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21

Mittwoch, 27. Juli 2016, 16:53

falsche Rheinseite Daniel! :D

SlippyFingers

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22

Mittwoch, 27. Juli 2016, 22:59

N'abend in die Runde.
Oh mann, da bin ich ja echt perplex, bei so viel Hilfsbereitschaft. Danke erstmal. Ich will jetzt keine großen Umstände bereiten, aber auch keinen vor den Kopf stoßen. Ich versuche mich nochmal selber daran und komme ggf. auf Eure Angebote zurück. Vielleicht muss ich mich das selber mal "durchquälen".


Ich habe das Set heute umgestellt und die Raumdämpfung geändert (Decke und Wand mit Schaummatten abgehangen). Es klingt schon deutlich besser, auch die Becken. Hat auch gleich mehr Bock gemacht zu spielen.


Ich werde mich mal die Tage in Ruhe mit Tonbeispielen der gewünschten Richtung ans Stimmen machen. Das Problem dürfte dabei sein, dass mikrophonierte Toms halt anders klingen.


Melde mich wieder, wenn es was Neues gibt.


23

Donnerstag, 28. Juli 2016, 09:24

Zitat von »Moe Jorello«
Tu dir bitte selbst einen gefallen und entferne die G2 von der Resonanzfellseite. Dort haben diese Felle genau genommen nichts zu suchen. Die Unterseite heißt nicht umsonst "Resonanzfellseite". Sie ist für den Ton, das Sustain, das Klangvolumen und die Tonklarheit maßgeblich entscheidend. Um dort einen sauberen Ton zu erhalten, bedarf es eines dünnen Fells, das leicht in Schwingung versetzt werden kann. Ein G2 ist ein dickes, doppellagiges Fell, dass auf der Resonanzfellseite fast gar nicht in eine vernünftige Schwingung versetzt werden kann. Du kannst oben und unten herumschrauben soviel du willst - egal an welchem Schlagzeug - mit einem G2 als Resonanzfell wird es immer "matschig" klingen.

Dem kann ich nur bedingt zustimmen. Generell sind einlagige Resos weit verbreitet, aber ich habe schon oft bei ungleichen Größendifferenzen verschiedener Toms mit Hilfe der Massenverteilung der Befellung bessere Intervalle hergestellt, indem ich bei einigen Toms doppellagige Resos eingesetzt habe.

Plus 1 für Nils. Ich wäre ohne den Hinweis von Nils nie darauf gekommen es zu probieren. Aber es klappt prima - insbesondere auf größeren Trommeln. Es braucht hier auch kein anderes Vorgehen als bei dünneren Fellen.

Jürgen K

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24

Donnerstag, 28. Juli 2016, 11:09

Hallo,

ich habe das notgedrungen schon probiert: zuletzt war es ein Fremdset, da war halt alles doppelt,
anfangs war das bei meinem Set auch so, da waren unten Pinstripe und oben Emperor.
Man glaubt gar nicht, mit was man alles spielen kann, wenn man die Musikerpolizei kennt.
Optimal ist aber immer das, was man dann mit der Zeit (Erfahrung) daraus macht.

Grüße
Jürgen

trommla

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25

Donnerstag, 28. Juli 2016, 13:27

Oder ist Remo für meine Zwecke besser geeignet?

Ich würde das im Gegensatz zu Moe nicht pauschal ausschließen. Für mein Gefühl klingen die Evans Felle insgesamt etwas moderne, mehr auf Power Sound ausgelegt. Das kann unter Umständen schon einen Unterschied machen, zumindest für das Gefühl vom Fahrersitz aus.

Allerdings sind das Nuancen, die bei den von dir beschriebenen Problemen beim Stimmen wohl kaum ins Gewicht fallen.

Ich glaube, der wichtigste Tipp ist noch gar nicht genannt worden. Übe dich in Geduld. Das Stimmen ist eine echte Kunst, die man im Laufe des Drummerlebens immer weiter verfeinert. Ich war viele Jahre lang froh, meine Trommeln irgendwie zum Klingen zu bringen, hatte aber Null Plan vom Stimmen und auch niemanden, der es mir gezeigt hätte. Deshalb hatte ich die Felle Jahre lang drauf, aus Angst vor dem nächsten Stimmversuch.

Versuchst du eigentlich deine Toms mit Hilfe der Tools zu zentrieren? Den Drum Dial soll man z.B. erst dann einsetzen, wenn das Fell zentriert ist, wenn ich mich richtig erinnere.

Ich habe für mich festgestellt, dass mir das Zentrieren am besten bzw. schnellsten gelingt, wenn ich nach dem fingerfest Anziehen die Schrauben ca. eine 3/4 Umdrehung mit dem Schlüssel anziehe und dann die Falten rausstimme. Dann habe ich schon einen schönen, runden Klang, von dem aus ich ohne Stress stimmen kann.

SlippyFingers

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26

Donnerstag, 28. Juli 2016, 13:47

@trommla:

Zitat

Versuchst du eigentlich deine Toms mit Hilfe der Tools zu zentrieren? Den Drum Dial soll man z.B. erst dann einsetzen, wenn das Fell zentriert ist, wenn ich mich richtig erinnere.
Ehrlich gesagt, wusste ich nichts von Zentrierung bis ich das Buch von Nils Schröder zum Stimmen gelesen habe. Klar habe ich Felle früher gleichmäßig draufgespannt, aber so penibel wie im Buch beschrieben nicht.

Also für einen Stimm-Anfänger schwöre ich auf die Drum-Dial. Ich nutze sie aber nicht zur Zentrierung. Erst danach. Man hört sofort, wenn das Fell an allen Böckchen identisch bespannt ist. Die Drum-Dial ist aber wohl eher für das Snare-Stimmen geeignet (so der Verkäufer aus der Drumabteilung des Music Store). Beim Tom-Stimmen ergibt sich bei mir wie gesagt das Problem, dass bei gleichmäßiger Bespannung Schrauben total unterschiedlich fest sind. Das würde ja eigentlich für schlechte Zentrierung, ein verzogenes Fell o.ä. sprechen.

Da ich nach Noten und Noten-Schemata stimmen wollte, habe ich mir den Tune Bot gekauft. Allerdings habe ich festgestellt, dass der eher was fürs Feintuning ist, da bei großen Frequenzunterschieden tlws. Fehler ausgegeben werden. Man kann das per Filter-Funktion ausschalten, aber die m.E. nicht so zuverlässig. Alleine bringt es der Tune Bot aus meiner Sicht nicht so. In der Kombination mit der Drum-Dial habe ich einen recht guten Klang. Allerdings limitiert auf viel Attack. Die Bassdrum hat auch noch zu viel Attack, obgleich ich schon einen klassischen Schlägel drauf gemacht habe.

Vermutlich muss ich einfach mal alles höher stimmen. Das habe ich nur ein mal probiert und es hat mir nicht so gefallen, auch vom Anspielverhalten nicht. Ich probiere das nochmal aus.

trommla

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27

Donnerstag, 28. Juli 2016, 14:27

Allerdings limitiert auf viel Attack

Wie ist denn das Verhältnis zwischen Schlag- und Resofell? Damit kannst du nämlich auch prima das Sustain killen, so dass nur noch Attack bleibt, wenn das Verhältnis ungünstig ist. Oder die Felle sind nicht wirklich in Stimmung mit sich selbst.

Da ich deine Befellung für geeignet halte, um sonen Retro-Sound zu bedienen, würde ich mir mal das 12er schnappen und wie von Nils beschrieben durch die Zonen stimmen. Mal alles probieren, was so an Sounds geht. Sowohl Tonhöhe, als auch Verhältnis der Felle zueinander, also Zonen.

Wenn die Schlagfelle schon sehr strapaziert sind, würde ich wenigstens dieser austauschen und einmal ganz von vorne beginnen. Wenn du sauber zentriert hast, dann kannst du dich von tief nach hoch komplett durchs Spektrum stimmen. So lernst du, was für dich funktioniert. Ich bin mir sicher, an deinem Set liegt es nicht.

https://www.youtube.com/watch?v=mLHfU6u7XJI

Vergleich mal deinen Sound mit dem im Video. Das dürfte etwa deinem Set entsprechen. Den Sound finde ich jetzt nicht absolut daneben, auch für Oldschool Musik nicht.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »trommla« (28. Juli 2016, 14:38)


Blue Note

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28

Donnerstag, 28. Juli 2016, 19:10

In der Kombination mit der Drum-Dial habe ich einen recht guten Klang. Allerdings limitiert auf viel Attack.

Das muss nicht sein, vorausgesetzt, du wendest den Tunebot richtig an.

Wenn Reso- und Schlagfell auf denselben Wert gestimmt sind, erhältst du ein Maximum an Sustain (ohne die z.T. unerwünschten Effekte (Geschmackssache), die bei einem tiefer gestimmten Resofell auftreten).

Mit dem Tunebot kannst du gezielt und (wichtig!) reproduzierbar verschiedene Stimmungen zwischen Reso- und Schlagfell (z.B. Reso eine Terz/Quarte/Quinte höher) testen und damit Sustain und Attack beeinflussen.

Hast du diesbezüglich schon den Tunebot Calculator probiert?

http://tune-bot.com/calculator.html

Die App fürs Smartphone funktioniert auf dieselbe Weise, vielleicht sogar komfortabler.

Was mich ein wenig irritiert, ist die Tatsache, dass dir dein Tom Sound bei mittleren oder höheren Stimmungen nicht gefällt, du aber einen "60er Vintagesound" möchtest. Das passt nicht so recht zusammen. Ich verbinde mit dem Drumsound der 60er eher offene, mittlere bis hohe Tomsounds...

Egal! Viel Spaß beim Stimmen!

Grüße

SlippyFingers

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29

Donnerstag, 28. Juli 2016, 23:37

@trommla

Zitat

https://www.youtube.com/watch?v=mLHfU6u7XJI
Ist zwar nicht 100% der Sound, den ich im Moment suche, aber coole Referenz und vielleicht was für später. Genau mein bisheriges Setup. Danke.

@Blue Note
Ja, Calculator habe ich schonmal ausprobiert. Da hatte ich wie gesagt das Problem, das ich von oben angefangen hatte zu stimmen und ich meine Standtom nicht mehr tiefer stimmen konnte.
Habe mir die App gerade nochmal angeschaut, haben die zumindest optisch überarbeitet. Werde mir da nochmal ne Referenz holen.

Zitat


Was mich ein wenig irritiert, ist die Tatsache, dass dir dein Tom Sound bei mittleren oder höheren Stimmungen nicht gefällt, du aber einen "60er Vintagesound" möchtest. Das passt nicht so recht zusammen. Ich verbinde mit dem Drumsound der 60er eher offene, mittlere bis hohe Tomsounds...
Mir gefällt diese eher jazzige Stimmung (weiß nicht wie das anders bezeichnen soll) immer besser. Daran merkt man wohl, dass man alt wird :D Früher konnte ich nie verstehen, wie man kein super fettes Set mit mega Attack haben wollen kann. Schätze, das ist wohl eher eine Übergangsphase gerade.

@All
Ich habe heute nochmal Standtom und die 12er Tom gestimmt, die 10er abgehangen. Wie immer erst mit dem Drum-Dial und dann mit dem Tune-Bot. Ich spüre regelrecht das Augenrollen hier im Forum :D Aber das System funktioniert für mich. Habe einfachmal die Reso und Batter Felle wesentlich höher und annähernd auf die gleiche Spannung gestimmt und mit dem Tune Bot anschließend feingestimmt. Man kann über die Geräte denken was man will. Für Leute wie mich, die im Prinzip keine musikalische oder physikalische Vorbildung haben, helfen die Dinger, ein Gehör und ein Verständnis zu entwickeln. Macht das Ganze eben visuell erlebbar.

Ergebnis war schon echt gut. Das klang schon fast wie die Richtung, die ich haben wollte. Abstand zwischen den Toms ist noch nicht 100%. Werde mir nochmal die Pattern vom Tune Bot zu Gemüte führen und danach stimmen. Glaube Bass und Snare werden das größere Problem. Ich las irgendwo, dass die Drummer im Studio tlws. ihr Set auf Akkorde bzw. bestimmte Parts der Lieder stimmen. Stimmt das? Auf was in den Liedern stimmt man dann, die Grundtonart?

jensensen

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30

Freitag, 29. Juli 2016, 08:27

Ich las irgendwo, dass die Drummer im Studio tlws. ihr Set auf Akkorde bzw. bestimmte Parts der Lieder stimmen. Stimmt das? Auf was in den Liedern stimmt man dann, die Grundtonart?

Hier die Definition von "Trommel" laut Wikipedia. > https://de.wikipedia.org/wiki/Trommel
Man beachte bitte den Absatz "Trommel und Pauke" und dort im zweiten Satz das Wort "Geräusch".
Danke!

Derjenige, der ein Standard-Drumset auf einen sauberen A-Dur-Dreiklang stimmt und diesen dann musikalisch einsetzt, bekommt von mir ´nen Keks ... :rolleyes:

Jürgen K

PS: Mitglied

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31

Freitag, 29. Juli 2016, 10:20

Hallo,

es gab und gibt immer schräge Vögel.

Ich mache das immer so: vier Takte Am, dann (schnell umstimmen) zwei Takte Dm, (noch schneller umstimmen zwei Takte Am,
(umstimmen) ein Takt Em, (blitzschnell umstimmen) ein Takt Dm und nochmal (umstimmen) zwei Takte Am.
Das Ganze dann drei Mal wiederholt, fertig ist das Lied.

Wie das funktioniert, muss mir mal jemand erklären.

Und dann kommen die Becken ...

Das hier ist mal wieder so ein klassischer Fall von Overkill.

Grüße
Jürgen

Derjenige, der ein Standard-Drumset auf einen sauberen A-Dur-Dreiklang stimmt und diesen dann musikalisch einsetzt, bekommt von mir ´nen Keks ..

Ach Mist, A-Moll kann ich, aber Dur? - Wieder kein Keks. ;(

Blue Note

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32

Freitag, 29. Juli 2016, 11:07

bekommt von mir ´nen Keks ...

Und ich dachte, du bist der, zu dem man immer sagt: "Setz' dich, nimm dir 'n Keks, ...!" ;)

Eigentlich wollte ich nicht darauf eingehen, denn Grundsatzdiskussionen führen selten irgendwo hin.

Zunächst hast du natürlich völlig recht, die Trommel produziert keinen reinen Ton. Mitschwingende Frequenzen entsprechen nicht der Obertonreihe usw. Der Begriff "Geräusch" erscheint daher durchaus passend.

Dennoch produziert eine Trommel eine sogenannte "lauteste Grundschwingung", deren Frequenz auf eine bestimmte Tonhöhe gestimmt werden kann. Diese lauteste Grundschwingung wird von uns durchaus wie ein Ton wahrgenommen, obwohl es, wie du ja selbst ausgeführt hast, strenggenommen keiner ist (Obertonreihe usw.). Wir müssten also konsequent von "lautester Grundschwingung" statt von Tönen im Bezug auf Trommeln sprechen.

Daraus aber abzuleiten, dass es keinen Zusammenhang zwischen dem Klang einer Trommel und Tonhöhen gibt, ist schlichtweg falsch und wird der Sache überhaupt nicht gerecht.

Wir alle, auch du, stimmen unsere Toms in bestimmten Intervallen zueinander, z.B. Terz, Quarte oder Quinte usw., sei es gezielt oder zufällig. Wie sollte das möglich sein, wenn wir keine Tonhöhen hören? Diese Intervalle beziehen sich auf die lauteste Grundschwingung der Trommel.

Stimmst du die lauteste Grundschwingung deines Standtoms auf a, die lauteste Grundschwingung deines 13er Toms auf cis und die lauteste Grundschwingung deines 12er Toms auf e, entsprechen diese dem A-Dur Dreiklang, natürlich, wie oben erwähnt nur in Bezug auf die Grundschwingung usw.

Aufgrund der nicht harmonischen Obertöne hören wir natürlich keinen "sauberen A-Dur-Dreiklang" (hier ruderst du schon zurück), aber wir hören Geräusche, die den Tönen des Dreiklangs sehr nahe kommen, weil ihre lautesten Grundschwingungen (annähernd) mit den Frequenzen der entsprechenden Töne schwingen.

Der TS liegt mit seiner Frage also überhaupt nicht falsch, er hat nur sprachlich ungenau von Tönen oder Akkorden gesprochen. Ich würde es ihm aber nachsehen, oder sogar gleichtun, denn diese ewige Herumeierei mit "lautester Grundschwingung" usw. nervt. Eine korrekte Terminologie würde die Diskussion um Tonhöhe und Trommel aber auch nicht verhindern, denn einige wollen doch überhaupt nicht verstehen, oder? :rolleyes:

Drummer2010

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33

Freitag, 29. Juli 2016, 11:23

@ Bluenote: DANKE!!! :thumbup:

Mich hat´s auch schon in den Fingern gejuckt, aber so schön und vor allem neutral formuliert hätt ich das nicht hinbekommen.

LG Ferdl

PS: Ich stimme auch nicht auf die Tonart eines Songs, aber bei den Intervallen zwischen den Toms usw. bin ich schon pingelig.
"Bei Facebook eine große Anzahl Freunde oder Likes zu haben, ist wie bei Monopoli reich zu sein." (AAXplosion) :thumbsup:

jensensen

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34

Freitag, 29. Juli 2016, 11:51

@bluenote: danke für die tiefergehende Beschreibung der Ton- und Klangerzeug bzw. -wahrnehmung.
Mir liegt es fern, hier jemandem etwas wegnehmen zu wollen.

Ich wollte lediglich die Diskrepanz in den verschiedenen Postings des TS aufzeigen, die von "ich kann nicht stimmen bzw. ich kriege meine Trommeln nicht zum klingen" bis zu "die Profis stimmen angeblich auf den Grundton eines Liedes" reichen.
Jürgen hat das ja sehr anschaulich beschrieben und den Begriff "Overkill" benutzt.
That´s all. :)

Blue Note

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35

Freitag, 29. Juli 2016, 14:53

@jensensen

Kein Problem! :)

Ich glaube, der TS ist einfach auf der Suche nach seinem Sound und stochert noch ein wenig im Nebel. So ging oder geht es den meisten von uns doch auch.

Trommeln (Tama Starclassic), Felle (G1 coated und clear) und Raum (andere Position ausprobiert) sind erst einmal gesetzt. Mit dem Material kann man doch hervorragend arbeiten...

Jetzt geht es darum, sich für ein Tuning zu entscheiden. Neben dem Verhältnis von Schlag- und Resofell (ausprobieren!) stellt sich die Frage nach der "Ton"höhe der Trommeln.

SlippyFingers macht sich vielleicht nur Sorgen, dass er sich, wenn er seine Trommeln nach "Dreiklängen" stimmt, für die "falsche Tonart" entscheidet. Die Toms klingen dann vielleicht solo klasse, im Bandkontext aber eben nicht. So verstehe ich seine Frage...

Ich würde das aber nicht als Overkill bezeichnen. Er versucht nur im Vorfeld herauszufinden, welche "Töne" am besten zu seiner Musik passen, bzw. mit welchen "Tönen" er anfangen sollte zu stimmen.



Ich hatte meine Toms kurzeitig auch nach Dreiklängen (vom Standtom aus aufwärts: Grundton, Terz und Quinte) gestimmt, bin aber relativ schnell wieder davon abgekommen, weil es mir nicht gefiel. Zur Zeit stimme ich "ganz klassisch" die Intervalle zwischen den Toms in Quarten.

Ich würde z.B. einen "Ton" für das kleinste Tom auswählen, dann die "Töne" für die anderen Toms, die sich ergeben, wenn man beispielsweise in Quarten stimmt, aufschreiben und mit Tasten- oder Saitenquäler aus der Band gemeinsam überlegen, ob man mit diesen "Tönen" im Bandkontext einigermaßen richtig oder falsch liegt.

Eine andere Möglichkeit wäre es, das Stimmen auf bestimmte "Töne" zu vermeiden. Das ist allerdings gar nicht so einfach, da man auch hier oft ungewollt in der Nähe eines "Tons" landet. (Da haben es die Metaller einfacher...wenn nur noch Attack zu hören ist und kaum "Ton", fällt der Aspekt nicht mehr so sehr ins Gewicht. Sollen die Toms aber "klingen" (60er Sound), tritt der "Ton" viel stärker in den Vordergrund...)

Ansonsten gilt: ausprobieren! :thumbsup: Auf diese Weise am Sound zu tüfteln, kann auch richtig Spaß machen!

Der Tunebot biete hier zudem den Vorteil, dass man Stimmungen einfach und schnell reproduzieren kann, so dass man tatsächlich auch mal in einer Probenpause andere "Töne" probieren kann, bis man seinen Sound gefunden hat. Bei 'ner Ballerburg wird's vielleicht eng...da muss man die Pause verlängern :D

Viel Spaß beim Tüfteln!

Jürgen K

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36

Freitag, 29. Juli 2016, 17:46

Hallo,

der Themenstarter stochert nicht nur im Nebel, er produziert ihn halt auch.

Wenn man vorwärts kommen will, muss man halt auch mal den Stimmschlüssel beiseite legen
und spielen.

Vom Zukauf von allerlei Werkzeugen wird man kein Handwerker, aber das machen wohl
deutsche Männer gerne, damit sie im Keller ungestört zwischen dem halben Baumarktinhalt
ihr Bier trinken können.

Grüße
Jürgen

Blue Note

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37

Freitag, 29. Juli 2016, 18:43

Wenn man vorwärts kommen will, muss man halt auch mal den Stimmschlüssel beiseite legen
und spielen.



Von Problemen spieltechnischer Art war hier nie die Rede, eher von Problemen stimmtechnischer Art. Und den Stimmschlüssel kann man beiseite legen, wenn gestimmt ist.


Vom Zukauf von allerlei Werkzeugen wird man kein Handwerker, aber das machen wohl
deutsche Männer gerne, damit sie im Keller ungestört zwischen dem halben Baumarktinhalt
ihr Bier trinken können.

Um Zukauf von allerlei Werkzeugen geht es hier schon gar nicht.

Und vom Schwadronieren wird man auch kein besserer Musiker. Aber vielleicht machen das deutsche Männer noch lieber: sich am Stammtisch beim Herrengedeck so richtig darüber auslassen, was andere alles falsch machen...

Ein typischer Fall von Overkill?

Prost Jürgen!

Moe Jorello

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38

Freitag, 29. Juli 2016, 20:41

Abstand zwischen den Toms ist noch nicht 100%.
Muss es auch nicht. Pi mal Daumen reicht völlig.

Zitat

Ich las irgendwo, dass die Drummer im Studio tlws. ihr Set auf Akkorde bzw. bestimmte Parts der Lieder stimmen. Stimmt das? Auf was in den Liedern stimmt man dann, die Grundtonart?
Guter Rat: Hör mal auf, so viel esoterisches zu lesen. ;)

Dieses Problem mit den Intervallen würde sich übrigens in Luft auflösen, wenn man nur ein Floortom aufbaut. :D Und mit 1 up 1 down ist man da auch recht entspannt unterwegs. Ein Tom ist höher gestimmt, eines tiefer. Reicht völlig. Welches Intervall da ist, ist in der Praxis ziemlich schnuppe.
"You don't have to show off" - Peter Erskine

Curby

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39

Freitag, 29. Juli 2016, 22:28

Ich habe - ernsthaft - mein Set in Moll/Dur gestimmt, also einem Dur7 Akkord (16, 14, 12, 10). Ich glaube A C E G, je nach Grundton den ich grad erwische, der toll klingt.
Mein Setup: klick

seppel

Hausmeister Rhein/Ruhr

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40

Freitag, 29. Juli 2016, 22:50

Vielleicht meldet sich ja noch jemand, der die 60er bewusst miterlebt hat und sich sein Hirn noch nicht weggesoffen hat.
Satellite of Love