Beiträge von Oliver_Stein

    Gut, Oliver_Stein hat (etwas unnötig) einen vorgelegt, aber da war wenigstens noch Augenzwinkern dabei.

    Aaaalso, diesen "Seitenhieb" an die Jazzer, die nicht geliefert haben, damit hatte ich lustigerweise eher two, trommla, mich und einige andere als Adressaten gesehen und man kann und sollte das nicht so bierernst nehmen.

    Oh mist - da ist mein Post ja in die Hose gegangen... Ich wollte keinesfalls einen Spalt zwischen die Leute treiben hier und wollte auch keinesfalls "die Jazzer" persönlich angehen. Ich kam gedanklich noch aus der Challenge und hätte mir einfach ein Beispiel gewünscht, wie jemand, der viel Jazz spielt und sich im Genre auskennt, dieses Ding getrommelt hätte. Das mein natürlich nicht ernst gemeinter und völlig übertriebener Beitrag einen Streit triggert, war so nicht gewollt und erwartet.

    [Provozier- und Grins-Modus an]


    Ich stelle mal fest: die Leute bei der Challenge waren alles Rocker, die keinen Jazz können - sagen die, die Jazz können. Die, die Jazz können, haben alle nicht teilgenommen, aber hinterher festgestellt, dass es keiner der Teilnehmer richtig konnte, sondern Jazz nur gefaked wurde. Keiner der Jazz-Könner ist in der Lage, mit einer noch so mäßig klingenden Aufnahme zu zeigen, wie es richtig gewesen wäre. :D


    [Provozier- und Grins-Modus aus]


    Bitte bitte ein positiv-Beispiel von jemandem, der es kann! :P

    Klar ... die Phasen habe ich so wie im anderen Beispiel gelassen: https://mariusbaumdrums.de/wp-…g-Vergleich-02.03.26.flac

    Danke dafür! Hier (im 1:1-Vergleich) gefällt mir auch die Version ohne Aligning besser vom Sound. Die Files zeigen es eigentlich ganz klar, aber zum Verständnis nochmal die Frage: Du ziehst die Overheadspur so hin, dass sie mit der Snarespur zusammenfällt - richtig? Dabei bleiben die Snare und die Toms unverschoben, richtig?


    Ich frage deshalb, weil es ja auch die Möglichkeit gibt, die Snarespur(en) zu verschieben - das führt zu anderen Ergebnissen (da dann die relative Lage von OH und Toms zueinander unbeeinflusst bleibt).

    Meinem Eindruck nach hat KEINER der Teilnehmer seine Schokoladenseite gezeigt, wobei die unterschiedlichen technischen Fähigkeiten, Jazz zu "faken", natürlich hört. Aber selbst die Plätze auf dem Treppchen hätte ich beim Hören wohl zunächst geskippt, weil mein spontaner Eindruck war, da ist noch Luft nach oben.

    Mich würde wirklich brennend interessieren, wie ein richtiger Jazzer das Ding gespielt hätte - kannst Du nicht doch nochmal nachträglich eine Aufnahme davon machen?

    Hier das Video, das während der Aufnahme meines Beitrags zur Jazz-Challenge mit lief:


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    PS: Felle auf den Toms waren beim 12er Amba Clear oben und unten, beim 14er Floor ein Amba Suede coated (das ist ein Amba coated aus dem milchigen Suede-Film) über Amba clear. Bassdrum EMAD ohne eingelegten Ring als Batter und Evans EQ4 frosted mit Filzstreifen. Der Beater der Fußmaschine hatte so ein Fellteil drauf, um den Anschlag zu nehmen. Snare war ein Evans G1 über Evans Reso 300.

    Mikros waren MD 421 HL an der Snare, MD421 Kompakt an den Toms, Shure Beta52a an der Bassdrum, Neumann KM184 als ORTF-Paar über dem Set.

    Stimmung der Toms mehr für mich selber zur Dokumentation: 12" 245 oben, 261 unten, 14" 163 oben, 174 unten.

    Weitere Doku für mich: MLX 12x8,3, 14x12, 20x14. Tama Starphonic Aluminium, K custom Dark Hihat 14", 20" ME Crash, 10" Sound Formula Reflector Splash, 21" Paiste DE Dry Dark Ride.

    Sticks Vater 7A Maple.


    PS: ich möchte mal YouTube verstehen. Dieser Short hier hat meinem Kanal in wenigen Stunden 5 Abos gebracht… Ist das das Rezept, sich Abos zu erarbeiten?

    Erstmal Glückwunsch an die Gewinner auf der Treppe - besonders freut mich, dass mein Favorit Mattmatt es auch drauf geschafft hat!


    Ich selber habe bei dieser Challenge sehr viel gelernt - u.a. dass Swing und Jazz mir Spaß macht zu spielen, dass ein Jazz-Set einen zu ganz anderem Spiel inspiriert, dass ein 20er ME Crash kein Ride ist, dass ich die hohe Stimmung von Toms mit Ambas drauf nochmal weiter am normalen Set ausprobieren möchte. Bei der Erstellung meines Audiofiles habe ich einen eigentlich fatalen Fehler gemacht mit den Overheads (ein Kanal war auf dem Drumbus mit Kompression, der andere nicht). Marius hatte angeboten, ich könne nochmal das File austauschen (es war noch weit vor Abgabeschluss), aber ich habe noch fünfmal mit neuen Versionen verglichen und fand immer die abgegebene 1. Version am besten - also blieb es so. Vor diesem Hintergrund der persönlich gemachten Erfahrungen ist man immer ein "Gewinner", egal wo man im Ranking landet!


    Beim Voting sollte man Dinge nicht persönlich nehmen - jeder kommt ja aus seiner "Ecke" und hat eigene Erwartungsmaßstäbe für die Beurteilung entwickelt. Das Herausgeben seiner eigenen Notizen oder Begründungen sollte freiwillig bleiben.


    Bei mir lief beim Aufnehmen auch eine Kamera mit - ich habe das Video in meiner Hörzone verlinkt.


    Oliver_Stein
    L
    7
    schöne Arrangement-Ideen, solide gespielt, leider den letzten Abschlag verpasst

    ...einen Tod musste ich bei der Auswahl des Abgabe-Takes sterben. Es gab andere Takes, wo das Ende super war, dafür aber andere Dinge daneben gingen. Der eine perfekte war diesmal nicht dabei bei mir.

    Schaut man sich dann aber den Einschwingvorgang an, stellt man fest, dass dieser insgesamt viel kürzer ist. Hier etwa nur halb so lang.

    Auf den Overheads sieht die Wellenform ähnlich aus.


    Daher sind die Grundtöne der Trommeln für den Ausgleich der Laufzeitdifferenz über die Phasen unerheblich bzw. sogar unbrauchbar.

    Ich glaube, wir schreiben hier aneinander vorbei. Ich möchte durch die Aufstellung der Overheads in einem "günstigen" Abstand den Grundton der Snare bestmöglich erhalten. Die Transienten sind ja je nach Abstand der Mikros zueinander sowieso verschoben auf den Spuren, wenn Du keinen Align machst.


    Vielleicht ist Dein Ziel bei der Entscheidung, welche Phase ein Mikro bekommt ja ein anderes...? Geht es Dir bei dieser Einstellung um den möglichst vollen Ton der Snare oder um den Attack?


    Ich werde dazu morgen mal eine Beispielaufnahme machen - dazu brauche ich nicht in den Übungsraum zu fahren, das kann ich hier machen...

    Deswegen gibts ja auch so viele Plugins, die Hardware-Effekte simulieren und sogar Tonbandsimulationen.

    Ich hatte neulich einen ganzen Tag Spaß damit, mehrere verschiedene Mehrspuraufnahmen durch einen (!) Hardwarepreamp mit Übertragern zu re-ampen (schreibt man das so?). Und es war interessant, wo sich was veränderte und wo eher nicht - zumal der Aufwand auch nicht unerheblich ist, wenn man wie ich nur einen Kanal davon hat.

    Wenn man sich mal die Wellenformen anschaut, dann weiß man auch, dass das mit den Grundtönen und durch Abstände errechneten Laufzeiten nicht in der Praxis funktioniert.

    Echt? Ich konnte hier am Beispiel der Jazz-Challenge Aufnahme aus der Wellenform meiner Snare ganz sicher den Grundton errechnen (stimmte exakt mit dem gemessenen Wert überein). Und wenn man gedanklich erstmal nur Overheads und Snare betrachtet, kann man damit auch gute und eher ungünstige Abstände berechnen. Komplex wird es dann, wenn noch die ganzen anderen Mikros dazu kommen - dann kann es sein, dass ein Tom absäuft, weil der für die Snare optimierte Abstand beim Tom genau falsch ist. Dann sind - wie Du schon oben geschrieben hast - die Ohren gefragt, um die Phase beim Tom zu entscheiden.


    Ich werde mir mal ein Excel-Sheet basteln, wo man die Grundtöne der Trommeln eingeben kann und daraus die günstigen und ungünstigen Entfernungen berechnet werden. Den Rechner habe ich beim Aufnehmen eh immer dabei und ein Maßband packe ich mit in den Koffer. Interessiert mich, ob das auf die Praxis übertragbar ist - Versuch macht klug!

    Kannst Du doch drüber stehen - Dein Sound funktioniert doch. Es gibt halt immer viele Wege, die nach Rom führen.

    Simon Phillips hat es ja in dem Video auch beschrieben: die Engineers damals haben durch ihre Vorarbeit (= mit bedacht aufgestellte Mikrofone) dafür gesorgt, dass man mit dem Phasenschalter zu vernünftigen Ergebnissen kam. Wer heute die Overheads so hinstellt, dass die Phase um 90 oder 270 Grad gedreht ist, der muss halt alignen.

    Ich finde das Video total super - und es stimmt: Simon Phillips ist ein überaus sympathischer Zeitgenosse. Mir als nicht-Fan war gar nicht bewusst, dass er schon als Kind die Welt der Studios kennengelernt hat und dort auch schon in jungen Jahren regelmäßig Jobs getrommelt hat.


    Das mit dem Farbeimer muss ich nochmal probieren - ich hatte das schonmal mit einem fetten Stein in der Bassdrum gemacht, aber das war nicht so eindeutig besser mit oder ohne. Er sprach hier ja von einem One-Gallon Eimer - das wäre in unserem System wohl ein 5l-Eimer. Mal sehen, ob mir so einer mal über den Weg läuft.


    Interessant fand ich auch seine Aussage zu den Toms - vor allem, dass er sie höher stimmt als andere Drummer, dafür aber offen klingen lässt und auch Schlag- und Resofell auf den gleichen Ton stimmt. Ich hatte bei der Vorbereitung der Jazz-Challenge auch so eine Stimmung mit Ambassador-Fellen gemacht und fand das Ergebnis sehr ansprechend. So ein Set spielt sich völlig anders als die übliche mitteltiefe Stimmung. Mal sehen, ob ich das nochmal auf mein MMP übertrage.


    Zur Phasenlage und Ausrichtung der Overheads gibt es unterschiedliche Herangehensweisen - ich denke, jeder arbeitet da einfach so, wie es sich für einen persönlich besser anhört. Bei Simon würde mich mal interessieren, wie er da mit den vielen Tom-Mikros umgeht - erwähnte er, dass er die Tomspuren freischneidet? Er sagte aber auch, dass er die Schwingungen der Felle der Toms beim Snareanschlag mit als Klang nutzt - war das über die Overheads?


    Phasenprobleme zwischen Snare- und Overheadmikros kann man umgehen, wenn man sich den Abstand ausrechnet, wo entweder die Phase des Grundtons genau um 180° gedreht ist oder eben wieder phasengleich vorliegt. Bei einer auf 200 Hz gestimmten Snare wären das für 180° ca. 86 cm und für die gleiche Phase dann das doppelt davon, also ca. 172 cm. Hält man diese Abstände für den hier gewählten fiktiven Grundton von 200 Hz ein, dann kann man mit einer Phasendrehung beim 86er Abstand wieder den vollen Grundton bekommen, bei 172 cm ist er automatisch da. Ich muss aber zugeben, dass ich das auch nicht immer konsequent beachte, weil es ja auch noch andere Sachzwänge bei der Aufstellung der Mikrofone gibt (z.B. Deckenhöhe, Raumklang auf den Mikros usw.).


    Ach, driftet schon wieder ins nerdige ab - nochmal: Simon rocks! :thumbup: