Eigendlich bin ich noch nie ein Freund von Beckensets gewesen.
Zu Beginn mag es noch gut gehen,wenn man den eigenen klanglichen Geschmack des Beckensets so in etwa trifft. Später stellt man doch fest,dass man doch unterschiedliche Ansprüche an die Becken stellt.
Da kann es durchaus sein,dass man sich beim Ride für eine Medium Variante, beim Crash vielleicht doch eher für ein Thin-Crash entscheidet.
Muss allerdings gestehen,dass ich es von Beginn an es nicht anderes kennen gelernt habe.
Nachdem ich meine Karl May Bücher genug gequält hatte bekam ich mein erstes Drumset mit etwas was so ähnlich aussah wie Becken. Nur HIHat, ein Crash und ein Ride.
Letzteres habe ich allerdings auch als Crash benutzt. Erweitert hab ich dieses Set nur mit einem richtigen Ridebecke,welches ich heute immer noch spiele. Alles weitere kam mit dem Hilite zu mir. Man könnte jetzt meinen mit dem Hilte hab ich mir ja ein Becken-Set zugelegt-stimmt aber nicht so ganz. Da passt auf den ersten Blick eigentlich keine Becken zusammen.Hersteller und Art der Becken sind total unterschiedlich.
Passen aber "erschreckend"gut zusammen und klingen einfach super.
Bin nach Jahren deren Klang nicht Müde geworden.
Ich behaupte mal, dass die Becken mit Bedacht individuell ausgewählt wurden.
Leider konnte ich den Vorbesitzer nicht mehr kennenlernen.
Die Philosophie Becken individuell auszuwählen hab ich so beibehalten.
Daher auch die bunte Mischung meiner Becken.
Ob man zu Beginn gleich zwei oder mehrere Crash-Becken braucht ist wohl sehr individuell. Ich hab immer gerne mit zwei Crashs gespielt.Wobei es weniger um die klangliche Vielfalt ging,sondern um die variable Gestaltung der Orchestrierung.
Kommt drauf an von welcher Seite man die Sache betrachtet.
Ich bin der Meinung,dass man gerade zu Beginn viele Wege gehen sollte-Möglichst viel Bewegung in sein Spiel bringen.Bewegungsabläufe und Wege kann man später noch optimieren.
Dazu gehört auch das optimieren des Drumset auf die jeweiligen Bedürfnisse.
z.B. ein Crash dahinhängen, wo es einem am besten liegt.
Hat man nur ein Crash,so würde ich es mal an verschiedene Stellen platzieren.
Man wird dadurch einfach flexibler und optimiert sich gleichzeitig dadurch.
Entscheidet man sich später doch noch für weitere Becken,so benötigt man weniger Zeit,um es in das eigene Spiel einzubauen.
Man ist die Wege ja schon mal gegangen
Worauf ich hinaus will: Es geht hier nur um Bewegung und Koordination. Man lernt etwas Neues und die Verknüpfungen im Gehirn beginnen sich neu zu bilden.
Lernt man die Dinge vielfältiger dann sind diese Verknüpfungen auch vielfältiger.
Man lernt die Basics zusammen mit der etablierten Bewegungsvielfalt.
Darum zu sagen ein zweites vorhandene Becken nicht aufzuhängen (aus welchen Grund auch immer), könnte unter Umständen von sogar Nachteil sein.
Irgendwann beginnt man schliesslich sein Spiel und sein Equipment zu optimieren. Was man bis dahin jedoch gemacht hat kann einem nicht mehr genommen werden.
Ich weiß-es ist natürlich sehr theoretisch und sehr in die Tiefe gedacht. Aber man kann ja mal drüber nachdenken 