Eine Ferndiagnose ist natürlich schwierig. Da rät man schnell etwas, ohne alle Zusammenhänge zu kennen.
Ich sage dir aber trotzdem mal, was du machen solltest. 
Wenn du mit der jetzigen Band nicht glücklich bist, dann gibt es 3 Möglichkeiten:
- Akzeptiere dein Unglück und mach so weiter. Klingt zwar nicht besonders verlockend, vielleicht gibt es aber ja doch irgendeinen guten Grund, in der Band zu bleiben (gemeinsame Zeit mit den Freunden, musikalische Weiterentwicklung, Proberaumzugang, die Frau des Bassisten,...)
- Versuche das, was dich stört, zu ändern. Rede mit den Bandkollegen und sprich ganz entspannt an, was dich stört und was du dir wünschst. Vielleicht brauchen ja alle nur einen Anstupser und neue Ziele, um in die Pötte zu kommen.
- Erkläre den Bandkollegen, dass und warum du aussteigen möchtest.
Ich persönlich würde zuerst mit den Leuten reden. Gerade jetzt, wo der Sänger ausgestiegen ist, ist es doch sinnvoll, über die nächsten Schritte und Ziele zu sprechen und zu schauen, ob man auf einen Nenner kommt. Danach musst du für dich bewerten, ob die gemeinsamen Ziele für dich passen und ob die denkst, dass die Combo die auch erreichen kann.
Es spricht natürlich auch nichts dagegen, zweigleisig zufahren. Suche dir eine Band für die Bühne und bleibe in dieser für die Gesellschaft. Wenn du mit einer anderen Kapelle Bühnenzeit hast, musst du bei deiner jetzigen Band vielleicht nicht so "verbissen" die musikalischen Ziele verfolgen und kannst wie die anderen auch einfach die gemeinsame Zeit genießen.
Eine Karnevalsband mit 100 Auftritten ist ja semiprofessionell unterwegs. Das ist natürlich eine ganz andere Baustelle als deine jetzige Band. Das ist in der Session purer Stress, da muss alles funktionieren und passen und du bist eigentlich den gesamten November und Januar bis Aschermittwoch jedes Wochenende unterwegs. Anfragen in der Zeit werden angenommen, da wird nicht erst rundgefragt, ob alle Zeit und Lust haben. Das ist natürlich positiver Stress und macht tierisch Spaß und das Feedback bei Auftritten ist auch nicht mit einem 4h Gig einer Coverband zu vergleichen. Man muss sich aber im Klaren sein, dass man da schon einige Zeit und Energie (und auch ein paar Urlaubstage) reinsteckt.
Meine Empfehlung: Wenn du die Möglichkeit hast, Karnevalsmusik zu machen, dann ab dafür. 
Ob es die semiprofessionelle oder die Hobbyband ist, liegt daran, wie viel Zeit du investieren möchtest.