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Drankolz

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  • »Drankolz« ist männlich

Registrierungsdatum: 3. Juni 2009

Wohnort: Erlangen

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61

Mittwoch, 15. November 2017, 15:28

Erzählt mal einem Orchester was von einem Click. Wahrscheinlich ist der Click Schuld, warum so viele Rock/Pop Nummer so leblos wirken, etwas robotermäßigis an sich haben. Es gibt da z.B. eine Aufnahme vom 3. Satz der Mondscheinsonate auf E-Gitarre. Furchtbar vom Feeling her.
Zum üben gerne, aber live - das muss lebendig, spontan sein. Dazu gehören spontane kordinierte Temposchwankungen.


Im Orchester würde ich sicher nicht mit Click spielen, aber ich spiele nunmal nicht im Orchester. Wir haben von unserer Band Konzerte mit und Konzerte ohne Click aufgenommen, und sind uns da einig, dass die meisten Songs mit Click besser klingen. Die Songs, die mit Click besser funktionieren werden auch damit gespielt.

Es bietet aber die Möglichkeit, bis zu 30 (glaube ich) verschiedene Tempi inklusive der Betonung einzuspeichern, dann kann man mit einem Tastendruck in die nächste Einstellung wechseln.
Meins kann das leider nicht.
Hast Du eine neue Version?
Meins ist das CTM-700, gekauft im Juli 2015.


Ich habe natürlich nicht daran gedacht, dass es verschiedene Metronome von Millenium gibt, sorry. Ich habe ein RW500.

trommeltom

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  • »trommeltom« ist männlich

Registrierungsdatum: 1. März 2010

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62

Mittwoch, 15. November 2017, 16:03

Ich selber nutze den Klick nur als Hilfe, nicht als Gott. :P

Mit Dynamik ist in unserer Diskussion vermutlich gemeint, dass eine Band bspw. im letzten Takt for einem Refrain leicht das Tempo anzieht, was sehr natürlich und passend rüberkommen kann.
Bei uns passiert sowas auch mehr oder weniger regelmäßig, meistens gegen Ende eines Liedes, quasi als "Endspurt". :)
Manche unserer Songs haben wechselnde Geschwindigkeiten, hier spiele ich ohne Klick.
Und wenn ich merke, dass wir live etwas zu schnell sind, dann versuche ich hier gegenzusteuern, manchmal gelingt dies ab er nicht, dann ist es mir auch egal.


Es macht den entscheidenden Unterschied, ob alle den Klick hören, oder nur der Drummer, und ob alle gut auf den Klick (oder noch besser: auf den Drummer!) spielen können.
Den Klick höre nur ich.
Er läuft bei mir im Hintergrund mit.
Manchmal habe ich auch schon die Erfahrung gemacht, dass ich nicht auf den Klick achte, plötzlich fällt mir ein, dass er ja da ist, und siehe da: Ich bin genau drauf. 8)

Ursprünglich war Klick für mich ein Fremdwort.
Da ich aber immer wieder auf meine (teilweise) extremen Geschindigkeitsschwankungen angesprochen wurde, begann ich mich mit dieser Thematik zu befassen.
Selber bekomme ich diese Schwankungen beim Trommeln nicht mit, und der Einsatz eines Metronoms öffnete mir die Augen.
Mittlerweile bekam ich schon die Rückmeldung, dass meine Geschwindigkeitskonstanz deutlich besser geworden ist, wenn z.B. ohne Klick gejammt wird.
Es hat offensichtlich was gebracht.

Hebbe

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Registrierungsdatum: 12. April 2012

Wohnort: Augschburg

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63

Mittwoch, 15. November 2017, 16:34

Ich halte es mit dem Klick unterschiedlich… Mucke spiele ich zu 99% mit Klick, für's Roggen und Jatsen nutze ich den Metronom nur zum Einzählen.

Da ich seit einiger Zeit eine Setlisten App verwende brauche ich meinen BOSS Metronom nicht mehr. In der App (die einen rudimentären Klick integriert hat) sind zu jedem Song neben meinen Notizen auch das Tempo hinterlegt. Wechsle ich den Song habe ich automatisch das neue Tempo.

Ich selber nutze den Klick nur als Hilfe, nicht als Gott.
Ich schon :D Tempo 100 is 100… nicht 100,1 nicht 99,9 sondern 100

trommla

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  • »trommla« ist männlich

Registrierungsdatum: 30. Mai 2004

Wohnort: München

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64

Mittwoch, 15. November 2017, 18:29

Teilweise frage ich mich doch, ob nun der Click dem Schlagzeuger oder der Schlagzeuger dem Click dient zzz. ;)

Es hängt doch vom angestrebten Nutzen ab. Wenn es triftige Gründe für den Einsatz des Clicks gibt z.B.
- Drummer zu wackelig
- Band zu wackelig
- alle zusammen zu wackelig
- Einsatz von Samples, Projektionen o.ä.,bei dem Synchronität nötig ist

macht es sicherlich Sinn, live mit Click zu spielen. Wenn die Band aber rhythmus- und timingfest ist, interessieren mich persönlich die letzten 5 Prozent zur absoluten Perfektion nicht. Ob jetzt ne Nummer mal nen Tacken schneller oder langsamer ist, kann ja durchaus stimmungsabhängig auch mal ganz schön sein, so lange man sich auf der Bühne einig ist. Ich glaube auch nicht, dass der Musikgenuss dadurch noch besser wird. Allerdings passt diese Herangehensweise natürlich zur heutigen Selbstoptimierung :)