Aber da muss ich erst mal den Ärger verfliegen lassen, sonst wird das eine spontane Wutentscheidung.
Das wird jedenfalls meinerseits zur Sprache gebracht werden danach.
Boa, ich verstehe gut, wie's dir geht.
Das muss man im Anschluss echt aufarbeiten. Auch wenn man wie Korki es schafft, es einigermaßen locker zu sehen, hier wird durch mangelhafte Kommunikation einfach über deine Zeit verfügt. Wenn ich nen Gig für eine bestimmte Uhrzeit zusage, plane ich mir per se 2h Vorlauf ein, um frühzeitig vor Ort sein zu können. Sollte sich dann rausstellen, dass eine Stunde reicht, freu ich mich. Wenn aber aus irgendeiner Richtung erwartet wird, dass man bereits mehrere Stunden früher da sein muss, ist das in meinen Augen Vertragsbasis und muss vor der Zusage geklärt.
Allerdings würde ich zur Ehrenrettung deiner Bandkollegen behaupten, dass so mancher in diese Falle getreten wären, wenn nicht von Veranstalterseite zu Beginn schon die Info vorlag. Es gibt wirklich die merkwürdigsten Vögel unter den Veranstaltern, und oft sind das ja keine Profis, sondern machen so ne Nummer einmal im Jahr oder überhaupt zum ersten Mal.
Einmal waren wir für ein Coutryfestival in Thüringen gebucht, und wir sollten mittags schon zum Soundcheck anreisen, da wir als letzte Band den ersten Soundcheck haben sollten. Dachten wir...
Tatsächlich waren wir die einzigen Deppen, bei denen das so gemacht wurde. Alle anderen Bands bekamen ihren Soundcheck vor ihrem Slot im Changeover. Die kannten vermutlich den Veranstalter schon.
Unsere Stagetime war um 21:00 geplant. Nur hatte der Veranstalter ohne Rücksprache kurzfristig irgendwelche Lokalmatadore zur besten Sendezeit eingeschoben, die dann auch noch deutlich überzogen, und wir hatten Showtime irgendwann nach 23:00, als schon viele Festivalgäste im Aufbruch waren. 90 Minuten mitten in der Nacht vor ziemlich leerem Festivalgelände, und das nach fast 12 Stunden Wartezeit. Fällt wohl unter "Lehrgeld zahlen" und wird nicht wieder passieren.