Beiträge von trommla

    Diese Nummer hier vom neuen Album ist mir trotz ihrer vergleichsweise einfach gestrickten Struktur sofort aufgefallen. Wenn das kein Ohrwurm ist ...

    Ich glaube, wir Menschen unterscheiden uns halt einfach, wer welchen Emotionen im Leben zugänglich ist. Diese Nummer hat dich gleich angefixt, ich empfinde sie als überwiegend blutleer und trotzdem anstrengend. Vermutlich werden wir uns auf der Straße auch nicht nach den gleichen Frauen umdrehen, aber was solls?


    Nur verstehe ich deine Kritik nicht, weshalb man außergewöhnliche Musik nicht grundsätzlich diskutieren sollte. Es ging bislang über zwei Seiten jeder Post zum Thema Aristocrats, was ist daran OT? Ich finde es völlig legitim, angeregt vom Livebericht eines Users sich darüber auszutauschen, weshalb man die Musik der Aristocrats als verkopft empfindet, und was daran als Zirkusakrobatik wahrgenommen werden könnte.


    Ich glaube, OT kam erst mit Post #23 in Ansätzen rein, als es plötzlich darum ging, wie arg es ist, wenn Musik einen auf Biegen und Brechen berühren will. Da bestand nämlich faktisch keine unmittelbare Verbindung mehr zu den Aristocrats und ihrer Musik, sondern es wurde plötzlich eine Art Antithese aufgestellt.

    Dummerweise hab ich grad nicht parat, wer diesen Post verfasst hat ;)

    Wobei der Vergleich zu Zappa sowas von hinkt. Zwar sind manche Nummern von ihm bisweilen sackschwer und für Normalsterbliche unspielbar, aber ihm ging es primär um die musikalische Aussage, nicht um das reine Abfeiern von Virtuosität, Ohrwürmer bekanntlich eingeschlossen.

    Aber geht man nicht exakt mit dieser Erwartung aufs Konzert der Aristokraten, dass man Zirkus will? 😉

    Ich kann deine Eindrücke gut verstehen, mir würde es vermutlich ähnlich gehen. Glücklicherweise weiß ich schon seit langer Zeit, dass mir Virtuosität als Kernaussage musikalischen Schaffens nichts gibt. Daher bin ich gar nicht die Zielgruppe.

    Ziemlich geil, vor allem hoch gestimmt (aber nicht nur) finde ich sie mega!


    Mich würde interessieren, ob du neben der coolen Optik und der nicht alltäglichen Konstruktion auch klangliche Eigenschaften bemerkt hast, die den doch recht hohen Preis verschmerzen lassen. Das ist es ja letztendlich, worauf es vielen Kunden ankommen wird, und in diesen Gefilden tummeln sich beispielsweise auch manche Bellbrass-Snares, deren überwiegender Käuferkreis vermutlich die schiere Durchschlagskraft im Sinn haben.


    Auf Audioaufnahmen finde ich sowas immer viel schwerer zu beurteilen, als wenn man selbst spielt und sofort den Dynamikumfang und die Sensitivität spürt.

    Ich fand es in unserem Fall nur erstaunlich, dass es so vielen betagten Teilnehmern gefallen hat

    Wobei Bigband-Sound schon eher seniorenkonform ist, meiner Erfahrung nach. Auch wenn sie nicht mehr das Tanzbein schwingen können, werden die Herzen wieder jung.

    Zitat

    Kann das hier jemand besser?

    Spielt das überhaupt ne Rolle? Wenn Geddy Lee und Alex Lifeson ne lange Pause hatten, ist es das normalste der Welt und zutiefst menschlich, dass sich Unsicherheiten einschleichen, die man als Zuhörer vielleicht sogar merkt. Muss man doch nicht erwähnen. In dem Punkt unterscheiden wir uns alle nicht von den Stars, und ich finde das

    Geddy und Alex hatten in Interviews übrigens mehrfach angesprochen, wie schwer es ihnen nach der langen inaktiven Zeit fällt, ihre eigenen Songs wieder vernünftig spielen zu können

    macht sie mir wirklich sympathisch. Wenn Prog-Musiker in die Jahre kommen, isses aber halt auch nochmal herausfordernder, als wenn sich die Stones mit ihren Four-Chord-Songs mal wieder auf die Bühne verirren.

    Derartige Kritik wie von dir empfinde ich jedoch schon arg negativ und nicht den Tatsachen entsprechend.

    Kritik nicht, eher meine Eindrücke "frei assoziiert".

    Und natürlich haben solche Topstars nicht ohne Grund immer noch ihre Fans, da gibt es tatsächlich nix zu meckern. Am Ende entscheidet eh das finanzielle Ergebnis, nicht die Kunst.

    (Fand übrigens auch Neil Peart immer tendenziell überbewertet ;) )

    Für mich wirkt das ehrlich gesagt wie eine Reunion zweier älterer Herren weit über ihrem Zenith, bei der man hofft, durch die Verpflichtung einer jungen, hübschen, aktuell recht gefragten Drummerin wenigstens noch ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Dass Anika Nilles die Sache im Griff hat, war zu erwarten und nicht wirklich spektakulär. Und auch die Senioren können es offensichtlich noch. Muss ich deshalb die Tour besuchen? Eher nicht...

    Aber deswegen gar nicht spielen?

    Meine klare Meinung dazu: wenn die gesamte Veranstaltung "nonprofit" ist, spiele ich gerne, ansonsten lasse ich es. Sich immer wieder auf unsägliche Rahmenbedingungen einzulassen, nur um spielen zu "dürfen", schadet am Ende allen Musikern, darauf kann ich gerne verzichten.

    Ich bin nicht grundsätzlich gegen Hut, finde allerdings die Summe nicht wirklich außergewöhnlich bei 100 Gästen. Ob die Präambel tatsächlich so effektiv ist, da sehe ich den Beweis noch nicht erbracht.


    Allerdings gefällt sie mir inhaltlich sehr gut, und zumindest als Geste der Wertschätzung empfinde ich sie als sehr wohltuend.


    Generell schwanken meine Erfahrungen zwischen fast nix und über 1000 Euro im Hut, ohne dass ich wirklich wüsste, wie man das steuern kann. Am Ende wohl wie so vieles multifaktoriell, das fängt an bei der Art der Musik und der Zielgruppe, geht über die entsprechende sympathisch-einfordernde Moderation und die sammelnden Personen bis hin zur Quote solventer "Bandfamilienmitglieder".


    Festgagen ziehe ich trotzdem vor, schafft Planbarkeit und reduziert Enttäuschungen. Und ganz klar ist, Hut geht häufig ausschließlich zu Lasten der Band, deshalb prüfen wir sehr genau, für wen wir das machen.

    Dass Ludwig-Snares zum Verstimmen neigen, liest man immer wieder, du dürftest mit diesem Problem nicht alleine sein. Meine eigene Supra LM402 ist erstaunlich stimmstabil, ob ich nun Jazz oder Rock damit spiele. Daher komme ich bisher gut ohne Stimmsicherungen aus. Ich bin allerdings nicht der größte "Rimshooter" vor dem Herren :D