Beiträge von trommla

    wollte mir beinahe die Schuhe schnüren um zum Hängetom zu spazieren, welches gefühlt irgendwo links hinter der Hi-Hat in der Nähe der Eingangstür steht.

    Ach was, viel normaler geht's eigentlich nicht, nur hätte ich das Hängetom gerne etwas mehr über als neben der Bassdrum. Geht aber nicht, wenn es auf nem Snareständer steht. Und das lässt sich nicht verhindern, denn am Beckenständer wäre mir zu unflexibel, und die Tomhalter von Sonor sind alle so potthässlich, dass ich sie nicht auf meiner schönen Vintage-Bassdrum haben möchte.


    Ansonsten stimmt das mit der Mode schon ein wenig, es war ja früher durchaus mal angesagt, Toms und Becken sehr steil zu hängen, und auch an solchen Aufbauten gab's Virtuosen.

    Tony Williams

    Könnte man denn mit dem Doppeltomhalter auf der BD das 12er auch mittig über die Bassdrum hängen?

    Da wüsste ich als alter Rosettenliebhaber (hoffentlich will mich keiner missverstehen =O ) nicht, wie das gehen sollte. Dadurch, dass die Säule mittig über der Bassdrum ist, müssen ja die Toms seitlich sein. Außer vielleicht, du nimmst ein altes Sonor Designer mit Rocket Launcher, wo man die ganze Säule nach vorne verschieben kann. Aber sowas will man glaube ich nicht...

    Er mag die Hihats, hasst den Crash und Findet den Ride ok

    So war es wohl zu erwarten. Beim Crash merkt man die Qualitätssprünge am deutlichsten, Hihat passt eh, und billige Rides funktionieren oft noch erstaunlich gut.


    Ansonsten fiel mir schon beim E-Set auf, versucht doch mal die Toms etwas tiefer und flacher einzustellen, wenn es die Körpergröße deines Sohnes schon zulässt. Bei solchen großen Winkeln ist der Aufprallwinkel der Sticks eher vergleichbar mit nem Kometeneinschlag und kann entsprechende Krater im Fell verursachen. Flachere Winkel sind generell besser, um den Rebound des Sticks optimal zu nutzen.

    Ich wollte aber halt mal ein High-End Set mit allen High-End Features.

    Haha, verstehe ich, aber dann bist du mit 2000 Euro weit weg vom nötigen Finanzbedarf. Und das SC Performer ist auch nicht High-End (aber sicher keine schlechte Wahl).


    Ich wär allerdings bei Drumsets mit klassischer Mittelklasse für alles zufrieden zu stellen, mehr braucht's bei der heutigen Qualität nicht. In der höchsten Liga kauft man nur, weil man's kann, und auch nur um zu zeigen, dass man's kann. Musikalisch gibt es dafür keine Begründung.


    Natürlich merkst du es, wenn du in einem Maybach für 500.000,- Euro sitzt, wäre auch seltsam, wenn nicht. Aber mein Ford transportiert Familie oder Gear ebenso von A nach B, und ich bekomme nicht gleich Schweißausbrüche, wenn mal ein Kratzer reinkommt.


    Pearl Masters Maple Complete

    ...ist nur ein bisschen weit weg vom dunklen Finish, oder? Und Showroom riecht nach Einzelstück ohne Farboptionen...

    Hat jemand vielleicht Anregungen für Alternativen?

    Anregungen nicht, wäre aber bei zwei Vorgaben aus eigener Erfahrung heraus nicht so streng.


    - Bassdrum-Tiefe: meinen Lieblingsbassdrum (Vintage-Series) ist nur 14" tief, ich habe aber auch schon BD in 18" (oder bei Sonor 17,5") gespielt, die ich klasse fand. Da wäre vielleicht der Grund deiner Festlegung interessant

    - BD-Stimmschrauben: meine Lieblingsbassdrum (s.o.) hat bei 22" nur 8 Schrauben, da stört mich nichts. Der einzige "echte" Grund wäre ggf. die Assoziation mit Budget-Sets, die meist nur 8 Stimmschrauben haben. Also auch kein wirklicher Grund ;)


    Gebrauchte gute Sets gibt's da draußen viele, und nach wie vor halte ich die Mapex Saturn ja für richtig gut klingende Sets bei gleichzeitig moderaten Preisen. Wenn es übrigens ein passendes Gebrauchtangebot ohne Rosette gäbe, sollte das kein Hinderungsgrund sein. Die Teile bekommt man inklusive Schablone auch einzeln im Handel, und die Montage ist wirklich einfach, sofern man es drauf hat, ein Loch mit nem Forstnerbohrer zu bohren. Mein DC8 war damals exakt so ein Fall, die Halterung hab ich selbst nachgerüstet. Beim verlinkten SC Performer hätte ich da gar keine Bauchschmerzen, und wenn dir das Werkzeug fehlt, dann gibt's bestimmt nen Schreiner irgendwo, der die die nötigen Löcher für nen Fuffi bohrt. Mit Rosette und Halterung bleibst du immer noch unter 2000, hast aber ne saubere Sache da stehen.

    Lohnt es sich, mehr Geld auszugeben und vielleicht sogar ein Custom Set anfertigen zu lassen?

    Das lohnt imho nur, wenn man wirklich Geld wie Heu hat, oder wenn die gewünschten Sprecs so ausgefallen sind, dass man sie in Serienproduktion nirgends findet. Deine Vorstellungen sind aber doch eher Mainstream, da solltest du bei Stangenware ohne Probleme fündig werden.


    Custombau ist ja nicht nur eben ein paar Euro teurer, sondern du verdoppelst vermutlich deinen Etat, wenn das überhaupt reicht. Denn an zugekaufte und nur passend abgelängte und geölte Kessel die billigsten Lugs aus dem asiatischen Zubehörhandel hinschrauben und dann ein Custom-Badge dranschrauben, ist vielleicht auch nicht das, für das man sein Geld ausgeben möchte.

    Eine Forumskollegin hat sich kürzlich nen nagelneuen Satz Masterwork Custom im Laden geholt und ist recht angetan. Summa sumarum in der von dir favorisierten Konfiguration ca 700 Euro.

    Hätte sie bei T. bestellt, wäre sogar noch ne Transporttasche dabei gewesen.


    Welches Set unter verschiedenen Kandidaten "das beste" ist, ist so individuell wie wir Drummer. Von dem Gedanken, die vier großen Brands wären auf wundersame Weise noch besser als der Rest, solltest du dich aber lösen. Weil Z., S., P. oder M. draufsteht, sind die Dinger nur teurer, denn aufwändige weltweite Werbung und Unterstützung ihrer Markenbotschafter (=Endorser) gibt es nicht zum Nulltarif obendrauf.


    Am besten nur mit den Ohren kaufen, die meisten Logos sind eh nicht hübsch und viel zu groß 😉

    Schöne Songs, die du uns mal wieder vorstellst. Und ich hab nur ne "Trefferquote" von 80%, eins davon hab ich nämlich noch nie gespielt... ;)


    Interessant, dass du bei Strasbourg - Saint Denis ein Rocktagon-Crash am Set hängen hast. Die Dinger kenne ich nur von gaaanz früher am Set von Billy Cobham, hab aber seitdem nie eins live gesehen und gehört. Und bei Confirmation, hängt da auf der rechten Seite ein Crescent 20" Pang Thang?

    Wäre da Sabian Pro Sonix 14" eine gute Wahl?

    Die Masterwork Hihat in Donaueschingen ist (deutlich) besser. Die Klammern nur deshalb, weil die Bewertung ja nicht ganz unabhängig von meinem persönlichen Geschmack ist ;)


    Passt das Paiste Alpha nicht besser zum Hyperdrive?

    Wo ist da der Zusammenhang? Paiste Alpha sind halt Budget-Zimbeln ähnlich den ProSonix, die Masterwork trotz des günstigen VK schon richtig professionell.

    Oder vielleicht kann man es nicht so nachvollziehen...

    Doch klar, die meisten dürften so einen Bias haben, der einem beim Kauf zumindest reinredet. Bei mir ist es glücklicherweise eher das Gegenteil, es gibt Marken, um die ich tendenziell einen Bogen mache, dadurch bleiben dann immer noch genügend Optionen übrig. Witzigerweise gehört Tama bei mir tatsächlich in die Gruppe "Anti-Bias", soweit es Drumsets betrifft, was aber definitiv nicht an der Qualität liegt.

    Hardware spiele ich fast nur von Tama, und einige Snares von Tama bringen auch nen gewissen "Will-ich-haben-Faktor" mit (z.B.die Starphonics).


    Ups, Bild aus Versehen 2x hochgeladen

    Weißt du, dass du deinen Posts nachträglich editieren kannst? Nimm doch das überzählige Bild wieder raus, ist nicht schwer.

    Tama scheint ja auf junge Metalheads immer noch ne hohe Faszination auszuüben, auch wenn es wirklich so viele gute Hersteller da draußen gibt, die einen näheren Blick wert wären. Aber sei's drum, Crissy, ihr habt euch da anscheinend schon festgelegt.


    Meine Empfehlung ist dabei immer, konzentriert euch bei Komplettangeboten nicht so sehr auf die Trommeln, sondern mehr aufs "Zubehör". Ich saß schon an richtig günstigen Sets, die trotzdem ordentlich klangen, weil gute Felle und gute Becken dran waren. Ne höhere Trommelserie punktet einerseits durch coole Finishes, andererseits durch solidere Beschlagteile. Aber wie schon geschrieben wurde, ein Silverstar ist kein Starclassic, aber eine unter allen Aspekten vernünftige, günstige Serie.


    Ich würde auch dazu raten, gleich auf 4 Toms zu gehen, denn später ergänzen wird vermutlich schwierig. Aber achte trotzdem darauf, dass du mindestens 500 bis 600 Euro für Becken reservierst. Viele Händler bundlen ihre Sets mit Metallschrott, der eigentlich den Namen Becken nicht verdient, k.A. warum. Solche Angebote kaufen häufig Eltern für ihre trommelbegeisterten Kinder, und wenn die Begeisterung irgendwann nachlässt, werden diese Komplettpakete halt wieder verkauft. Oft übrigens sogar mit den originalen Werksfellen, die man für guten Sound dann definitiv tauschen sollte.


    Die Trommeln sind beim Schlagzeug im Grunde wirklich dankbar, weil das Prinzip so einfach ist, dass sogar billige Drums klingen und Spaß bringen können. Aber selbst erfahrene Drummer lassen manches Klangpotenzial auf der Straße liegen, weil es ihnen wohl zu mühsam ist, Trommeln ordentlich zu stimmen. Oder weil sie es schlicht nicht können.


    Wie ich schon schrub, bei Becken ist das anders, die klingen oder klingen nicht. Ob nun neu oder gebraucht, du solltest für Langzeitspaß die besten Becken kaufen, die du dir leisten kannst. Dabei gilt, die 4 Großen Zildjian, Sabian, Meinl und Paiste sind zwar teurer, aber nicht zwingend besser als günstigere Mitbewerber. Und während du bei Zultan für 500 Euro ein professionell klingendes kleines Beckenset bekommst, gibt's bei den Großen fürs gleiche Geld nur bessere Einstiegsware. Professionell wird's dort erst für knapp vierstellige Beträge. Warum die so teuer sind? Weil sie viel Geld in Werbung stecken, weltweit erhältlich sind, und etablierte Markennamen bezahlt man wie immer extra.

    Da man höchst selten die identische Snare mit unterschiedlichen Gratungen zu hören bekommt, dürfte man als "Nicht-Trommelbauer" kaum direkt vergleichen können.


    Ich selbst habe eine Stave-Snare mit beidseits verrundeter Gratung, die mir der Pommes aus Berlin gebaut hat. Mein Wunsch war, eine sensibel ansprechende Snare mit vollem Klang und dezentem Obertonspektrum zu bekommen. Exakt das habe ich bekommen, wobei ich nicht weiß, ob die filigrane Teppichansprache auch mit der runden Gratung zu tun hat, ob sie überhaupt einen Einfluss hat, oder ob sie mit schärferer Auflage vielleicht noch feiner anspräche.


    Sollte für dich die Option gerade im Raum stehen, würde ich es einfach mal versuchen. Ich mag den Charakter meiner Snare sehr und empfinde sie definitiv nicht als Fehlkauf. Sehr gut kontrollierbar und selbst leise gespielt nicht dünn im Klang. Definitiv eigenständig, verglichen mit der restlichen Rasselbande.

    Wenn eine Markenaffinität zu Tama besteht, dann ist das völlig in Ordnung, aber ein "besseres" Einsteigerkit tut es da völlig.

    Es könnte aber durchaus auch von Vorteil sein, die Markenaffinität zu hinterfragen. Man nimmt sich so viele Optionen, wenn man sich nur auf einen Hersteller fixiert.


    Ein Imperialstar wäre zum Beispiel darunter angesiedelt, ist aber sicher kein Leuchtturm unter den Einsteigersets, sondern bestenfalls in Ordnung. Und wenn es Plaste-Reifen an der Bassdrum hat, wäre mir jeder andere Hersteller definitiv lieber. 😉