Beiträge von trommla

    Jeden Abend den gleichen geilen In-Ear Sound zu haben ist schon was feines. Und natürlich für das Publikum auch schön wenn der Sound immer gut ist.

    Haha, sollte doch mittlerweile bekannt sein, dass ich ziemlich oldschool unterwegs bin. Kein IEM, und in Sachen Sound überzeugt davon, dass das Publikum am meisten davon profitiert, wenn Bands besser spielen. Ein gutes Konzert hat mich noch NIE wegen des guten Sounds beeindruckt, und schlechte Konzerte waren auch nie wegend des Souds schlecht. Ne gute Band mit durchwachsenem Sound macht mir mehr Freude als ne durchwachsene Band mit gutem Sound. Somit ist klar, wo für mich der Fokus liegen sollte. Guter Sound beginnt mit gut klingenden Arrangements, und da hakt es doch häufig schon, wenn man ganz ehrlich ist.


    Allerdings bin ich 100%ig bei dir, je aufwändiger (und damit fehleranfälliger) die zu betreuende Technik ist, umso mehr würde ich auch für nen festen Techniker votieren. Schließlich möchte ich mich vor dem Konzert auf's Programm und gute Stimmung konzentrieren, nicht auf Kabelknackser und Britzeln.Dass ich den Livesound dabei immer gleich gut höre, wäre dabei eher angenehmer Nebeneffekt, heute versuche ich ja auch bestmöglich zu spielen, auch wenn ich kaum was höre.

    Prinzipielle Frage: was genau definiert ihr eigentlich als pay to play? Wenn das einzige was man zahlt der Tontechniker ist? Den müsste man ja auch zahlen, wenn man selber einen mitbringt, außer er ist quasi Bandmitglied und macht es als Hobby.

    Wenn ich irgendwo spielen sollte, wo weder Gage gezahlt wird, noch der Wirt bereit ist, mit dem Hut rumzugehen, dann aber ne Rechnung für den Tontechniker aufmacht, sähe ich das als P2P. Da wäre ich raus. Sehen bei den Jumpin' Rockets auch alle anderen so. Wobei wir ne Gage von 200 Euro auch nicht akzeptieren würden, wenn's nicht für nen guten Zweck wär 😉


    Ansonsten scheint es tatsächlich Veranstalter z.B. bei Band Contests zu geben, die ne Teilnahmegebühr verlangen. Da würde ich dann ebenfalls dankend ablehnen, denn solche Contests bringen dir als Band meist keinen Benefit, selbst als Gewinner nicht.


    Der Tontechniker ist eh so ne Sache, wo ich gespalten bin. Meines Erachtens brauche ich als Band keinen eigenen, wenn nicht spezielle Anforderungen es unumgänglich machen. Wenn also der Veranstalter die Anlage stellt, dann bitte auch den Tech dazu.


    Als Band bedienen wir unsere Anlage selbst nach dem Motto "Keep it simple". Möglichst überschaubar ohne Schnickschnack, was mit erfahrenen, disziplinierten Musikern gut klappt.

    meisten brauche ich doch nur einen geraden links und einen Galgen rechts, sonst auch weniger. Für mich perfekt.

    Ja, dann könnte ich damit leben. Ich brauche meist nur gerade Ständer, will aber für schwierige Platzverhältnisse die Option auf Galgen nicht missen. Für mich sind versenkbare Galgen daher perfekt.

    Phil Collins ist Mitte 70, und realistisch betrachtet geht es bei ihm nur noch darum, seine Zeit auf dieser Erde ein bisschen zu verlängern. Wer bis ins Seniorenalter mit Alkohol (und anderem?) Körper und Geist ruiniert hat, dessen Schäden sind in der Regel manifest und unumkehrbar.


    Leider ist Suchtproblematik bei Promis genauso unerbittlich wie bei Opa Müller aus dem Hasenbergl, deshalb wünsche ich ihm als Mensch und seiner Familie das Beste, so lange es noch geht.


    Musikalisch ist er eh eine Legende und muss uns nichts mehr beweisen, um seinen Platz im Musikerolymp zu behalten. Für mich einer der größten Songwriter unserer Zeit.

    Die Branche ist kaputt

    Mir ist das zu plakativ und zu undifferenziert. Klar, in den 70ern und 80ern gabs bei weitem mehr Auftrittsmöglichkeiten, und ebenso konnte man sogar namhafte Musiker in kleinen Kneipen/Clubs für kleines Geld hören.


    Dafür gab's andere Sachen NICHT, zum Beispiel die Möglichkeit, online eine "virtuelle" Persönlichkeit mit Reichweite aufzubauen. Niemand hätte damals Recordings auf Profiqualität abliefern können ohne nen Mäzen im Hintergrund, und wie wir als semiprofessionelle Kapelle regelmäßig auf internationalen Festivals spielen zu können, wäre ohne Internet schier undenkbar gewesen.


    Kaputt ist nicht die Branche, sondern wir bekommen langsam zu spüren, was passiert, wenn weltweiter E-Commerce die Regie übernimmt und lokale, regionale und selbst nationale Strukturen an Bedeutung verlieren. Nach meinem Gefühl sind wir schon weit gekommen auf dem Weg in die Dystopie, nur wollen wir uns lieber einlullen und ablenken lassen, statt diese Einschätzung ernsthaft in Erwägung zu ziehen.


    Um zum Ausgangsthema zurückzukehren, es wird doch niemand gezwungen, noch so unfaire Konditionen zu akzeptieren, und man sollte sich als Musiker*innen gegenseitig ermutigen, es auch nicht zu tun. So lange ich selbst festlegen kann, was meine Darbietung mindestens wert sein muss, brauche ich nicht über ne "kaputte Branche" fabulieren. Jede Branche ändert sich über die Zeit, und jede Veränderung kostet Opfer, bringt aber auch Gewinner, wenn man es schafft, seine Konzepte anzupassen.


    Btw: selbst Hutgeld kann funktionieren. Wir spielen eher sporadisch auf Hut, haben dann aber die Vereinbarung "Umsatz für den Wirt, Hut für uns". Und zu viert teilen wir uns an schlechteren Tagen vielleicht nur 500 bis 600,- Euro, an guten aber vereinzelt auch mal das Doppelte. Machen wir aber natürlich nur in der Region bis max 1 Stunde Anfahrt, wenn der Aufwand überschaubar bleibt.

    Aber Tama macht es schon immer so.

    Das stimmt so nicht. Sowohl meine alten Roadpro-Galgen als auch die einstrebigen Stagemaster-Galgen sind komplett versenkbar. Deshalb überrascht es mich ein wenig, dass so ein nützliches Feature nicht Standard ist.

    Ich denke manchmal dran, wie solidarisch Tanzbands in den 1980ern waren: Da gab es quasi eine Mindestgage pro Kopf und es galt als unehrenhaft, diese zu unterbieten; das gab Ärger. Ok, die war wegen einer anderen Angebot-Bedarf-Ratio recht hoch; man muss realistisch bleiben.

    So sehr ich deine Einstellung teile, deine Aussage trifft den Kern des Problems. Es konkurrieren eben nicht Tanzbands mit ähnlichem "Leistungsspektrum", sondern in Wirklichkeit besteht eine äußerst heterogene Gemengelage. NIcht nur, dass manche Wirte mittlerweile Standards setzen, wie du sie beschreibst, während andere Läden wissen, dass sie gute Bands nur bei entsprechender Gegenleistung bekommen. Freilich haben die unter Musikern dann den Ruf, dass man nur schwer dort einen Fuß in die Tür bekommt, weil die Wirte auch Leistung erwarten.


    Bei den Bands spielt neben der gebotenen Qualität, also ob die Musik gut und mitreißend dargeboten wird, auch das Genre eine wichtige Rolle. Eine Partyband wird meist problemloser ihr Publikum finden als ne Balkanjazz-Combo, eine Rockabilly-Band sticht leichter unter den wenigen Mitbewerbern raus als ne Metalband unter tausenden Metalbands. Daher kann die Ausgangslage schon mal komplett verschieden sein, und ich kenne aus genau diesen Gründen mehr Bands, die sich über zwei bis drei Gigs im Jahr freuen, als Bands, die pro Monat ein oder mehr Konzerte spielen (Top40-Bands mal ausgenommen). Und das Phänomen hängt nicht primär davon ab, ob Bands reine Amateure oder Profis sind. Profis in Nischengenres kompensieren das durch viele verschiedene Besetzungen, die in Summe genügend (na ja, genügend ist auch relativ ;) ) Einkommen durch Livekonzerte abwerfen. Aber auch da kam es nicht selten vot, dass man aus dem Hut pro Musiker <50 Euro bekam, zzgl. "Kleinkunst-Verpflegung" wie Butterbrezen, Kaffee und Mineralwasser.


    Ich verstehe bis zu einem gewissen Punkt, dass Hobbybands auch mal auf die Bühne wollen und selbst PayToPlay dann kein echtes Hindernis wäre. Man ist es ja aus vielen anderen Lebensbereichen gewohnt, dass Hobbies Geld kosten. Nur ist an dem Punkt bei dir und mir Schluss, wenn das Hobby des Einen den Gewinn des Anderen finanziert. Nur bin ich auch ganz ehrlich, es gibt so viele Hobbymusiker in Deutschland, die ich bestenfalls als "bemüht" bezeichnen würde, dass ich es eher als fragwürdig empfände, wenn die plötzlich Gagen aufrufen würden wie gute etablierte Bands.

    Ich bin mal gespannt, ob noch Snareständer und HiHat nachgeschoben werden, dann wäre es `ne Lightweight-Komplettlösung.

    DAS hatte ich mir genauso auch schon gedacht.

    Au ja, dann wäre das ein heißer Kandidat für meinen nächsten Satz Hardware 😀 Yamaha's Crosstown ist teurer und holt mich optisch gar nicht ab, aber die wiederbelebte Spartan-Serie könnte was sein. Funktionell gibt's bei Tama ja in der Regel eh nix zu meckern.

    Ist das in dem Video die Organisatorin?

    Na da wird so manches klarer. Typ hochambitioniert, aber die Dinge, die man nicht drauf hat, nicht aus der Hand geben wollen. Möglicherweise ist Selbstreflektion auch nicht Ihre stärkste Seite.

    Wieviel Gage war nochmal vereinbart? ;)


    Diskutieren wir nicht immer über den Sinn des Berleburger Krupp-Stahls? :S

    Ab sofort schreiben dann wohl alle DF-User in ihre Rider den Passus rein

    "Es müssen mindestens 4 zusätzliche Beckenständer des Herstellers Sonor aus der Signature-Serie, und nur solche, gestellt werden."

    Zumindest auf dem Tomhalter kann man die hohe Luftfeuchtigkeit gut erkennen :D

    Glücklicherweise sind solche Situationen selten. Mich hat in 40 Jahren glaub 3 Mal ein solcher Wolkenbruch erwischt, dass ich danach zuhause meinen Kram trockenfeudeln musste.

    Haha, da hast du natürlich nen Punkt. Gegen Sturm kannst nix machen, und ich kann dir aus Erfahrung mit Sturm als Segler sagen, da helfen am Ende auch 10 Ziegelsteine nicht mehr so viel. Ich hab erlebt, wie schnell Segel (die sind ja ähnlich wie so ne Plane, nur meistens weiß) vom Sturm zerfetzt wurden, wenn sie schlugen.

    Für schlechte/unsichere Wetterlagen packe ich bei Outdor-Gigs immer ne Bauplane ins Auto, die ich mal beim Aldi/Hofer mitgenommen hab. Damit lässt sich zwar nicht die ganze Bühne abdecken, aber wenn ich sie übers Set werfe, können die übrigen Bandmitglieder zumindest bei Bedarf Teile ihrer Elektronik drunterpacken. Hab auch schon erlebt, dass was vor Ort war, aber in der Regel kümmert sich das Stage-Personal primär um PA und Licht, und als Band schaust du in die Röhre.


    https://www.amazon.de/Abio-Abdeckplane-Wasserdicht-Plane-Gewebeplane/dp/B0D7H4B5N2?th=1


    Ein Billigset zum Aufbrauchen hab ich leider nicht. Aber auch für dich wär zusätzlich so eine Plane vielleicht ganz charmant. Schließlich hängen auch Becken am Set, manchmal auch Mikros, und wer weiß was noch.