rein TECHNISCH hat beeble wohl recht, dass ein edrum einem keyboard näher ist als einem schlagzeug.
Sorry, das ist doch Unsinn. Ein Keyboard ist einem Klavier etwa so ähnlich, wie ein E-Set einem akustischen Drumset, wenn man schon eine Analogie bemühen möchte. Beide, sowohl E-Drum als auch K-Board, dienen UNTER ANDEREM dazu, das akustische Pendant zu emulieren, was je nach Modell, Preis und Geschmack mal mehr, mal weniger gut gelöst ist. Beides sind aber im Idealfall auch eigenständige Instrumente, was beim Keyboard ja nun schon lange unstrittig ist. Auch beim Keyboard gibt es manche, die felsenfest den Standpunkt vertreten, man müsse zunächst Klavier gelernt haben, ehe man mit Keyboard beginnt, weil man ansonsten keinen guten Anschlag entwickeln könnte. Und trotzdem gibt es viele Keyboard-Eleven, die genau das NICHT tun ![]()
Weshalb ist aber nun das "Iiiih-Drum" auch nach 4 Jahrzehnten noch nicht genauso selbstverständlich auf Bühnen wie in Studios zu finden wie Keyboards? Genau weiß ich es nicht, könnte mir aber vorstellen, dass die technische Herausforderung um ein vielfaches höher ist, die Anschläge ins Elektronische zu "übersetzen", da die Klangerzeugung in mehreren Dimensionen stattfindet und jede Veränderung der Anschlagsposition sofort hörbare Auswirkungen auf den Sound hat. Zudem ist ein Schlagzeug ja nicht EIN Instrument, sondern eine Gruppe verschiedener Instrumente, deren Klänge im Set auch zusammenwirken und -resonieren.
D.h. ein wirklich glaubwürdiges Set zu bauen, scheint nach wie vor eine gewisse Herausforderung zu sein, während Keyboards ziemlich ausgereift sind und vor allem noch durch Konnektivität punkten.
Und dann sind eben auch die Aufgaben, für die man eine rein elektronische Klangerzeugung beim E--Set nutzen könnte, schon lange durch Keyboards abgedeckt, dafür braucht man wirklich kein E-Drum. Wenn ich als Drummer mal wirklich Samples abfeuern muss, gibt's dafür Sampling Pads für deutlich unter 1000 Euro, die ich mir ans Set baue.