Beiträge von Oliver_Stein

    Probier mal ein Sennheiser e935 als Mikrophon - und der Sänger muss dieses aufessen (soll heissen: ganz nah rangehen).


    Mir fällt sonst nur eine ganz fiese Sache ein - könntest Du mal probieren:


    Stell dem Sänger ein zweites SM58 hin - vielleicht 15 cm neben ihm. Er muss in das eine SM58 direkt reinsingen. Dreh das zweite SM58 in der Phase und zieh den Kanal so hoch, bis die Hintergrundgeräusche ausreichend ausgeblendet werden. Eine Klangbearbeitung sollte dann erst in dem resultierenden Signal der beiden gegenphasigen Mics erfolgen (auf eine Gruppe legen).


    Achtung - Du bekommst mit dieser Methode auf alle Fälle Phasenschweinereien in das Signal (aufgrund des Abstandes zwischen den beiden SM58) - aber einen Versuch ist es wert.

    Zitat

    Original von Xian01
    Allerdings bläst die Snare direkt ins linke mic... daher bekommt sie ja den Touch... :)


    ich habe gestern ein paar Trockenübungen am Set im Ü-Raum gemacht (nur mal um mögliche Positonen auszuloten) - das folgende ist also nur Theorie-Geschwafel:


    Prinzipiell handelt es sich bei der Glyn John-Methode um eine A/B-Technik - die Stereoinformation wird also in erster Linie durch Laufzeitunterschiede gebildet. Deshalb wird die Snare (=das akustische Zentrum des Sets) als Referenz genommen und die Mikrofone exakt gleich weit von diesem Instrument postiert - die Laufzeit zu beiden Mikrofonen ist daher identisch. Da es sich nicht um eine symmetrische Abnahme der Snare handelt (also gleicher Winkel von beiden Seiten), sondern ein Mikro mehr oder weniger von oben auf die Snare blickt und das andere von der Seite, ergeben sich Klang- und Lautstärkeunterschiede zwischen den beiden Kanälen. Die Lautstärkeunterschiede zwischen den beiden Kanälen sollten daher so ausgeglichen werden, daß beide Signal gleich laut sind (das ist in dem Video zur Recorderman-Methode gut gezeigt mit den gleichzeitig ansprechenden Limitern). Den Klangunterschied kann man nicht beeinflussen.


    Bezogen auf die anderen Trommeln und Becken ergeben sich neben den Laufzeitunterschieden auch Lautstärkeunterschiede (dadurch, daß die entsprechenden Klangquellen teilweise recht nah an dem jeweiligen Mic sind) - dies verstärkt den Stereoeffekt sehr (wie man schön an Deinem ersten Beispiel hören kann).


    Die Bassdrum, die bei dieser Abnahme nur mit den Overheads ein wenig kurz kommt, wird dann mit einem Stützmikro betont.


    Variationen sind über die Positionierung der beiden Overheads möglich (solange diese immer gleich weit von der Snare entfernt sind) und bei manchem Setaufbau wohl auch nötig.


    Ich werde nächste Woche auch mal ein paar Aufnahmen machen - leider handelt es sich bei meinem Raum auch um so einen Keller mit Noppenschaum und niedriger Betondecke, also fehlt im Prinzip eine der wichtigen Voraussetzungen für wirklich guten Klang (=der gut klingende Raum) - aber vielleicht kommt ja trotzdem was dabei raus... Ergebnisse poste ich dann hier!

    ist mir irgendwie noch nicht so ganz klar - der Trick ist doch gerade, daß beide Mics exakt den gleichen Abstand zur Snare haben - damit sie eben in der Mitte abgebildet wird...


    So ist es ja auch auf Deiner ersten Aufnahme zu hören. Jedenfalls eine Super-Technik - muss ich auch unbedingt mit experimentieren!

    Sehr interessanter Einfall! Kannst Du vielleicht mal einen vorher/hinterher-Vergleich aufnehmen? Das würde mich eigentlich am meisten interessieren - den Unterschied, den man wirklich hört!


    Mephistow hatte es schon angesprochen - die dem Becken "entnommene" Energie in Form von Schwingungen ist mit oder ohne Puffer gleich - im Puffer wird diese nur mehr oder weniger effektiv in Wärme umgewandelt - im anderen Fall geht sie dann durch das Metall auf weite Bereiche des Stativs über und regt diese zu Eigenschwingungen an.


    Von dieser theoretischen Warte aus gesehen müsste man also verhindern, daß überhaupt Schwingungen vom Becken an den Beckenhalter übertragen werden - mir will nicht so recht einfallen, wie das gehen sollte. Die Mapex-Dinger machen ihren Effekt damit, daß sie nur eine minimale Fläche des Beckens um das Loch herum bedämpfen - die eigentliche Schwingungsübertragung können sie auch nicht verhindern.


    Bei der Frage, wie stark ein Becken überhaupt im Bereich des Loches schwingt, spielt übrigens die Beckenkonstruktion auch eine erhebliche Rolle - theoretisch müsste Dein System mit den Dämpfern also bei verschiedenen Becken unterschiedlich gut wirken...


    Mach doch mal ein paar Aufnahmen - versuche alle Parameter (Raum, Mikrofon, Position usw.) konstant zu halten - nur einmal auf einem gepimpten Stativ, einmal ohne... das fände ich schon hochinteressant, was man da hören kann als Unterschied!

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    Original von DukeNukan


    Die Schraube braucht man bei Cases i.d.Regel immer, da sie garantiert, das die Becken nicht rutschen, falls das Case z.B. hochkant gestellt wird!
    Man kann theoretisch das TEil so voll machen, das die Becken kein Spiel mehr haben. Bei meinem Case klappt das aber praktisch nicht!


    Mein Case-Bauer hatte mir damals so Schaumstoffkeile in mein Case geklebt - die halten alle Becken immer ohne Schraube am Mitteldorn am Boden des Cases... siehe Foto:


    wie gesagt - mir ging es lediglich um die Teile, für die ich sonst als Einzelbestellung unterm Strich mehr bezahlt hätte.


    Ich habe die JJ nur ganz kurz vor dem Auseinanderbauen angespielt - ich kann mir daher kein wirkliches Urteil über ihre klanglichen Qualitäten erlauben...

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    Original von drumandbass
    Hmmm, sieht bei mir leider etwas anders aus, trotzdem mille grazie :)


    Ist aber ein Teil, was ich bestimmt beim Schlosser drehen lassen kann.


    Ist es der Umlenkbolzen an der Semi-Parallelabhebung der früheren FF-Serie? Das ist das Teil, das man mit zwei Schrauben in der Höhe verstellen kann, um die Lage des Teppichs ans Reso anzupassen.


    Wenn Pearl das nicht mehr liefern kann, dann bleibt Dir wohl nur der Gang zum Schlosser - da sollte es aber absolut kein Problem sein, weil es im Prinzip nur ein Rundstahl (8mm) mit zwei Gewinden drin ist (schätze M4) - das macht der Azubi im zweiten Lehrjahr!


    Falls es die Teile sind - ich kann Dir gerne die genauen Maße bei mir abnehmen, damit Du damit zum Schlosser kannst.


    OT: warum hat Pearl eigentlich die Semi-Parallelabhebung eingestellt? Einfach nicht mehr modern?

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    Original von Slayer
    ...
    problem ist das die becken LACKIERT und nicht LEGIERT sind, d.h. mit dem paiste reiniger kratzt ich nur den lack ab und der kram verfärbt sich oder sowas wird auf jeden fall nicht gut...


    was meinst Du denn mit "nicht LEGIERT"? Die Rudes sind mit Sicherheit aus einer Legierung gefertigt - soweit ich weiss ist es die B8-Bronze (92% Kupfer, 8% Zinn) , die auch schon für die Giant Beat, 2002 und viele andere Paiste-Serien herhalten musste...


    Falls das Rude-finish durch einen Lack erstellt wurde, dann versuch mal einen Beckenreiniger für lackierte Becken aufzutreiben - sowas gibt es glaube ich von irgendeiner Firma.


    Ansonsten auch mal einen Test wert: Sidolin - an verdeckter Stelle probieren. Mit Sidolin mache ich immer mein ganzes Set sauber - geht für Lack, Chrom, Glas und bestimmt auch Rudes :)

    Hi Seven - dieses "Mastering" würde so niemals den Weg in eine Aufnahme finden... - es ist nur so schnell hingedreht gewesen (der Multiband-Compressor ist ja auch ziemlich am pumpen).


    Ansonsten deckt sich Deine Beschreibung mit meinem Gefühl - eingeengt trifft es ziemlich passend. Zugegeben ist der Vergleich natürlich etwas unfair... Ich könnte nochmal ein paar Sennheiser e664 als Vergleichsmikros dranhängen, aber die heben die Höhen gnadenlos an und werden daher wahrscheinlich eh frischer klingen... Ansonsten hätte ich als Kleinmembran-Kondensatoren nur noch MKH40 - aber der Vergleich ist nun auch wieder etwas unfair...

    Ich hatte vor geraumer Zeit mal den Zoom H4 unseres Keyboarders zum Test bei mir - dabei waren diese Aufnahmen entstanden, die vielleicht für den einen oder anderen interessant sein könnten:


    Bei beiden Aufnahmen standen die Micros (bzw. das H4) auf der gleichen Position etwas schräg vor dem Set (meinem MLX) - in einem absolut müllig klingenden Kellerraum übrigens - nur zur Entschuldigung für den armen Klang des Sets...


    Die ersten beiden Links führen zu den absolut unbearbeiteten Files - da man aber den Unterschied nach einer Bearbeitung (EQ, Kompression, Limiter) sehr viel besser hören kann, folgen die Links zu den gemasterterten Files danach.


    Hier die unbearbeiteten Samples:


    Interne H4-Mikrofone unbearbeitet
    AKG C414B-ULS an H4 angeschlossen - unbearbeitet


    ...und hier die gemasterten Samples:


    Interne H4-Mikrofone gemastert
    AKG C414B-ULS an H4 angeschlossen - gemastert

    ...ich bin einigermassen platt - dass sich in den letzten 13 Jahren was getan hat bei den E-Drums (damals waren Simmons-Pads mit echten Fellen das non-plus-Ultra), dass wusste ich wohl schon, aber das es so viel besser geworden ist...


    Wenn so ein Ding nicht so teuer wäre, würde ich es mir sofort als Nachbar-schon-Übe-Maschine hinstellen...


    Ich finde es recht erstaunlich, was Du da so spielst - richtig gut (wenn auch so für ein Stück etwas überladen, aber darum ging es ja auch nicht hier)!

    Zitat

    Original von AAXplosion
    du schließt aber nicht die mikros an dem Interface direkt an, oder?


    könnte er gut machen - das US122 hat zwei XLR-Mikroeingänge mit Phantomspeisung...


    Lampe: das Setup, daß Du jetzt in Erwägung ziehst, liegt über 300 Euro... denk doch nochmal über das H4 nach - das kannst Du genauso als USB-Frontend nutzen (also einfach nur über die Mic- oder Line-Eingänge direkt auf den USB-Eingang) - aber: Du kannst es auch so wie es ist ohne Deinen Schlepptop als Aufnahmegerät verwenden - ohne Kabelei, anschalten und vergessen. Hat sogar einen 4-Spur-Modus (jedoch nur zwei Spuren gleichzeitig).


    Die eingebauten Kondensator-Mics dürften den 530ern in etwa ebenbürtig sein...

    Zitat

    Original von HR
    ...
    Zum Zoom H4 vielleicht: ich hatte vor kurzem eine kleine PM Unterhaltung mit MaxPhil - er hatte in einem seiner Threads den H4 diskutiert und ich hatte mal ein paar Aufnahmen mit dem Edirol R-9 dagegen reingestellt. Klar ist die Ausstattung des H4 besser, jedoch meinte MaxPhil, daß er die Qualität des Edirol R-9, insbesondere im Hinblick auf Pegelfestigkeit, für besser hält.
    ...


    bisschen off-topic hier, aber ich hatte diesen Thread so halb mitgelesen und kann das nicht wirklich nachvollziehen mit der Pegelfestigkeit. Ich habe selber mit dem H4 Aufnahmen direkt vor meinem Set gemacht (und ich spiele definitiv nicht leise) - sowohl mit den eingebauten Mikrofonen als auch mit zwei AKG C414B-ULS an den XLR-Eingängen (das sind Mikrofone, die eher einen hohen Ausgangspegel haben) - ich hatte keinerlei Probleme mit zu hohen Pegeln. Das einzige, was ich nicht benutzen würde, ist der optional schaltbare Limiter - der pumpt ziemlich... bei einer 24Bit-Auflösung lässt man sich einfach 10dB Headroom und fertig ist es.

    ...willkommen in der Weite der Windows-Wüste! Das kann an allem und jedem liegen - Treiber, Windows-Version, Programm, Windows-Einstellung, irgendwelche andere Software, Programm-Einstellung usw. usw...


    Ich kenne Adobe Audition nicht - ich könnte mir aber vorstellen, dass man irgendwo Buffer für die Aufnahme einstellen kann - wenn der Wert dort zu niedrig ist, dann können solche Phänomene auftreten wie Du sie beschreibst... Mein Programm (Samplitude) zeigt beim Aufnehmen an, wieviele Buffer-Blöcke es aktuell benötigt - vielleicht schaust Du auch mal in die Anleitung... (ich weiss, das ist uncool) :)


    Darf ich Dir mal einen Tip geben: wenn Du stressfrei aufnehmen willst (scheinbar ja auch öfter mal), dann kauf Dir ein Aufnahmegerät! Kurz drüber nachdenken!
    Sinnvoll wäre z.B. ein Zoom H4 - das kann ohne Netz und großen Aufwand mit den eingebauten Mics vernünftige Aufnahmen machen, darüber hinaus aber auch amtliche Mikrofone an XLR-Eingängen mit Phantomspeisung bedienen und natürlich auch von Deinem Pult aufnehmen - und das alles völlig ohne Windows...


    Die Aufnahmen liegen dann auf der SD-Karte in der von Dir gewählten Qualität vor (von MP3 bis 24Bit/96kHz .wav-Datei alles zur Auswahl) - Du kannst entweder direkt vom H4 über USB in den Rechner überspielen (also Dateien kopieren) oder aber auch die SD-Karte in einen Kartenleser in Deinem Rechner stöpseln - wie Du willst.


    Die Schneiderei kannst Du dann ohne Risiko im Windows-Rechner machen (wobei man dort auch noch generve haben kann, nur ist es halt dann nicht mehr so risikoreich, weil die Aufnahme selber bereits im Kasten ist).


    Das H4 liegt bei ca. 300,- - wie ich finde eine wirklich sinnvolle Investition für jeden Drummer/Musiker (nein, ich arbeite nicht bei Zoom...)


    Gibt auch noch andere Geräte in der Art (z.B. von Edirol/Roland), aber das H4 hat mich bisher am meisten überzeugt...

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    Original von arrowfreak
    Um Gottes Willen, ich werd doch nich 50 oder 130 Euro ausgeben, wenn das mit einem einfachen Kabel zu bewerkstelligen ist...


    Du hast aber gefragt, wie Du eine digitale Verbindung herstellen kannst. Die geht in deinem Fall nur mit einem Formatwandler.


    Wenn Du es analog anschließen willst - auch gut! Das geht dann mit einem normalen Audiokabel.


    Mit einem einfachen Kabel kannst Du in deinem Fall keine digitale Verbindung herstellen, weil ein einfaches Kabel kein optisches Digitalsignal weiterleitet... :)

    die kleine Lösung - mit Wandwarze, aber billig (49,-):


    http://www.thomann.de/de/m-aud…ptical_coax_converter.htm



    die große Lösung mit richtigem Strom, aber teurer (129,-):


    http://www.thomann.de/de/behri…tramatch_pro_src_2496.htm



    Beide Geräte machen was Du willst (der Behringer noch einiges mehr) - ob das für Dich Sinn macht, musst Du selber entscheiden.


    PS: Optische Digital Outs an Consumer CD-Playern haben immer ein Digitalsignal im Consumer- S/PDIF anliegen - zum Anschluß brauchts Du ein Standard-Optical Kabel. Vom Format-Wandler müsstest Du dann mit einem Coax-Kabel für digitale Übertragungen (das ist ein anderes Kabel als ein Standard-Chinch-Audiokabel) weitergehen - die Stecker daran sind Chinch-Stecker. Normale Audio-Chinch-Kabel können auch funktionieren, machen aber das digitale Signal nicht besser (soll heissen: schlechter). Funktioniert nur bei kurzen Längen... mit richtigem Kabel sind jedoch 5m kein Problem...