Beiträge von trommla

    und dann liegt da eine Sonor Phonic Plus Snare dazwischen

    Glücklicherweise entlarve ich bei solchen Dingen immer meinen Jäger-und-Sammler-Instinkt, der uns aus Urzeiten geblieben ist. Man wusste ja nie, wann man wieder was Essbares findet. Da selbst tolle Phonic-Plus-Snares ziemlich unverdaulich sind, konnte ich mich von diesem Trieb ziemlich, wenngleich nicht vollständig, befreien.


    Jaja, ich bin ein Spielverderber... ;)


    Fl0gging

    wo lagerst du deine ganzen Schnäppchen? Und was, wenn du mal wieder umziehen musst? Bei meinen letzten Umzügen war das Instrumentarium immer am mühsamsten zu transportieren, weil man es besser nicht den "Möblern" anvertrauen sollte.

    Für einen Popsong ne Wahnsinns-Komposition und heute wäre sowas undenkbar für Charts

    Ich glaube, ein Ritardando hat man schon seit Jahrzehnten bei keinem radiotauglichen neuen Song mehr gehört. Das ist mittlerweile Klassikern vorbehalten, was es uns Bandmusikern nicht leichter macht, so was exotisches sauber zu spielen.

    Der gute John Miles hatte offensichtlich noch ne Großpackung davon im Schrank liegen.

    Haha, den haben wir mal in ner Bigband versucht. Einer der Posaunisten hatte dafür ein Arrangement geschrieben.


    Ich glaube, bis zur Bühnenreife hat es die Nummer gar nicht geschafft bei, und ehe man sich hätte blamieren können, ging besagter Posaunist beruflich ins Ausland und nahm die Nummer glücklicherweise mit.


    Das Original dagegen höre ich von Zeit zu Zeit gerne 😀

    Zur Befellung kann ich dir nicht weiterhelfen, da mir diese Mode mit Mini-Bassdrums wie Kindergarten vorkommt. Ich fange immer mit nem PS3 an, das kenne ich, und das kann ich bei Bedarf zusätzlich dämpfen oder auch "entdämpfen", indem ich den Dämpfring schmäler schneide.

    bei der Kesselgröße müsste ich, wenn das funktionieren soll, wahrscheinlich ja min. ein 4“ Loch da reinzaubern.

    Generell sind 4" meine bevorzugte Größe für Port Holes, aber du hast natürlich Recht, bei 14" bleibt vom Fell nicht mehr so viel übrig. Wenn ich schon so nen Quatsch mit 14er Bass Drum machen würde, würde ich mir für 60 Euro ein Behringer BA19A holen und das fest im Innern verbauen, falls du das Sennheiser auch noch für andere Dinge brauchst. Das Kabel kann man entweder durchs Air Vent oder durch ein diskretes Loch an der Unterseite der Bassdrum führen. Das müsstest du halt bohren, was aber leicht zu bewerkstelligen ist. Und bei nem gebrauchten Martini-Kit vernichtet man jetzt auch nicht unbedingt große Werte.

    Hätte da angst, dass sich der Streifen in die Gartung verewigt.

    Bei einem weichen Materian wie Filz rechne ich nicht mit echter Beschädigung, die die Gratung unbrauchbar machen würde. Aber eine gleichmäßige Fellauflage bekommt man auf diese Weise sicher nicht. Könnte auch mit schuld am pappigen Sound sein.


    Solche Videos schaue ich allerdings auch gar nicht mehr groß an. YT und Co führen leider nicht zu einer Zunahme neuer, guter Inhalte. Bestenfalls gibt es täglich neue Protagonisten, die alte Erkenntnisse zum Besten geben. Aber viele posten auch einfach nur Sch***, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist leider wichtiger denn je, jede Aussage auf Social Media zu hinterfragen, ehe man sie weitergibt.

    Die Methode ist nicht neu, in der Bassdrum war das früher ne übliche Technik. Aber das kennst du vermutlich.


    Den Snaresound mit Filzstreifen finde ich offen gestanden viel zu pappig, und es wirkt sogar, als ob dem Snarefell dadurch der Rebound verloren geht. Allerdings kann das auch ne Täuschung aufgrund der fehlenden Technik der Trommelperson sein.


    Wenn ich so nen Sound brauche, lege ich mir nen Donut aufs Fell, oder zur Not auch mal schnell die Setliste. Gleicher Effekt, aber flexibel - und viiiiel schneller.

    Ich würde es bei der praktisch finden, die ich häufiger auf-und abbauen muss ;)

    Wenn du meist nur das 10er spielst, isses eh egal. Wenn du häufig 12 und 13 auf der Bassdrum spielen willst, wär vielleicht die 20er je nach Körpergröße anzuraten.

    m_tree

    Jetzt hab ich mir nochmal alle meine bisherigen Post durchgelesen, Marius. Tatsächlich habe ich selbst an keiner Stelle irgendeinen Unterschied zwischen Profis und Amateuren gemacht, ganz im Gegenteil. Da hast du versehentlich was hinein interpretiert, was gar nicht drin ist. Die einzige Unterscheidung, die ich treffen kann, sind die in der Regel beim Profi größeren zeitlichen Ressourcen, sich musikalischen Dingen zu widmen ;)

    Alles andere wäre auch irgendwie unlogisch...

    Das nur, weil hier auch beklagt wurde, es würde keine Locations mehr geben. Solche "Lost Places" wieder zum Leben erwecken und wenn nötig beim ersten Versuch ein Risiko einzugehen, das hatte ich gemeint.

    Ich finde den Gedanken charmant, aber steckt nicht den überlebenden Gastwirten bis heute die Pandemie in den Knochen? Und die überlenbenden, deren Rücklagen vermutlich lange aufgebraucht sind, leiden unter der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Schlingerpolitik unserer Bundesregierung(en). Wenn ich jeden Tag um meine Existenz kämpfen müsste, hätte Kulturförderung bei mir vermutlich keine hohe Priorität. Für Gastwirte bedeutet Risiko vermutlich nicht Gewinnen oder Verlieren, sondern Überleben oder Verrecken.

    Wenn es Drummer gibt, die ähnlich ticken wir ich, wären vielleicht Bilder gut. Ich kenne von keinem Stimmschlüssel dieser Welt die Typenbezeichnung.


    Edit: Google hat's mir verraten: Satin Gold in passender Schmuckschatulle. Hab ich nicht...

    Ich finde das aber etwas zu schwarz/weiß-malerisch.

    Es gibt auch professionelle Coverbands, die keine besonders guten Performances abliefern.

    Lustig, dass du gerade mich zitierst. Du hast völlig recht, der Umkehrschluss wäre natürlich unzutreffend. Profi sein heißt überhaupt nicht, es deshalb besser zu machen.


    Mir ging es aber auch nicht darum, hier ne Unterscheidung zu treffen. Die Frage war ja, ob ne GEMA-freie Hobbyband dann nicht eher für Veranstalter interessant sein könnte. Und das glaube ich nicht, weil Eigenkompositionen, die nicht aus der Masse heraus stechen, viel weniger Leute zieht als "vorkomponierte Partymucke", deren Darbietung nicht aus der Masse raussticht. Ein lausig gespieltes Highway To Hell kann man sich mit etwas Alk in ner Menschenmenge immer noch schöngröhlen. Und das ist heutzutage - leider - die Währung, die für viele Veranstalter zählt.


    Ich denke aber auch, dass danyvet recht hat, man kommt sich gegenseitig nicht in die Quere, weil die Läden unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Man muss halt als Musiker irgendwie festlegen, wo man sich am Markt sieht. Wenn Veranstalter und Band das ähnlich einschätzen, kommt man zusammen, sonst lässt man's eben bleiben.


    Wenn ne Kneipe Leuten mit wenig Liveperspektive für wenig Gage einen Auftritt vor mitgebrachtem Publikum ermöglicht, finde ich das völlig in Ordnung, so lange es fair für beide Seiten ist. Gerade Bands mit eigener Musik brauchen sowas.

    Wenn aber ein Veranstalter Bands mit dem Ziel engagiert, sich selbst zu promoten, dann wird die Band in dem Kontext in meinen Augen zum Dienstleister. Und Dienstleistung kostet nun mal Geld.


    Solche Sachen mache ich grundsätzlich nicht und hoffe, dass es weiterhin genügend Bands gibt, die ähnlich (re)agieren. Das hilft uns allen!

    wenn ich die ganzen Beiträge hier so lese, frage ich mich, warum wir alle hier überhaupt noch Musik machen

    Bei uns im Münchner Raum bringen die wenigsten, die ich kenne, selbstgeschriebene Musik auf die Bühne, dann passt das doch 😉


    Find ich auch gar nicht ehrenrührig, ich glaube es gibt viel mehr gute Instrumentalisten als Komponisten. Wenn alle das machen, was sie können, gibt's logischerweise auch mehr Nachgespieltes. In der Klassik seit Jahrhunderten normal, ich will mir gar nicht vorstellen müssen, dass jeder Dirigent nur noch Eigenkompositionen ins Programm nimmt.


    Mir ist jedenfalls gutes Handwerk mehr wert als schlechte Kunst.

    Wobei ja im Grunde auch international Erfolgreiche Rock- und Jazzgrößen wohl mal als "komponierende Amateurbands" angefangen haben dürften

    Ja klar, niemand wird als Profi geboren. International erfolgreiche Bands haben i.d.R. ein oder mehrere Hauptkomponisten, die enthusiastisch und verrückt genug sind, um sich die Skills draufzuschaffen. Da kann Musiktheorie dann ebenso dazugehören wie nächtelange Analyse herausragender Songs, nebenbei will man aber auch noch sein Instrument/seine Instrumente perfektionieren und die eigenen Texte voranbringen. Und natürlich spielen, spielen, spielen...


    Das ist im Grunde für kaum einen Hobbymusiker mit Hauptberuf zu erfüllen, und wer dann ehrlich zu sich selbst ist, covert primär und steuert vielleicht mal ne Eigenkomposition hier und da bei, die gut gelungen scheint. Wem Selbstreflexion eher unangenehm ist, der lässt keine Chance aus, kundzutun, nicht das gleiche machen zu wollen wie alle anderen, schließlich fühlt man sich künstlerisch ja irgendwie einzigartig.


    Entsprechend schwanken solche Darbietungen bei mir häufig zwischen "eigenwillig" und "unangenehm". Wenn ich mich bewusst darauf einlassen kann, ist das trotzdem ok. Aber dem Nicht-Musiker geht es doch nicht anders, den reißt das auch nicht vom Hocker, nur kann ich eben besser analytisch beschreiben, woran's liegt. Solche Bands haben halt auch nicht viel mehr Potenzial als für 2 bis 3 Konzerte jährlich, weil Family & Friends ne endliche Ressource sind.

    mich würde mal interessieren ob es nicht einfacher für Amateurbands mit eigener Mucke geworden ist, an Gigs mit Gage zu kommen, weil die normal ja nicht Mitglied der GEMA sind

    Ich glaube sogar, das Gegenteil könnte der Fall sein. Ich nehme wahr, dass der Trend beim Konsumenten weg geht vom kulturellen Interesse, hin zum Event mit Gute-Laune-Garantie. Das Interesse an Eigenkompositionen scheint bei vielen Hörern gering ausgeprägt zu sein.


    Und um ganz ehrlich zu sein, mir geben "komponierende Amateurbands" seit Jahrzehnten schon nicht mehr viel, weil den allermeisten das fehlt, was ich als Songwriting-Skills bezeichnen würde. Kunst kommt in dem Fall für mich schon auch von Können. Solche Bands besuche ich an sich nur aus freundschaftlichen Gründen, weil ich Leute aus der Band kenne.