Beiträge von trommla

    Da man höchst selten die identische Snare mit unterschiedlichen Gratungen zu hören bekommt, dürfte man als "Nicht-Trommelbauer" kaum direkt vergleichen können.


    Ich selbst habe eine Stave-Snare mit beidseits verrundeter Gratung, die mir der Pommes aus Berlin gebaut hat. Mein Wunsch war, eine sensibel ansprechende Snare mit vollem Klang und dezentem Obertonspektrum zu bekommen. Exakt das habe ich bekommen, wobei ich nicht weiß, ob die filigrane Teppichansprache auch mit der runden Gratung zu tun hat, ob sie überhaupt einen Einfluss hat, oder ob sie mit schärferer Auflage vielleicht noch feiner anspräche.


    Sollte für dich die Option gerade im Raum stehen, würde ich es einfach mal versuchen. Ich mag den Charakter meiner Snare sehr und empfinde sie definitiv nicht als Fehlkauf. Sehr gut kontrollierbar und selbst leise gespielt nicht dünn im Klang. Definitiv eigenständig, verglichen mit der restlichen Rasselbande.

    Wenn eine Markenaffinität zu Tama besteht, dann ist das völlig in Ordnung, aber ein "besseres" Einsteigerkit tut es da völlig.

    Es könnte aber durchaus auch von Vorteil sein, die Markenaffinität zu hinterfragen. Man nimmt sich so viele Optionen, wenn man sich nur auf einen Hersteller fixiert.


    Ein Imperialstar wäre zum Beispiel darunter angesiedelt, ist aber sicher kein Leuchtturm unter den Einsteigersets, sondern bestenfalls in Ordnung. Und wenn es Plaste-Reifen an der Bassdrum hat, wäre mir jeder andere Hersteller definitiv lieber. 😉

    aber was ich so gelesen hatte, hieß die Ahorn Shells seien da gut. Also Walnut ist uns definitiv (noch) zu teuer.

    Es gibt gute Nachrichten: das Holz ist ziemlich nebensächlich. Wenn man bei identischen Fellen und gleicher Stimmung überhaupt was hört, sind das Nuancen.

    Ich habe auch überlegt erstmal günstigere Cymbals zu kaufen

    DAS würde ich keinesfalls machen. Die Starclassic-Snares (auch die Superstars) sind gut genug für ne ganze Weile. Becken klingen, wie sie klingen, und gute Becken werten sogar Billigsets deutlich auf. Ich spiele an meinem Billigset Becken für nen 4-Stelligen Betrag, und jeder lobt den Sound.

    Wobei es gute Becken für kleines Geld gibt, entweder gebraucht (erfordert etwas Geduld) oder z.B von Thomann die diversen Zultan-Beckenserien.

    Diese Nummer hier vom neuen Album ist mir trotz ihrer vergleichsweise einfach gestrickten Struktur sofort aufgefallen. Wenn das kein Ohrwurm ist ...

    Ich glaube, wir Menschen unterscheiden uns halt einfach, wer welchen Emotionen im Leben zugänglich ist. Diese Nummer hat dich gleich angefixt, ich empfinde sie als überwiegend blutleer und trotzdem anstrengend. Vermutlich werden wir uns auf der Straße auch nicht nach den gleichen Frauen umdrehen, aber was solls?


    Nur verstehe ich deine Kritik nicht, weshalb man außergewöhnliche Musik nicht grundsätzlich diskutieren sollte. Es ging bislang über zwei Seiten jeder Post zum Thema Aristocrats, was ist daran OT? Ich finde es völlig legitim, angeregt vom Livebericht eines Users sich darüber auszutauschen, weshalb man die Musik der Aristocrats als verkopft empfindet, und was daran als Zirkusakrobatik wahrgenommen werden könnte.


    Ich glaube, OT kam erst mit Post #23 in Ansätzen rein, als es plötzlich darum ging, wie arg es ist, wenn Musik einen auf Biegen und Brechen berühren will. Da bestand nämlich faktisch keine unmittelbare Verbindung mehr zu den Aristocrats und ihrer Musik, sondern es wurde plötzlich eine Art Antithese aufgestellt.

    Dummerweise hab ich grad nicht parat, wer diesen Post verfasst hat ;)

    Wobei der Vergleich zu Zappa sowas von hinkt. Zwar sind manche Nummern von ihm bisweilen sackschwer und für Normalsterbliche unspielbar, aber ihm ging es primär um die musikalische Aussage, nicht um das reine Abfeiern von Virtuosität, Ohrwürmer bekanntlich eingeschlossen.

    Aber geht man nicht exakt mit dieser Erwartung aufs Konzert der Aristokraten, dass man Zirkus will? 😉

    Ich kann deine Eindrücke gut verstehen, mir würde es vermutlich ähnlich gehen. Glücklicherweise weiß ich schon seit langer Zeit, dass mir Virtuosität als Kernaussage musikalischen Schaffens nichts gibt. Daher bin ich gar nicht die Zielgruppe.

    Ziemlich geil, vor allem hoch gestimmt (aber nicht nur) finde ich sie mega!


    Mich würde interessieren, ob du neben der coolen Optik und der nicht alltäglichen Konstruktion auch klangliche Eigenschaften bemerkt hast, die den doch recht hohen Preis verschmerzen lassen. Das ist es ja letztendlich, worauf es vielen Kunden ankommen wird, und in diesen Gefilden tummeln sich beispielsweise auch manche Bellbrass-Snares, deren überwiegender Käuferkreis vermutlich die schiere Durchschlagskraft im Sinn haben.


    Auf Audioaufnahmen finde ich sowas immer viel schwerer zu beurteilen, als wenn man selbst spielt und sofort den Dynamikumfang und die Sensitivität spürt.

    Ich fand es in unserem Fall nur erstaunlich, dass es so vielen betagten Teilnehmern gefallen hat

    Wobei Bigband-Sound schon eher seniorenkonform ist, meiner Erfahrung nach. Auch wenn sie nicht mehr das Tanzbein schwingen können, werden die Herzen wieder jung.

    Zitat

    Kann das hier jemand besser?

    Spielt das überhaupt ne Rolle? Wenn Geddy Lee und Alex Lifeson ne lange Pause hatten, ist es das normalste der Welt und zutiefst menschlich, dass sich Unsicherheiten einschleichen, die man als Zuhörer vielleicht sogar merkt. Muss man doch nicht erwähnen. In dem Punkt unterscheiden wir uns alle nicht von den Stars, und ich finde das

    Geddy und Alex hatten in Interviews übrigens mehrfach angesprochen, wie schwer es ihnen nach der langen inaktiven Zeit fällt, ihre eigenen Songs wieder vernünftig spielen zu können

    macht sie mir wirklich sympathisch. Wenn Prog-Musiker in die Jahre kommen, isses aber halt auch nochmal herausfordernder, als wenn sich die Stones mit ihren Four-Chord-Songs mal wieder auf die Bühne verirren.

    Derartige Kritik wie von dir empfinde ich jedoch schon arg negativ und nicht den Tatsachen entsprechend.

    Kritik nicht, eher meine Eindrücke "frei assoziiert".

    Und natürlich haben solche Topstars nicht ohne Grund immer noch ihre Fans, da gibt es tatsächlich nix zu meckern. Am Ende entscheidet eh das finanzielle Ergebnis, nicht die Kunst.

    (Fand übrigens auch Neil Peart immer tendenziell überbewertet ;) )

    Für mich wirkt das ehrlich gesagt wie eine Reunion zweier älterer Herren weit über ihrem Zenith, bei der man hofft, durch die Verpflichtung einer jungen, hübschen, aktuell recht gefragten Drummerin wenigstens noch ein wenig Aufmerksamkeit zu bekommen. Dass Anika Nilles die Sache im Griff hat, war zu erwarten und nicht wirklich spektakulär. Und auch die Senioren können es offensichtlich noch. Muss ich deshalb die Tour besuchen? Eher nicht...

    Aber deswegen gar nicht spielen?

    Meine klare Meinung dazu: wenn die gesamte Veranstaltung "nonprofit" ist, spiele ich gerne, ansonsten lasse ich es. Sich immer wieder auf unsägliche Rahmenbedingungen einzulassen, nur um spielen zu "dürfen", schadet am Ende allen Musikern, darauf kann ich gerne verzichten.