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k.drums

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1

Montag, 15. August 2016, 16:29

60s Ludwig Restauration?

Hallo liebe Community,

ich träume schon lange von so einem Set: :D 8|



deshalb habe daran gedacht vielleicht in näherer oder fernerer Zukunft ein altes Ludwig Drumset herzurichten.

Habe mich schon bisschen informiert, wollte trotzdem bei den Experten nachfragen. :D
Da die kompletten Sets sehr teuer sind würde wahrscheinlich, wenn mir keins über den weg läuft einzelne Shells kaufen, diese neu Folieren und herrichten sodass zusammen passen.

Vielleicht ein Clubdate, Downbeat oder ein Super Classic.

Hat jemand von euch auf dem Gebiet Erfahrung?


Hier mal zwei Clubdate Shells die ich gefunden hab:
http://www.ebay.de/itm/1960s-Ludwig-Club…FsAAOSw-YVXk7ql
http://www.ebay.de/itm/LUDWIG-1966-Vinta…zkAAOSwIgNXsLnE



Was meint ihr zum Thema.
Wo bekommt man preiswerte Folie?
Was haltet ihr von dem: http://www.bumwrapdrumco.com oder bei ST.
Macht jemand von euch gute Gratungen? Bruzzi oder Hebbe, weil ST ist da schon teuer!

LG Konstantin

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »k.drums« (15. August 2016, 16:45)


maetes

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2

Montag, 15. August 2016, 17:03

Hallo Konstantin,

ich hab' eins :D

Ich kann daher deine neue Leidenschaft verstehen. allerdings würde ich dir empfehlen, bei ebay (US) oder Reverb oder im Vintage Drum Forum oder bei Craigslist nach einem passenden Set zu suchen und es aufzumöbeln.
Einzelne Teile findest du in den USA immer. Auf dem von dir geplanten Weg wirst du eine Unmenge an Porto ausgeben (Ein ganzes Set aus den Staaten liegt bei 150 bis 180 USD, die kleineren Pakete sind im Verhältnis viiiiel teurer), sehr viel Geld in Böcken, Spannringe, Schrauben und andere Hardware investieren, den Weg zum Flughafenzoll auswendig kennen und am Ende deiner langen Beschäftigung mit dem Thema ein Set haben, das keinen Wiederverkaufswert hat. Vintage-Ludwig-Käufer legen großen Wert auf matching numbers und noch größeren auf Originalfolien, auch wenn sie leichte Beschädigungen haben.

Wenn du ein Set aus den USA importierst, denk an 19% Umsatzsteuer (auch auf das Porto) und etwa 2,5% Zoll. Und der Paypal Wechselkurs ist deutlich schlechter als gedacht. Auch dieser Weg ist lang genug und - einmal angefixt - wirst du immer wieder Teile entdecken, die du noch brauchst und mit denen du dich schleichend ruinieren kannst.... :D

Viel Spaß dabei. Es lohnt sich...
maetes

maetes

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3

Montag, 15. August 2016, 17:33

ZUm Beispiel:

Reverb

Ist immer noch genug dran zu tun (z.B.den Tomhalter auf Rail Consolette umrüsten...), lohnt sich aber mehr als Einzelkauf.

Dicker Bub

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4

Montag, 15. August 2016, 17:34

Du hier in UK mal geguckt?
www.rustydrums.co.uk/ludwig.html
Slingerland, Ludwig und Toontrack beherrschen mein Leben!

maetes

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5

Montag, 15. August 2016, 17:41

Guter Tipp. Kein Zoll, keine Einfuhrumsatzsteuer - zumindest solange die Briten noch in der EU sind.... ^^

Bruzzi

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6

Montag, 15. August 2016, 18:18

Hi Konstantin,
überlege dir gut, ob du mit dem Restaurieren wirklich besser und günstiger dran bist als mit einem fertigen Vintageset.

Rechne nur mal zusammen:
Anschaffung der Kessel, zerlegen, alte Folieren entfernen, neue Folien kaufen und bekleben, neue Gratungen, evtl. Hardwareteile erneuern, Zusammenbau.

Geht alles und ist bezahlbar...sofern man alles selbst machen kann und genug Zeit und Platz dafür findet.

Unterschätze aber bitte nicht den finanziellen Aufwand falls du die meisten Arbeiten dann doch von Profis machen lassen mußt.

Letztlich musst du es entscheiden, ich kenne deine handwerklichen Fähigkeiten nicht.

Hebbes tolle Restaurationsberichte geben dir aber schon mal einen guten Vorgeschmack darauf, was alles zu machen ist/sein kann/sein wird/nich wird... :D

Lieben Gruß
Bruzzi
Der höchste Lohn für unsere Bemühungen ist nicht das, was wir dafür bekommen, sondern das, was wir dadurch werden.

k.drums

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7

Montag, 15. August 2016, 19:21

Erstmal danke für die Antworten:)
Also das restaurieren ist ja genau, was ich machen will.
Für mich als Schüler spielt Geld natürlich auch ne Rolle, deswegen, Stück für Stück.

Bis auf die Gratungen, will ich alles selber machen, auch Folieren.

Billige Kessel sind leider rar.

LG Konstantin :D

Das Honk

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8

Montag, 15. August 2016, 21:07

60s Ludwig Restauration?

Macht jemand von euch gute Gratungen? Bruzzi oder Hebbe, weil ST ist da schon teuer!

Die Preise halte ich für absolut angemessen. STdrums liegt damit im preislichen Mittelfeld und ist der gebotenen Qualität entsprechend als preiswert zu bezeichnen!

k.drums

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9

Montag, 15. August 2016, 21:24

Naja, ob das Preiswert ist oder nicht, ist durchaus streitbar,
aber durchschnittlich 25€ Pro einzelner Gratung, sind nicht gerade günstig!
Das wären etwa 150€ bei 3 Trommeln.

Und das professionelle Graten würde ich dem Schlagzeugbauer Bruzzi und dem Vintageprofi Hebbe durchaus zutrauen.

LG Konstantin
>auf der suche nach billigen Ludwig Trommeln :D

seppel

Hausmeister Rhein/Ruhr

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10

Montag, 15. August 2016, 21:25

Zum schmökern was aus dem Archiv.

JB (mit Updates)


Ein 13er Tom in baufälligem Zustand hätte ich noch abzugeben.
Satellite of Love

k.drums

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11

Montag, 15. August 2016, 21:54

Sehr interessant. :D
Baufällig klingt Toll.

Woher bezieht ihr eure Folien?
Und klebt ihr nur ein Streifen oder die Ganze Folie an?

LG Konstantin

Das Honk

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12

Montag, 15. August 2016, 23:22

60s Ludwig Restauration?

Naja, ob das Preiswert ist oder nicht, ist durchaus streitbar,
aber durchschnittlich 25€ Pro einzelner Gratung, sind nicht gerade günstig!

Nun, da streite ich gerne, denn die 25,- EUR die du angibst sind falsch.
12" oder 13" - 18,- EUR pro Seite
16" - 20,- EUR pro Seite
22" - 25,- EUR pro Seite
Macht Insgesamt bei einem 3-piece-set 126,- EUR. Mit 20"-BD kostet es dann nur 120,- EUR. Dass der Hebbe oder Bruzzi das können stelle ich nicht in Frage.
Welche Vergleichswerte/Angebote von anderen professionellen Trommelbauern (die das als Gewerbe angemeldet haben und davon leben müssen und nicht von Hobbyisten die das als Gefallen machen) hast du denn, dass dir das teuer vorkommt? Wenn du da tatsächlich günstigere Angebote hast lass es mich wissen, denn ich habe auch immer wieder mal Gratungen zu machen.
Dass es für dich als Schüler viel Geld ist bedeutet nicht, dass es teuer ist. Teuer bezieht sich meiner Meinung nach nicht auf den Geldbeutel des Käufers, sondern darauf, ob es auf dem Markt Besseres zum gleichen Preis oder Gleichwertiges zum geringeren Preis gibt. Liegt es im Schnitt bei sehr guter Qualität, dann ist es preiswert, d.h. seinen Preis wert.

R.a.l.f.

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13

Montag, 15. August 2016, 23:31

Naja, ob das Preiswert ist oder nicht, ist durchaus streitbar,
aber durchschnittlich 25€ Pro einzelner Gratung, sind nicht gerade günstig!
Das wären etwa 150€ bei 3 Trommeln. :D

Wie meine Vorredner schon erwähnten, und ich möchte es noch mal drastisch(er) formulieren: die bei einem billigen Ludwig-Kessel
fehlenden Ersatzteile werden Dich zum Verzweifeln bringen - und/ oder finanziell ruinieren.

Ich hab vor ein paar Jahren mal ein 70er Jahre Premier-Set gekauft. Das war nicht viel, was daran defekt war oder fehlte, nur hier eine
fehlende Original-Schraube (Kosten allein dafür: EUR 15), dort eine fehlende Tomhalterung (Kosten: EUR 37), usw. usw. usw..
Das läpperte sich. :S
Und man kann eigentlich erst aufhören, wenn das letzte Originalteil dann endlich (nach Monaten der intensiven Suche) dran ist.

Wenn Du jetzt schon anfängst, über die Kosten für die Gratung zu jammern, kriegst Du bei den Ersatzteilen das heulende Elend. ;(

Fazit: wenn es Dir nicht gelingt, mit viel Glück ein weitestgehend ( !!! ) schon komplettes Ludwig-Set zu ergattern: laß' die Finger davon.

Gruß, R.

PS: abgesehen davon: es gibt auch noch andere - preisgünstigere - Vintage-Set-Marken, die einem Ludwig (wenn überhaupt) nur wenig
nachstehen, aber nur einen Bruchteil des Geldes kosten, was für diesen Markennamen bezahlt werden muß.
Rudiments are low fun ;)

www.star-drums.de

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »R.a.l.f.« (15. August 2016, 23:34)


DoctorCajon

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14

Dienstag, 16. August 2016, 08:34

Also die Preise vom Stegner sind wirklich nicht "teuer". 25 Euro pro Kessel hab ich schon vor 14-15 Jahren bezahlt (nicht gestaffelt), um mein Power V graten zu lassen, und das auch nicht bei einem professionellem Trommelbauer, sondern "nur" beim Schreiner. Was nicht heißen soll, dass die Arbeit nicht gut war. Aber das machen die Jungs vom Stegner halt auch: Gute Arbeit. Und die hat halt ihren Gegenwert.

Zurück zum Thema
Überleg mal, ob Du beim Restaurieren vielleicht Lackieren willst anstatt Folieren, ist vielleicht für den Anfang einfacher. Das ist denke ich mal zum Anfang einfacher als Folieren. Oder aber Du kaufst Dir 1-2 billige Kessel und Folie in der Bucht (vielleicht auch kaputte) und übst erstmal, bevor Du Dich ans richtige Projekt wagst. Nach den Erfahrungen beim Trommelbau Workshop stelle ich mir das nicht einfach vor, alleine zu Hause zu Folieren ohne passendes Werkzeug. Ich persönlich würde eher zu Hause Lackieren, wenn ich etwas restaurieren oder eine neue Trommel bauen würde. Ist vielleicht etwas Stilbruch beim Restaurationsprojekt, aber wie gesagt wahrscheinlich einfacher ohne Vorerfahrung.
"The first rule of drumming: If you make a mistake, turn around and look angrily at the bass player" - Nick Mason

k.drums

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15

Dienstag, 16. August 2016, 09:09

Hallo,

Also wenn ich momentag, Geld und Zeit für die Restauration hätte,
würde ich die Kaufen:

http://m.ebay.com/itm/172297235891?_mwBanner=1

http://m.ebay.com/itm/152205952071?_mwBanner=1


Da würde Seppels 13er genial dazu passen und ich müsste nichts häuten.
Vorausgesetzt er gäbe es überhaupt ab.
Gratungen würde ich nur machen, wenn es nötig wäre!

Da mich der Chat, gestern, aber vom Finanziellen Ruin abbringen wollte, wird das Projekt noch bischen warten :D

LG Konstantin

Two

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16

Dienstag, 16. August 2016, 09:35

Da fehlen ja dann nur noch 16 Böckchen, 3 Spannreifen, eine Tomhalterung, BD-Füße, etc. Alles ganz easy....

trommla

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17

Dienstag, 16. August 2016, 09:59

Oder du bleibst dran, suchst dir aber erstmal wirklich was günstiges zum Üben. Abgefuckte Snares oder Sets gibt es ja zuhauf nachgeworfen, und dem einen oder anderen macht restaurieren vielleicht noch Sinn und Spaß. Selbst wenn nicht Ludwig draufsteht.

Ich glaube, die Herausforderung gerade für dich als Schüler ist nicht die handwerkliche Seite, sondern die saubere Kalkulation im Vorfeld. Je genauer du Eventualitäten in deinen Kostenrahmen einkalkulierst, umso weniger böse wird die Überraschung. Dann kannst du nämlich jede Investition hinterfragen. Was du nicht weißt, kannst du dennoch grob abschätzen. Z.B. Portokosten sind leicht ermittelbar. Bei fehlender Hardware wird es schon schwieriger, aber grobe Anhaltspunkte gibt es im Netz.

Eine Kostenaufstellung könnte etwa so aussehen:

Drumset gebraucht: xx €
fehlende Hardware: xx €
Folie/Lack: xx €
Werkzeuge: xx €
Kosten Trommelbauer: xx €
Felle: xx €
Porto: xx €
sonstige Kosten: xx €
_______________________
Summe: xx €

Du kannst das in beide Richtungen angehen. Du recherchierst gründlich und gewissenhaft alle Kosten, die dich erwarten, auch Pinsel zum Verteilen des Leims auf dem Kessel ;), und erschrickst dann über die Gesamtsumme, die dich aufaddiert erwartet. Oder du setzt dir von vorne herein einen Kostenrahmen und verteilst diesen dann auf die einzelnen Positionen. Der Schreck bleibt auch da wahrscheinlich nicht aus, wenn du erkennt, wie wenig Spielraum dir bleibt.

Eine verbindliche Kalkulation hilft dir, dein Projekt im Griff zu behalten. Und lieber etwas großzügiger kalkulieren und sich am Ende über Einsparungen freuen. Andersrum macht es nur die deutsche Politik bei Großprojekten.

Wirtschaftlich ist möglicherweise die Restauration alter Trommeln ein riesiger Blödsinn, aber der Spaßfaktor ist eben unbezahlbar.

Delbert

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Wohnort: Neckar-Kocher-Jagst-Delta

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18

Dienstag, 16. August 2016, 10:08

...und may not ship to germany. Flüge nach USA gibts bestimmt günstig... :D

Was die Graterei angeht, so würde ich mal die ganzen gängigen Trommelbauer abklappern, wie zB. Pomerenke, Cube, Stegner, Richter, ACD, Graf Woodworks, Handmade Drums, T Berger und wie sie alle heissen und da Preise vergleichen. Ich möchte fast behaupten, dass die sich preislich nicht sehr stark unterscheiden und alle erstklassige Arbeit abliefern für das Geld.

Gruß
Delbert, der sich immer streng an sein unten aufgeführtes Motto hält...
Für jedes Problem gibt es eine schnelle, einfache und falsche Lösung!

Hammu

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19

Dienstag, 16. August 2016, 10:34

Da fehlen ja dann nur noch 16 Böckchen, 3 Spannreifen, eine Tomhalterung, BD-Füße, etc. Alles ganz easy....

@ TS: Und die Hardware ist bei Trommeln leider das eigentliche Teure! Und dann womöglich noch die Original-Teile - völlig unrentabel in meinen Augen. Selbst bei einem NoName Drum würde die Bestückung mit neuer Hardware/Folie den sinnvollen Preisrahmen sprengen.
Für einen Vintagefreak mit gut gefüllter Geldbörse aber vllt genau die richtige Herausforderung (wers braucht :rolleyes: ).

k.drums

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20

Freitag, 19. August 2016, 00:35

Oder du bleibst dran, suchst dir aber erstmal wirklich was günstiges zum Üben. Abgefuckte Snares oder Sets gibt es ja zuhauf nachgeworfen, und dem einen oder anderen macht restaurieren vielleicht noch Sinn und Spaß. Selbst wenn nicht Ludwig draufsteht.
Also ich bleibe auf jeden Fall dran und in paar Jahren werde ich das auch durchziehen mit dem Ludwig!
Ich glaube, die Herausforderung gerade für dich als Schüler ist nicht die handwerkliche Seite, sondern die saubere Kalkulation im Vorfeld. Je genauer du Eventualitäten in deinen Kostenrahmen einkalkulierst, umso weniger böse wird die Überraschung. Dann kannst du nämlich jede Investition hinterfragen. Was du nicht weißt, kannst du dennoch grob abschätzen. Z.B. Portokosten sind leicht ermittelbar. Bei fehlender Hardware wird es schon schwieriger, aber grobe Anhaltspunkte gibt es im Netz.
Manchmal kann man ja auch Sammelbestellungen machen oder mit dem Händler billigen Versand finden!
Eine Kostenaufstellung könnte etwa so aussehen:
Drumset gebraucht: unter 300 €
fehlende Hardware: 100-200 €
Folie/Lack: nur Politur bei Bahalt alter Folie
Werkzeuge: Polierschwabbel
Kosten Trommelbauer: je nach Zustand 0 bis 100 €
Felle: 100 €
Porto: mind 100 €
sonstige Kosten: xx €
_______________________
Summe: je nach Angebotslage 500-800 €
Du kannst das in beide Richtungen angehen. Du recherchierst gründlich und gewissenhaft alle Kosten, die dich erwarten, auch Pinsel zum Verteilen des Leims auf dem Kessel , und erschrickst dann über die Gesamtsumme, die dich aufaddiert erwartet. Oder du setzt dir von vorne herein einen Kostenrahmen und verteilst diesen dann auf die einzelnen Positionen. Der Schreck bleibt auch da wahrscheinlich nicht aus, wenn du erkennt, wie wenig Spielraum dir bleibt.
Ich würde die Sache mit Geduld angehen und nach Angeboten ausschau halten.
Eine verbindliche Kalkulation hilft dir, dein Projekt im Griff zu behalten. Und lieber etwas großzügiger kalkulieren und sich am Ende über Einsparungen freuen. Andersrum macht es nur die deutsche Politik bei Großprojekten.
Jo, aber mit 800€ bin ich immernoch günstiger als ein feritges Set!
Wirtschaftlich ist möglicherweise die Restauration alter Trommeln ein riesiger Blödsinn, aber der Spaßfaktor ist eben unbezahlbar.
Naja, siehe oben und Spaß macht es sicher auch


Danke für Tipps aller Art!
Bite nicht enttäuscht sein das das Projekt noch nicht angegangen wird.
In den nächsten Jahren werde ich das aber durchziehen und es erwarten euch tolle Berichte.

Über Ideeen, Erfahrungen und Feedback freue ich mich natürlich weiterhin!
Konstantin :D

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