Beiträge von trommla

    Ich denke schon, dass Wandverkleidungen die hohen Frequenzen dämpfen und entsprechend weniger bei Nachbarn ankommt. Die Tiefen dringen natürlich weiter durch

    Da denkst du falsch ;)


    Ich hab mich viel mit diesem leidigen Thema auseinandersetzen müssen. Hohe Frequenzen sind nicht das Problem für Nachbarn. Jedes Mauerwerk dämpft völlig problemlos hohe Frequenzen, da die kurzweiligen Frequenzen zu wenig Energie besitzen, um durch 20 cm Mauerwerk durchzudringen. Da bringt 1mm Stoff keinen zusätzlichen Benefit. Was Textilien beeinflussen, sind die Reflexionen der Wand- oder Fensterflächen, also den Sound im Raum.


    Die tieffrequenten Anteile werden natürlich auch reduziert, da Wände dick genug sind, um langweilige Impulse zu absorbieren. Nur eben bei weitem nicht vollständig, sonst gäb's ja keine Konflikte mit Nachbarn. Hier ist die einzige sinnvolle Lösung Entkoppeln. Bis hin zu echtem Raum in Raum, bei dem keine Schallbrücken zwischen Innen und Außen mehr sein sollten, also keine starren Übertrager irgendwelcher Schwingungen.

    Haha, entweder bin ich zu alt, oder ich spiele zu viel, oder beides. Meine Bereitschaft, solcherlei Engagement an den Tag zu legen, ist nicht mehr sehr hoch.

    Im Hobbyorchester bekomme ich immer mal den Auftrag, doch mal höflich beim Musikverein nach den Pauken zu fragen

    Klar, wenn ich mit meinen guten Kontakten (die ich nicht habe) aushelfen könnte, würde ich das natürlich tun.


    Nö, also wenn ein Orchesterleiter meint, ich solle nen Paukenwirbel oder Glocken spielen, dann darf er sich gerne bei nem befreundeten Orchesterleiter drum bemühen, den Kram aufzutreiben.


    Ich hab schon häufig Zeug besorgt, also auch gekauft, was für ne bestimmte Musik gebraucht wurde, und für Kleinzeug finde ich das völlig ok. Auch wenn mein Percussionlager langsam an die Praxis eines Musiktherapeuten erinnert.

    Instrumente für 4stellige Beträge sind aber halt doch ne andere Hausnummer.

    sehe ich da heutzutage am ehesten die Pad- oder sogar Keyboard-Lösung, weil man das am ehesten auch anderweitig nutzen kann

    So schaut's aus 😉

    Chimes sind aber keine Weihnachtsglocken und klingen nur, weil sie aneinanderklimpern. Eine Melodie kann man darauf nicht spielen.

    Was nutzt ihr für den Klang von Weihnachtsglocken?

    Wer kommt in deinem musikalischen Umfeld biddeschön auf die Schnapsidee, von dir Weihnachtsglocken zu verlangen, wenn du nicht im Profiorchester angestellt bist?


    Hab ich noch nie gebraucht und würde mir sowas auch nicht anschaffen, wenn ich's nur einmal im Leben bräuchte. Wenn jemand mit einer solchen Idee um die Ecke käme, würde ich vor allem herzlich lachen und anbieten, mich gerne mit dem Instrument zu befassen, welches mir dann hingestellt würde.


    Solche Effekte gehören außerhalb von Orchestern imho eher in die Keyboard-Fraktion. Bei Einzelteilen oder sehr schlichter Melodie ginge vielleicht auch ein Sampling Pad.

    Ich wollte nie imitieren. Wenn die Texte ähnlichen Blödsinn vermitteln, dann ist das ein Zufall einer Vorliebe für das Skurrile

    Ich empfinde dich in keinster Weise als Imitation, falls du das aus dem Vergleich rausliest. Was du machst, ist total eigenständig, und ich fand Archie Ancora sofort unglaublich cool. Mag sein, dass Helge Schneider musikalisch in ner höheren Liga spielt.


    Aber du verkaufst dich unter Wert, solche Aufnahmen alleine einzuspielen - und keins der verwendeten Instrumente klingt dabei unsouverän - muss man erst mal so hinbekommen.

    wenn du klarlack draufgemacht hätest in mehreren schichten hättest du die maserung explodieren lassen

    Du hast noch nie selbst was lackiert, oder? Große Hersteller haben hierfür Fachleute mit Wissen, Können und Erfahrung, das macht man nicht mal eben so.


    Oder ich hab nicht nur selbst zwei linke Hände, sondern bin umgeben von Instrumentenselbstbauern und Heimwerkern mit Null Talent...


    Btw. Hochglanzlackierungen in toller Optik haben gerne 10oder mehr Schichten. Bei jeder die Unsauberkeiten nacharbeiten und zwischenschleifen, um dann beim Polieren jede übrig gebliebene Delle im Lack sichtbar zu machen, ist keine gute Idee. Und wer hat schon ne Spraykabine im Keller?

    Wenn ich so höre, auf welchen Pegeln die Heavy und Metal Bands in den Nachbar-Proberäumen spielen

    Leider allzu wahr. Aber eben nicht wirklich schlau, maximal laut zu spielen, nur um dann mit angepasstem Gehörschutz/IEM wieder auf ein halbwegs gesundheitsverträgliches Level zu kommen 😂

    Ein Glockenbronze-Eimer sieht immerhin edel aus, und man darf die Teile ja jederzeit auch leise bedienen.

    Udo Masshoff sagt selbst in einem Video, die kann sich auch gegen einen Marschall-Turm durchsetzen.

    Abgesehen davon, dass Udo Masshoff vieles sagt, wenn der Tag lang ist, scheint mir das eine Logik von Vorgestern zu sein. Marshalltürme sind Relikte aus Zeiten schwacher (oder gar keiner) PAs, heute braucht sich keine Snare mehr unverstärkt gegen so viel Watt durchsetzen. Amps brauchen längst nicht mehr so viel Leistung und klingen trotzdem fett.

    Wer sich aber unbedingt sein Gehör zerschießen will, kann das natürlich auch im 21. Jahrhundert noch als Qualitätsmerkmal ansehen. ;)

    Der liebe Threadstarter scheint sich für das Thema - oder für unsere Antworten - nicht besonders zu interessieren

    Stimmt zwar, aber nicht mal 48h finde ich noch völlig unbedenklich. Nicht jeder schafft es, täglich in Foren aktiv zu sein, und so mancher ist nach dem Erstkontakt überrascht, wie viele Reaktionen in so kurzer Zeit eintreffen. Wart mal noch bis zum Wochenende. ;)

    Für die Rhein-/ Mainmetropolen ist so ein "Reisekoffer" natürlich schwierig mit parken

    Für Isarmetropolen schon auch ;)


    Meine alte Transportkarre ausm Baumarkt ist daher immer an Bord, wenn ich von längeren Ladewegen und schwieriger Parksituation ausgehe. Besser als ne Sackkarre wegen "Stapelbarkeit" der Ausrüstung, wenn man in den Innenstädten nirgends zum Ausladen halten kann. Duales System mit großem und kleinen Transportfahrzeug, könnte man sagen.

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    TripHops

    Sachlich hast du mit deinen Ausführungen grundsätzlich schon Recht. Man sollte dabei aber immer im Hinterkopf behalten, dass sich die Rahmenbedingungen teilweise fundamental unterscheiden und auch die Rechtsprechung immer auf Einzelfallentscheidungen fußt. Einen Konflikt gar nicht erst entstehen zu lassen, ist immer der Königsweg.


    Ich bin kein Jurist, musste mich aber wie viele Musiker schon mehrfach mit solchen Nachbarschaftskonflikten rumärgern. Und obwohl ich in der damaligen Situation "im Recht" war, kostete mich ein solcher Nachbarschaftsstreit bereits einmal meine Mietwohnung. Ich möchte hier nur kurz beispielhaft zusammenfassen, welche Faktoren im Einzelfall zum Tragen kommen können, obwohl man juristisch im Recht wäre.


    Ich wohnte mit meinen Töchtern in einer Mietwohnung, und das unter uns wohnende Paar fühlte sich durch unsere Geräusche (Üben auf dem Pad/Kindergeräusche) belästigt. Beides bewegte sich im normalen Rahmen, den Nachbarn zu tolerieren haben, dennoch wurde sogar einmal die Polizei gerufen (die jedoch etwas irritiert unverrichteter Dinge wieder abzog). Ursache war neben der generellen Geräuschempfindlichkeit der Nachbarn leider auch eine eher mäßige Trittschalldämmung nach unten. Soweit, so gut, könnte man sagen, rechtlich hatten die Id**ten wenig, was sie hätten ausrichten können.

    Nur waren leider deren Vermieter und meine Vermieterin Geschwister, und mit der Zeit übertrugen sich die fortbestehenden Anspannungen auch auf deren Verhältnis.


    Das Ende vom Lied war, dass sich meine Vermieterin entschied, die Wohnung zu verkaufen, um den innerfamiliären Frieden wieder herzustellen. Und wie das so ist, verkaufen Eigentümer am liebsten ohne bestehende Mietverhältnisse, da das den Preis empfindlich drückt. Wir einigten uns - notgedrungen - auf einen Auflösungsvertrag mit Abfindung, und wir mussten uns ne neue Wohnung suchen. Wer den Münchner Wohnungsmarkt kennt, weiß, dass das keine leichte Aufgabe ist, und für mich führte das zu einem Kostensprung von monatlich über 500 Euro.


    Deshalb wäre ich zurückhaltend, allzu selbstverständlich auf die eigenen Rechte zu verweisen, auch wenn man sie natürlich kennen muss.

    Was Drum Bee schrub, würde ich so unterschreiben. Ein Schlagzeug, auf das du draufschlägst, ist immer zu hören, da kannst du es drehen und wenden, wie du willst, auch E-Drums sind nicht unhörbar. Leider ist für Nachbarn eben nicht nur die Lautstärke das Problem, sondern die (un)rhythmischen Schlagimpulse (vulgo: Geklapper). Was für dich der beste Kompromiss zwischen Geräusch und Spielgefühl darstellt, musst du rausfinden. Reso runter oder mit irgendwas ausstopfen verhindert jedenfalls nicht das Störgefühl der Nachbarschaft, dafür u.U. zuverlässig deinen Spielspaß.


    Wegen der vermutlich besseren Akzeptanz würde ich auch zunächst raten, eine feste Übungszeit außerhalb der üblichen Ruhezeiten zu definieren und diese am Stück zu absolvieren. Ist meiner Erfahrung nach leichter für Nachbarn, wenn sie sich mental drauf einstellen können und nicht rund um die Uhr auf "Lärm" gefasst sein müssen.