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dennisderweber

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21

Donnerstag, 21. August 2008, 20:00

ich möchte mal eben erwähnen, dass ich die allgemeine diskussion über die existenzberechtigung der gema (derer ich übrigens auch mitglied bin) hier etwas deplaziert finde.
darum geht es überhaupt nicht. es geht um die aktion dieses menschen, der versucht zum denken anzuregen.
es sollte nicht thema sein, ob es ehrenwert ist werke zu schützen. sondern eher was ein werk ist und wo sein schutzanspruch anfängt.

ich glaube ihr seht das größtenteil viel zu konkret.
so sieht es nämlich aus:
Klasse Aktion meiner Meinung nach, das Happening als Gesamtkunstwerk.

:!:

Jürgen K

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22

Donnerstag, 21. August 2008, 20:40

Hallo,

Zitat

ich glaube ihr seht das größtenteil viel zu konkret.

:wacko:

Zitat

Klasse Aktion meiner Meinung nach, das Happening als Gesamtkunstwerk.

Ich bin noch ein bisschen skeptisch, ob er es zum Termin schafft, die Formulare auch auszufüllen. :S
Wenn ja, dann hat er sonst nichts zu tun. Das glaube aber sogar ich nicht. :|

Ich freue mich schon über die Bilder der Palettenanlieferung. So etwas habe ich zwar schon mal gesehen, aber solche Kunst kann man nicht oft genug sehen. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie dann der Hubwagen zum Einsatz kommt. Technik, die begeistert. :thumbup:

Grüße,
Jürgen

PS

Zitat

man lenkt fatal von viel wichtigeren Reformen ab

Ach, was. Werd' mal nicht konkret! Ein bisschen Spaß muss sein und zu so einem Happening (GEMA-bashing just for fun) geht man doch gerne.
Party!!!111
Sapere aude!

drumdidi

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23

Donnerstag, 21. August 2008, 21:26

Bei der Rechtsabteilung der GEMA machen jegliche Aktionen zwecks Provokation derselben keinen Sinn.
Mehr als der Versuch einer Provokation ist das imho nicht. Kann man natürlich als Aktionskunst tarnen, wobei ich dann gerne Klaus Kinski zitiere: Was heisst hier Kunst, du Arsch...
Der Laden ist leider in jeder Hinsicht verkrustet und zutiefst reformbedürftig, damit sich nicht weiterhin einige wenige durch Vergabe von Privilegien und voller Ausnutzung der elitären Strukturen der GEMA die Taschen auf Kosten der vielen unterprivilegierten Mitglieder der GEMA vollmachen können.
Das Abrechnungssystem ist höchst ungerecht und intransparent.
Drumstudio hat den Laden sehr gut charakterisiert und diese Aktion hier zaubert mir noch nicht mal ein müdes Lächeln ins Gesicht, wenn ich an die Realitäten denke.
Aber so kann man natürlich auf sich aufmerksam machen, wenn es auch nur heisse Luft ist. :S
Wie Andy Warhol schon vor vielen, vielen Jahren prophezeite: eines Tages ist jeder mal ein Star...wenn auch nur für 5 Minuten...
Dort würde ich den besagten Herren einordnen....
drumset ·-· myspace ·-· website

jesses

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24

Donnerstag, 21. August 2008, 23:42

....Verschont mich mit Gutmenschdebatten und anderem Flachsinn. Ich weiß auch, daß die Welt so ist, wie sie ist und daß bis jetzt gewisse Mechanismen so funktionieren, wie sie's halt tun. Doch nur weil man ein Problem (noch?) nicht lösen kann, heißt es nicht, daß es nicht existiert.

fwdrums


Edith: "Rechtschreibung 6!"


Das mit dem verschonen ist schwierig :D Wenigstens spricht man mal drüber! Klassischer Minimalismus, deshalb gefällt mit die Aktion :thumbup: Es reicht, um mehrere Diskussionsseiten zu füllen und Ideen zu transportieren - ich konnte bisher nichts Falsches entdecken :) Bewegung bewegt

Edit sagt...geh' schlafen :sleeping:
"Geduld und Zeit bringen mehr als Gewalt und Streit"

Jesses Drummergalerie: E-Monster und A-Set im DF-Vorstellungsthread :D

Hammu

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25

Freitag, 22. August 2008, 10:29

.....
Die Gema ist in den Augen vieler Mitglieder noch nicht in der Neuzeit angekommen. Natürlich sind viele Mitarbeiter der GEMA nett. Einige oder mehr sogar wirklich sehr kompetent. Es ist somit keinesfalls per se ein Mistladen - aber es gibt da so unglaublich viel, was einem mehr als ein Kopfschütteln abverlangt. Ich frage mich immer wo in diesem undurchsichtigen Geflecht von Institution die Reformer oder der "frische Input" durch vitale, neue Führungskräfte steckt? Es muß diese doch auch in so einem großen Laden geben...


Das wird so sein, wie bei allen großen Organisationen (Parteien, Gerwerkschaften, etc.)
Bis ein reformfreudiger Mitarbeiter durch alle Ärsche nach oben gekrochen ist (also bis zu dem Posten, wo er etwas bewirken könnte), hat er seine Reformen schlicht und einfach (an diversen Darmwänden) abgestriffen und ist mit den längerdienenden Kollegen gleichgeschaltet.
Sorry für dieses fäkale Beispiel, aber so ist es nunmal in der Realität.

P.S. Nebeneffekt der Threadnamensgebenden (eigentlich aber unsinnigen Aktion) wäre höchstens, das einige Mitarbeiter der GEMA mal was für ihr Geld tun müßten (und wenn es nur das Begutachten un Bewerten der eingehenden Formulare ist) :Q .

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Hammu« (22. August 2008, 10:33)


jd1293

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  • »jd1293« ist männlich

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26

Sonntag, 24. August 2008, 15:30

Zitat

Das ist eine kolosdsale Fehleinschätzung der Lage.
Ich wollte nicht die prinzipielle Möglichkeit, mit Musik Geld zu verdienen, in Frage stellen. Was ich nicht Zeitgemäss finde ist der Hyperbürokratismus und solche Angelegenheiten wie das man sich als GEMA Mitglie z.B. nicht Aussuchen kann, einzelne Stücke frei zu veröffentlich und andere kommerziell (Es gibt kein "Cherry-Plucking").

Die One-Hit Wonders die genannte werden sind alle schon sehr alt, ich denke sowas würde heute kaum noch passieren (meine Meinung).

Auf der anderen Seite gibt es inzwischen einige Fälle von Bands wie die Arctic Monkeys (auch auf anderen Künstlerischen gebieten wie Literatur Autoren wie Cory Doctorow), die bekannt geworden sind, weil sie ihr Material zunächst frei veröffentlicht haben, und nachdem sie einmal bekannt sind, auch sicher gut davon leben können. Das wäre mit der restriktiven GEMAbürokratie nicht möglich. Und das ist nicht Zeitgemäss.
Schlechte Lehrer haben mich zum Autodidakten ausgebildet. - Mauricio Kagel

dennisderweber

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27

Sonntag, 14. September 2008, 16:51


pbu

likes calling people names

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28

Sonntag, 14. September 2008, 18:43

Abgehakt?

Aus der GEMA-Stellungnahme:

Zitat

Komponisten, die GEMA-Mitglieder sind und neue Werke unter Benutzung fremder Werke schaffen, müssen diese unter Angabe der verwendeten Werke oder Motive bei der GEMA anmelden. Das Urhebergesetz sieht in diesem Fall folgende Einschränkung vor: Nutzt der Komponist fremde Werke oder Werkteile, die urheberrechtlich schutzfähig sind, muss er dazu die Einwilligung des Originalurhebers einholen. Eine urheberrechtlich relevante Nutzung liegt nur dann vor, wenn diese fremden Werke dem neu geschaffenen Werk erkennbar zugrunde gelegt werden. Dies ist bei einzelnen Tönen und „Sound-Schnipseln“ – so wie sie Herr Kreidler für sein Werk product placement überwiegend verwendet - wohl eher nicht der Fall.

Es stellt sich die Frage, wann ein Schnipsel qualitäts- oder quantitätsmäßig wohl eher doch als Werkteil erkennbar ist.
Wenn Herr Kreidler jetzt 70.000-fach oder vom unüberwiegenden Anteil der Urheber verklagt wird, dürfte das in jedem Einzelfall zu überprüfen sein.

Vielleicht folgt da ja noch etwas, woraus sich ein eher nachvollziehbares Abgrenzungskriterium als "Schnipsel wohl eher nicht" ergibt.

Grüße - Peter
-
I know. But I don't know, how.

29

Sonntag, 14. September 2008, 18:54



Ein ganz schöner Kommentar dazu:

Zitat

13. September 2008 20:02
Kurzsichtiger Journalismus
leowee, Leowee Polyester (1 Beitrag seit 13.09.08)

Das war zu befürchten, dass einige Journalisten weder der von
Kreidler von A-Z durchgeplanten Dramaturgie folgen können, noch das
Krisenmanagement der GEMA mit seiner aalglatten, aber ausweichenden
Rhetorik durchschauen würden.

Es war zu befürchten, dass einige Journalisten den Rücktransport der
Formulare als Schlagzeile verwenden würden, um das Ganze als Rückzug
dastehen zu lassen - macht sich ja auch gut, man will ja bissig und
scharfsinnig sein als Journalist.

Allerdings hätten diejenigen welchen sich die Hornbrille von juris
Dr. Kristin Meißner borgen sollen, dann wäre ihnen nicht entgangen,
dass Kreidler die Mitnahme seiner Formulare schon zu Beginn der
Aktion verkündet hatte - er wolle sie als Statue einem Museum zur
Verfügung stellen. So wie er in den zahlreichen Interviews vorab
nicht müde wurde, zu betonen, dass es ihm nicht darum gehe, die GEMA
zu quälen, sondern allein darum, eine längst überfällige Diskussion
anzuregen - mit satirischen, kunsttheatralen Mitteln. Nichts anderes
sollte dieser Papierstapel darstellen! Potzblitzmerker!

Die GEMA ließ sich nicht provozieren? Dazu liegen mir aber andere
Informationen vor. Nicht nur, dass es Kreidler gelungen ist, für
Wochen die Pressestelle der GEMA lahmzulegen, weil das Telefon zwecks
journalistischer Nachfragen nicht mehr stillstand. Auch haben sie
mehrfach versucht, ihn von der Aktion abzubringen, knickten dann aber
ob des beträchtlichen internationalen Medienechos ein. Hallo?
Natürlich mussten sie scheißfreundlich und gelassen tun und ihm die
Pressekonferenz einräumen! Natürlich mussten sie mit dem Hinweis auf
Nichterkennbarkeit süffisant verkünden, dass die kleinen
Zitatschnipsel keiner Anmeldung bedurft hätten - aber wer beurteilt
denn, wann ein Zitat erkennbar ist? Dazu haben sie bislang kein
Konzept. Und die alles entscheidende Frage, wie sie denn verfahren
wären, wenn Kreidler ein zehnstündiges Stück mit Tausenden
_erkennbaren Zitaten geschrieben hätte, blieb ebenso unbeantwortet.

Während der Diskussion sollte ja nun wirklich deutlich geworden sein,
wie die GEMA-Vertreter sich aus den eigentlichen Fragen rauslaviert
haben - bis dahin, dass die zuckersüße Sprecherin dem 40-köpfigen
Publikum aus Journalisten, CC-Aktivisten und Künstlern
Begriffsstutzigkeit vorwerfen wollte, weil es sich mit deren
repetitiver Phrasendrescherei nicht abspeisen lassen wollte. Offenbar
hatte sie damit Recht, wenn man Darstellungen wie diese liest.

Vor Ort hatte ich allerdings einen anderen Eindruck. Die Stimmung des
Publikums war eindeutig pro Kreidler, der mit einer beeindruckenden
Schlagfertigkeit getrumpft hat und das ausgesprochen gewitzt und
charmant. Chapeau!