Hmm aber man kann doch die 4 Schlagvarianten auch am Pad üben undndann auf Schlagzeug übertragen oder nicht?
Welche 4 Schlagvarianten? Und ich weiß ja nicht ob du's wusstest, aber ein Pad kann weder die Bassdrum noch das HH-Pedal simulieren.
Hmm aber man kann doch die 4 Schlagvarianten auch am Pad üben undndann auf Schlagzeug übertragen oder nicht?
Welche 4 Schlagvarianten? Und ich weiß ja nicht ob du's wusstest, aber ein Pad kann weder die Bassdrum noch das HH-Pedal simulieren.
Kommt halt immer drauf an. Wenn sehr wenig Platz ist, mikrofoniert (und verkabelt!) wird und der Set-Aufbau auch nicht auf schnellen Umbau vorbereitet ist, kann das auch länger dauern. Wenn sich dann keiner im Vorfeld Gedanken drüber macht und Chaos entsteht, umso mehr.
Aber ich glaub mittlerweile, dass ich mir da sogar schon zu viel Gedanken drüber mache. Was ich so mitgekriegt habe, wie die Unterrichtspraxis z.T. so aussieht. Geschenkt ...
wegen Dem Mikrofon.
Du meinst wegen des Mikrofons ![]()
Ja und blabla, das kann man dann immer alles schön aus dem Kontext reißen und sich zurechtbiegen.
Es ging da vor allem um Snare und Hi-Hat. Eine sehr laute Hi-Hat und eine sehr leise Snare kriegt man dann auch nicht mehr mit Mikrofonierung in ein passenderes Verhältnis.
Dann haben wir aneinander vorbei geredet. Ich bin nicht vom Schlagzeuglernen ausgegangen, sondern vom Üben/ Wiederholen von schon Erlerntem.
Es ging um das Begleiten von Musik bzw. Üben mit drumless Playalongs.
Und ein Pad ist auch ungeeignet, wenn es um das Üben und Wiederholen von schon Erlerntem geht, das am Schlagzeug gespielt wird. Davon abgesehen ist ein Pad auch nicht hilfreich dafür, zu lernen, wie man eine richtige Snare zum Klingen bringt.
Ich habe mich nur gefragt, warum du das ausschließt mit einem pad.
Schließe ich nicht aus. Aber ergibt für mich nur Sinn, wenn es wirklich gar nicht anders geht. Wenn also kein Schlagzeug zur Verfügung steht. Was allerdings zur Verfügung stehen sollte, da man an einem Pad nun mal nicht Schlagzeugspielen lernen kann.
Übrigens - was meinen weiteren Werdegang als Schlagzeuglehrer betrifft (der Thread ist ja mittlerweile 13 Monate alt):
Ich habe privat weitere Schüler dazu bekommen und unterrichte 1x die Woche an einer Schule in Erfurt. Fange auch bald an einer Schule in Eisenach an. Dafür werde ich mich zeitnah (nicht wie ursprünglich angedacht in 2-3 Jahren, wenn ich mehr Erfahrung habe) um das bdfm-Zertifikat kümmern.
Ich stelle weiterhin fest, dass mir das Unterrichten liegt. Schüler, die ich an der Erfuter Schule übernommen habe, haben nach Aussage von meiner Chefin in kurzer Zeit deutlich größere Fortschritte gemacht als davor.
Aber eigentlich muss ich mich hier ja auch gar nicht rechtfertigen ...
Jeder, der Unterricht anbietet, sollte das VORHER in seine Planung einbeziehen. mM.
Ansonsten würde ich die Qualität des Unterrichts von Anfang an in Zweifel ziehen.
Wenn ich mal eine Schlagzeugschule aufmache, wird's sicher auch einen Linkshänder-Aufbau geben. Für geschätzt einen von dreißig Schülern.
Es gibt schon noch zig mal mehr Faktoren, die die Qualität des Unterrichts ausmachen.
Keine Ahnung, was du auf deine seite schreiben solltest..."Kenne rudimentär stick control...." vielleicht.
LOL - und du wirfst mir vor, ich würde versuchen dich zu provozieren.
Und ich weiß nicht, warum man deswegen hier jetzt anfängt zu diskutieren ... es sollte doch klar sein, dass man sowas lieber mit 'nem richtigen Schlagzeug macht.
Im übrigen halte ich Linkshänder-Aufbauten auch ganz unabhängig von Unterricht für nicht Alltagstauglich. Dass ich jedem Linkshänder, der anfängt zu spielen, davon abraten würde bzw. auch tatsächlich abrate, hat nichts mit meiner aktuellen Situation in meinem privaten Unterrichtsraum zu tun (von Musikschulen mal ganz abgesehen).
Ich erinnere mich da noch mal an eine Session im letzten Jahr, wo ein Linkshänder dabei war, der nur auf einem gespiegelten Aufbau spielen konnte. Ich hatte mich an dem Abend um's Schlagzeug gekümmert und konnte noch durchdrücken, dass seine Band als letzte (von drei Bands) spielt. Und allein der Umbau war mit Mikrofonierung schon ätzend. Wenn ich da nicht mit angepackt hätte, hätten die noch 'ne halbe Stunde länger dafür gebraucht.
Du darfst gerne versuchen, mich zu provozieren
Allein dieser Satz schon wieder ...
Ich habe jedenfalls in den letzten mindestens 30 Jahren zu exakt diesen Bedingungen Unterricht an jeweiligen Orten so angeboten und empfinde es daher als Selbstverständlichkeit, das auch bitte an unerfahrene Menschen als notwendige Grundvoraussetzung hier so weitergeben zu dürfen.
Wirklich?
PS:Man darf doch gerne vermitteln, dass man für Linkshänder nicht wirklich ausgestattet ist.
Soll ich's auf meine Website schreiben, oder was? Und jedem Chef an Musikschulen sagen, dass er/sie das auch machen soll? ![]()
Über diese Aussage stolpere ich jetzt gerade...Wer für teuer Geld "amtlichen" Unterricht anbietet, hat gefälligst die entsprechenden Möglichkeiten anzubieten oder diese Problematik verständlich zu kommunizieren. PUNKT
Bin gespannt, wann ich mal einen Linkshänder dazu kriege, für den ich so eine Extrawurst machen muss. An Musikschulen ist das übrigens im Regelfall nicht mal im Ansatz auch nur diskutabel. Wenn man z.B. 6 Schüler innerhalb von 3 Stunden ohne Pause durch ballert. Und zwei Schlagzeuge (eins für den Schüler, eins für den Lehrer) sind da schon Luxus.
Ansonsten ist dein Tonfall wieder mal typisch ...
Wobei das hier schon mehr simulieren soll:
Damit würdest du aber nicht ernsthaft "Musik machen", oder? ![]()
Alles anzeigenAlles anzeigenAuf den letzten Metern wirds es dann aber doch noch mal wuschig, daher:
# Es gibt Rechtshänder, die auf einem ganz normalen Kit spielen und zwar Cross.
# Es gibt Linkshänder: die spielen dann auf einem exakt Spiegelverkehrten Set (Bsp. Ian Paice, Felix Lehrmann).
# Es gibt OPH, die an einem normalen Kit das Ride links haben und mit Links HH und Ride Time spielen.
Kommt es aber zu Fills, spielen Open-Hander ...
Im Sinne der Symmetrie fehlt mir aber doch etwas die Komplettierung der theoretischen Überlegung, dass ein Linkshänder auf dem "spiegelverkehrten (also unnormalen) Set" doch bitte nicht um die Möglichkeit beraubt sein sollte, es dem Rechtshänder gleich zu tun?
->
Abweichungen von dieser Norm können dann wie folgt aussehen:
- Komplett Gespiegelter Aufbau für Linkshänder. Mit dem großen Nachteil der "Inkompatibilität" mit der verbreiteten Aufstellung. Wird der Aufbau dann nicht klassisch Überkreuz gespielt kommen die nächsten beiden Fallbeispiele ins Spiel (nur eben gespiegelt).
- Klassischer Aufbau mit OHP nur auf der Hi-Hat (Hi-Hat mit links, Ride mit rechts). Mit dem großen Nachteil, dass alle Grooves quasi "doppelt" erlernt werden müssen und beide Hände alles gleich gut können müssen für gleichbleibende Ergebnisse.
- Klassischer Aufbau mit OHP auf Hi-Hat und Ride (Ride steht bei der Hi-Hat). Nach meiner Auffassung die beste Alternative, auch für Linkshänder. Weil es nur eine Führhand geben muss.
@Trommelfellaz
Eine "Ferndiagnose" ist schwierig bis unmöglich. Aber um zu Üben, wie man Musik macht, ist das Spielen zu drumless Tracks bzw. Playalongs ein guter Anfang.
um einfach mal so einen Song auf dem Practice-Pad hinzuklopfen.
Auf dem Practice-Pad spielt man eigentlich nicht zu Musik bzw. macht keine Musik. Practice-Pads sind für Rudiment-Übungen, zum Aufwärmen u.ä. gut geeignet.
Wer wie du als Lehrer eine gewisse Offenheit mitbringt, unterstützt seine Schüler dabei, die individuell beste Herangehensweise zu finden, und das ist doch prima. Am Ende zählt die Musik, die dabei entsteht, und da interessieren solche Details nicht wirklich.
Ja, mir persönlich ist wirklich wichtig, meine Schüler:innen ihren eigenen Weg finden zu lassen.
Dafür muss ich mich aber schon mit den Details beschäftigt haben. Ich lehre ja primär, wie man das Instrument bedient, mit dem man Musik macht. Wie man Musik macht steht noch auf einem ganz anderen Blatt (was übrigens auch viel mit Geschmack zu tun hat).
Jungs, trommelt doch einfach, da kommt man nicht auf dumme Gedanken, alles theoretisch zu zerreden. Ist ja kaum noch auszuhalten hier
Aus der Sicht des Schlagzeuglehrers finde die Diskussion durchaus interessant. Ist halt schade, dass zwischendurch immer wieder gespamt, alles theoretisch zerredet und dann wieder mit der Keule "hört doch auf zu labern und spielt doch lieber" oder "kann doch jeder so machen wie er will" gekommen wird ... DAS nervt mich persönlich am meisten.
Wenig Sustain ist generell Mikrofon-freundlich. Laute Trommeln sind generell auch Mikrofon-freundlich, weil das Übersprechen so nicht so ins Gewicht fällt. Das gilt auch besonders für die Snare, die im Verhältnis zur Hi-Hat (welche aufs obere Snare-Mikro überspricht) laut genug sein sollte. Leise Snares und laute, offen gespielte Hi-Hats können schnell mal zum Problem werden. Kommt aber immer drauf an. "Laut" meint hier natürlich nicht nur den Sound, sondern auch die Spielweise.
Ich seh immer zu, den Großteil über Felle und Stimmung hinzukriegen und, wenn überhaupt, nur in Maßen und ganz gezielt abzudämpfen.
Zu viel Dämpfung kann auch schnell tot und dumpf klingen. Attack und "Biss" brauchen Obertöne.
Du hast wahrscheinlich mehr Erfahrung im Unterrichten als ich. Klingt für mich aber nachvollziehbar. Bei manchen Schüler:innen ist ja noch nicht mal ganz klar, ob sie nun Rechts- oder Linkshänder:innen sind.
Wenn ich nicht irre, sollte eigentlich jede/r Rechtshänder:in an einem klassischen Aufbau mit crossed prinzipiell am besten zurecht kommen. Wenn also die rechte Hand für Hi-Hat und Ride und die linke Hand für die Snare zuständig ist. Bei Standard-Grooves ...
Mit (mutmaßlichen) Linkshändern versuche ich, am Anfang sowohl crossed als auch OHP zu probieren und dann gemeinsam zu entscheiden. Je nach dem, was aus meiner Sicht besser klappt und womit der/die Schüler:in sich am wohlsten fühlt.
Ich finde übrigens, dass beide Varianten so ihre Vor- und Nachteile haben. Als Überkreuzspieler sehe ich bei Überkreuz auch Nachteile. Sonst hätte ich wohl vor längerer Zeit auch nicht intuitiv angefangen (kann mich gar nicht dran erinnern), die Sticks dabei gar nicht mehr zu kreuzen, um für die Backbeats weiter ausholen zu können.
Ich sehe auch bei Anfängern immer wieder, dass die Überkreuz-Haltung mitunter Probleme bereitet.
In dem ganzen durcheinander ist eins etwas untergegangen. Unterrichtest du auch an einem klassischen Linkshänder Schlagzeug? Oder würdest du da eher zu OHP tendieren, falls ein Schüler Linkshänder ist? Also der Ride auch auf die linke Seite setzen.
Ich dachte eigentlich, dass das klar rüber gekommen wäre. Jedem Linkshänder, der bei mir anfängt, empfehle ich eher OHP (mit dem Ride bei der Hi-Hat) statt einen gespiegelten Aufbau. Zumindest, wenn klar ist, dass er mit OHP besser zurecht kommt als mit crossed am klassischen Aufbau. Ein gespiegelter Aufbau hat halt nur Nachteile im Alltag. Das fängt schon bei den (Schüler-)Schlagzeug-Aufbauten in Musikschulen (und auch bei mir privat z.Z.) an.
Sollte ich mal einen Linkshänder unterrichten, der nur auf einem gespiegelten Aufbau spielen kann und das auch nicht ändern will, müsste ich mich natürlich irgendwie anpassen. Da würde ich keinen umkrempeln wollen. Denn wie schon angemerkt: hat man sich einmal auf eine Variante eingeschossen, hat diese über viele Jahre geübt und praktiziert und kommt damit auch gut zurecht (kein Änderungsbedarf), ist es Zeitverschwendung das noch zu ändern.
Schon der Begriff "Führhand" löst bei mir Grusel aus.
Für mich beginnt alles mit der Musik. Und dann schaue ich, wie ich die praktikabel und für mich angenehm
gestalten kann. Dabei denke ich über Kategorien wie Führer oder Sklave nicht nach und sie sind mir - offen
gesagt - auch zuwider.
Meinst du nicht, dass es etwas überzogen ist, sich an solchen Begrifflichkeiten aufzuhängen? Das sind ja nur Versuche, da mal etwas Klarheit reinzubringen. Wie man das bezeichnet, ist doch sch... egal. Bei Dofumas gibts auch 'n Master und 'n Slave-Pedal. Völlig ohne Wertung.
Ansonsten sollte hinreichend dargelegt worden sein, was eine Spezialisierung der Hände am Schlagzeug für Vorteile hat. Bzw. was es für Nachteile mit sich bringt, wenn beide Hände alles gleich gut können müssen. Und es geht dabei auch nicht nur um die Spieltechnik der Hände. Sondern auch die Gewohnheit, wie man Grooves spielt. Man will ja vielleicht auch mal kompliziertere Sachen spielen können und dabei Timing und Groove weiter verbessern. Wenn man dann die "böse" Führhand flexibel wechseln können will, muss man alles doppelt üben und verfeinern. Meiner Meinung nach kompletter Irrsinn, wenn man kein totaler Crack am Schlagzeug ist.
Klar kann das natürlich am Ende jeder so machen wie er will. Fakt ist aber halt, dass eine komplette Flexibilität der beiden Hände deutlich mehr Übe-Aufwand mit sich bringt.
# Es gibt OPH, die an einem normalen Kit das Ride links haben und mit Links HH und Ride Time spielen.
Und dann gibts noch die Freaks, die die Hi-Hat OPH und das Ride normal rechts spielen, die Führhand also immer wechseln. Wovon ich persönlich aber dringend abrate, wenn man nicht sowieso ein totaler Crack ist. Für mich wär's jedenfalls nix.
Nach meiner Auffassung hat die "Führhand" beim Grooven nichts mit einer angeblichen Führhand bei Fills zu tun. Natürlich ändert sich bei den Fills über die Toms bei OPH-Spiel auch mit dem Ride links an einem klassischen Aufbau nichts. Das sind m.E. zwei unterschiedliche Paar Schuhe.
Ist nicht schon alles gesagt? Mehrfach?
Auf über zehn Seiten wild durcheinander ohne griffige Erklärungen, Definitionen und Hilfestellungen, ja ...
Mich beschäftigt das Thema hier übrigens, weil ich immer mehr Unterricht gebe und das auch weiterhin ausbaue und vertiefe. Es gibt genug Lehrer, besonders an diversen Musikschulen, die völlig festgefahren unabhängig von der individuellen Veranlagung der Schüler:innen einen klassischen Stiefel fahren. Wobei an Musikschulen in der Praxis oft auch nicht mal die Zeit bleibt, das Ride zur Hi-Hat und danach wieder zurück zu stellen.
Ich bin aus Lehrersicht da jedenfalls relativ offen. Empfehle aber eben den klassischen (nicht gespiegelten) Aufbau mit nur einer Führhand (bei OHP also mit dem Ride bei der Hi-Hat). Und ich versuche, genau hinzuschauen und bspw. Linkshändern entsprechende Möglichkeiten und Hilfestellungen zu geben.
Aber nun bin ich schon fast bei Eigenwerbung angekommen und bin insofern auch "durch" hier. ![]()