Ich finde das aber etwas zu schwarz/weiß-malerisch.
Es gibt auch professionelle Coverbands, die keine besonders guten Performances abliefern.
Lustig, dass du gerade mich zitierst. Du hast völlig recht, der Umkehrschluss wäre natürlich unzutreffend. Profi sein heißt überhaupt nicht, es deshalb besser zu machen.
Mir ging es aber auch nicht darum, hier ne Unterscheidung zu treffen. Die Frage war ja, ob ne GEMA-freie Hobbyband dann nicht eher für Veranstalter interessant sein könnte. Und das glaube ich nicht, weil Eigenkompositionen, die nicht aus der Masse heraus stechen, viel weniger Leute zieht als "vorkomponierte Partymucke", deren Darbietung nicht aus der Masse raussticht. Ein lausig gespieltes Highway To Hell kann man sich mit etwas Alk in ner Menschenmenge immer noch schöngröhlen. Und das ist heutzutage - leider - die Währung, die für viele Veranstalter zählt.
Ich denke aber auch, dass danyvet recht hat, man kommt sich gegenseitig nicht in die Quere, weil die Läden unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Man muss halt als Musiker irgendwie festlegen, wo man sich am Markt sieht. Wenn Veranstalter und Band das ähnlich einschätzen, kommt man zusammen, sonst lässt man's eben bleiben.
Wenn ne Kneipe Leuten mit wenig Liveperspektive für wenig Gage einen Auftritt vor mitgebrachtem Publikum ermöglicht, finde ich das völlig in Ordnung, so lange es fair für beide Seiten ist. Gerade Bands mit eigener Musik brauchen sowas.
Wenn aber ein Veranstalter Bands mit dem Ziel engagiert, sich selbst zu promoten, dann wird die Band in dem Kontext in meinen Augen zum Dienstleister. Und Dienstleistung kostet nun mal Geld.
Solche Sachen mache ich grundsätzlich nicht und hoffe, dass es weiterhin genügend Bands gibt, die ähnlich (re)agieren. Das hilft uns allen!