Beiträge von trommla

    Aber wenn selbst du an deine Grenzen kommst!

    Ich denke, da liegt vielleicht der Punkt. Jeder von uns hat irgendwo Grenzbereiche, und je länger man was bestimmtes macht (oder sogar übt ;) ), umso weiter verschieben sich diese Grenzen natürlich. Das Entscheidende ist aber die Erfahrung, seine eigenen Grenzen einschätzen zu lernen, und das am besten schon lange, bevor man sich ihnen nähert. Es gibt da so ne hinterhältige Mitspielerin namens "Tagesform", die mir leider permanent reinredet. An manchen Tagen merke ich schon beim Soundcheck, dass ich eher zurückhaltend agieren sollte, und das mache ich dann auch und nehm den Fuß vom Gas. An "schlechten" Tagen spüre ich beispielsweise, dass mein Spiel nicht rund und flüssig läuft. Medizinisch könnte man das als "Hirn-Glieder-Schranke" bezeichnen. Der Kopf will was, der Körper kann's nicht umsetzen. Vermutlich sind das dann die Situationen, die zu Verspannung - und in Folge dessen möglicherweise zu Krämpfen - führen können.

    Ich warte jetzt mal ab, ob das nochmal vorkommt.

    DAS halte ich eh für entscheidend. Der Körper reagiert auf so vielfältige Weise, dass ich mir über nen Krampf echt keine Gedanken mache. Du kannst am Ende nur prophylaktisch auf ein paar Dinge achten. Wenn du das schon im Blick hast, ist doch alles gut.


    Bei mir gibt es im Programm der Jumpin' Rockets zum Ende hin manchmal Stress, wenn zu viele Uptempo-Nummern hintereinander gepackt werden. Das Finale besteht gerne mal aus 3 Shuffles mit Tempi von 180 bis knapp 200 bpm, je nach Adrenalin des Gitarristen. Da bleibt manchmal nur, die Drums zu reduzieren oder so zu variieren, dass ich nicht kaputt gehe. Letztendlich ist ein einfacher Groove immer noch besser als gar keiner, weil ich vom Hocker gefallen bin.

    Der Gedanke von Michelin ist sicher nen Gedanken wert, mal sein Setup zu hinterfragen. Ich saß schon oft an fremden Sets und habe mir überlegt, wie man die vernünftig spielen soll. So mancher Drummer hat sich offensichtlich wenig bis gar keine Gedanken gemacht zur Ergonomie und sagt trotzdem, dass es passt.


    Ich hatte noch nie nen Krampf am Set, weiß aber natürlich nicht, ob es daran liegt, dass ich schon sehr früh das Thema Aufbauergonomie als wichtig empfunden habe. Ich neige nämlich generell nicht zu Muskelkrämpfen. Ein besseres Gefühl für das Zusammenspiel der verschiedenen Bewegungsabläufe zu bekommen, schützt meiner Einschätzung nach zumindest vor Verkrampfung und verbessert die Lockerheit.

    Hast du schon vorher eine Überlastung gespürt? So dieser Gedanke "hoffentlich ist der Song bald vorbei?" Dann wäre vielleicht auch ein frühzeitiges Runterschalten ein Weg. Zum Beispiel Doppelschläge weglassen, um sicher ans rettende Ufer zu kommen.

    Ich meine mich zu erinnern, dass hier mal jemand so ein Snareprojekt mit Jeansstoff hatte. Könnte Member Schattinho gewesen sein, bin mir aber nicht mehr sicher. Der Ralf Pommerenke (https://www.schlagzeugbetreuung.de) hat sogar Snares mit Plüsch bezogen, es ist also technisch sicher nicht total abwegig. Der Sound wird sich möglicherweise um Nuancen verändern, aber sofern alles sauber ausgeführt, die Gratung nicht beeinträchtigt und der richtige Kleber verwendet wird, macht das aus ner guten Snare sicher keine schlechte. Umgekehrt nur leider auch nicht :D

    Ruf doch den Pommes mal an und frag ihn, welchen Kleber er empflielt. Das ist ein netter Typ, der gibt dir sicher nen heißen Tipp.

    Finde die Beschreibungen hier hochinteressant. Aber eine funktionierende Maschine vorausgesetzt, macht man solche Modifikationen doch eh mehr aus Spaß am Basteln.


    Zumindest kann ich für mich nach der heutigen Übesession mal wieder ganz eindeutig feststellen, dass mich nichts so sehr einschränkt wie meine Fußtechnik. Mein Perfect Balance Pedal jedenfalls hat noch gut Leistungsreserven, ganz ohne Tuning.

    Dürfte ungefähr der Neupreis gewesen sein.

    Das gaube ich zwar nicht, aber Tamburo-Sets waren ebenso wie Taye und die (alten) Drumcraft nur temporär ne Größe auf dem deutschen Markt und erreichen nur mit Mühe angemessene Verkaufspreise auf dem Gebrauchtmarkt. Zu ihren Hochzeiten hab ich mal ein Tamburo-Set in einem lokalen Shop gesehen, kenne aber mit dem trommeltom nur einen, der Tamburo spielt.

    Es ging mir jetzt eher darum, dass ich nicht jedesmal das genau Gleiche spiele.

    Wer das von mir möchte, möge mir bitte eine detailliert ausnotierte Stimme hinlegen 🤣

    ich verzocke mich in einem Fill und komme nicht genau auf der 1 raus

    Das sollte nem Drummer tatsächlich möglichst selten passieren. Wenn ich merke, dass ich grad nen Fill am verhauen bin, breche ich ab und konzentriere mich auf die nächste 1. Nen holpernden Fill kann ich als Kunst verkaufen, ne verpasste 1 nicht.


    Edit: deshalb bin ich ein riesiger Fan so genannter Money Fills wie Pat Boone Debbie Boone etc. Mit denen gewinnst du keinen Innovationspreis, verkackst aber auch nie die 1.

    Eigentlich hätte das Set ja alles, was ein E-Set für mich bräuchte. Optik und Spielgefühl eines echten Sets mit digitaler Klangerzeugung zum moderaten Preis.


    Nur klingen die im Video gezeigten Sounds halt ziemlich bescheiden. Ob da nun Gretsch draufsteht, ist mir ziemlich egal, so weiß ich aber zumindest, dass das Teil solide steht und nicht wie beispielsweise das 2box drumit 5, welches ich vor Jahren mal im Laden angespielt hab, wackelt wie ein Kuhschwanz.


    Im Geschäft würde ich es durchaus mal antesten, aber sowas gibt es ja außer in Treppendorf nirgends mehr.

    Wenn's zuviel wird, erfährst du es von deinen Mitmusikern schon.


    Es kommt vor, dass sich wer an bestimmten Fills orientiert, ohne dass dir das bewusst sein muss. Insbesondere Sängern und Gitarristen sagt man nach, dass sie nicht so gerne zählen, manchmal suchen die sich stattdessen lieber musikalische "Ankerpunkte". Und wenn das ein spezifisches Fill war, wirft es sie bei einer Veränderung aus der Spur.


    Ich mach das in Proben auch so, dass ich mal Varianten ausprobiere. Bei Fills eh, die dürfen kommen und gehen ;) Aber manchmal versuche ich auch, langweilige Grooves besser zu machen.


    Aber (für mich) gibt es zwei Grundregeln:

    1. Auf der Bühne gibt es keine unabgesprochenen Experimente

    2. Weniger ist Mehr. Die Musik wird nicht besser, weil der Drummer aus Langeweile einen raushaut.

    Schon geil. HCS gehören zu den Serien, von denen hier ja üblicherweise eher abgeraten wird. Hat irgendwer die Hoffnung, dass ein paar roh belassene wirkende Ringe auf der Oberseite daraus nu ernsthafte Zimbeln machen? Die Soundfiles stimmen mich nicht sonderlich optimistisch...