Beiträge von trommla

    Klingt nicht wie ein Schlagzeug, sieht nicht mal gut aus, brauch ich nicht.

    Aber scheinbar gibt's derzeit nen Markt für diverse "Westentaschen-Rhythmusgeräte", ob nun Cocktail-Kits, Cajon-Sets, Loota oder solche Brotzeitdosen.


    Interessant finde ich vor allem, dass ich noch nie irgendwas davon in echt auf irgendeiner Bühne gesehen habe. Und wenn man die Teile nicht regelmäßig zum Giggen schleppt, ist der einzige Vorteil doch irgendwie auch keiner mehr und das einzige Kaufargument dahin.

    (Nein haaalt, ich hab schon einmal nen Drummer mit nem Mikro-Kit mit 16"-Bassdrum auf ner Bühne gesehen, klang so klein, wie es aussah, ein bisschen wie Schuhkartons...)


    Aber vielleicht richten sich derlei Utensilien ja gar nicht an Drummer, die regelmäßig damit arbeiten und Mitmusiker, Tontechniker und Publikum klanglich überzeugen müssen? Vielleicht sind die Zielgruppe ja gerade diejenigen, die so gut wie nie live spielen und sich das recht praktisch vorstellen? Oder Schlagzeuglehrer mit Heimservice, die ihren Schülern darauf Übungen vorspielen? Da könnt ich jetzt ins filosofieren kommen 😉

    Für Otto Normalverbraucher reichen einstrebige oder flatbase Ständer zumeist vollständig.

    Kleiner Nachtrag: nach 2 Festivals vergangenes Wochenende auf Wackelbühnen kann ich das wieder mal bestätigen. Keines meiner beiden 20-Zöller auf meinen einstrebigen Stagemaster-Stativen machte Anstalten, zu wandern oder gar umzufallen, selbst als der Kontrabass sich versehentlich ans Becken "anlehnte".

    Koffer oder Einzelkauf?

    Qualitativ für konkrete Soundvorstellung immer Einzelkauf, gute Koffer sind aber für sorglosen Livebetrieb mMn auch zu gebrauchen. Gerade wenn du exklusiv den Equipment nutzt und gut kennst.

    Ein AKG D 112 hätte ich schon mal, ist das schon zu schäbig oder genau richtig?

    Immer noch gelegentlich live zu finden, ich mag den Sound nicht besonders und würde punchigere Alternativen wählen. Mein Tipp: n Behringer BA19A kostet fast nix, ist robust genug für gelegentlichen Einsatz, und ist durch schaltbare Mittenabsenkung flexibel. Als Ergänzung zum D112 kein Schaden.

    Das SM57 finde ich eher grobschlächtig

    Der Vorteil dürfte sein, dass man die Dinger vermutlich noch in 100 Jahren reparieren kann und jeder Tontechniker die Teile kennt. Meine Alternative an der Snare ist das M201 von Beyerdynamik.

    Muss gar die Charley und vielleicht sogar das Rhythmusbecken versorgt werden?

    Hängt das nicht zuletzt von der Musik und den verwendeten Becken ab? Ein Power Bell Ride braucht vermutlich anderes als ein Jazz Ride.


    Meine Ansprüche bzw meine Bereitschaft, hier nen großen Aufriss zu betreiben, ist ziemlich gering, weil ich weiß, wie selten ich in die Situation komme, selbst für die Mikrofonierung sorgen zu müssen. In solchen Fällen geht es dann auch nicht um elaborierten Drumsound, sondern darum, die Drums in eh schon suboptimalem akustischen Rahmen überhaupt hörbar zu machen. Kunst ist das nicht!


    Deshalb ist meine Devise: Gut & Günstig statt Bioladen.

    Ne tatsächlich nicht. Mich interessieren solche Virtuosen und ihre darum herum komponierte Begleitmusik wirklich nicht genug, um dafür Zeit und Geld zu investieren. Das Zeug kann ich mir 24/7 online reinziehen, wenn ich mal wirklich Bedarf hätte. Und dann kann ich sogar zurückspulen bei interessanten Gimmicks.


    Sollte so ein Event mal um die Ecke in M oder A stattfinden und ein paar Kollegen mitgehen, könnte man sich das überlegen, aber sicher auch dann nicht mit hoher Priorität.


    Ein Wochenende voller Masterclasses, bei denen man selbst am Set sitzt und von den Großmeistern gecoacht wird, das hätte was, da würde ich mir den Aufwand geben!!!

    Wenn das die Essenz der Europe Drum Show für Dich ist:

    Haha, jeder Jeck is anders. Mich interessieren die Topmusiker beispielsweise gaaaar nicht, die gehen wie du und ich zu Fuß zum Sch**** aufs Klo. Und Gear, auf das ich draufhaue und vor lauter Lärm dabei nicht mal mehr höre, wie das Zeug klingt, fand ich damals auf der MuMe echt frustrierend.


    Zum Drummermeeting könnte ich mich in FM eventuell hinreißen lassen, wenn man dort mal einen größeren Kreis Mit-Foristen treffen würde, weil eben

    Frankfurt hat halt den Vorteil, aus allen Ecken der Republik gut erreichbar zu sein

    Ich mache sowas nicht mehr ohne Übernachtung...

    Geht mir ähnlilch. Meinen letzten Besuch auf der MuMe hatte ich mit einem Besuch in KA verbunden, und von dort aus sind es unter 2h nach FM. Da war der Tagestrip ok, aber alles andere wird zur Qual. Thoman ist von München aus zwar beinahe so weit, aber das "Erlebnisressort Treppendorf" bietet mir ehrlich gesagt mehr als ein Tag Großevent mit Menschenströmen und ohrenbetäubendem Lärm.

    Sabian führt mit Stratus Kunden an die Marke

    heran und erschließt sich eine Käuferschicht,

    der die hochpreisigen Sabians zu teuer sind.

    Genau an dem Punkt steige ich schon aus. Stratus mögen ein paar Euro günstiger sein als die absolute Oberliga, aber das sind doch keine Schnapper. Wie man gut klingende Bronzedeckel zum kleinen Preis schmiedet, machen uns Zultan und Co vor, da haben Sabian, Zildjian und Meinl wenig dagegen zu setzen. Am ehesten geht das Konzept noch bei Paiste im B8-Sektor auf, den Paiste aber ja sowieso schon klar dominiert.


    Moe Jorello für mich fing das bei Sabian mit Einführung des neuen Logos an, als ich mir dachte, was wird denn das??? Wann hat Andy Sabian die Leitung übernommen? Nur falls wir nen Sündenbock bräuchten :D

    Bin kein Kenner, aber mir wäre das zu teuer. Mehr als mir die Becken wert wären, würde ich für's Set nicht zahlen. Denn wenn man den Rest überhaupt in annehmbarer Zeit weiterverkauft bekäme, bliebe das ein ziemlicher Aufwand für wenig Ertrag. Die Reste zu entsorgen, wäre da nicht besser. Abgesehen davon, dass es mich schmerzen würde, Instrumente zu entsorgen.

    Alternative könnte sein, es einer Schule oder Einrichtung als Spende zu überlassen, die ein Schlagzeug benötigen. Da wäre vielleicht noch eine kleine Spendenquittung für dich drin.

    Die teure Lösung wäre, drei Beine mit 10,5 mm Durchmesser und Memorylocks zu kaufen. Evtl bekommt man die Sonorbeine auch noch verkauft, but it defeats the purpose.

    Genau so ;)

    Da wackelt dann der Schwanz mit dem Hund

    Die Beine haben 10,7 mm

    Warum das bei Sonor so sein muss, verstehe ich auch nicht wirklich. 10,5 mm ist so ein Branchenstandard, dafür gäbe es auch dezente Memory Locks mit Vierkant (z.B. Pearl, wie auf dem Bild von mc.mod), nur aufs Vintage passen sie ums A****lecken nicht drauf. Unnötig!


    Michelin vielleicht probiere ich das doch mal aus, sieht wirklich nach ner sauberen Sache aus. Und nen Inbus-Schlüssel bring ich im Stigbag sicher auch noch unter.

    Aber das hier ist ja totaler Mist. Klingt gruselig. Dafür würde ich keinen Cent hinlegen wollen.

    Junge, du bist einfach zu Jazz... ;)


    Ne, meins sind die Dinger auch so gar nicht. Die ganze Stratus-Serie hätte man imho auch einfach lassen können. Glücklicherweise bin ich in der angenehmen Situation, mit meinen Becken zufrieden zu sein. Und wenn, dann kaufe ich alte, gut abgehangene Modelle.

    Mir wäre es generell lieber, wenn bei Drums und Becken mehr Konstanz und weniger "Innovation" herrschen würde, die eigentlich keine ist. Aber so funktioniert der Markt halt nicht (mehr), deshalb müssen ständig neue Kaufanreize gesetzt werden für Menschen wie uns, die eigentlich schon von allem genug haben.