Beiträge von trommla

    warum ist die resonanz auf diese blindverkostung so gering???

    Da ist einfach wenig dabei, was mich interessiert, und mit immerhin 2/3 des Testfelds, nämlich Paiste in allen Schattierungen, kenne ich mich nicht aus. Wenn dann noch ein Meinl Marathon dabei ist, bezweifle ich sogar die Ernsthaftigkeit des Tests. Allerdings sind Rides in der Regel bei allem außer Jazz die unkritischsten Becken.

    Hast du das schon mal getestet?

    Hab ich, und ich fand den Mehrwert zu vernachlässigen. Allerdings ein Fisher-Systhem, kein P&D.

    Bin aber wohl auch nicht der Typ, der's braucht, dass die Hosenbeine flattern. Musik funktioniert für mich, oder sie funktioniert nicht, völlig unabhängig vom Pegel (weder dB noch Promille 😉)

    jedesmal ist es irgendwie anders, so dass man kaum aus solchen Fällen lernen kann

    Klar, das macht es ja auch interessant. Aber gewisse NoGo's erkennt man mit der Zeit, und die lassen sich dann im Vorfeld gleich klären. Solche als Band gemeinsam festgelegte Grenzen werden dann eben auch nicht übergangen.


    Natürlich weiß ich heute nicht, ob nicht irgendein Veranstalter uns mal am Tag des Konzerts als Gage Douglas-Einkaufsgutscheine in die Hand drücken will. Aber du kannst sicher sein, dass sowas kein zweites Mal passiert, weil dann im Vertrag explizit drin stehen wird, dass vereinbarte Gagen in Bar oder per Überweisung zu erfolgen haben. Nur so als Beispiel. Wobei, in Thomann-Gutscheinen würden wir uns zur Not wohl alle bezahlen lassen :D

    Aber da muss ich erst mal den Ärger verfliegen lassen, sonst wird das eine spontane Wutentscheidung.

    Das wird jedenfalls meinerseits zur Sprache gebracht werden danach.

    Boa, ich verstehe gut, wie's dir geht.


    Das muss man im Anschluss echt aufarbeiten. Auch wenn man wie Korki es schafft, es einigermaßen locker zu sehen, hier wird durch mangelhafte Kommunikation einfach über deine Zeit verfügt. Wenn ich nen Gig für eine bestimmte Uhrzeit zusage, plane ich mir per se 2h Vorlauf ein, um frühzeitig vor Ort sein zu können. Sollte sich dann rausstellen, dass eine Stunde reicht, freu ich mich. Wenn aber aus irgendeiner Richtung erwartet wird, dass man bereits mehrere Stunden früher da sein muss, ist das in meinen Augen Vertragsbasis und muss vor der Zusage geklärt.


    Allerdings würde ich zur Ehrenrettung deiner Bandkollegen behaupten, dass so mancher in diese Falle getreten wären, wenn nicht von Veranstalterseite zu Beginn schon die Info vorlag. Es gibt wirklich die merkwürdigsten Vögel unter den Veranstaltern, und oft sind das ja keine Profis, sondern machen so ne Nummer einmal im Jahr oder überhaupt zum ersten Mal.

    Einmal waren wir für ein Coutryfestival in Thüringen gebucht, und wir sollten mittags schon zum Soundcheck anreisen, da wir als letzte Band den ersten Soundcheck haben sollten. Dachten wir...

    Tatsächlich waren wir die einzigen Deppen, bei denen das so gemacht wurde. Alle anderen Bands bekamen ihren Soundcheck vor ihrem Slot im Changeover. Die kannten vermutlich den Veranstalter schon.

    Unsere Stagetime war um 21:00 geplant. Nur hatte der Veranstalter ohne Rücksprache kurzfristig irgendwelche Lokalmatadore zur besten Sendezeit eingeschoben, die dann auch noch deutlich überzogen, und wir hatten Showtime irgendwann nach 23:00, als schon viele Festivalgäste im Aufbruch waren. 90 Minuten mitten in der Nacht vor ziemlich leerem Festivalgelände, und das nach fast 12 Stunden Wartezeit. Fällt wohl unter "Lehrgeld zahlen" und wird nicht wieder passieren.

    Hier auch mal (wieder) eins von mir, entstanden während der Proben zu einer Gospelnight mit 4 Chören in einer halligen Kirche. Daher waren so gut wie keine Mikrofone im Einsatz, die Drums gingen trotzdem nicht unter und hatten nen fetten Naturhall. :D

    Mittlerweile hat sich bei mir für solche Engagements das Drumcraft etabliert, da es von meinen Sets den modernsten, definiertesten Sound hat. So kommt es wenigstens noch auf 4 bis 5 Einsätze im Jahr.

    BD mit Mikro, welches in den P&D geht. Dann wackelt bei jedem Schlag der Arsch und zeigt dem Drummer spürbar seinen Beat. Ohne Lautstärke. Das ist das, was Subrak vermutlich will.

    Bin mir da nicht so sicher. Nen mittleren dreistelligen Betrag dafür, dass der Arsch a bisserl vibriert? So ziemlich die letzte (und überflüssigste) Überlegung, die ich in Erwägung zöge. Klar, wer daran Spaß hat, soll das machen. Zur Problemlösung braucht man aber lang nicht so viel Kohle zum Fenster rauswerfen. Da wäre die Idee, dochauch die Proben mit IEM zu machen, am Ende vermutlich der kleinere Schritt, glaubst du nicht?

    zweiteres muss man jedenfalls ans finanzamt abliefern, wenns mehr als 730€ pro jahr ist

    Ich kenne die Unterschiede zwischen österreichischem und deutschen Steuerrecht nicht. In D zählt nicht die Höhe der Umsätze, sondern nur der Gewinn. Ich habe mit meinem zuständigen Finanzbeamten gesprochen und ihm erklärt, dass ich jedes Jahr mehr Geld für Musik aufwende, als ich einnehme.


    Deshalb bin ich laut seiner Info (Liebhaberei ohne Gewinnerzielungsabsicht) nicht zur Abgabe einer Erklärung verpflichtet, dokumentiere aber zu meiner eigenen Sicherheit alles, wie ich es auch für die Steuererklärung bräuchte. Selbst Hutgeld schreibe ich auf.


    Wenn ich übers WE weiter weg mit Übernachtung spiele, führe ich dafür auch Verpflegungsmehraufwendungen an. Gerade im Ausland sind die Sätze dafür schon relevant, in der Schweiz fast 100 Euro für ein WE. Bei 300 Euro Gage ist dann beispielsweise schon ein Drittel nicht mehr steuerpflichtig.


    Proberaummiete erfasse ich ebenso wie den Kauf von Instrumenten oder Ersatzteilen. Und natürlich stelle ich für meine Gage auch Rechnungen mit Re-Nummer und allem, was dazugehört. Bei meinen paar Tausend Euro jedes Jahr natürlich ohne Umsatzsteuer.


    Im Grunde erstelle ich die Erklärung also nur für mich, und der große Vorteil daran ist, ich kann keine Abgabefristen übersehen, die dann vielleicht zur Schätzung führen. Und deutsche Finanzämter schätzen i.d.R. hoch, um den Steuerschuldnern Stress zu machen. Hat mir mal ein Finanzbeamter verraten...

    - Amps leiser drehen

    Uuuh, das böse Wort aller Saitenheinis...


    Genau das, was nils dir rät. Eigentlich dürfte es bei einer gut gestimmten Bassdrum dieses Problem nicht geben, wenn alle Aspekte beachtet wurden. Es sei denn vielleicht, du gehörst zu den 16"-Bassdrum-Spielern :P


    Ergänzend könntet ihr auch noch probieren, ob ne andere Position des Drumsets im Raum deine Wahrnehmung verbessert. Die Bassdrum klingt natürlich nicht überall gleich, und in einer Ecke nimmt typischerweise der Wumms des Sets zu.


    In Zeiten von Marshall Full Stacks und Co war es ein gängiges Thema, dass Gitarristen ihre Amps in die Röhrensättigung fahren wollten (was immer da genau klanglich passierte...), und entsprechend laut war dann alles. Heute gibt es für die Saitenfraktion mehr als genug sozialverträgliche Combos mit wenig Watt, die auch leise gut klingen. Haben deine Saitenzupfer die entsprechende Hardware?


    Ich spreche nur aus meiner eigenen Erfahrung, ne gute Band - im spieltechnischen Sinn - kann immer auch bei Zimmerlautstärke geil und mitreißend klingen. Dass Musik erst durch Lautstärke gut wird, ist meines Erachtens genreunabhängig ein Mythos, den sich Musiker selbst kreiert haben, um ihre Defizite zu kaschieren.


    Ups, wollte eigentlich nicht schlaumeiern, aber vielleicht findest du ja nen wahren Kern darin 😉

    Ein kleines Set mit Rosette/Tomhalter und 3 Becken bekomme ich immer schnell aufgebaut, und spielen kann ich damit so ziemlich alles, außer vielleicht Extreme Metal, aber das will (und kann) ich eh net. 😉

    Ist reines Marketing, an einem Festival dabei zu sein.

    Das ist kein Widerspruch. Wenn ich als Musiker aber in Gear investiere, meinen Proberaum zahlen muss, und dann noch Konzerte für Lau und ohne Spesen spiele, ist das keine Nullnummer, sondern ich zahle deutlich drauf. Ehrenamtlich bzw aus Leidenschaft sind Proben und anderer Zeitaufwand, so ist das nun mal, und das machen wir alle gerne.

    Wenn eine Brauerei so entscheiden würde, könnte sie zusperren. Kostendeckung ist die Mindestanforderung, das sollte für Caterer wie Musiker so gesehen werden.

    So ist eben das Business

    So argumentieren in einigen Branchen mittlerweile sogar Arbeitgeber, um Arbeitsrecht auszuhöhlen und ihre Gewinne zu maximieren. Ist das dann für dich auch ok?

    warum auch nicht, wenn Profis das oft nicht besser können als man selbst.

    Oha, dann hatte ich wohl das Pech, immer ausgerechnet die wenigen schlechten Hobbybands erwischt zu haben 😉

    Natürlich gibt es Amateure, die ähnlich professionell drangehen wie Profis. Und es gibt erstaunlich unprofessionelle Berufsmusiker.


    Aber ohne Profimusiker mit fairer Bezahlung gäbe es vieles nicht, was wir tagtäglich an Kultur konsumieren. Berufsmusiker machen nämlich nicht nur Rock und Metal wie so mancher Hobbyist, sondern sorgen durch ihre Skills für Opern-, Theater- und Musicalgenuss, spielen Soundtracks ein, begleiten die Stars auf Tourneen und bilden unsere Kinder aus. Dir fällt sicher noch mehr ein.


    Du hast natürlich Recht, niemand wird gezwungen, von der Musik zu leben. Aber wenn ein Großteil aller Musiker kapieren würde, dass von einer "Veranstaltung mit Gewinnerzielungsabsicht" auch die Musiker nen Teil vom Kuchen abbekommen müssen, hätten die Profis ein besseres Leben.


    Analog könnte man der Brauerei XY ja mal vorschlagen, ihr Bier bei Rock Im Park gratis anzubieten, weil damit ihre Bekanntheit zunimmt. Begründung z.B. "Das Bier habt ihr doch eh schon gebraut, und ihr zahlt keine Standgebühren, ist ne riesen Chance!"

    Ach ja, ich hab schon leckeres Bier von Hobbybrauern probiert, die können's durchaus auch 😉

    4000 Leute sind relativ gesehen tatsächlich nicht sooo viel.

    Als ich das erste (und einzige) Mal in der Stadthalle Offenbach auf der Bühne stand, war ich ziemlich beeindruckt, nach wie vielen Leuten sich das angefühlt hat. Ist was anderes als Open Air oder Festzelt, wo das Auditorium nie völlig dunkel ist wie in Hallen.

    die Bekanntheit steigt und es ergeben sich neue Möglichkeiten (...) Wer da noch meint, auf eine Gage bestehen zu müssen, hat etwas Grundlegendes überhaupt nicht verstanden

    Sorry, für mich hat das was von typischen Filmkomparsen, die darauf hoffen, auf dem Weg entdeckt zu werden. Und da weiß ich sicher, wie es läuft. Für Komparsen interessiert sich am Set kein Mensch, die stören eigentlich nur, aber man braucht sie halt fürs Bild.


    Ich fürchte, bei lokalen Vorbands könnte es ähnlich gelagert sein. Man braucht sie irgendwie, um dem Main Act die Bühne zu bereiten, aber sie sollen ihm nicht die Show stehlen, und das alles darf natürlich nichts kosten. Als fester Support Act auf der gesamten Tour sieht das anders aus, aber dem "Local Lückenfüller" gebe ich eher geringe Chancen. Auf wessen Seite die Verständnisprobleme liegen, ist imho nicht so eindeutig zu beantworten 😉

    Für mich ist der Aufbau beinahe irrelevant, da ich sowieso permanent variiere. Bevorzugte Konfiguration ist 1 up 1 down, aber selbst da kommt es aufgrund unterschiedlicher Kesselgrößen und restlichem Aufbau zu Verschiebungen.


    Zum Üben ist mir beinahe jede Konfiguration recht, entscheidend ist vor allem die Pedaleinstellung und die Stimmung der Snare. Ein tiefer, pappiger Rockeimer ohne Knack und Rebound taugt mir halt nicht zum Üben.

    Mir ist die Info zu dünne. Wie hoch ist der Aufwand für die Band? Fallen Reisekosten an? Ist tatsächlich zu erwarten, dass die Band in irgendeiner Form davon profitiert?


    Meine Erfahrung ist bisher, dass sich solche Engagements nicht auszahlen. Machen würde ich es trotzdem, wenn der logistische Aufwand wirklich gering und das Catering wirklich üppig ist. Alleine die Erfahrung, vor tausenden von Leuten zu spielen, hab ich schließlich noch nicht oft gemacht. Ansonsten überlasse ich das Feld gerne naiveren Bands.


    Für mich gilt dabei der Grundsatz, dass es im seltenen Einzelfall ok sein kann, zu Null rauszugehen, aber ich bringe kein Geld mit, um irgendwo zu spielen.