Hey coda,
ja ich weiß, daß das keine Aufnahme von Euch ist: War ein Späßchen.
Zur Abwechslung, der Versuch, was Konstruktives beizutragen.
Die wichtigste Frage, die sich bei sowas stellt lautet: Was will ich?
Wollt Ihr den Song 1:1 nachspielen, wollt Ihr Eure Version des Songs spielen oder eine eigene Interpretation wagen, die den Namen auch verdient?
Deinem Post entnehme ich, daß Du möglichst nahe am Original bleiben möchtest. Ist das überhaupt sinnvoll? Dazu muß man die ganze Band hören. Der Drumpart ist ein Teil des Ganzen und wichtiger, als Vinnie zu kopieren ist es imho, das Feel des Songs rüber zu kriegen. Und da ist entscheidend, welche Bestzung Ihr habt, was der Rest der Band spielt, wie die Fähigkeiten der Musikanten sind etcpp. Wenn's nicht groovt, kann's an tausend Sachen liegen, zwei sind besonders häufig "schuld": das Rhythmus-Arrangement der Band und natürlich das, was der Trommler oder die Trommlerin spielt.
Als erstes würde ich das Rhythmus-Arrangemendt der ganzen Band en detail checken. Was spielt jeder einzelne - und was sollte er spielen? Müssen Parts angepaßt weden, weil z. B. Instrumente fehlen oder zu schwierig zu spielen sind uswusf. Du schreibst, daß Eure Sängerin zu Beginn Shaker spielt und gegen Ende des Songs damit aufhört. Ohne das gehört zu haben, glaube ich, daß das problematisch ist. Ein Shaker ist eine ziemlich auffällige Sache und wenn er weggenommen wird, entsteht meist ein Loch. Sowas zum Ende eines Songs ist um so riskanter, da hier sehr oft die Intenität des Songs zunimmt.
Wenn der Schlagzeugpart nicht groovt, erst mal vereinfachen: Ghost Notes weglassen, sehen, ob's besser groovt, wenn nicht, den Drumpart weiter verändern. Das hat natürlich seine Grenzen [Bei "We Will Rock You" würde ich das nicht machen:-)]. Anschließend den Drumpart ggf. wieder mit Ghostnotes anreichern. Aber immer so, daß man das auch geschmeidig spielen kann, sonst bewirken Ghosts das Gegenteil dessen was sie sollen.
Eine Sache darf man beim Covern nicht außer Acht lassen: Der Trommler des Originals spielt das, was er spielt, weil es ihm liegt. Und das kann er dann auch sehr überzeugend spielen. Derjenige, der was nachspielt, ist in einer viel ungünsitigeren Position und die Aufgabe, was genau so nachzuempfinden wie es jemand vorgemacht hat, ist bestimmt schwieriger.
In einer meiner Bands covern wir ab & an ein paar Nummern. Ich spiele so gut wie nie den original Schlagzeugpart, denn meine Version kommt unterm Strich überzeugender als die 1:1-Kopie des Originals. Das heißt nicht, daß meine Version besser ist, sondern nur daß sie besser ist, als meine "Originalversion" (außerdem macht's mir so rum viel mehr Spaß).
Keep On Groovin'
fwdrums