Beiträge von HOHK

    Ein weiteres wichtiges Feature wäre für mich, dass die Toms von oben auf L-Halter aufgesteckt werden können (wie beim Gretsch-Vorschlag über mir).

    Die z.B. Pearl-Style-Halter (oder Yamaha), die seitlich in die Toms müssen, finde ich dagegen nicht so praktisch.

    ... und Kugelgelenk-Halter sind natürlich auch ein Muss.


    Edit: diesen Tom-Halter finde ich am flexibelsten: Sonor TA 678MC Tom Arm – Musikhaus Thomann

    Wenn wir von der Hobby-Schiene sprechen, bin ich ja selber auch betroffen: Aber woher kommt der Anspruch, dass mir mein Hobby immer gleich vergütet wird wie wenn ich ein Profi wär und davon leben müsste? Wenn man unser Hobby auf die Bühne bringen möchte, dann sind letztendlich natürlich gewisse Unkosten da, die wir ohne den Drang, unser Schaffen einem Publikum zu präsentieren, nicht unbedingt hätten, die eigentlich aber auch überschaubar sind. Am Ende sind es doch auch nur noch die Kosten für die Mobilität (Sprit oder gar ÖPNV Ticket). Den Proberaum müssten wir auch ohne Bühne bezahlen, unsere Instrumente sowieso.

    Wenn ich das allerdings von Anfang an darauf auslege, das wenigstens Proberaum und vielleicht sogar Instrumente mit einem Eintrittsgeld finanziert werden können, geht es ja schon ein bisschen vom Hobby-Charakter weg. Und dann muss ich meinem Publikum aber auch etwas bieten für das Geld bzw. einfach Glück haben, zur richtigen Zeit am richtigen Ort und so... Im Prinzip kann man doch sagen, wenn ich auf Hut spielen muss, habe ich es nicht geschafft, dass die Leute wegen mir kommen und die Veranstalter sich die Finger danach lecken. Es gibt auch den Weg, der in der Musikbranche gerne als "sich verkaufen" bezeichnet wird. Aber nichts anderes mache ich doch, wenn ich den Anspruch stelle, dass jemand anderes für meine Musik Geld bezahlt.

    Es soll aber auch nicht darauf rauslaufen, dass Veranstalter das schamlos ausnutzen. Die Grenzen sind auf jeden Fall fließend. Schwieriges Thema.

    +1!

    So wird ein Schuh draus.


    In vielen Antworten (sowohl negative und positive) finde ich mich ja durchaus wieder.

    Aber einige radikale (negative) Beiträge empfinde ich als zu kurz gesprungen bzw. zu sehr auf die persönliche Ebene gehoben.


    Die Veranstalter, die Bands "auf Hut" spielen lassen (also das Risko der Festgage zu minimieren), kann man nicht pauschal verteufeln.

    Wenn sie das Risiko tragen sollen und dabei nur verlieren, folgt darauf, dass der Laden schließen muss. Davon hat kein Musiker/Künstler etwas.


    Ich habe im Post #5 ja geschrieben, dass meine ehemalige Wiener Band „auf Hut“ in Bremen auftreten würde und das ist prompt in die Hose gegangen.

    Unbekannte Band unter der Woche und dann noch gegen Champions-League (Bayern : Real Madrid) – das konnte nicht gutgehen…

    15 Zuschauer. Hut-Ergebnis: 52,--€

    Die Jungs haben es aber mit Fassung getragen und ich habe mit Unterkunft und Verpflegung die Kosten etwas auffangen können. Letztendlich wollten sie mich ja nur mal besuchen kommen…


    Ich bin mittlerweile seit 57 Jahren als Amateur „im Geschäft“ und darf wohl sagen, dass ich alle Facetten der Auf und Abs, was Gagen und Gigs anbelangt, erlebt habe, da ich allein mit meiner Funkband „Caliber 38“*) im Laufe von 40 Jahren über 800 Gigs absolviert habe. Es gab Mitte der 80er-Jahre eine ca. 5 bis 6-jährige Phase, in der ich mein Gehaltskonto als Speditionskaufmann nur für die Miete nutzte. Alle anderen Kosten habe ich aus der Hosentasche bezahlt (der englische Fußballer Kevin Keegan hat das mal so beschrieben: „Mein Geld habe ich für Frauen und Alkohol ausgebeben – den Rest habe ich verprasst.“)… ;)


    Trotzdem hatte ich nicht mal ansatzweise den Wunsch, das berufsmäßig zu machen. Für mich war (und ist immer noch) Musik reines Hobby. Ich hatte nur das große Glück, mit richtig guten Leuten - und kontinuierlich - Musik machen zu können.


    Daneben habe ich in unzähligen weiteren Bands oder Projekten mitwirken dürfen und dabei auch gar nicht mal schlecht verdient.


    Diese Zeiten sind aber seit mehr als 20 Jahren so gut wie vorbei.


    Das hat meine Einstellung zu musizieren aber nie beeinträchtigen können, weil… Hobby!

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    *) (die spielen übrigens heute Abend gegen 19,--€ Eintritt im gleichen Laden - ohne mich 8) )

    Meine klare Meinung dazu: wenn die gesamte Veranstaltung "nonprofit" ist, spiele ich gerne, ansonsten lasse ich es. Sich immer wieder auf unsägliche Rahmenbedingungen einzulassen, nur um spielen zu "dürfen", schadet am Ende allen Musikern, darauf kann ich gerne verzichten.

    Das unterschreibe ich!

    Ich fand es in unserem Fall nur erstaunlich, dass es so vielen betagten Teilnehmern gefallen hat und der Rahmen entsprach "nonprofit".


    Im allgemeinen bin ich auch nicht der "Hut-Fan".


    Ich bin gespannt, wie es heute Abend für meine Freunde aus Österreich bei uns in Bremen läuft. Mit dieser Band habe ich von 2007-2011 in Wien zahlreiche Konzerte getrommelt.

    Ich habe mit der Big Band März 2026 bei einer Veranstaltung auf Hutkasse gespielt.

    Der Veranstalter hat im Eingangsbereich eine Art Präambel platziert, die ich interessant fand: HUTKASSE


    Es handelte sich um eine Mehr-Generationen-Wohnanlage und ich war - ehrlich gesagt - etwas skeptisch, ob so was dort funktioniert...


    ...umso überraschender war dann mit 700,--€ das Ergebnis.


    - Der Saal war mit ca. 100 Zuschauern gut gefüllt

    - die Hälfte davon kam (tatsächlich!) mit Rollatoren angerauscht.

    - und zu guterletzt bekamen wir nur positive Rückmeldungen!


    Das hätte ich wirklich nicht erwartet.


    Vielleicht sollten mehr Veranstalter mit diesem appellartigen Aushang im Eingangsbereich experimentieren bzw. im Vorfeld darauf hinweisen.


    Wie sind allgemein eure Erfahrungen mit Hutkasse?

    Als ich gestern Nacht ins Bett ging, war mein letzter Gedanke: "Wenn ich nicht wieder aufwache, ist es gut. Ich hatte ein schönes Leben."


    Nachdem ich dies gesehen habe, möchte ich nie mehr sterben...

    Großartig!

    Mal eine Zwischenbemerkung:


    Bei den Bildern von Drumjunkey JohnDrum (siehe #13 12) bekomme ich 'ne Krise...!

    Wenn ich solch ein Rack für jeden Gig auf- und abbauen müsste, würde ich durchdrehen....

    ... oder transportiert man das als Ganzes zusammengebaut?

    Da würde ich je eher einen Campingtisch vorziehen ;)


    ... und das Video (#6), wo sich drei Nasen knzentriert mit dem Drum-Rack beschäftigen, gibt mir den Rest!

    Komplizierter und umständlicher geht nicht!


    Da nehme ich doch lieber weiterhin Einzelständer für jedes Becken und Tom und bin in 10 Minuten fertig mit aufbauen 8)

    Abgesehen davon, dass der Preis für diesen Pfennigartikel unverschämt ist (je 6,--€)....


    ... und ich an das Märchen, dass sie sowohl für M8 und M6 gleichermaßen passen sollen, auch nicht glauben konnte, hatte ich mich seinerzeit für diese von Gibraltar (M8) entschieden:

    Gibraltar SC-19A Long Sleeve 8mm – Musikhaus Thomann

    Die sind nur minimal kürzer als die No Nuts und kosten pro Stück nur 1,05€


    M6-passend sind diese: Sonor Cymbalprotection 6mm 200/400er – Musikhaus Thomann für 2,--€ das Stück


    Die beiden Alternativteile sind bombenfest verschraubt.

    3OakDrums

    Haha, und wieder mal muss ich über deinen sehr intelligenten Beitrag schmunzeln, weil er so einen Kontrast zu deinem Avatar bildet. Manchmal wüßte ich gerne, was der "Godfather of Zirkusdrumming" zu den Videos heutiger Virtuosen sagen würde.

    Der hat sich immer nur für sich interessiert.


    Ich halte es so: ich schaue mir alle Ikonen an und bin dann auf mich zurückgeworfen.

    Wenn ich das können will, hätte ich mehr üben müssen.

    Zum Glück macht mir mein Hobby-Niveau (immer noch) Spaß.


    Was Kritik anbelangt: Thomas Lang war hier auch schon mal auf dem "Index", den haben inzwischen doch alle lieb ;)

    Ich bin mit dem Pragmatismus meines Vaters groß geworden.

    Der hätte wahrscheinlich zu Xavier Ware gemeint: "Besser, als wenn er alten Frauen die Handtasche klaut."


    Ich konnte ihn in Bremen mal von der ersten Reihe sehen; da spielte er eine DW-Maschine.

    Meine Träume wurden wahr, bevor ich sie träumen musste.


    Mit meiner langjährigen "Caliber 38"-Band durfte ich Bühnen mit einigen Starbands teilen:

    Shakatak 1985 Stadthalle Bremen

    Shakatak - Night birds - Live in Concert 1985 ( Germany )

    Roger Odell gab mir sogar ein anerkennendes "Daumen hoch" beim Bandwechsel auf der Bühne 8)


    Jan Akkerman Band 1985 Uni Mensa Bremen (Video von 1985 in München)

    Jan Akkerman Band: Live @Alabama Hall, Munich Sept. 30th , 1985

    Der Bassist Dino Walcott hat unserem Bassisten bei laufendem Song eine gerissene E-Saite aufgezogen.... davon träumt er noch heute (leider inzwischen im Himmel)



    Meine Erfahrung ist: klingt das Schlagzeug scheiße, ist es zu laut - immer.

    Snareteppich zu stark angezogen klingt scheiße = zu laut

    Tomfelle mit allem Möglichen zugeklebt klingt scheiße = zu laut.

    Becken schrill klingt scheiße = zu laut.


    Auf der anderen Seite kann ich mich nicht satthören an einem gut gestimmten Schlagzeug; ich speche/schreibe hier wohlgemerkt von unverstärkten Drumsets, nix Studio oder PA-designt.