HöHö baut sich auch ne Snare (Jetzt mit Soundfile)

  • Ich glaube nicht, dass man Angst um das Fell haben muss. Die (alten?) Troyan Gratungen an meinen Snares sind sehr spitz. Kein Gegenschnitt, sondern einfach von innen in ein ca 45° Winkel abgefräßt und fertig. Die Auflage dürfte kaum größer als ein mm sein.
    Das Amazaque Holz der Troyans ist dabei sehr hart und unnachgiebig. Zum Glück.


    VG Andre

    Ich bin ein Smiley :D

  • Zurück zum Thema Snare bauen: bei Holz sind solche "scharfkantigen" Gratungen üblich, Holz ist aber vergleichsweise weich, bei Stahl hab ich da Bedenken, denn wenn die Gratung zu scharfkantig ist, dann schneidet die sich durchs Fell wie 'ne Schere durch ein Stück Papier.


    Es gibt von Dunnett Metallsnares, die auch keine eigentliche Gratung, sodndern nur das anstehende Material haben. Ich hab so eine Trommel mal kurz gespielt. Die klang prima und war ein sehr sensibles Teilchen. Ich würde sie auch - im Gegensatz zu anderen Trommeln - wie ein rohes Ei behandeln, weil sie keine Sicke oder sonstige Verstärkung hat.


    Oder hatten wir das alles schon?


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Zitat

    ...und war ein sehr sensibles Teilchen

    ...in mehrerer Hinsicht, was?! :D


    Aber interessant zu Wissen dass es so was gibt. Tatsächlich kenne ich Dunnett-Snare nur von Bildern aus dem Internet, und da sieht man die zumeist nur in voller Montur.

    Wehret den Anfängen: keine Macht dem Jazz!

  • Darf man fragen wie du es geschweißt hast? Ich hatte vor zwei Wochen genau das selbe gemacht (allerdings nicht direkt als Snare), also rundgebogen und anschließend geschweißt mit WIG. Beim Probestück haben wir durchgeschweißt und das hat sich für meinen Geschmack zu sehr verzogen. Deshalb beim eigentlichen Teil nur noch gepunktet. Da passt es auch.

  • Hi,
    interessantes Video, ich hab mir das ziehen der Kessel immer anders vorgestellt :D


    Wir haben mit Schutzgas geschweißt, dabei zuerst außen geheftet damit bei der Gratung nix verzieht und dann durchgehend geschweißt, was in der Mitte des Kessels passiert ist ja nacher höchstens ein Schönheitsfehler für Dipfelesschisser, dem Klang und der Funktion tut das wenn man an der Stelle nicht gerade ein Böckchen platzieren will keinen Abbruch.


    Gruß

  • Tolle Sache mit der Edelstahl Snare!
    Hatte auch mal überlegt mir einen Kessel schweißen zu lassen, hatte aber Angst das er sich zu sehr dabei verzieht. Vielleicht versuch ich es aber dann doch nochmal wenn deine Ergebnisse positiv sind... mal sehen. :)
    Bin gespannt aufs Endergebnis!


    der Timo

  • also habt ihr auch WIG geschweißt. Würde mich über ein Detailfoto der Naht freuen. Auf jeden Fall ein tolles Projekt.


    Ich stell hier gleichmal die Bilder rein als Vergleich.





    In meinem Fall ist die unrundheit am Kessel nicht akzeptabel, da ich den Kessel als Laminierform für ein Snarebauprojekt verwenden werde und man diese Naht am späteren Kessel sehen würde.

  • Hi,
    ich hab die Schweißnaht leider schon grob verschliffen, habe aber trotzdem Bilder gemacht.



    Man sieht das der Kessel im Bereich der Schweißnaht durch das Schleifen etwas dünner ist, ein Punkt auf den ich in Zukunft besser achten wrerde.



    Die verschliffene Naht von innen, sie wurde auch von innen geschweißt.



    Hier sieht man den Verzug wenn man etwas gerades direkt auf die Naht legt. (Außenseite des Kessels)




    So, als nächstes werd ich mich dann an die Böckchen machen.


    Gruß

  • Hast du dir das Schweißen selber beigebracht?


    Ich habe während meiner Ausbildung häufig Chrom-Nickel Stähle ( Volksmund: Edelstahl...) geschweißt. Ich fand das immer am schwersetn....


    Baust du dir die (geilen :rolleyes: ) Böckchen auch selber?




    MfGroove
    panikstajan

  • Hi,
    klar, die Böckchen bau ich selber, wär mir sonst zu teuer...
    Ich bin gerade dabei das schweißen zu lernen, wobei ich das Edelstahlschweißen nicht schwerer finde wie normalen Stahl. Die zwei Kessel hat noch mein Dad geschweißt da er sehr viel Erfahrung damit hat.


    Gruß

  • Auch beim e-Schweißen verzieht es sich. Einzige Lösung: Glühen um die Spannungen aus dem Material wieder rauszubekommen.


    Aber wer hat schon 'nen Ofen im Hobbyraum der bis 800° geht?! :D


    HöHö: bau doch Böckchen aus Holz, das wär mal 'n witziger Kontrast: Metallkessel und Holzhardware statt anders herum :D


    edit: Moigus: du meinst das E-Schweißen in der Vakuumkammer? Aber auch da wirst du Verzug drin haben, durch das Schweißen erzeugst zu immer Veränderungen im kristallienen Gitter die zu Spannungen führen.

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  • Also ich hab in einem Betrieb gelernt und ne Zeit im Werkzeugbau gearbeitet, der fast nur Edelstahl verwendet hat. (Ist aber schon ne Weile her... 8) )
    Also ich würd viele Heftpunkte setzen, damit beim schweißen das Blech nicht auseinander kann. Dann auf der Gegenseite passend gebogenes Kupfer befestigen und am besten auch mit Schweißgas beschicken. (Hat den Zweck, dass die Schweißnaht auf der Rückseite im Bestenfall genauso aussieht, wie auf der Seite die du schweißt. :thumbup: )
    Dann in Zentimeterschritten jeweils abwechselnd von außen nach innen schweißen. Das hat den Vorteil, dass du nicht so viel Wärme in das Werkstück einbringst und du den Verzug ausgleichst. Wenn du oder dein Dad gut schweißen können dann mit viel Ampere und schön schnell.
    Schnell und dadurch kurze Schweißintervalle werden wohl den geringsten Verzug bringen.
    Kann es leider nicht mehr in der Praxis ausprobieren. Wenn du willst, kann ich aber ein paar Kumpels fragen, die arbeiten noch dort in der Schweißerei....


    Aber mein Respekt vor deinen Projekten, da juckt es mich selbst wieder in den Fingern!

  • flosch: ja, ich meine Elektronenstrahlschweißen in der Vakuumkammer. Wenn man von der Mitte anfängt und gleichzeitig in beide Richtungen nach außen schweißt, dürfte das den Verzug zumindest minimieren. Der Verzug kommt ja durch das erstarren aus der Schmelze und dem damit einhergehendem Schrumpf. Kann man nur minimieren, wenn dieser Schrumpf symmetrisch geschieht. Aber über Elektronenschweißen brauchen wir auch nicht reden, ist ziemlich sehr teuer.
    glühen im Ofen bringt allerdings nicht viel, weil zwar Spannungen rausgehen, aber die Spannungen, die das Blech plastisch verformt haben, wurden ja bereits durch den Verzug abgebaut.


    @all: Zum Thema Ofen, oder allgemein Ausrüstung: für solche Projekte braucht man einfach entsprechende Connections zu Leuten, die in solchen Betrieben arbeiten. Da ist dann in der Nachtschicht meist auch so ein Pfusch möglich. Weil normal bezahlen will/kann man das in der Regel nicht.

  • Hi,
    hmmm, Böckchen aus Buchensperrholz, ausgezeichnete Idee, das könnte man an einer Snare machen. Und dann noch Holzspannreifen?


    Ist übrigends interessant wieviele sich hier mit Blech und schweißen auskennen :thumbup:


    Gruß

  • Hi,


    hmmm, Böckchen aus Buchensperrholz, ausgezeichnete Idee, das könnte man an einer Snare machen.


    Das ist das schöne am DIY-rumbasteln: man kann sachen machen, die in sonst keinen Sinn machen würden. :thumbup:


    Was erhoffst du dir von Holzböckchen? Abgesehen davon, dass das niemand sonst macht, was ja auch ein Grund ist, sehe ich keinen.
    Bin aber für Überaschungen offen.


    Moigus, der gespannt ist, wie das hier weiter geht.

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