Seelanne man kann Bänder nicht stärken.
Muskeln/Sehnen kann man kräftigen, aber anders wärs besser.
Das mit dem neuromuskulären Zusammenspiel ist schon richtiger.
Ich frag mich nur, ob 30 min Üben mit fetten/langen Sticks, gegenüber 30 min Üben mit meinen Standardsticks, einen messbaren Unterschied macht, oder sich dann im Kontrast dazu einfach nur „besser“ anfühlt.
1. Was "wäre anders besser" ? Fragt Herr Kannitverstan.
2. Ich hatte ja schon angedeutet, dass die Wirkung vom Üben mit dickeren Sticks in der allg. Ausprägung durchaus auch etwas Mythen-Bildung ist, dies zumal diejenigen, die tatsächlich mit dicken Sticks definitiv üben müssen, schließlich auch mit Ihnen dann spielen (Corpsmaster).
Ob ein 30-minütiges Üben mit dickeren Sticks für Drumset -Spielerüberhaupt einen messbaren Unterschied macht, als 30 Minuten mit einem Standard Stick, dürfte daher ohnehin danach zu entscheiden sein, wie oft man diese 30 Minuten übt:
Wenn man eh nur zweimal in der Woche 30 Minuten lang Technik übt, dürfte der Unterschied 0 sein. Wenn man dagegen jeden Tag 30 Minuten Technik übt, dürfte es aber wohl einen Unterschied machen.
Aber auch hier wäre dann natürlich die Frage: warum spiel ich denn anschließend nicht ebenfalls mit den dicken Sticks am Set ?
3. Aber "Grau, teurer Freund, ist alle Theorie, nur Grün ist des Lebens goldener Baum" wusste schon Mephisto zu berichten:
Wie auch sonst im Leben, so auch gerade beim Drummen, gilt "machen ist besser als Reden" und "Ausprobieren ist besser als Sinnieren". Also einfach mal testen, sich an was neues wagen, dümmer wird man dabei sicher nicht. Auch auf manche Grip- und Technik-Details kommt man manchmal erst dann, wenn man mal nicht die ausgetretenen Pfade begeht, sondern das macht, was man noch nie gemacht hat.
Und selbst wenn nicht, wie Steve Gadd schon sagte: "Ziele sind toll, aber ob man sie wirklich erreicht, immer relativ ungewiss. Entscheidend ist die Reise dorthin, die muss Spaß machen".