Beiträge von trommla

    Vielleicht wäre es hilfreich, das Setting "laut" zu spezifizieren. Ein Orchester-Tutti ist laut, ne Mättlband auch. Aber Chimes kommen vermutlich nur in ersterem problemlos durch.


    Meine Bar Chimes sind einreihig und aus Messingröhrchen. In meinen Ohren klingen sie klarer und lauter als beispielsweise Stäbchen aus dem vollen Aluminium. Trotzdem braucht's auf Festivalbühnen mit PA ein Overhead für die Percussions.

    Ne, ihr habt mich grad komplett missverstanden, scheint mir. Weder ging mein Exkurs über Jazz, noch über Lernen an sich.


    Lexis Problem, seine Unsicherheit, ist was sehr individuelles. Mir scheint, sein unsicheren Timing erfordert so viel Konzentration, dass kaum Ressourcen für die kreative Gestaltung bleiben, obwohl er sein Konzept eigentlich vorher klar hatte. Nur plötzlich ist er da, der Beat, und er hat alle Hände und Füße voll zu tun, ihn irgendwie nicht entwischt zu lassen 😉


    Und an diesem Punkt kann er meines Erachtens nur effektiv ansetzen, wenn er lernt, mit anderen zusammen zu musizieren. Das bedeutet nicht, in jeder Hinsicht zu stagnieren, und es gibt ne Menge Dinge, aus denen er Inspiration ziehen könnte. Nur ist seine Achillesferse sein Timing, und da sehe ich die Ursache halt zu 99,9% bei fehlender Bandpraxis.


    Meine Gedanken zum Alter bezogen sich darauf, dass ich mir vorstellen könnte, dass er aus Gründen nie wirklich in Bands aktiv war. Und ob man dann "nur" zur Verbesserung des Timings im fortgeschrittenen Alter plötzlich noch ne Kehrtwende hinlegen mag und ein- oder mehrmals die Woche zu Proben rennt, kann man zumindest hinterfragen.


    Vielleicht wie bei nem Couch Potatoe wie mir mit Sport. Etwas mehr Bewegung gerne, aber dass ich plötzlich auf meine alten Tage jede Woche dreimal im Verein trainiere, wär doch unwahrscheinlich ^^

    Ich weiß nicht woran es liegt und was ich daran ändern kann.

    Mag im Rahmen der Challenge etwas OT sein, aber dein größtes Manko, aus der Ferne betrachtet, scheint mir das Fehlen nahezu jeglicher Banderfahrung zu sein. Meines Erachtens ist es unmöglich, für sich allein im Kämmerlein ein solider Drummer zu werden. Gilt sinngemäß wohl auch für jedes andere Bandinstrument, aber wir müssen halt lernen, jederzeit hellwach auf jede Schwankung zu reagieren. Und erst die Fähigkeit, permanent zu tarieren, ermöglicht uns, sauber auf Click zu trommeln.


    Wer das nie gelernt hat, dem fehlt imho schlicht die erforderliche mentale Reaktionsgeschwindigkeit, und dann fängt es an hörbar zu holpern. Wärst du noch jung, hätte ich gesagt, such dir Bands und spiel, soviel du kannst. In unserem Alter hat man wohl sein Leben weitestgehend sortiert und wird vielleicht keine großen Sprünge mehr machen wollen. Was jetzt noch nicht geht, muss man vielleicht einfach akzeptieren.

    Wollte ganz ehrlich weder irgendwem zu nahe treten, noch wollte ich ne wenig erhellend Diskussion damit lostreten. Es gibt ja nicht DEN Jazz, sondern ganz viele verschiedene darunter subsummierte Stile, und ebenso viele "echte" Möglichkeiten gibt es, Jazz zu trommeln.


    Vielleicht wäre die korrektere Aussage gewesen, keiner der Teilnehmenden klingt in meinen Ohren, als ob er sich wirklich wohlgefühlt hätte. Mir schienen wahrnehmbar mehr Unsicherheiten beim Spielen hörbar zu sein, und als Jazzer fällt mir die durchwegs eher rockige Attitüde auf. Musste spontan an Neil Peart mit der Buddy Rich Bigband denken, dem es komplett an der Luftigkeit fehlte, die Jazzdrumming typischerweise auszeichnet.

    Jetzt hab ich glatt auch noch das Voting verpasst :(


    Interessant trotzdem, die Beiträge und deren Bewertung im Nachhinein zu hören und zu lesen. Ich glaube, das Voten wäre für mich diesmal so richtig schwer geworden, da ich gar nicht gewusst hätte, wo ich die Referenz anlege. Meinem Eindruck nach hat KEINER der Teilnehmer seine Schokoladenseite gezeigt, wobei die unterschiedlichen technischen Fähigkeiten, Jazz zu "faken", natürlich hört. Aber selbst die Plätze auf dem Treppchen hätte ich beim Hören wohl zunächst geskippt, weil mein spontaner Eindruck war, da ist noch Luft nach oben.


    Andererseits spannend, dass eben doch so einige, die vermutlich eher im Rock oder härteren Stilen daheim sind, das Faken ganz gut hinbekommen haben. Da habe ich schon Drummer schlimmer "verkacken" hören ;)

    Hab ich das jetzt eigentlich richtig auf dem Schirm, dass keiner der Einsender so richtig im Jazz zuhause ist? Dann vergesst meinen ersten Abschnitt, das war von den allermeisten echt klasse umgesetzt!

    Richtig cool getrommelt. Die familiären Zusammenhänge waren mir bis eben nicht klar, aber der Apfel fällt wohl nicht weit vom Stamm :)

    Aber auch ich gebe zu, an nem schönen Akustikset getrommelt wär's noch schöner. Abgesehen von der Optik, dat Elektrodingens klingt halt nicht nach Jazz...

    Schöne Jazzbecken lassen sich einfach nicht g'scheit digitalisieren.

    Ich denke, das könnte tatsächlich sein, denn ein Durchschnittsalter von 80+ hätten zwar mittlerweile viele traditionelle Jazzbands in Originalbesetzung, wenn die Mitglieder noch alle am Leben wären. Nur werden halt "wegen Todes freiwerdende Stellen" zwangsweise mit deutlich jüngeren Nachrückern besetzt, was den Schnitt deutlich drückt.


    Meine Altherrencombo wäre definitiv konkurrenzfähig gewesen, hätte ich ihnen nicht mit meiner "Jugend" den Schnitt versaut. (Der Rest war Anfang bis Mitte Achzig)

    Puh, wie es aussieht, werde ich es auch diesmal nicht auf die Reihe bekommen, endlich mal mitzuspielen. Ihr habt mir zwar echt den Mund wässrig gemacht, es mit einfachen Mitteln zu versuchen, und das Genre wäre natürlich perfekt für mich.

    Aber irgendwie stolpere ich dann doch über Zeitmangel. Ich fürchte, das wird heute nix.


    Jetzt kann ich nur hoffen, dass es bald wieder mal wenigstens ne Challenge mit Swing- oder Shuffle-Feeling geben wird.


    Jungs und Mädels, ich bleibe dran...

    ich sach mal so, ich bin mir nicht sicher, ob ein stimmen dieses alten Felles eine Sinn macht.

    "Böse Zungen" behaupten, das bei einer bestimmten Größe, des Loches zur Gesamtfläche des Fells,

    Das u.U. einem Gleich käme, wie mit Ohne

    Dann empfehle ich dir, weniger auf "Böse Zungen" zu hören, als mehr selbst zu probieren. 😉


    Ein Fell mit Loch, vor allem exzentrisch, wird nie resonieren wie ein geschlossenes. Größe und Position des Loches haben dabei natürlich einen Einfluss auf den Klang. Ein mittiges 10" Loch klingt dabei trockener als ein randständiges 4"-Loch.

    Beide klingen aber definitiv anders als ne BD ohne Reso, oder wie die 70er-Jahre-Mode, nur noch einen schmalen Rand und den Bereich um's Logo übrig zu lassen. Da bestand dann wirklich kaum noch ein Unterschied zur offenen BD.


    Für mich sind 4" in Randnähe übrigens perfekt. Ordentlich resonanter Sound, trotzdem alle Optionen zur Abnahme und zur schnellen Anpassung der Dämpfung im Inneren, was will man mehr.


    Was der eigenen Klangvorstellung entspricht, findet man mit der Zeit eh raus. Aber dazu kann man erst mal mit Vorhandenem rumprobieren. Wenn das (noch gute) alte Reso den gewünschten Sound tatsächlich nicht liefert, tauscht man es halt im nächsten Schritt aus.


    Und ja, es macht immer Sinn, ein altes Resonanzfell ohne Beschädigungen noch zu stimmen und erst danach nach dem Sinn zu fragen. Denn selbst wenn altersbedingt etwas Brillanz abhanden gekommen ist, mag es sauber gestimmt immer noch den Anforderungen genügen, insbesondere bei etwas Dämpfung im Inneren. Und die packen doch die allermeisten Rock- oder Punkdrummer rein.

    Wenn das Reso natürlich im früheren Leben schon mal Schlagfell war, dann weg damit.

    Die Sets wurden ja nicht ohne verkauft...

    Doch, bis in die 70er gab es Sets ohne Standtom im Handel. Mein erstes Set hatte beispielsweise keins, da hab ich mir dann separat um 80 rum eins nachgekauft und mit der Spraydose "passend" lackiert. Zumindest bei einem Teil der Sets durchaus denkbar.


    Allerdings kam ja irgendwann der DIY-Boom auf, vielleicht bescherte der auch manch einem ollen Standtom ein zweites Leben als Beistelltisch oder Hausbar.

    I

    Ich glaube nicht, dass - trotz eingepackt im Keller - die Felle noch so taufrisch sein werden... daher meine Frage

    Ich würde mir um das BD-Reso so gar keinen Kopf machen, sofern es unbeschädigt ist. Wenn du stimmen kannst, bekommst du mit jedem Fell guten Livesound, du brauchst nur ggf. mal mehr oder weniger Dämpfung. Zig Euro für ne Maßnahme, an deren Effekt man glauben muss, wäre mir zu viel.


    Ersetze das Schlagfell, behalte das Reso, stimme die Bassdrum und sei glücklich. Ich behaupte, keiner von uns Goldohren würde das bemerken. 😉

    aber ja, was bei mir zuerst im Kalender steht ist immer verbindlich für mich und nur Krankheit oder sonstige fiese Umstände können daran rütteln.

    Bin ja auch ein Dino, aber ich würde einen Konzertbesuch vermutlich einer Giganfrage unterordnen. Wenn du absagst, sucht der Veranstalter wen anders, und wer weiß, ob der Gig nicht dann ganz weg ist. Ich will nicht, dass durch mich der gesamten Band ein Nachteil entsteht.


    Zumindest bei MoM Jovi als Drummer einer regional etablierten und gut gebuchten Band finde ich das nicht nur nachvollziehbar, sondern eigentlich obligatorisch. Die "Kellerband" mit jährlich drei kleinen Auftritten kann man wahrscheinlich eher hinten anstellen.


    Ich bin definitiv niemandem böse, dem was dazwischen kommt, so ist es nun mal gelegentlich im Leben.