Ich bin kein Schlagzeuglehrer, habe aber im Alltag/Job mit Menschen in Lernsituationen zu tun.
Was ich super finde: dein Sohn fängt eigenmotiviert an selber Material zu suchen und zu üben.
Was ich kritisch sehe: ein roter Faden oder eine Sammlung an Übungen (welchen), die in einem Zeitraum X erreichbar sein sollen fände ich schon hilfreich: als Ziel und Perspektive für deinen Sohn. Wenn das fehlt klingt es seitens des Lehrers planlos und das fände ich suboptimal.
Hausaufgaben sind nicht unbedingt der Weisheit letzter Schrei, weil es im Falle der Nichterfüllung zu Frust und Vermeidungsstrategien seitens des Schülers kommen kann und weil sie gerne unter Druck im letzten Moment erledigt werden. Was aber offensichtlich bei deinem Sohn beim Trommeln anders ist: Glückwunsch an ihn!
Mit 12 Jahren sehe ich schon ein großes Maß an möglicher Eigenständigkeit: vielleicht versucht ihr beide die Vorteile des Unterricht(stils) für ihn zu nutzen und er bekommt zusätzliches Futter woanders her.
Auch kann ein 12Jähriger durchaus mit vorbereiten Themen und Fragen an seinen Lehrer herantreten und dort gezielt um Hilfestellung fragen und so den Lehrer in seiner Rolle fordern (ja, das ist nicht der Job des Schülers) um das Verhältnis positiv weiter zu nutzen.
Wenn dabei was rumkommt: super, ansonsten gibt es doch auch prima Onlinelehrer wenn vor Ort kein geeigneter mehr ist?
Zur Ausgangsfrage: guter Unterricht sorgt dafür, dass der Schüler es schafft selber zu erlernen. Er ist Hilfestellung und kein Eintrainieren von x erfolgreichen Übungen.
Aber vielleicht kannst Du was zu den Zielen deines Sohnes sagen?