Der Sound war laut Aussagen von ein
paar Kumpels in Ordnung. Aber für
mich persönlich war es noch nicht
okay.
Ich habe Soundprobleme (nicht aufgrund schlechter Stimmung!!!) für mich so gelöst, dass ich mich darauf fokussiere, meinen Part losgelöst vom "akustischen Feedback" zu spielen. Ich weiß, wie es sich anfühlen muss, damit es grooved, der Rest findet - abgenommen oder auch nicht - in der Vorstellung der Zuhörer statt. Wenn das Publikum nichts als störend und den Gesamteindruck insgesamt als überzeugend beschreibt, verzichte ich nach Möglichkeit darauf, mich am Drumsound zu reiben.
Natürlich versucht man zwischen den Gigs, inwieweit man mit Fellen etc. noch Optimierungspotenzial hat. Aber am Ende sitzt halt die Physik am längeren Hebel, und ich klinge am besten, wenn ich den Kopf frei habe und einfach mache, selbst wenn vor mir statt ner Bassdrum ein Versandkarton stünde. Nicht lachen, hab ich so schon mal bei ner Band erlebt, da klang am "Drumset" nix amtlich, weder der Versandkarton, noch die draufgepappte Djunglesnare, noch das verdellte Splash am dürren Blechärmchen. Und trotzdem hatte der Drummer Spaß und Power, und die Kapelle schaffte es, ein richtiges Feuerwerk abzubrennen.
Wenn dein Junglekit das nicht in dem Maß hergibt, dass du damit leben kannst, würde ich auf andere Weise den Footprint reduzieren. Beispielsweise bin ich öfter mal gezwungen, nur mit flacher 22x7 Bassdrum, 14x5 Snare und gelegentlich nem Splash an der Snare zu spielen. Das ist weit weg von fett, aber nen Basisgroove mit treibendem Bumm Tschack bekomme ich prima damit hin. Und meiner Erfahrung nach sind die etwas musikaffinen Zuhörer in der Regel ziemlich begeistert zu sehen, mit wie wenig Kram ich die Band(s) voranschiebe. Komplimente bekomme ich bei solchen Auftritten fast immer ![]()