Beiträge von trommla

    Mittlerweile hab ich als Drummer schon so viele verschiedene Moden erlebt, manche davon auch mitgemacht, und am Ende hatte ich rückblickend nie den Eindruck, dass irgendwas davon die Musik verändert hätte.


    Mittlerweile stehe ich auf dem Standpunk, mir ist es ziemlich egal, worauf ich rumklopfe, so lange es nicht der letzte Schrott ist. Mit ner Reihe gerader Größen komme ich klar, mit 13/16 ebenso, und auch Bassdrums stimme ich unabhängig von der Größe so, dass sie mir gefallen. Der Klang unterscheidet sich eh von Raum zu Raum, teils sogar erheblich, da nützt es kaum, sich über 1 Zoll mehr oder weniger nen Kopp zu machen.


    Deshalb unter anderem tauchte die Frage nach dieser seltenen Zwischengröße auf, und ob sie heute noch für irgendwen ne Rolle spielt.

    Da bin ich ja völlig deiner Meinung. Eine Leistung gratis anzubieten, von der andere leben müssen, finde ich selbst ja auch problematisch, und ich bin immer ein starker Verfechter der Nie-Ohne-Gage-Auftreten-Haltung gewesen. Aber die Idee, dass sich Musiker für jede gegenseitige Unterstützung Kohle abnehmen sollten, wäre mir jetzt doch a bisserl zu "speziell".

    Zumal wir nicht davon reden, irgendeinem Anfänger Unterricht zu geben, Moritz ist schließlich ein versierter Banddrummer und Musiker.

    m_tree neineinein, ich biete hier ganz sicher keinen Schlagzeugunterricht an. So etwas gehört für mich zum freundschaftlich-kollegialen Austausch dazu. Moritz und ich spielen das gleiche Set, hören und machen stellenweise ähnliche Musik, und haben da ne große Schnittmenge.


    Ehrlich gesagt biete ich überhaupt keine musikalischen Dienstleistungen öffentlich an, denn in dem Moment verliere ich beim Finanzamt den Status der Liebhaberei. Im Moment übersteigen mit Miete, Reisekosten, Gear etc. die Aufwendungen immer noch meine Einkünfte d.h. ich hab dem FA klar machen können, dass keine Gewinnerzielungsabsicht vorliegt. Jede Form der Werbung würde das u.U. zunichte machen.

    Ich gehe davon aus, dass es in Freiburg im Breisgau genug Angebote für guten Schlagzeugunterricht gibt.

    Davon gehe ich auch aus, trotzdem danke für den wertvollen Hinweis.


    Deshalb schrub ich "Urlaub im Hochschwarzwald", da geht es nicht um Geld, sondern um ne coole Zeit bei der einen oder anderen Tasse Bier, Grillen, Wandern, was auch immer man im Urlaub ausser Trommeln so machen könnte.

    Mein letzter Besuch beim Moritz war sogar Abenteuerurlaub ;)

    Warum gibts eigentlich kein 11" Tom?

    Im "normalen" Bereich, also von der Stange, gibt's meist

    Toms: 8, 10, 12, 13, 14, 16, 18

    Bassdrums: 18, 20, 22, 24,

    Snares: 12, 13, 14


    Je Custom, desto mehr ist natürlich möglich. Aber für alle Größen müssen ja auch mittlerweile Zulieferer von Fellen und Beschlagteilen mitspielen, da kein Hersteller mehr das Zeug selbst fertigt. Und ich gehe davon aus, dass es einfach unwirtschaftlich wäre, jede denkbare Zwischengröße anzubieten. Ich frage mich schon manchmal, ob ein Zoll hin oder her bei einem Instrument, was keine Töne, sondern Geräusche erzeugt, außer dem Spielenden irgendwem auffallen würde. Eher dienen die vielfältigen Variationsmöglichkeiten doch der Befriedigung unserers Spieltriebs.


    Für die Drumindustrie wären vermutlich Einheitssets wie zur Mitte des 20. Jahrhunderts am wirtschaftlichsten. Jedenfalls war die Musik nicht schlechter, als ein Großteil der Sets noch in 22/12/13/16 daher kam.

    Meine persönliche Herausforderung sehe ich bei Grooves jenseits für mich machbarer Tempi.

    Cooler Song, geiler Groove.

    Weißt du, wie ich es geschafft habe, meine Snare-Shuffles auf 200 bpm zu bekommen, Moritz? Indem mein Gitarrist auf der Bühne immer wieder bei der selben Nummer sein Intro-Riff 20 bpm zu schnell startet. Und dann muss ich da halt einfach irgendwie durch :D


    Hast du noch irgendwo die Möglichkeit, 2 Sets in einem Raum aufzubauen? Könnte ja mal wieder ein Wochenende Urlaub im Hochschwarzwald machen und dir ein paar meiner Trainingseinheiten zeigen, mit denen ich mittlerweilie diese Dinger ganz gut hinbekomme.

    Mir fehlt gerade der Interessant-Button aus dem Musikerboard...


    Drumjunkey deine Gedanken klingen durchaus nicht völlig abwegig, nur fehlt mir da wahrscheinlich das Einfühlungsvermögen, da man viel weiter nicht entfernt sein könnte von der Zielgruppe.


    Vielleicht sollte ich aber meinen Gedanken präzisieren. Dass Endorser, insbesondere diejenigen mit Gratisbezug, solche Sachen machen können, überrascht mich nicht. Denn häufig geht's ja bei denen nicht um eine mühsam ersparte Anschaffung fürs Leben. Nur schwingt bei mir die Frage mit, was wäre, wenn es keine Felle mehr gäbe und man somit die teure Bassdrum zum Couchtisch umbauen könnte. In 23" gibt es sonst nur Paukenfelle, und das klappt nicht.

    Vielleicht wäre ich ein 21"-Typ, wenn es das regulär gäbe.

    Ja, und ich wünsche mir für meine 18er ein Extrazoll, aber bitte kleiner als 20, die fand ich damals doof. ;)


    Sonor baut dir bestimmt eine 23x14 mit Vintage Pearl Wrap und sogar Rosette!

    Dann nehm ich bitte 25", schiebt mehr und sieht sicher besser aus. Oder meinst du, 27" wären besser, damit meine Wampe verdeckt wird und ich mehr Groupies abkriege?

    Kurz hatte ich ja überlegt, ob das Thema nicht eher ins (Sch)Lachzeug gehört.


    Bin gerade über 23"-Bassdrumfelle gestolpert, die mich daran erinnerten, dass DW vor vielen Jahren mal, möglicherweise nach einer durchzechten Nacht, 23-zöllige Bassdrums herausbrachte. An die Begründung erinnere ich mich noch, sie lautete erstaunlich profan "für alle die, denen 22 zu klein und 24 zu groß ist".


    Und jetzt würde mich einfach mal interessieren, ob von den gefühlt 3 deutschen Kunden zufällig jemand hier aktiv ist, der ne 23"-BD spielt(e). Schon bei Erscheinen war ich damals irritiert, wie ein Unternehmen mit so viel Gespür für Markt und Marketing sich auf ein derart schmales Brett begibt. Der eher geringe Erfolg scheint mein Gefühl durchaus zu bestätigen.


    Kennt jemand jemanden, der jemanden mit 23"-Hupe kennt? Gibt es irgendeinen Benefit dieser Größe, den ich übersehen haben könnte? Oder sind die beiden 23"-Fell-Modelle, die es beim Thomann gibt (1x Schlag, 1x Reso) nur das Eingeständnis, dass man den Käufern teurer Drumsets von damals als Wiedergutmachung eigentlich lebenslang jedes Jahr gratis nen Satz Bassdrumfelle frei Haus zuschicken müsste?

    Ich denke schon, dass Wandverkleidungen die hohen Frequenzen dämpfen und entsprechend weniger bei Nachbarn ankommt. Die Tiefen dringen natürlich weiter durch

    Da denkst du falsch ;)


    Ich hab mich viel mit diesem leidigen Thema auseinandersetzen müssen. Hohe Frequenzen sind nicht das Problem für Nachbarn. Jedes Mauerwerk dämpft völlig problemlos hohe Frequenzen, da die kurzweiligen Frequenzen zu wenig Energie besitzen, um durch 20 cm Mauerwerk durchzudringen. Da bringt 1mm Stoff keinen zusätzlichen Benefit. Was Textilien beeinflussen, sind die Reflexionen der Wand- oder Fensterflächen, also den Sound im Raum.


    Die tieffrequenten Anteile werden natürlich auch reduziert, da Wände dick genug sind, um langweilige Impulse zu absorbieren. Nur eben bei weitem nicht vollständig, sonst gäb's ja keine Konflikte mit Nachbarn. Hier ist die einzige sinnvolle Lösung Entkoppeln. Bis hin zu echtem Raum in Raum, bei dem keine Schallbrücken zwischen Innen und Außen mehr sein sollten, also keine starren Übertrager irgendwelcher Schwingungen.

    Haha, entweder bin ich zu alt, oder ich spiele zu viel, oder beides. Meine Bereitschaft, solcherlei Engagement an den Tag zu legen, ist nicht mehr sehr hoch.

    Im Hobbyorchester bekomme ich immer mal den Auftrag, doch mal höflich beim Musikverein nach den Pauken zu fragen

    Klar, wenn ich mit meinen guten Kontakten (die ich nicht habe) aushelfen könnte, würde ich das natürlich tun.


    Nö, also wenn ein Orchesterleiter meint, ich solle nen Paukenwirbel oder Glocken spielen, dann darf er sich gerne bei nem befreundeten Orchesterleiter drum bemühen, den Kram aufzutreiben.


    Ich hab schon häufig Zeug besorgt, also auch gekauft, was für ne bestimmte Musik gebraucht wurde, und für Kleinzeug finde ich das völlig ok. Auch wenn mein Percussionlager langsam an die Praxis eines Musiktherapeuten erinnert.

    Instrumente für 4stellige Beträge sind aber halt doch ne andere Hausnummer.

    sehe ich da heutzutage am ehesten die Pad- oder sogar Keyboard-Lösung, weil man das am ehesten auch anderweitig nutzen kann

    So schaut's aus 😉

    Chimes sind aber keine Weihnachtsglocken und klingen nur, weil sie aneinanderklimpern. Eine Melodie kann man darauf nicht spielen.

    Was nutzt ihr für den Klang von Weihnachtsglocken?

    Wer kommt in deinem musikalischen Umfeld biddeschön auf die Schnapsidee, von dir Weihnachtsglocken zu verlangen, wenn du nicht im Profiorchester angestellt bist?


    Hab ich noch nie gebraucht und würde mir sowas auch nicht anschaffen, wenn ich's nur einmal im Leben bräuchte. Wenn jemand mit einer solchen Idee um die Ecke käme, würde ich vor allem herzlich lachen und anbieten, mich gerne mit dem Instrument zu befassen, welches mir dann hingestellt würde.


    Solche Effekte gehören außerhalb von Orchestern imho eher in die Keyboard-Fraktion. Bei Einzelteilen oder sehr schlichter Melodie ginge vielleicht auch ein Sampling Pad.

    Ich wollte nie imitieren. Wenn die Texte ähnlichen Blödsinn vermitteln, dann ist das ein Zufall einer Vorliebe für das Skurrile

    Ich empfinde dich in keinster Weise als Imitation, falls du das aus dem Vergleich rausliest. Was du machst, ist total eigenständig, und ich fand Archie Ancora sofort unglaublich cool. Mag sein, dass Helge Schneider musikalisch in ner höheren Liga spielt.


    Aber du verkaufst dich unter Wert, solche Aufnahmen alleine einzuspielen - und keins der verwendeten Instrumente klingt dabei unsouverän - muss man erst mal so hinbekommen.