Beiträge von m_tree

    Dr. R-O-C-K ist ja offensichtlich für Kritik zu haben. Heißt, er wünscht Tipps und Ratschläge hier und da.

    Ihm dann zu sagen, dass man nur das zeigen sollte, was man nach eigener Überzeugung fast tadellos spielen kann, find ich irgendwie doof. Das wäre dann mehr ein Präsentieren. Guckt mal, wie toll ich bin…

    Aber darum geht’s ihm nicht, denke ich.

    Doch. Nach meiner Wahrnehmung geht's ihm genau darum und das Fragen nach Kritik ist nur Tarnung und ausnützerisch zugleich.


    Wenn man sich was nicht selber beibringen kann, sucht und bezahlt man einen Lehrer. Als Normalverdiener sollte das machbar sein, wenn man sich teures Equipment leisten kann.

    Zugegeben - vom voraussichtlichen Sieger weiß ich es nicht ganz genau. Der hat sich hier im Thread noch gar nicht zu Wort gemeldet, glaub ich.

    Von mir selber kann ich sagen, dass ich mir kurz überlegt hatte, wie ich das spiele (Hi-Hat), mich kurz aufs Tempo eingegroovt hatte und letztendlich den 1. von 2 Takes genommen habe.


    So geht's mir übrigens auch sonst:

    Ich bereite mich für Recordings lieber ausgiebig vor und spiele dann z.B. drei konzentrierte und ernst gemeinte Takes ein. Bei deutlich mehr Takes habe ich im Regelfall - zumindest bei durch arrangierten Sachen - nach einer gewissen Zeit keinen Bock mehr. Das hört (und sieht) man dann nämlich auch.


    EDIT

    Gerade mal nachgeschaut - habe tatsächlich den ersten von zwei Takes genommen. Nach der kurzen Vorbereitung - wie beschrieben.

    Am Ende groovt der am besten, der es am besten kann. Und es kann derjenige am besten, der am meisten Arbeit reingesteckt hat - jedenfalls in der Regel (genie-talenthaftes mal ausgeklammert). Thats it.

    Dem stimme ich zwar uneingeschränkt zu. Allerdings bezieht es sich in diesem Fall weniger auf die Aufgabenstellung an sich als darauf, wie geübt jemand ist und wie weit er seinen Sound ausgefeilt hat. Denn die Takes, die vorne liegen, wurden alle eher "nebenbei" auf die Schnelle eingespielt. Das weiß ich ziemlich genau.

    Der Gedanke, dass alle am selben Set mit auch sonst den selben Gegegebenheiten (Raum, Recording, Mixdown) spielen, kam mir auch schon. Schon vorm Start der Challenge, glaub ich.


    Das erschien mir allerdings auch nur auf den ersten Blick "fair" oder "vernünftig". Eben weil nicht alle den selben Aufbau haben, vielleicht auch gar nicht den selben Sound wollen. Aber vor allem, weil der Vorteil dieser Challenge ist, dass sowohl User aus dem hohen Norden Deutschlands als auch aus Österreich und der Schweiz mitmachen. Oder theoretisch auch User, die auf anderen Kontinenten wohnen, wenn sie denn wollen und Deutsch lesen / schreiben können.

    Genau das ist ja der Vorteil des Internets.


    Die Normalisierung der Lautstärke (bzw. Lautheit) ist gewiss auch nicht "die" Pauschallösung. Es spricht aber einiges dafür, denk ich. Eben gerade auch, wenn es so deutliche Unterschiede beim Sound gibt (z.B. E-Drums vs. mit Smartphone aufgenommene A-Drums).


    Die Takes habe ich gerade heruntergeladen und mal jedes Take die ersten 5s kurz übers Handy angespielt. Dazu ist mir eines sofort aufgefallen, der Sound bestimmt höchst wahrscheinlich in einem erheblichen Maße das Voting. Das heißt, es kann schon sein, dass es gut gespielt ist, aber wenn der Sound (was ich nach meinem Hörempfinden als guten Drumsound empfinde) Käse ist, dann beeinflusst mich das auch im Voting.

    An dieser Stelle auch noch mal der Hinweis, sich das bitte mit ordentlichen Kopfhörern oder Boxen anzuhören. Am besten auch ohne irgendwelche färbenden Einstellungen vom Wiedergabegerät bzw. der App. Gibt ja EQ-Presets oder - noch schlimmer - zusätzliche Kompression und dergleichen. So fallen die "schlechteren" Aufnahmen klanglich auch nicht so ab.

    Also erstmal danke für das ehrliche Feedback. Das ist sehr interessant und hat mir ein bisschen die Augen (über mich) geöffnet. :thumbup:


    Um mal etwas weiter auszuholen, setze ich gleich hier an:

    Geht auch schon damit weiter, dass man das wohl wirklich eher mit Traditional Grip spielen sollte.

    Das versuche ich tatsächlich auch, darum üb ich den Grip schon einige Zeit immer wieder.


    Ich werde wohl in meinem Leben kein richtiger Jazzer und auch kein "Traditional Grip"-Spieler mehr, wie mir meine Aktion mit "Take Five" gerade wieder mal zeigt.

    Dagegen, Traditional Grip zu lernen spricht für mich vieles:

    • Mit dem, was und wie ich für gewöhnlich spiele, komme ich mit matched bestens zurecht. Ich spiele schon 20 Jahre (reine Spielzeit) so.
    • Ich habe schon so etwas wie eine eigene Handschrift entwickelt und die kriege ich weder mit Traditional noch mit Open Handed hin ... wahrscheinlich auch nicht, wenn ich das Jahrelang übe (wozu mir schlicht die Zeit und Nerven fehlen).
    • Mit bald 33 Lebensjahren noch umzulernen steht entgegen einiger Sachen, die eigentlich wichtiger sind: das weiter zum beruflichen Erfolg zu führen und wieder aktiver Musik zu machen (mit den "richtigen" Leuten - darf auch gern mal größer und besser bezahlt sein)
    • Obendrein habe ich mir - auch in Anbetracht eines etwaigen Studiums (wird sich dieses Jahr klären) - vorgenommen, mich mit anderen Instrumenten zu beschäftigen, wozu auch Harmonielehre und ein bisschen Singen (wenigstens Töne treffen) gehört. EIn Keyboard habe ich schon hier daheim, aber Gitarre bzw. vor allem Bass stehen auch auf dem Plan. Das ist ja auch für Bandaktivitäten und Produktion hilfreich.


    Klingt nach Ausreden, ist aber mein Ernst. Es gibt um die spielerischen Basics drumrum so vieles, das wichtig ist und zählt. Zumindest, wenn man noch was vor hat.


    Ich spiele grundsätzlich 7A (aber nicht mit Nylon-Tip, sondern komplett aus Holz), auch für harte und laute Rockmusik.

    Geht alles, ich finde es außerdem sehr bequem.

    Das habe ich auch schon von anderen Drummern gehört. Natürlich geht alles und erlaubt ist, was gefällt.

    Tatsächlich bin ich aber schon der Meinung, dass die Stickgröße in erster Linie mit dem spielerischen Stil und auch der Körpergröße (bzw. Größe der Hände) korrelieren sollte. Mit unter 1,7m Körpergröße habe ich einfach nicht so große Hände wie 1,9m Leute, die mit 2B Sticks z.B. wahrscheinlich besser zurecht kommen. Dennoch ist mir 7A für das und wie ich für gewöhnlich spiele zu mager / kurz / dünn / leicht. Auf der anderen Seite sind mir z.B. die Simon Phillips Signature Sticks, die ja eigentlich auch noch zu 5A zählen, zu heavy. Obwohl der Herr ja nicht größer gewachsen ist als ich, soweit ich weiß (rein auf die Körpergröße bezogen, versteht sich).


    EDIT

    Knapp 169cm, um genau zu sein. ^^

    Verstehe. :thumbup:


    Geht auch schon damit weiter, dass man das wohl wirklich eher mit Traditional Grip spielen sollte.


    Mir wurde immer wieder mal bescheinigt, dass ich gut groove. Aber sowas hier ist wohl schon 'ne andere Welt ... :/


    Ach so - bitte in Stereo mit vernünftigen Kopfhörern o.ä. anhören. Die Snare ist im Mix auch relativ laut ... das könnte etwas täuschen.

    Andererseits, was macht ein Solo für euch aus, ab wann bezeichnet ihr etwas als Solo?

    Dass es hauptsächlich um das jeweilige Instrument geht. Unabhängig davon, ob Begleitinstrumente "supporten".

    Die Übergänge sind aber fließend und den Anfang vom angesprochenen QOTSA Song mit Dave Grohl am Schlagzeug würde ich nur bedingt als Solo sehen. Es ist für mich eher das Intro des Songs und gibt halt ordentlich Power.


    So gesehen müssten alle meine "Drums only" Sachen auf Youtube Soli sein (die mit der grünen Schrift in den Thumbnails). Sind sie meinerseits aber eigentlich nicht. Als "Drum Solo" bezeichnet habe ich dagegen einen Track mit Support von Bass und Synths.

    Nun "Take Five" als Kurzvideo:


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    Hatte da auch ein bisschen dran gebastelt. Triolische Sachen liegen mir zwar und mit ungeraden Taktarten hab ich (zumindest im einstelligen Bereich) auch keine Probleme. Aber so richtigen Jazz spiel ich kaum und ich wollte schon so nah wie möglich an Joe Morellos Feel vom Original kommen.

    Die Notation im Bild entspricht grundsätzlich dem, was ich spiele. Von ein paar zusätzlichen Schlägen abgesehen.


    Obwohl ich eigentlich ausschließlich 5A spiele, habe ich hierfür mal 7A benutzt. Hatte noch ein Paar für Schüler da (mit Nylon-Köpfen).

    Überlege aber in Zukunft öfter mal 7A zu nutzen, weil filigraneres und leiseres Spiel damit einfach deutlich besser geht.

    Drum Bee

    Ich denke, da addierten sich schwierige Bedingungen zu einer unpassenden oder zu hohen Erwartungshaltung.


    A-Drums klingen in echt nicht so wie man es von Produktionen kennt, die auf Mehrfachmikrofonierung setzen und bei der Nachbearbeitung auf Hochglanz poliert werden. Was aber auch erst seit den 70ern und 80ern der Fall ist. Für dein Genre also eigentlich nicht.


    Sehr viel machen auch die Felle aus. Werksfelle bringen gerade bei Toms häufig nicht den Sound, den man sich vorstellt.

    Und m_tree


    Mir hätten Kochtöpfe, Telefon- oder Karl May-Bücher oder Tupperboxen oder Waschmitteltrommeln (gibt’s die überhaupt noch?) nicht gereicht. Liegt vielleicht doch am Alter.

    Davon war meinerseits auch gar nicht die Rede. :/


    Ich find's auch völlig ok, dass du mit E-Drums spielst. Besser als gar nicht.


    Nicht ok fand ich, wie dein ehemaliger Lehrer dir suggeriert hat wie kompliziert und aufwändig A-Drums wären. Zumal Noppenschaum eh Quatsch ist. Der Raumakustik sind die Noppen sch... egal. :D

    A-Drums sind zwar kompliziert und aufwändig, wenn sie gut klingen sollen. Aber am Anfang ist der Sound nicht so wichtig.

    Diese Logik erschließt sich mir auch nicht ...

    Empfehlenswert ist auch ein Masterkeyboard und gute VSTi-Sampler. Da kann man neben Schlagzeug auch gleich Gitarre, Posaune und Geige spielen. Technisch identisch, aber vielseitiger und preiswerter als ein edrum.

    Im Gegensatz zu einem Keyboard bedient man ein E-Drum mit Sticks in den Händen und Pedalen unter den Füßen. Aufgebaut ist es auch wie ein echtes Schlagzeug.

    Um zu lernen, wie man ein Akustikset "richtig" zum Klingen bringt, muss man zwar wirklich am Akustikset üben. Aber ansonsten geht das auch alles mit E-Drums.

    Diese Logik erschließt sich mir auch nicht ...

    Empfehlenswert ist auch ein Masterkeyboard und gute VSTi-Sampler. Da kann man neben Schlagzeug auch gleich Gitarre, Posaune und Geige spielen. Technisch identisch, aber vielseitiger und preiswerter als ein edrum.

    Im Gegensatz zu einem Keyboard bedient man ein E-Drum mit Sticks in den Händen und Pedalen unter den Füßen. Aufgebaut ist es auch wie ein echtes Schlagzeug.

    Um zu lernen, wie man ein Akustikset "richtig" zum Klingen bringt, muss man zwar wirklich am Akustikset üben. Aber ansonsten geht das auch alles mit E-Drums.

    Mein Eindruck ist, dass es hier schon lang nicht mehr um das Anliegen des Threadstarters geht. Denn der hat sich das letzte mal in Beitrag #10 auf Seite 1 zu Wort gemeldet.


    Dann hat dein ehemaliger Lehrer mehr in seinem Sinne argumentiert als in deinem. Nämlich um seine "Professionalität" und sein Wissen zur Schau zu stellen.


    Tatsächlich ist das auch auf einem A-Set am Anfang völlig Wurst. Als Kind und auch zu Beginn meiner zweiten Spielphase in meiner Jugend habe ich auf "Schrott" in akustisch unbehandelten Dachböden, Kellerräumen, zweckmäßigen Schallschutzkabinen gespielt und hatte vom Stimmen so wenig Ahnung wie von Raumakustik. Unterricht hatte ich auch nicht (wirklich).

    Letztes Jahr habe ich ein gebrauchtes Akustikset bei einer Schülerin auf dem Dachboden aufgebaut. Da ging es auch nicht um Raumakustik ...


    Denn wie schon angedeutet wurde: wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und eigene Erfahrungen sammeln, wozu auch Fehlermachen gehört, gehört dazu.


    Also lasst den TE das kaufen, was er für richtig hält.

    Am Anfang ist fast Wurst, womit man spielt. Hauptsache man spielt.

    z.B. Triolen und Quintolen. Man spielt exakt die gleich Anzahl von Noten. Bei den "Funfern" hat man eben noch mehr Positionen, die besetzt werden kann.

    Spielt man jetzt "normale" 8tel und schnappt sich jeweils das zweite Achtel und spielt es auf einem Triolen oder Quintolen-Raster, so kommen die tollsten Sachen bei raus.

    Ein gutes Beispiel dafür ist "Swag Drumming". Das baut auf Quintolen auf. Klingt schon crazy und verknotet den Kopf beim Spielen :S


    Quintolen hatte ich ja mal in einem Solo von letztem Jahr verwurstet (-> https://youtu.be/0aMsvPHX0Xk). Habe ein Video in Planung, in dem es nur um Quintolen geht (im Stil meiner "drums only"-Videos mit z.B. 1 Min. Spieldauer). Da aber auch nur Hand-to-Hand Quintolen in einem 4/4 ... Ziel ist dann, einen "gut" klingenden Groove darauf aufzubauen.


    "Stick Control" geht bis Septolen und 15-Stroke-Rolls (ist ja vergleichbar - nur eben mit Doubles statt Singles).

    Danke für das aufschlussreiche Feedback! Das hilft weiter. :)


    Tatsächlich bin ich der Meinung, dass meine Technik gar nicht so ausgereift ist. In diesem Video ist mir z.B. wieder aufgefallen, dass meine linke und rechte Hand keine einheitlichen Bewegungsabläufe haben. Und dass ich den kleinen Finger der rechten Hand nicht nur bei schnellen (einhändigen) Achteln / Sechzehnteln leicht abspreize, auch. Gerade auch bei genutztem Rebound (schnelle Doublestrokes und Presswirbel) sind die Bewegungsabläufe meiner Hände unterschiedlich.


    Das lässt sich wohl darauf zurückführen, dass ich Autodidakt bin und mir das in meiner ersten Spielphase als Kind schon so antrainiert hatte. Zudem hab ich ausschließlich auf Akustik-Sets gespielt und mir erst vor ein paar Jahren ein Übungspad besorgt. :S


    "Stick Control" ist sehr gut geeignet, um Ungleichheiten abzutrainieren bzw. die schwächere Hand auf Stand zu bringen, weil fast alle Übungen u.a. genau darauf abzielen.

    Ganz krasse Leute wie Thomas Lang haben aus Stick Control zusätzlich noch "Foot Control" gemacht und die Übungen auf DoubleBass übertragen. :D

    Ein weiteres Kurzvideo - dieses Mal nur auf dem Pad:


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    Nachdem ich das Heft Anfang des Jahres komplett durchgespielt hatte (ebenfalls mit Pad und Metronom), hab ich ein Foto davon auf Facebook gepostet. Jemand meinte, ich hätte es streamen sollen. Aber das fänd ich affig. Ich stell meine Übungssessions nicht online (gibt ja welche, die das machen).


    Aber mal ein paar Übungen als Kurzvideos zu machen find ich ok. Habe diese Übung ausgewählt, um zu demonstrieren, dass Triolen genau genommen nichts mit Punktierungen gemeinsam haben. Wird ja hier und da so notiert (ein Swing Feel bspw. mit Punktierung angedeutet). Allerdings teilen z.B. Achteltriolen die Viertel in drei Teile auf, während eine punktierte Achtel die Viertel in vier Teile aufteilt und die Dauer von drei 16teln hat. Siehe dazu folgender Hinweis aus dem entsprechenden Kapitel in "Stick Control" (hätte es lieber einscannen sollen):


    Würde denn Interesse an weiteren Videos in der Art bestehen? Als nächstes mach ich "Take Five" als Kurzvideo (nur den Anfang / die erste Minute).