Beiträge von f_luxus

    Da könnte ich stundenlang zuhören.

    Einfach mal die Achtel Triolen im Hinterkopf mitlaufen lassen. Die sind komplett da.

    Nix mit "binärer" als Shuffle.

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    Phillie Joe Jones ist eh ein grandioser Drummer, wenn es darum geht Jazz Drumming zu verstehen.

    Der hatte in den 50ern schon Haare am S... und hat bis in die 70er noch aktiv gespielt.

    Von ihm haben viele spätere Legenden an den Drums alles gelernt.

    Naja, Halbwahrheiten und Unwahrheiten wird man ja mal noch klarstellen dürfen.


    Was der Herr Baum nicht checkt, weil ihm da einfach das Fachwissen fehlt und noch viel mehr die Praxis, ist dass Swing einfach die Viertel im Vordergrund hat und nicht die Achtel. Außerdem macht die HiHat viel mehr Fußarbeit und ist noch fast wichtiger als das Ride. Mit Besen kann man auch swingen, ganz ohne Ride.

    Beziehst du dich hier jetzt auf die Melodieinstrumente?

    Ja, genau. Bitte aber auch bedenken dass unterschiedliche Solisten ggf. weicher oder härter phrasieren.


    Und dann beim Shuffle würde das Saxophon den ersten Ton abstoppen, damit die mittlere Triolennote wirklich eine Pause ist?

    Nein. Shuffle ist tatsächlich eher etwas Schlagzeug Rhythmus spezifischer.

    Nichtsdestotrotz wird im Blues schon härter phrasiert. Hör dir doch einfach mal BB King oder so an. Der hat viele Shuffle Blues Songs.

    Lieber Marius,


    das wirst du nicht gerne hören, aber der Unterschied vom Charleston zum Swing, definiert sich nunmal über den Bass.

    Wenn man davon keine Ahnung hat, kann man vielleicht auch mal zuhören.

    Zum Thema Swing hadt du bisher überwiegend Stuss geschrieben.

    Ich werde nicht anfangen dich in Watte zu packen, das machst du ja mit anderen auch nicht.

    Tatsächlich könntest du hierbei noch was lernen. Also heul bitte -40dB...

    Die uns heute bekannte Swing-Begleitung auf dem Ride wird vor allem Kenny Clarke zugeschrieben, und das passierte erst ab den 30ern bis in die 40er, also zeitlich etwa mit dem Maximum der Popularität von Swingorchestern.

    Ende 19. Jahrhundert hat sich das ganze aus Funeral Marschkapellen und Ragtime Kompositionen entwickelt. Swing mit dem Bass auf den Vierteln hat sich dann in Tanzsälen entwickelt. Bis in die 50er war es völlig üblich als Kontrabassist auch noch Sousaphon/Tuba spielen zu können, für draußen quasi. Ab den 50ern konnte man den Bass zumindest mikrofonisch etwas stützen, so dass der halbe Puls mit Slap in den Bands nicht mehr notwendig war, so dass die ersten Bassisten auch freier spielen konnten und auch mal solierten.

    Das ist für die Entwicklung des Swing nicht unerheblich, siehe Scott LaFaro und Paul Motion, die ein viel luftigeres Feeling haben als Slam Steward von Slim & Slam.


    Beispiele:

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    Swing ist typischerweise eine abgespeckte Version von Shuffle (wobei Swing musikgeschichtlich zuerst da war), meistens auf dem Ride gespielt. Dabei werden die triolischen Zählzeiten von 1+3 ausgelassen. Klingt dann wie "ding ding de ding ding de ding ding de ding".

    Swing muss nicht exakt triolisch gespielt werden und ist dehnbarer.

    Du denkst das zu sehr vom Schlagzeug aus.

    Die Phrasierung der Achtel ist immer triolisch.

    Da wird nix abgespeckt. Lediglich im Mikrotiming einzelner Musiker kann das variieren und je schneller die Viertel, desto binärer fühlt es sich an. Hab ich aber schonmal geschrieben.

    Im Hinterkopf laufen immer die Achtel-Triolen mit. Wenn du dir Saxophon Transkriptionen anschaust, wird die unterschwellige Rhythmik auf einmal sichtbar.


    Bei Shuffle Grooves wird die erste Triole im Päckchen genauso kurz gespielt wie die dritte und ein Shuffle Groove kann auch auf der 16tel Ebene stattfinden.

    Swing swingt immer auf der Achtel Ebene und die ersten beiden Triolenachtel bilden die 1, die dritte die +.


    Aber nochmal, weil es scheinbar immer noch nicht klar zu sein scheint:


    Musiktheorie hat keinen Anspruch auf Evidenz. Es ist rein beobachtend und man muss es immer aus der Praxis und den aktuellen Entwicklungen heraus betrachten.


    Randbemerkung:

    Das Wort Shuffle kann in verschiedenen Ländern, Jahrzehnten, Szenen oder Stilrichtungen durchaus abweichende Bedeutungen haben.

    Shuffle ist halt auch eine Spielart im Techno, bzw. in der aktuellen Popmusik nochmal ganz was anderes.

    Hab ein Sonor Martini. Das Ding macht super viel Spaß, ist aber bassmäßig sehr schwach auf der Brust, weil die Kick eben nur 14“ hat.

    Mit Mikro hab ich sie schon live gespielt. Das geht wiederum gut.

    Bei meinem Tama Cocktailset ist das ähnlich.

    Da geh ich mittlerweile mit einem BD Mic in den Bassamp (Markbass hat auch einen XLR Input) und dann klingt das ziemlich gut.

    Zumindest besser als ohne :)

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    m_tree


    Verstehe ich. Aber würde man einen Swing nicht anders notieren? Das weiß ich jetzt tatsächlich nicht.

    Swing wird normalerweise einfach in "normalen" Achteln notiert mit dem Vermerk Swing. Die Viertel sind meistens recht schnell, deshalb fühlt sich Swing binärer an als er ist.

    Je schneller die Viertel, desto stärker der Effekt. Bei 300bpm lassen sich binäre oder ternäre Achtel kaum noch unterscheiden.

    In vielen Notationsprogrammen lässt sich der Swing Grad in Prozent einstellen.

    Dieses Mikrotiming ist etwas individueller, aber es ist schon so gedacht, dass sich Swing eigentlich auf der ternären Ebene abspielt.

    Wie schon erwähnt, mit Abweichungen.

    Und da Musiktheorie ja eine beobachtende Disziplin ist und keine evidente, muss man nicht alles immer Trennscharf festnageln, auch wenn so mancher das gerne so hätte.


    Auf den Gedanken, dass andere sich besser auskennen kommen diese Leute aber nicht ;)


    Wie auch immer, du hattest da schon das richtige Bauchgefühl.


    Ein Shuffle hingegen wird idR als 12/8 notiert.


    Liebe Grüße, Felix

    Cool, mein Thema :) Ich hab ein Tama Cocktailset und noch ein Set mit 16x09 BD und 08/10/13 Toms und 13er Pancake Snare.
    Beide Sets lassen sich schachteln. Das Cocktailset kennt man ja und das andere hat die 13er single headed und zur Not kann man die 10er in die BD reintun, ein Reso ist imho schnell gestimmt. meistens lasse ich das 10er Tom aber zu Hause.

    Ich nutze die beiden Sets vor allem für Instrumentenkarussel Unterricht, wenn das Thema Schlagzeug dran ist.
    So passen die beiden Sets bequem in den Bmax. Ich beide Schlagzeuge jeweils auch in einem Gang zur Bühne tragen wenn es sein muss.

    Das kleinste was für mich Sinn macht, ist eine Cajon mit umgedrehter Fußmaschine und eine Snare HiHat Kombination, wahlweise noch mit einem kleinen Becken als Crashride. Was will man da denn noch verkleinern?
    Cajon in eine Rucksacktasche, Fußmaschine und Becken in die eine Hand, HiHatmaschine in die andere Hand.

    Stilistisch fange ich als Lehrer eigentlich erstmal mit allem an, was das Realbook und seine Varianten so hergeben.

    Darin findet sich sehr viel Medium Swing, etwas Bossa/Afro/Latin und auch ein paar rockigere Nummern.


    Ich finde es sehr wichtig auch die Stücke zu spielen und nicht nur die Stilistik.

    Man lernt so viel dabei sich die wichtigsten Aufnahmen zu jedem Standard anzuhören.

    Paul Motion, Phillie Joe Jones oder Brian Blade spielen das selbe Stück ja auch komplett anders.


    Über das Kopieren, findet man irgendwann seine eigene Stimme.


    Am Kontrabass waren das Charles Mingus, Scott LaFaro und Dave Holland die mich zu gleichen Teilen inspiriert haben und das hört man wahrscheinlich auch:

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    Ich habe jeden der drei kopiert und auch Transkriptionen angefertigt die ich dann gespielt habe. Ich hab eine Solo Nummer von Good Bye Porkpie Hat auf der Zwischenprüfung gespielt und zu Lucky Seven gejammt. Das kontrapuntische Spiel des Bill Evans Trios ist bis heute meine Art Trio zu spielen. Ich musste jahrelang trainieren weniger zu spielen um überhaupt Top40 authentisch spielen zu können.


    Und irgendwo muss man ja anfangen.

    Bei mir war es der große Bruder des Drummers meiner ersten Band, der mir die Platte "Jazz Samba" gebrannt hat.

    Ich hab daraufhin erstmal auf der klassischen Gitarre Bossa Nova geübt. Dann Swing. Dann meinen ersten Kontrabass gekauft, weil ich Mingus so geil fand :D


    Zu keinem Zeitpunkt konnte ich irgendetwas authentisch bedienen. Bossa hab ich erst durch einen Brasilianer im Studium verstanden und Swing durch meine Knechtschaft im Trio mit Fritz Maldener mit Anfang 20. Der war quasi noch bei den Anfängen in Deutschland dabei. Klaus Doldinger etc. war eine Generation.


    Einfach machen. Das liest man aus jeder Jazzbiographie heraus. Das waren alles Typen mit Eiern aus Stahl :D also zumindest Davis, Mingus etc. Die haben denke ich nie daran gezweifelt ob das jetzt authentisch ist.

    Keiner muss sich von einer nicht teilnehmenden Authorität hier erklären lassen, dass es doch eh mies war, was da gebracht wurde.

    Nur zur Klarstellung, ich hab mich überhaupt nicht zu den Beiträgen geäußert.

    Ich finde es absolut unterstützenswert, dass man auch mal über den eigenen Tellerrand schaut und kann nur meinen Hut ziehen vor den Teilnehmern.

    Ich hatte nur keine Lust mir fehlende Erfahrung in dem Genre vorwerfen zu lassen um meine Randnotiz zu entwerten.

    Diese Bemerkung von Marius hat das suggeriert und da hat er sich nunmal in die Nesseln gesetzt. Kleine Klarstellung, die dann so eine Diskussion über das Hochschulwesen nach sich zieht.

    Aber scheint ja Klärungsbedarf zum Thema zu geben.


    Wenn irgendjemand Fragen zu den Inhalten eines Jazzstudiengangs hat, geb ich gerne Auskunft. Auch da gibt es ja viele Mythen und Legenden. Und nein, Whiplash ist nicht realistisch.