Beiträge von trommla

    Hätte da angst, dass sich der Streifen in die Gartung verewigt.

    Bei einem weichen Materian wie Filz rechne ich nicht mit echter Beschädigung, die die Gratung unbrauchbar machen würde. Aber eine gleichmäßige Fellauflage bekommt man auf diese Weise sicher nicht. Könnte auch mit schuld am pappigen Sound sein.


    Solche Videos schaue ich allerdings auch gar nicht mehr groß an. YT und Co führen leider nicht zu einer Zunahme neuer, guter Inhalte. Bestenfalls gibt es täglich neue Protagonisten, die alte Erkenntnisse zum Besten geben. Aber viele posten auch einfach nur Sch***, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist leider wichtiger denn je, jede Aussage auf Social Media zu hinterfragen, ehe man sie weitergibt.

    Dass einige hier kreativen Bands so kritisch gegenüber stehen, wundert mich schon

    Ich koche sehr kreativ. Sollte ich deshalb ein Restaurant eröffnen?


    Nein, Spaß beiseite, ich hab überhaupt nichts gegen kreative Bands. Nur ist meine Erfahrung nach bald einem halben Jahrhundert Mucke, dass die überwiegende Mehrheit der Amateurbands häufig in den gleichen Disziplinen schwächelt:


    1. Sänger, deren Energie nicht mal bis zur vordersten Reihe des Publikums durchdringt, manchmal in Verbindung mit fehlendem Charakter in der Stimme

    2. Drummer, die häufig am Ende ihrer Fills nur deshalb die 1 finden, weil die restliche Band mittlerweile weiß, wo sie suchen muss

    3. Soli, die nur die Pentatonik in ihrer Reinform rauf- und wieder runternudeln, statt nen Spannungsbogen zu bauen

    4. Kompositionen/Arrangements, die zu dicht (=durchgehend laut), einfallslos oder strukturell nicht schlüssig sind und keine gelungene Melodieführung haben.


    Punkt 1 bis 3 kann Coverbands exakt gleich treffen, in Punkt 4 sind sie dafür fein raus. Also hat ne Coverband nur 3/4 der Schwachstellen einer komponierenden Band. 😉


    Das stört mich alles überhaupt nicht, es ist auch ganz normal, dass durchschnittlich begabte/ambitionierte Hobbymusiker in ihrer Gewichtsklasse zusammenspielen, wobei natürlich auch keine Qualität wie im Staatsorchester erwartet werden darf.


    Nur schaue und höre ich mir halt lieber Bands an, die mich inspirieren, und die mich motivieren, auch noch mehr aus MIR rauszuholen. Ich besuche beispielsweise auch keine Vorstellung der Laienbühne hier im Dorf, sondern gehe richtig ins Theater.


    Wie du schreibst, am Ende wird es darauf rauslaufen, dass beide sich erst einen gewissen Ruf erspielen müssen. Und das scheint mir heutzutage für Cover deutlich leichter zu sein.

    Die Methode ist nicht neu, in der Bassdrum war das früher ne übliche Technik. Aber das kennst du vermutlich.


    Den Snaresound mit Filzstreifen finde ich offen gestanden viel zu pappig, und es wirkt sogar, als ob dem Snarefell dadurch der Rebound verloren geht. Allerdings kann das auch ne Täuschung aufgrund der fehlenden Technik der Trommelperson sein.


    Wenn ich so nen Sound brauche, lege ich mir nen Donut aufs Fell, oder zur Not auch mal schnell die Setliste. Gleicher Effekt, aber flexibel - und viiiiel schneller.

    Ich würde es bei der praktisch finden, die ich häufiger auf-und abbauen muss ;)

    Wenn du meist nur das 10er spielst, isses eh egal. Wenn du häufig 12 und 13 auf der Bassdrum spielen willst, wär vielleicht die 20er je nach Körpergröße anzuraten.

    m_tree

    Jetzt hab ich mir nochmal alle meine bisherigen Post durchgelesen, Marius. Tatsächlich habe ich selbst an keiner Stelle irgendeinen Unterschied zwischen Profis und Amateuren gemacht, ganz im Gegenteil. Da hast du versehentlich was hinein interpretiert, was gar nicht drin ist. Die einzige Unterscheidung, die ich treffen kann, sind die in der Regel beim Profi größeren zeitlichen Ressourcen, sich musikalischen Dingen zu widmen ;)

    Alles andere wäre auch irgendwie unlogisch...

    Das nur, weil hier auch beklagt wurde, es würde keine Locations mehr geben. Solche "Lost Places" wieder zum Leben erwecken und wenn nötig beim ersten Versuch ein Risiko einzugehen, das hatte ich gemeint.

    Ich finde den Gedanken charmant, aber steckt nicht den überlebenden Gastwirten bis heute die Pandemie in den Knochen? Und die überlenbenden, deren Rücklagen vermutlich lange aufgebraucht sind, leiden unter der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und der Schlingerpolitik unserer Bundesregierung(en). Wenn ich jeden Tag um meine Existenz kämpfen müsste, hätte Kulturförderung bei mir vermutlich keine hohe Priorität. Für Gastwirte bedeutet Risiko vermutlich nicht Gewinnen oder Verlieren, sondern Überleben oder Verrecken.

    Wenn es Drummer gibt, die ähnlich ticken wir ich, wären vielleicht Bilder gut. Ich kenne von keinem Stimmschlüssel dieser Welt die Typenbezeichnung.


    Edit: Google hat's mir verraten: Satin Gold in passender Schmuckschatulle. Hab ich nicht...

    Ich finde das aber etwas zu schwarz/weiß-malerisch.

    Es gibt auch professionelle Coverbands, die keine besonders guten Performances abliefern.

    Lustig, dass du gerade mich zitierst. Du hast völlig recht, der Umkehrschluss wäre natürlich unzutreffend. Profi sein heißt überhaupt nicht, es deshalb besser zu machen.


    Mir ging es aber auch nicht darum, hier ne Unterscheidung zu treffen. Die Frage war ja, ob ne GEMA-freie Hobbyband dann nicht eher für Veranstalter interessant sein könnte. Und das glaube ich nicht, weil Eigenkompositionen, die nicht aus der Masse heraus stechen, viel weniger Leute zieht als "vorkomponierte Partymucke", deren Darbietung nicht aus der Masse raussticht. Ein lausig gespieltes Highway To Hell kann man sich mit etwas Alk in ner Menschenmenge immer noch schöngröhlen. Und das ist heutzutage - leider - die Währung, die für viele Veranstalter zählt.


    Ich denke aber auch, dass danyvet recht hat, man kommt sich gegenseitig nicht in die Quere, weil die Läden unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Man muss halt als Musiker irgendwie festlegen, wo man sich am Markt sieht. Wenn Veranstalter und Band das ähnlich einschätzen, kommt man zusammen, sonst lässt man's eben bleiben.


    Wenn ne Kneipe Leuten mit wenig Liveperspektive für wenig Gage einen Auftritt vor mitgebrachtem Publikum ermöglicht, finde ich das völlig in Ordnung, so lange es fair für beide Seiten ist. Gerade Bands mit eigener Musik brauchen sowas.

    Wenn aber ein Veranstalter Bands mit dem Ziel engagiert, sich selbst zu promoten, dann wird die Band in dem Kontext in meinen Augen zum Dienstleister. Und Dienstleistung kostet nun mal Geld.


    Solche Sachen mache ich grundsätzlich nicht und hoffe, dass es weiterhin genügend Bands gibt, die ähnlich (re)agieren. Das hilft uns allen!

    wenn ich die ganzen Beiträge hier so lese, frage ich mich, warum wir alle hier überhaupt noch Musik machen

    Bei uns im Münchner Raum bringen die wenigsten, die ich kenne, selbstgeschriebene Musik auf die Bühne, dann passt das doch 😉


    Find ich auch gar nicht ehrenrührig, ich glaube es gibt viel mehr gute Instrumentalisten als Komponisten. Wenn alle das machen, was sie können, gibt's logischerweise auch mehr Nachgespieltes. In der Klassik seit Jahrhunderten normal, ich will mir gar nicht vorstellen müssen, dass jeder Dirigent nur noch Eigenkompositionen ins Programm nimmt.


    Mir ist jedenfalls gutes Handwerk mehr wert als schlechte Kunst.

    Wobei ja im Grunde auch international Erfolgreiche Rock- und Jazzgrößen wohl mal als "komponierende Amateurbands" angefangen haben dürften

    Ja klar, niemand wird als Profi geboren. International erfolgreiche Bands haben i.d.R. ein oder mehrere Hauptkomponisten, die enthusiastisch und verrückt genug sind, um sich die Skills draufzuschaffen. Da kann Musiktheorie dann ebenso dazugehören wie nächtelange Analyse herausragender Songs, nebenbei will man aber auch noch sein Instrument/seine Instrumente perfektionieren und die eigenen Texte voranbringen. Und natürlich spielen, spielen, spielen...


    Das ist im Grunde für kaum einen Hobbymusiker mit Hauptberuf zu erfüllen, und wer dann ehrlich zu sich selbst ist, covert primär und steuert vielleicht mal ne Eigenkomposition hier und da bei, die gut gelungen scheint. Wem Selbstreflexion eher unangenehm ist, der lässt keine Chance aus, kundzutun, nicht das gleiche machen zu wollen wie alle anderen, schließlich fühlt man sich künstlerisch ja irgendwie einzigartig.


    Entsprechend schwanken solche Darbietungen bei mir häufig zwischen "eigenwillig" und "unangenehm". Wenn ich mich bewusst darauf einlassen kann, ist das trotzdem ok. Aber dem Nicht-Musiker geht es doch nicht anders, den reißt das auch nicht vom Hocker, nur kann ich eben besser analytisch beschreiben, woran's liegt. Solche Bands haben halt auch nicht viel mehr Potenzial als für 2 bis 3 Konzerte jährlich, weil Family & Friends ne endliche Ressource sind.

    mich würde mal interessieren ob es nicht einfacher für Amateurbands mit eigener Mucke geworden ist, an Gigs mit Gage zu kommen, weil die normal ja nicht Mitglied der GEMA sind

    Ich glaube sogar, das Gegenteil könnte der Fall sein. Ich nehme wahr, dass der Trend beim Konsumenten weg geht vom kulturellen Interesse, hin zum Event mit Gute-Laune-Garantie. Das Interesse an Eigenkompositionen scheint bei vielen Hörern gering ausgeprägt zu sein.


    Und um ganz ehrlich zu sein, mir geben "komponierende Amateurbands" seit Jahrzehnten schon nicht mehr viel, weil den allermeisten das fehlt, was ich als Songwriting-Skills bezeichnen würde. Kunst kommt in dem Fall für mich schon auch von Können. Solche Bands besuche ich an sich nur aus freundschaftlichen Gründen, weil ich Leute aus der Band kenne.

    Jeden Abend den gleichen geilen In-Ear Sound zu haben ist schon was feines. Und natürlich für das Publikum auch schön wenn der Sound immer gut ist.

    Haha, sollte doch mittlerweile bekannt sein, dass ich ziemlich oldschool unterwegs bin. Kein IEM, und in Sachen Sound überzeugt davon, dass das Publikum am meisten davon profitiert, wenn Bands besser spielen. Ein gutes Konzert hat mich noch NIE wegen des guten Sounds beeindruckt, und schlechte Konzerte waren auch nie wegend des Souds schlecht. Ne gute Band mit durchwachsenem Sound macht mir mehr Freude als ne durchwachsene Band mit gutem Sound. Somit ist klar, wo für mich der Fokus liegen sollte. Guter Sound beginnt mit gut klingenden Arrangements, und da hakt es doch häufig schon, wenn man ganz ehrlich ist.


    Allerdings bin ich 100%ig bei dir, je aufwändiger (und damit fehleranfälliger) die zu betreuende Technik ist, umso mehr würde ich auch für nen festen Techniker votieren. Schließlich möchte ich mich vor dem Konzert auf's Programm und gute Stimmung konzentrieren, nicht auf Kabelknackser und Britzeln.Dass ich den Livesound dabei immer gleich gut höre, wäre dabei eher angenehmer Nebeneffekt, heute versuche ich ja auch bestmöglich zu spielen, auch wenn ich kaum was höre.

    Prinzipielle Frage: was genau definiert ihr eigentlich als pay to play? Wenn das einzige was man zahlt der Tontechniker ist? Den müsste man ja auch zahlen, wenn man selber einen mitbringt, außer er ist quasi Bandmitglied und macht es als Hobby.

    Wenn ich irgendwo spielen sollte, wo weder Gage gezahlt wird, noch der Wirt bereit ist, mit dem Hut rumzugehen, dann aber ne Rechnung für den Tontechniker aufmacht, sähe ich das als P2P. Da wäre ich raus. Sehen bei den Jumpin' Rockets auch alle anderen so. Wobei wir ne Gage von 200 Euro auch nicht akzeptieren würden, wenn's nicht für nen guten Zweck wär 😉


    Ansonsten scheint es tatsächlich Veranstalter z.B. bei Band Contests zu geben, die ne Teilnahmegebühr verlangen. Da würde ich dann ebenfalls dankend ablehnen, denn solche Contests bringen dir als Band meist keinen Benefit, selbst als Gewinner nicht.


    Der Tontechniker ist eh so ne Sache, wo ich gespalten bin. Meines Erachtens brauche ich als Band keinen eigenen, wenn nicht spezielle Anforderungen es unumgänglich machen. Wenn also der Veranstalter die Anlage stellt, dann bitte auch den Tech dazu.


    Als Band bedienen wir unsere Anlage selbst nach dem Motto "Keep it simple". Möglichst überschaubar ohne Schnickschnack, was mit erfahrenen, disziplinierten Musikern gut klappt.

    meisten brauche ich doch nur einen geraden links und einen Galgen rechts, sonst auch weniger. Für mich perfekt.

    Ja, dann könnte ich damit leben. Ich brauche meist nur gerade Ständer, will aber für schwierige Platzverhältnisse die Option auf Galgen nicht missen. Für mich sind versenkbare Galgen daher perfekt.

    Phil Collins ist Mitte 70, und realistisch betrachtet geht es bei ihm nur noch darum, seine Zeit auf dieser Erde ein bisschen zu verlängern. Wer bis ins Seniorenalter mit Alkohol (und anderem?) Körper und Geist ruiniert hat, dessen Schäden sind in der Regel manifest und unumkehrbar.


    Leider ist Suchtproblematik bei Promis genauso unerbittlich wie bei Opa Müller aus dem Hasenbergl, deshalb wünsche ich ihm als Mensch und seiner Familie das Beste, so lange es noch geht.


    Musikalisch ist er eh eine Legende und muss uns nichts mehr beweisen, um seinen Platz im Musikerolymp zu behalten. Für mich einer der größten Songwriter unserer Zeit.

    Die Branche ist kaputt

    Mir ist das zu plakativ und zu undifferenziert. Klar, in den 70ern und 80ern gabs bei weitem mehr Auftrittsmöglichkeiten, und ebenso konnte man sogar namhafte Musiker in kleinen Kneipen/Clubs für kleines Geld hören.


    Dafür gab's andere Sachen NICHT, zum Beispiel die Möglichkeit, online eine "virtuelle" Persönlichkeit mit Reichweite aufzubauen. Niemand hätte damals Recordings auf Profiqualität abliefern können ohne nen Mäzen im Hintergrund, und wie wir als semiprofessionelle Kapelle regelmäßig auf internationalen Festivals spielen zu können, wäre ohne Internet schier undenkbar gewesen.


    Kaputt ist nicht die Branche, sondern wir bekommen langsam zu spüren, was passiert, wenn weltweiter E-Commerce die Regie übernimmt und lokale, regionale und selbst nationale Strukturen an Bedeutung verlieren. Nach meinem Gefühl sind wir schon weit gekommen auf dem Weg in die Dystopie, nur wollen wir uns lieber einlullen und ablenken lassen, statt diese Einschätzung ernsthaft in Erwägung zu ziehen.


    Um zum Ausgangsthema zurückzukehren, es wird doch niemand gezwungen, noch so unfaire Konditionen zu akzeptieren, und man sollte sich als Musiker*innen gegenseitig ermutigen, es auch nicht zu tun. So lange ich selbst festlegen kann, was meine Darbietung mindestens wert sein muss, brauche ich nicht über ne "kaputte Branche" fabulieren. Jede Branche ändert sich über die Zeit, und jede Veränderung kostet Opfer, bringt aber auch Gewinner, wenn man es schafft, seine Konzepte anzupassen.


    Btw: selbst Hutgeld kann funktionieren. Wir spielen eher sporadisch auf Hut, haben dann aber die Vereinbarung "Umsatz für den Wirt, Hut für uns". Und zu viert teilen wir uns an schlechteren Tagen vielleicht nur 500 bis 600,- Euro, an guten aber vereinzelt auch mal das Doppelte. Machen wir aber natürlich nur in der Region bis max 1 Stunde Anfahrt, wenn der Aufwand überschaubar bleibt.

    Aber Tama macht es schon immer so.

    Das stimmt so nicht. Sowohl meine alten Roadpro-Galgen als auch die einstrebigen Stagemaster-Galgen sind komplett versenkbar. Deshalb überrascht es mich ein wenig, dass so ein nützliches Feature nicht Standard ist.

    Ich denke manchmal dran, wie solidarisch Tanzbands in den 1980ern waren: Da gab es quasi eine Mindestgage pro Kopf und es galt als unehrenhaft, diese zu unterbieten; das gab Ärger. Ok, die war wegen einer anderen Angebot-Bedarf-Ratio recht hoch; man muss realistisch bleiben.

    So sehr ich deine Einstellung teile, deine Aussage trifft den Kern des Problems. Es konkurrieren eben nicht Tanzbands mit ähnlichem "Leistungsspektrum", sondern in Wirklichkeit besteht eine äußerst heterogene Gemengelage. NIcht nur, dass manche Wirte mittlerweile Standards setzen, wie du sie beschreibst, während andere Läden wissen, dass sie gute Bands nur bei entsprechender Gegenleistung bekommen. Freilich haben die unter Musikern dann den Ruf, dass man nur schwer dort einen Fuß in die Tür bekommt, weil die Wirte auch Leistung erwarten.


    Bei den Bands spielt neben der gebotenen Qualität, also ob die Musik gut und mitreißend dargeboten wird, auch das Genre eine wichtige Rolle. Eine Partyband wird meist problemloser ihr Publikum finden als ne Balkanjazz-Combo, eine Rockabilly-Band sticht leichter unter den wenigen Mitbewerbern raus als ne Metalband unter tausenden Metalbands. Daher kann die Ausgangslage schon mal komplett verschieden sein, und ich kenne aus genau diesen Gründen mehr Bands, die sich über zwei bis drei Gigs im Jahr freuen, als Bands, die pro Monat ein oder mehr Konzerte spielen (Top40-Bands mal ausgenommen). Und das Phänomen hängt nicht primär davon ab, ob Bands reine Amateure oder Profis sind. Profis in Nischengenres kompensieren das durch viele verschiedene Besetzungen, die in Summe genügend (na ja, genügend ist auch relativ ;) ) Einkommen durch Livekonzerte abwerfen. Aber auch da kam es nicht selten vot, dass man aus dem Hut pro Musiker <50 Euro bekam, zzgl. "Kleinkunst-Verpflegung" wie Butterbrezen, Kaffee und Mineralwasser.


    Ich verstehe bis zu einem gewissen Punkt, dass Hobbybands auch mal auf die Bühne wollen und selbst PayToPlay dann kein echtes Hindernis wäre. Man ist es ja aus vielen anderen Lebensbereichen gewohnt, dass Hobbies Geld kosten. Nur ist an dem Punkt bei dir und mir Schluss, wenn das Hobby des Einen den Gewinn des Anderen finanziert. Nur bin ich auch ganz ehrlich, es gibt so viele Hobbymusiker in Deutschland, die ich bestenfalls als "bemüht" bezeichnen würde, dass ich es eher als fragwürdig empfände, wenn die plötzlich Gagen aufrufen würden wie gute etablierte Bands.