ooki … aber dann… immer bratsch bratsch… boom bratsch

    Am Ende zählt doch, was die Musik am besten klingen lässt. Und da hat so ne Kiste einfach ihre Limits. Aber rein vom Aufwand her kommt als Schlagwerker wenig an Cajon ran, wenn du es in Relation zur Vielseitigkeit siehst.

    Zusätzlich hab ich dir sowohl telefonisch und auch live bereits ca. 753 mal erklärt, dass ich solche Behauptungen nie aufgestellt habe


    Hier lesen aber auch Menschen mit, die uns nicht beim Telefonieren hören, und vor allem bei unbedarften Drummern entsteht vielleicht ein falscher Eindruck;)


    Das war wirklich nicht als Vorwurf an dich gedacht.

    Ich finde tatsächlich, wir sollten begrifflich Abstand nehmen von solchen Formulierungen, bei denen eine qualitative Abwertung mitschwingt. Das entspricht 2026 einfach nicht mehr der Realität. (Allerdings fallen mir genügend andere Gründe ein, die chinesische Wirtschaft nicht zu sehr zu unterstützen)