Beiträge von jakobs

    Ich kenne die Noten mit einem Strich ( nicht jene mit drei, die einen Wirbel darstellen) als "Faulenzer", weil man die Noten nicht einzeln notiert.

    Soweit ich weiß sind Faulenzer die Symbole 𝄍 , 𝄎 oder 𝄏 die anzeigen, den vorherigen Teil (z.B. letzter Takt) nochmal zu spielen. Den Strich durch einen Notenhals kenne ich als Zeichen für einen Trommelwirbel allgemein oder als Zeichen, die entsprechende Note als (closed roll?) Wirbel bei n Strichen 2ⁿ mal zu wiederholen, da ist die Interpretation aber eher uneinheitlich. In Stick Control stehen zwei Striche mal für 4 Noten (Seite 32, Nr 61 Links, 𝅘𝅥𝅮 + 𝅫 = 𝅘𝅥𝅰 𝅘𝅥𝅰 𝅘𝅥𝅰 𝅘𝅥𝅰), mal stehen drei Striche mal für 5 Noten als Quintole über eine halbe Note (Seite 38 Nr. 21), mal die gleiche Notation für 8 Schläge über eine halbe Note (Seite 43, Nr 13), mal für 10 Noten (Seite 39, Nr. 13).


    P.S: Ich würde die Striche als Tremolo- oder Wirbel-Striche bezeichnen mit der Semantik ein Strich=verdoppeln, zwei Strich=Vervierfachen, drei Striche=irgendwas mehr als vier. Nur als Presswirbel würde ich das nicht interpretieren, dafür gibt's das kleine 𝆎 (nicht von allen Notensatzprogrammen unterstützt).


    P.P.S: Hier hat jemand im Detail die verschiedenen Notationen für Schlagzeugwirbel auseinander genommen und eine Tabelle der Symbole gibt's im Unicode-Standard.

    Sieht interessant aus, kannst du noch etwas mehr dazu sagen? Was für eine Bassdrum ist das? Kommen noch Becken dazu? Wie sicherst du das Brett gegen wegrollen? Vielen Dank & frohes Fest!


    P.S: Das mit dem Snare Kick Riser ist ein ganzes Rabbit Hole: offensichtlich lässt sich auch ganz ohne Arme Schlagzeug spielen:

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    Mein Senf hier nur, weil ich ebenfalls "Anfänger auf die 50 zugehend im Raum Südniedersachsen" bin: der teuerste Einzelkauf meines Equipments war bisher das Practice-Pad (Meinl Split Tone Practice Pad Anika Nilles, noch bevor sie zu Rush gegangen ist, der Kauf hat sich also anscheinend gelohnt!). Ansonsten waren der größte Posten neue Felle und ein Drumhocker. Dann Kleinkram wie Sticks, und Bücher, Hardware-Zubehör und zuletzt ein Metronom (10€ geht aber immer zu langsam wenn ich Fills spiele). Für das Drumset selber habe ich nur 60 € ausgegeben (bzw. einmal 50 € für ein halbes Vintage-Set, und einmal 10 € für ein billiges Anfänger-Sets). Du bekommst für 100 € komplette Sets gebraucht hintergeschmissen wenn die Kinder keine Lust mehr haben oder es den Eltern zu laut ist. Die klingen auch etwas scheiße aber mit neuen Fellen schon ok und der begrenzende Faktor ist erstmal sowieso nicht das Instrument sondern die eigenen Fähigkeiten. Außerdem sind billige Instrumente Punkrock! Mehr als 300€ würde ich zum Anfangen nicht für ein Set ausgeben, lieber neue Felle und später mal eine neue Snare und bessere Becken. Die Prioritäten und Präferenzen sind aber natürlich individuell, also hör lieber auf die Altvorderen als auf mich!

    Zitat

    einer meiner lieblingsschlagzeughersteller hat seit längerem drums aus recycletem Holz Und Fischernetzen die 3d gedruckt werden im angebot

    Die Idee ist schon toll aber so lange mit 3-Druck ein stinknormaler runder Kessel produziert wird, verstehe ich den Sinn nicht ganz. Es lassen sich doch genau so andere Formen wie die von Djembe und Conga oder komplexer Muster, verdrillte Bäuche etc. herstellen, die mit herkömmlichen Herstellungsverfahren nicht möglich sind.

    Vielen Dank für die hilfreichen Antworten. Das "The Christmas Drum Book" (warum der Englische Titel für ein Buch auf Deutsch?!) von Gerwin Eisenhauer scheint ziemlich das was ich suchte, "Little Drummer Boy" in der Version von den Hosen liefert zumindest einen schönen einfachen Grund-Groove für Snare und Tom und die Methodik von René Creemers hebe ich mir für ein anderes Jahr auf, das ist noch eine Stufe zu hoch für mich. Frohe Weihnachtszeit!

    Könnt ihr irgendwelche Weihnachtslieder für Schlagzeug empfehlen, am Besten mit Noten und/oder Vorlage zum Nachspielen? In meiner Familie können inzwischen alle zumindest irgend ein kleines Ständchen auf ihren Instrumenten zum Besten geben, da wäre ich gerne vorbereitet, wenn unter dem Baum eine neue Snare-Drum liegt. Nun ist Schlagzeug ja eher weniger als Instrument für die besinnliche Jahreszeit bekannt, aber irgendwas passende sollte es doch geben. Natürlich lässt jedes bekannte Weihnachtslied mit Schlagzeug begleiten und "Last Christmas" wird sicher besser, wenn es möglichst laut durch ein Drummsolo verdeckt wird, aber es sollte auch passen und schön klingen. Mir ist bislang nur "Little Drummer Boy" eingefallen, das ist prinzipiell ein schönes Lied aber die Versionen, die ich auf YouTube gefunden habe sind zum davonlaufen, meist wurde offensichtlich einem armen Jungen als Statisten eine Trommel in die Hand gedrückt.

    Ich würde gerne den Korb meines Snare-Ständers auf einen Ständer oder eine Tom-Halter-Rosette montieren. Das Rohr für die Snare hat 15mm Durchmesser, Standard für Tom-Halter sind 7/8" (22mm). Wie bekomme ich da stabil ein 15mm Rohr hinein? Ich habe in meinem Fundus nur einen Adapter von 7/8" auf 3/4" (19mm) von einem Beckenständer. Die prinzipiell möglichen Lösung mit Gaffa-Tape oder Multiklammer würde ich gerne vermeiden, da beides etwas unflexibel. Bisher habe ich nur Adapter gefunden, die auf Rack-Rohr statt auf 7/8" aufsetzen (z.B. Gibraltar SC-RMAA und SC-RBA), außerdem wäre mir eine günstigere Lösung lieber. Hat jemand Ideen?

    Ich konnte neulich Alexej Gerassimez (u.A. Prof. für Schlagzeug und Percussion in München) erleben, wie er sein Solo-Werk Asventuras für Snare-Drum gespielt und danach etwas dazu erzählt hat. Im Stück kommt nur Snare (sowie Stick-auf-Stick) vor, aber es gibt 12 verschiedene Symbole, die zusätzlich an verschiedenen Stellen im Notensystem stehen, um anzuzeigen, wie weit von der Mitte des Fells geschlagen werden soll. Er erzählte, dass er sich die Notation erst in der Nacht vor der Aufführung eines Wettbewerbs ausgedacht hat, weil die Jury Noten haben wollte. Für einfache Instrumentierung (BD, Snare, Hi-Hat, 2-3 Toms) und Technik macht eine Standard-Notation Sinn, aber Schlagzeug insgesamt ist so vielseitig, dass es sich nicht vermeiden lässt, neue Varianten zu erfinden.

    Danke für das interessante Übungsbeispiel. Ich konnte das Hi-Hat-Pattern am besten als ein 3/4-Takt verinnerlichen (|1--a_-u-_e--|). Um das mit 4/4-Pattern zusammen zu bringen, mache ich daraus einen 12/4-Takt und zähle die Viertel mit. Theoretisch sollten sich Standard-4/5-Grooves auf die 1, 5 und 9 legen lassen. Praktisch gibt's dann wahrscheinlich erstmal irgendwo einen Knoten.

    Vielen Dank für die Antworten: mehr Schrauben bringen mehr Gewicht also etwas lauter, dafür ggf. etwa weniger Obertöne. Grundsätzlich sind mehr Schrauben nicht unbedingt besser, die Qualität der Schrauben und Spannreifen selbst ist ebenso wichtig. Mehr Schrauben ist eher ein Indiz für insgesamt höhere Qualität als deren Ursache. Also hauptsächlich Gefühlssache und Tradition.

    Oder eine einzige, wie bei Arbiter damals.

    Danke, kannte ich noch nicht! Also Schrauben unnötig und Kessel auch unnötig (Arbiter Flat). Vermutlich ist der Grund, warum nicht mehr darauf angesprungen sind nicht der Klang, sondern dass es irgendwie Scheiße aussieht (sage ich als jemand der grundsätzlich auch lieber flache und/oder offene Kessel mag). Das Arbiter-Patent für den Spannreifen ist übrigens anscheinend von 2000, sollte also inzwischen ausgelaufen sein, aber Spannreifen selber bauen nur um ein paar Schrauben zu sparen ist eine andere Liga als eigene Kessel bauen ^^

    Hallo! Außer Wieviel Spannschrauben bei welcher BD-Größe? habe ich hier nichts zu der Frage gefunden: wie viele Stimmschrauben/Spannschrauben sind pro Kesselgröße notwendig und warum? Wenn ich mein billiges Millenium und mein etwas weniger billiges aber dafür um so älteres Pearl vergleiche, hat das billige weniger Schrauben. Also mehr = besser? Aber warum und wann wird es zu viel? Je mehr Schrauben, desto aufwändiger ist doch das Felle Wechseln und Stimmen? Sollte der Abstand zwischen den Schrauben (wenn ich mich nicht verrechnet habe bei n Schrauben und Felldurchmesser d genau d⋅sin(π/n)) einen bestimmten Wert haben oder ist sowieso alles Gefühlssache und Tradition?

    Ein Forum ist genau dann tot, wenn solche fragwürdigen Aussagen nicht mehr diskutiert werden und das Niveau entsprechend sinkt.

    Nee, lebendig und niveauvoll stehen in keinem kausalen Zusammenhang, korrelieren nicht mal.


    Was die ursprüngliche Frage betrifft, kann ich sowohl den Wunsch nachvollziehen, alles möglichst authentisch (noch so eine Einordnung) zu transkribieren und nachzuspielen, als auch die Beschränkung auf die "wirklich wichtigen" so genannten Klassiker. Im Jazz gibt's doch den Begriff des Standards, passt das hier vielleicht?

    Ich vermute, dass Groove und Geschwindigkeit eher zwei verschiedene Baustellen sind: wenn ich einen Groove soweit verinnerlicht habe, dass meine Gliedmaßen quasi von alleine spielen und ich dabei an irgend etwas anderes denken kann, kommt die Geschwindigkeit von ganz alleine - aber nur bis zu einem gewissen Punkt, der wenig vom konkreten Stück abhängt. Ich komme mit den Hi-Hat-Triolen des Rosanna-Shuffle allein auch nur bis etwa 140bpm, ohne dass nicht mehr swingt. Wie lange es dauert, bis der konkrete Groove sitzt, ist ganz unterschiedlich, irgendwann macht es einfach Klick im Kopf. Den Grundbeat des Rosanna-Shuffles ohne Ghost-Notes hatte ich mit Hilfe dieses Videos und der Noten eben in 20 Minuten drauf, bei anderen auch einfacheren Grooves sitze ich tagelang und sie bleiben mir fremd. Deine Geduld, Monatelang ein Stück zu versuchen hätte ich nicht! Die maximale Grundgeschwindigkeit kommt dagegen eher vom Körper her und steigert sich über die paar Monate, die ich inzwischen spiele (auch ca. 30-60 Minuten am Tag) nur sehr langsam, unabhängig vom konkreten Groove.

    Inzwischen ist das Wiki ganz abgeschaltet. Kann ich verstehen, macht ja auch Arbeit aber leider gibt auch das Internet Archive nur spärlich einzelne Artikel her (anscheinend gab es derer 42 oder zumindest so viele Seiten, das ist eine gute Zahl). Gibt es irgendwo ein Backup und können die Artikel unter der Lizenz CC-BY-SA so wie die Inhalte von Wikipedia genutzt werden?

    Mit einer Dropclutch (und Klammern sowie sonstiger Hardware bzw -teilen) könnte ich übrigens dienen bei Bedarf.

    Vielen Dank, das Päckchen ist angekommen und der aktuelle Einsatz mit dem ich ziemlich zufrieden bin, sieht so aus:



    Die Hi-Hat steht rechts als Zweitgerät über einem Stand-Tom, so dass ich gut rankomme, ohne die Arme strecken zu müssen. Das Pedal möchte ich später abmontieren. Clutch mit Stick treffen schließt, und schneller Griff an den aufgesteckten Tennisball öffnet die Becken. Passt super um verschiedene Handsätze auszuprobieren und ersetzt im Moment das Ride-Becken. Ich denke inzwischen sogar, dass überkreuzte Spielweise für mich in die gleiche Schublade wie Traditional Grip gehört. Den ursprünglich angedachten Einsatzzweck für ein kleines Stand-Set habe ich noch nicht ausprobiert.