Beiträge von Matzdrums

    Ich habe einfach einen kleinen Hocker und eine flache Snare parat. Die Sitzposition ist das A und O, sagen so Leute wie Dave Weckl. Wenn ich nicht mit beiden Beinen am Boden bin, bin ich nicht geerdet, sagen andere. Guck Dir vielleicht mal die "Big Time"-DVD von Billy Ward an, der erklärt das sehr charmant wie ich finde. Hier ist ein Ausschnitt:

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    Ein Buch, was ich super spannend finde zu dem Thema ist das hier: https://www.amazon.com/Anatomy…Better-Feel/dp/1511590041

    Das gibt es glaube ich inzwischen auch auf deutsch, Übersetzung von Flo Fochs.

    Einen Workshop vom Autor gibt es hier, wie ich gerade bei Link-Suche festgestellt habe: https://www.drumeo.com/beat/anatomy-of-drumming/

    Habe ich selber noch nicht gesehen, aber die Überschrift Posture is one of the most overlooked topics in drum education gefällt mir schon mal :)


    Ich habe bei mir grundsätzlich mindestes zwei Sets aufgebaut, eins im Rechtshänderaufbau, an dem normalerweise die Schüler sitzen. Das ist bei mir im Studio ein Gretsch Renown mit 20er Bassdrum, von mir aus auch mit 5 Toms und Istanbul Mehmet Becken nach Wahl. Aus Bronze. Messingbecken besitze ich keine. An der Musikschule an der ich arbeite, gibt es ebenfalls Drumsets mit 20er Bassdrum und passenden, tief einstellbaren Hockern.

    Dafür stelle ich das Schülerschlagzeug zwischen den Schülern auch neu ein, wenn es sein muss.

    Mir ist es wichtig, das man an einem gut klingenden, gepflegtem Instrument mit funktionierender Hardware lernt. Die beste Bindungsarbeit nützt ja nichts, wen am verstimmten Klavier drei Tasten in der mittleren Oktavlage fehlen. Ein Sonor Martini mit entsprechend kleinen Größen habe ich im Lager, aber die Altersgruppe ab 6 Jahren ist in der Regel groß genug, um an einem "normalen" Drumset anzufangen. Fotos findest du bei Interesse auf meiner in der Signatur verlinkten Website.


    Bei der Gitarre fängt man wie bei anderen Instrumenten auch am besten mit der passenden Größe an, das muss keine 3/4 sein. Sinnvoll ist dann ein Leihinstrument weil man wird ja schnell größer. Dazu gehört dann aber auch, das die örtliche Musikschule über ausreichend Instrumente in der passenden Größe verfügt, das ist nicht immer gegeben.

    sorry wenn das deinen Thread kapert, vielleicht kann das ein Moderator verschieben.


    Interessant. Sind dir dabei irgendwelche Besonderheiten aufgefallen? Ich kann mir vorstellen, dass das nur was für Schüler mit höherem Potenzial, mehr Übebereitschaft und allgemein schnelleren Fortschritten ist. Hatte das auch schon bei einem anderen relativ jungen Drummer (Simon Schröder aus Hannover) auf Youtube gesehen. Aber der ist auch nicht "normal", sondern spielt hier im DF wohl fast jeden an die Wand.

    Mir ist dabei eigentlich nur aufgefallen, das das ein recht natürlich Prozeß ist, den meisten Schülern fällt das gar nicht groß auf, die Hihat steht halt links, das Ride eben rechts. Ich rede aber von grundlegenden Grooves, also alles im Achtel- und Viertelraum.


    Dafür stelle ich das Schülerschlagzeug zwischen den Schülern auch neu ein, wenn es sein muss.

    edit weil sich die Posts überschnitten haben:

    Das passiert bei jedem Schüler, je älter und erfahrener desto weniger aktive Unterstützung gibt es dabei, ich stelle dann Fragen wie "Kommst du damit gut zurecht oder ist die Snare vielleicht doch zu tief, wenn die Ellbogen auf den Oberschenkeln liegen?"

    Alles andere ist dogmatisches Gewäsch, auch von denen, die behaupten, bei "open handed" müsse man das Rhythmus-Becken zwingend nach Links hängen.

    Immer schön Gesetze und Zwänge erfinden, Hauptsache einschränken. Metal muss trve sein.

    Bullshit.

    Es gibt eine schöne Schlagzeugschule von Sönke Herrmannsen, die heisst "Der hohe Hut". Die ist so angelegt, das man mit links Hihat spielt und später im Werk bei der Einführung des Ride-Beckens dieses mit der rechten Hand spielt. Damit habe ich inzwischen zwei oder drei Jahrgänge unterrichtet, denen es zum größten Teil komplett Wurst ist, was sie mit welcher Hand bedienen. Das hat mal eine Jury bei "Jugend musiziert" derartig verwirrt, das das nicht als Feature sondern als Bug angesehen wurde. Bei den anderen Schülern hat sich im Fortgang des Unterrichts schnell herausgestellt, ob die linke oder die rechte Hand die Hihat bedient. Das kann (und sollte man imho) alles völlig undogmatisch angehen. Übrig bleibt für mich nach Möglichkeit ein Standard-Aufbau mit Ride auf der rechten Seite, weil das eben das ist, was man in 99% der Fälle so vorfindet. Linkshänderflügel und Posaunen sind ja auch eher selten.

    Vielleicht stehe ich ja auch auf einem von diesen berühmten Schläuchen, aber aufgrund der Fotos sieht das für mich so aus, das die Snare links von der Hihat steht. Und wenn die Hihat mittig vor der Snare ist, steht das erste Tom dann hinter der Hihat? Weil sonst muss man sich ja recht weit drehen um an das Standtom zu kommen. ein Foto aus der Spielerperspektive könnte da hilfreich sein. Das die Hihat oft fixiert wird am Anfang ist sicher richtig, der Fuß sollte aber bitte trotzdem auf dem Pedal stehen, damit der Schüler vernünftig sitzt und alle Teile des Schlagzeugs erreichen kann, ohne großartige den Schultergürtel zu bemühen. Mit Hinweisen auf die Sitzposition und der Wahrnehmung der ebenjenen nerve ich grundsätzlich alle Schüler. Die Sache mit dem überkreuzen der Körpermitte habe ich ehrlich gesagt so noch nicht wahrgenommen, ich bin aber auch kein Therapeut. Scheint ja auch in den Kreisen der Ergotherapeuten nicht so ganz eindeutig gewertet zu werden und gilt ja für Vorschulkinder. Da ist man aber im Bereich der MFE und noch nicht beim Instrumentalunterricht, von daher löst du da evtl. ein Problem, das noch nie einer hatte?

    Das wäre vermutlich einen eigenen Thread wert (den es bestimmt schon gibt) und es gibt sicherlich lokale Unterschiede, aber man hat dann doch erkannt, das klassisches (Orchester)-Schlagwerk und Drumset zwei verschiedene Paar Schuhe sind, die sich gelegentlich die Schnürsenkel teilen.

    Grundsätzlich spricht nichts gegen open Hand, es muss vom Kind aber "angeboten werden" und keine Notlösung sein, weil das Kind nicht überkreuzen kann.

    Unvoreingenommene Kinder (d. h. solche, die auch noch keine überkreuzenden Schlagzeuger gesehen haben), spielen m. W. intuitiv offen. Auch sonst kommt ja kaum einer auf die Idee, überkreuz zu spielen (Pianisten, Gitarristen, Bläser …). ;)

    Das deckt sich mit meinen Erfahrungen. Ein Aufbau, der nicht standarisiert ist, stellt sich auch später in der musikalischen Praxis eher als Hemmnis heraus.

    Vielen Dank bis hierher schonmal, Brent´s Hang habe ich mir natürlich schon vor einigen Jahren angeguckt und habe eigentlich auch schon eine recht konkrete Idee wie das funktionieren könnte. Toll wäre natürlich, wenn das schon jemand vor mir so ausprobiert hätte (und mir entweder versichert, das das klappt oder eben nicht). Der Plan ist, an dem Stealth Rack noch so eine kurvige Stange vor/um die Hi-Hat herum zu bauen, um da dann das SPD-Sx pro dran zu befestigen. und daran dann noch einen arm fürs iPad. Den Laptop-Ständer habe ich schon seit ein paar Jahren, der ist schon sehr praktisch, kommt aber bei mir eher als Stehtisch im Studio zum Einsatz, weil ich eigentlich keinen Laptop (mehr) auf der Bühne haben will. Das wird sich vielleicht im Laufe des Jahres aber ändern (müssen), da könnte ich dann auf der Floor-Tom Seite so ein v-Rack hinstellen und daran das vorhandene SC-GEMC. Mal sehen.

    Ich hänge mich hier mal an mit einer Frage. Wie man auf den beiden Bildern erkennen kann, sprengt mein gewöhnliches Live-Setup inzwischen leider die Breite von 2 Metern, die ich in der Regel als Riser Vor Ort so vorfinde. Ein weiteres Element von 1m Breite dazu zu bestellen, klappt in der Regel lediglich in der Theorie. Deswegen stelle ich dann das SPD-SX Pro auf ein Case neben den Riser, was nicht so gut für meinen Blutdruck ist. Manchmal muss dann auch eine zweite Snare auf die andere Seite wandern, was dann spielerisch neue Möglichkeiten eröffnet :) Wie realistisch ist es, mit dem Stealth Rack und weiterem Zubehör von Gibraltar dafür eine Lösung zu basteln?


    Ich habe einige Möglichkeiten ausprobiert und nutze aufgrund leidvoller Erfahrungen inzwischen für den Click ein SPD-SX Pro. Das hat für den Click einen separaten Ausgang (ich glaube der ist sogar symmetrisch). Beim Proben kann man ja stattdessen durchaus einen Laptop hinstellen. Fertige Clicktracks dann als Audio exportieren und über die SPD-SX Pro App auf den Sampler schieben. Das hat sich für mich als die stabilste Lösung erwiesen.

    Interessant finde ich, dass ich bei der Suche nach Splittern ständig Stageboxen angezeigt bekomme, was ja völliger Nonsens ist.

    Einen Splitter mit 24 Kanälen hätten wir bereits (halt einen recht alten). Hier nehme ich schonmal mit, dass analog "sicherer" ist (bezogen auf "was findet man beim entsprechenden Veranstaltungsort vor?").

    Das Ding ist, wie BLX´ler ja schon weiter oben andeutete, das der Tonbetreuende vor Ort auf jeden Fall Zugriff auf die Vorverstärker haben will, das ist unter Umständen nicht ganz trivial. Ich erinnere mich noch lebhaft daran, das mal jemand bei einer Show am als slave konfigurierten Monitor x32 das Netzwerkkabel im laufenden Betrieb gezogen hat. Das FOH Master X32 hat dann erstmal die Flügel gestreckt und es gab eine ganz tolle lange Pause.

    Will man nicht-deswegen ist der analoge Splitter idr. die bessere Lösung. Gibt es ja in handlichen Achterblöcken z.b. von Behringer oder Millennium https://www.thomann.de/de/behringer_ultralink_ms8000.htm und von weiteren Anbietern. Abenteuerlustige Menschen löten sich das ganze selber zusammen. Bezüglich der Mikrofonierung bringe ich meine eigenen Mikrofone mit, die sind recht reproduzierbar befestigt und klanglich idiotensicher. Also BD,Snare(s),Toms, Hat,Ride laufen durch einen analogen Splitter ins In-Ear Pult.

    Overheads, Snare bottom etc. sowie die komplette Verkabelung(!) stellt nach entsprechender Absprache sehr gerne die lokale Tonfirma. Diese Mikros laufen dann auch nicht über den Splitter sondern direkt übers FOH. Weil: ein In-ear Mix ist kein Heimkino. Ich brauche keine Overheads, Ambience, Snare von unten/hinten, (Sub)Kick von aussen oder was einem da sonst noch alles so einfallen mag. Das kann man fürs Publikum oder fürs persönliche Befinden der Pultbesatzung alles gerne dazustellen. Was ich aber brauche, ist ein Stereo-Mix fürs InEar, also zwei Auxwege. Ich verteile alle Signale dann schön rechts/links/mitte und habe meistens auch ohne weitere eq-eingriffe einen einigermassen aufgeräumten Mix, den ich per App gerne über selbst konfigurierte Gruppen so verändern kann, das ich keine schlechte Laune kriege. Für viele ist Stereo aber gar nicht soooo sinnvoll, als Gitarrist hätte ich vermutlich meine Gitarre sehr laut und noch Click und fertig.

    Wenn ich heute so ein In-Ear System zusammenstellen würde, gäbs ein Wing Rack plus soviel analoge Splitter wie in ein Rack passen, das zwei unsportliche Leute heben können und möglichst wenige und entsprechend teuere Funkstrecken. Und für die ganzen Smartgeräte zur Fernbedienung einen WLAN-Router, der soviel Leistung hat wie die Haager Landkriegsordnung gerade noch erlaubt.

    Ein geschäftstüchtiger Schlagzeuglehrer wird sich hüten, seinen Schülern schnell viel beizubringen, oder sie gar in die Lage zu versetzen, ganz ohne Lehrer sich Zeug, was sie interessiert, selbständig drauf schaffen zu können.


    Vielmehr wird ein geschäftstüchtiger Schlagzeuglehrer seine "Kinder" möglichst lange in seiner Schule oder seinen Kursen halten wollen, damit sie viele Stunden buchen und bezahlen, gerade nicht die Motivation, die Stunden zu bezahlen, verlieren, aber kaum was lernen.

    Denn wenn sie alles gelernt haben, was sie lernen wollten, brauchen sie den Lehrer ja nicht mehr


    Ein geschäftstüchtiger Lehrer wird alles daran setzen, die intrinsische Motivation seiner Schüler:innen zu erhöhen und dafür zu sorgen, dass sie langfristig am Ball bleiben, sich verbessern und durch ihre positiven Erfahrungen auch andere davon überzeugen, sich bei ihm anzumelden. Was du gerade vermutest, würde genau das Gegenteil bewirken. Langweiliger, sich immer wiederholender Unterricht führt zu Frustration und letztendlich zur Kündigung.

    So.

    Ich nutze die Behringer-Fläche mit guten Erfahrungen ca. seit Markteinführung. Meistens vergesse ich, das Mikrofon nach Feierabend in der Bassdrum, was angesichts des verhältnissmässig geringen Gewichts und der kompakten Bauweise auch beim Transport recht problemlos ist. Beim Einladen die bd einfach kurz schütteln, wenn’s klappert ist das Mikro drin. Im Proberaum „Set and forget“, bilde ich mir inzwischen aber ein, das mir live bei identischem in-ear mix die Shure-Fläche im Mix besser gefällt (kein passendes Attribut dafür zur Hand).

    Ich weise live grundsätzlich darauf hin, das das Mikro vorhanden ist, manche Tontechniker haben dann auf etwas anderes zu Hand, manche nicht.

    Zur Installation ist im Kessel ein xlr-durchverbinder an unauffälliger Stelle angebraucht, das hat einen gewissen Charme und räumt optisch auf.

    Für noch mehr Komfort habe ich mir neulich das System von Kelly Shu bestellt, das ist aber noch nicht verbaut.


    Alternativ/zusätzlich habe ich auch ein beta 52 dabei und noch einige andere Optionen im Schrank, am Ende ist aber die Behringer-Fläche meine kostengünstige „Haben ist besser als brauchen“ Lösung für den Livebetrieb. Klaut vermutlich auch keiner :)

    Diese Diagramme kann ich nicht lesen und die Physik hat von mir mehr Ahnung als ich von ihr. 🤷‍♂️

    Was man bei "günstigen" Funksystemen m.E. machen sollte: Immer ein hardwired Backup dabei haben. (Grundsätzlich sollte man für alles ein Backup/Fallback haben, aber hier nochmal besonders wichtig). Es kann immer mal passieren, dass auf derselben Bühne andere Sender stören, oder Sendeanlagen von Nachbarbühnen auf Stadtfesten oder ansonsten "Funkterror" in der Luft ist. Und dann geht das System, welches bei 100 Auftritten immer funktioniert hatte dieses Mal eben nicht. Leider nicht nur einmal erlebt. Das kann alles funktionieren, aber eine Garantie gibts eben keine.

    Auch hier gilt wie in der IT: Kein Backup, kein Mitleid :)

    Das XVive System für unter 250€ finde ich da durchaus brauchbar - wenn man der einzige ist damit auf der Bühne und nichts stört, da leider nur WLAN-Frequenz.

    Das Ding habe ich auch. Ist nicht wirklich brauchbar. Wenn ich Audio per Bluetooth auf meinen Flow 8 schicke und das xvive als Monitor nutzen will, kommt selbst bei zwei Metern Distanz keine stabile Verbindung zustande. Unter Laborbedingungen.

    Ich habe die Funke in der Tat aus dem Grund, das ich backstage das Ding anschalten kann, evtl. läuft da schon der Click und dann geht man raus, packt die Schachtel an den Hocker und los gehts. Am Körper im sitzen fällt mir der Empfänger gerne einfach trotzdem runter und dann zerrts am Ohr.

    Gegenüber meiner Frau rechtfertige ich solche schwer zu rechtfertigenden Ausgabenmit einem „der Jost hat das auch“, dann gehts!

    Das ist aber nicht mehr weit weg vom Kabelgebundenen In-Ear. Fast wie Fernseher mit WLAN-(Kabel). :S :D

    Das kommt drauf an, wo der Sender steht. Ich habe inzwischen mit dem Ansatz „meine Mikros, eure Kabel“ recht gute Ergebnisse was Zeitaufwand bzgl. Auf- und Abbau angeht, da passt das mit der eigenen Funkstrecke ganz gut. Klanglich besser ist natürlich kabelgebunden, aber das nervt dann ja nochmal mehr am Hosenbund. In Stereo. Mit Netzteil.

    Finde ich total cool, den Packmate - mich stört nur der Preis - hat hier keiner einen 3D Drucker ;) :P

    Ich schätze Entrepeneurship und zahle dann auch gerne dafür. Ich weiss nicht, ob der Packmate so noch erhältlich ist, ich habe durch den Wechsel auf den Packmate Pro Deluxe evtl. einen übrig, schreib mir doch mal ne Nachricht. Eine anders coole Lösung gibt es hier: https://the-buttler.com/de-de/collections/alle-buttler