Aber vielleicht sind bei "Naturtrommeln" mit Naturfellen die Gesetze anders. Zumindest kann man bei einer Djembé ja nicht wirklich von einer Gratung sprechen, denn das ist ja alles wirklich ganz schön grob zusammengeschnitzt...
Nicht nur "vielleicht", sondern die verhalten sich ganz sicher anders.
Es wurde ja schon erwähnt, dass eine höhere Fellspannung Unebenheiten besser ausgleichen kann als eine niedrigere. Beim Schlagzeug haben die Trommeln i.d.R. Resonanzfelle (abgesehen von Ausnahmen wie Concert-Toms). Um auf den gleichen Grundton zu kommen braucht man ohne Resonanzfell eine höhere Fellspannung als mit. Demnach haben Djemben i.d.R. auch eine höhere Fellspannung als Schlagzeugfelle. Unebenheiten können da also besser ausgeglichen werden.
Weiter geht's damit, dass es sich eben wirklich um Naturfelle (bzw. eher Haut) handelt und der Spannring des Fells und auch der Spannreifen wegfällt. Ergo müssen da auch keine Spannreifen und Spannringe "verbogen" werden, um das Fell an Unebenheiten der Gratung anzugleichen.
(EDIT #2)
Hinzu kommt die besondere Bauform von Djemben, die als Helmholtz-Resonator wirkt. Dadurch werden zusätzliche Basstöne erzeugt und der Klang wird bauchiger.
Und das heißt auch, dass die Fellspannung bei Djemben sehr hoch sein kann, ohne dass der Klang dünn wird.
Es müssten bei den beiden Sets ja zwei (exakt baugleiche?) 12er Toms dabei sein. Hast du die mal direkt miteinander verglichen?
Darf ich fragen was du mit den Sets vor hast?
EDIT
Korrektur - Congas und Bongos sind ja keine afrikanischen Trommeln. ![]()