unterricht oder selbst beibringen ?

  • Danke für den Hinweis mit der zweiten DVD.
    Werd ich mal gucken, dass ich heute beide abstauben kann in der Drum City.


    Im Moment übe ich mit einem Buch und Hör-Beispielen. Das Buch wurde ebenfalls hier im Forum hoch gelobt. Nennt sich "Drums" von Lutz Renziehausen. Mein Lehrer meinte ebenfalls, dass es ein sehr gutes Buch ist.


    Ach ja, was mir gerade einfällt. Ich habe "nur" ein eDrum-Set (Yamaha DTXPLORER) zu Hause. Macht das einen Unterschied bezüglich des Lernens?

    "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor
    ich höre, was ich sage?
    "


    [b][i]Wenn einer behauptet, Killerspiele machen
    aggressiv... DEM HAU ICH EINS IN DIE FRESSE!!!

    Einmal editiert, zuletzt von wazi ()

  • Steve Smith is halt Englisch, aber sehr deutlich und in superverständlicher Sprache gesprochen. Vier Fusstechniken, wenn man die mal draufhat, dann ist der "Fusstechnikwerkzeugkasten" aber schon gut gefüllt...

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

  • Ist die DVD von Jojo Mayer ebenfalls englisch?


    Aber englisch sollte nicht so das große Problem sein für mich. Sofern deutlich gesprochen wird, geht das schon :)

    "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor
    ich höre, was ich sage?
    "


    [b][i]Wenn einer behauptet, Killerspiele machen
    aggressiv... DEM HAU ICH EINS IN DIE FRESSE!!!

  • Sehr fein, dann kann ich mein englisch auch gleich mal wieder schulen :)

    "Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor
    ich höre, was ich sage?
    "


    [b][i]Wenn einer behauptet, Killerspiele machen
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  • also ich würd dir auf jeden fall empfehlen zu einem (guten) Lehrer zu gehen. Der kann dir von anfang an die richtige technik beibringen und dir, wenn du dich schwer tust, auch tipps geben.
    also alleine beibringen halte ich für weniger gut.
    DVDs hab ich noch nich probiert, aber die kann dir auch nich weiterhelfen, wenn du was nich verstehst...

    Drummer from Hell_______________________________________________________________________________________________Basti

  • es gibt viele gute drummer, die sich alles selbst beigebracht haben.
    der von 30 seconds to mars ist zwar jetzt nicht grad ein herausragend hammermäßiger drummer, aber ist ebenfalls autodidakt und schau, wo er heute steht.


    ich bin übrigens selbst auch autodidakt und es gibt dunkle zeiten, in denen man weder motiviert ist zu spielen, noch irgendwelche tollen ideen zum üben hat.
    dagegen kenne ich aber einige drummer die unterricht nehmen, zum teil auch mehr als 5 jahre spielen, aber trotzdem alles andere als gut sind.


    von daher würde ich sagen wenn dir ein guter lehrer zur verfügung steht, nimm ihn auf jeden fall. die gründe wurden schon genannt.
    aber andernfalls hängt es stark vom talent und der willenskraft ab, unmöglich ist es ohne lehrer jetzt auch nicht.

  • Mit Lehrer lernen, unbedingt, der zeigt dir wie es richtig geht, korrigiert dich, beantwortet die Fragen direkt, holt dich bei Selbstüberschätzung auf den Boden der Tatsachen zurück, er fordert dich, zeigt dir auch die Sachen über dem Tellerrand, motiviert dich, usw,...


    Mag sein des es einige erfolgreiche Trommler gibt die sich das Trommeln selber beibrachten, aber die meisten hatten Lehrer, der eine früher, der andere später. Auch wenn es so manche nicht zugeben.


    stiegl

    Denk mal nach!


    Und, heute schon geübt? =)





    Meins

  • Dazu sage ich nur, wer richtig viel lernen und vielleicht auch richtig gut werden will, der muss zu allererst seinen Arsch hochkriegen, egal ob er einen Lehrer aufsucht oder autodidaktisch arbeitet.
    Soviel zu den Aussagen, ich bin dufte ohne Unterricht/der andere scheisse trotz Unterricht...
    Ohne Kenntnis der Hintergründe sind grundsätzliche Aussagen, warum einer trotz/wegen Unterricht so und so spielt sehr schwierig.
    Am Ende kommt jedoch immer das hinten raus, was ein LERNENDER reinsteckt!
    Klingt banal, wird aber zumeist ausgeblendet :S


    Folglich kann natürlich ein Autodidakt, der ein gewisses Maß an Talent und Musikalität mitbringt, wenn er fleissig übt, Augen und Ohren offen hält etc. sehr viel erreichen und gleichzeitig jemand, der schön brav jede Woche zu seinem Unterricht, aber nicht ordentlich übt oder halt einfach kein Potential hat, immer noch scheisse klingen...


    Trotzdem ist die ideale Kombi jemand, der fleissig übt, selbständig denkt und arbeitet und zudem noch Unterricht aufsucht und sich dort Tipps, Werkzeuge und zudem vielleicht auch ein ordentliches Paket an Erfahrung des Lehrenden abholt, die bessere Lösung als das Einzelkämpfer Szenario.
    Abgesehen davon sehe ich das Lernen nach Büchern und Videos ohne das Korrektiv eines Lehrers immer etwas skeptisch, weil das Erkennen von eigenen Fehlern erst mal das komplette Verständnis der "richtigen" Technik, der richtigen Spielauffassung voraussetzt.
    Ich kenne genug Drumschüler, die allen ernstes behaupten, das sie total geil Smells like teen spirit spielen können, wo es mir aber dann erst mal die Sprache verschlägt, wenn sie loslegen.
    Eigenwahrnehmung und Fremdwahrnehmung sind leider nicht immer kongruent... :whistling:


    Gerade am Anfang finde ich es gar nicht übel, erst mal etwas regelmässig Unterricht zu nehmen.
    Später kann man durchaus auch mal, wie hier schon vorgeschlagen, mit Unterricht aussetzten und später vielleicht auch mal wieder zurückkehren oder im Rahmen von Workshops oder Einzelstunden sich Input holen.
    Man lernt ja nie aus, ne ;)

    Einmal editiert, zuletzt von drumdidi ()

  • ich hab ja öfters schon mecker bekommen, wegen unorthodoxer betrachtungsweise von dingen, die gesellschaftlich anerkannt sind.


    egal:
    kunst ist intuition, passion und expession. musik ist kunst.


    kunsthochschulen sind für MICH schwachsinn. ich will das auch begründen:


    wer kunst vermitteln muss um über die runden zu kommen, ist als künstler selbst nicht erfolgreich genug, um durch seine kunst leben zu können.
    kunst als proffesion zu sehen ist also schwierig, wenn man seinen arsch dadurch am kacken halten möchte.


    kann man kunst "lernen"? ich denke nein. diese meinung mag hier nur für mich gelten; aber jede stimme zählt ja.


    es gibt typen, die malen mit farbe und pinsel jeden picasso nach.
    die haben die technik gelernt, haben die vorgabe und sind sicher auch recht verrückt. ich habe rerspekt und anerkennung für diese typen. hut ab!
    das hat aber nix mit kunst zu tun.


    wie in diesem forum kunst in form von musik als setzbaukastensystem verkauft wird, nach dem motto: "such dir nen guten lehrer...", geht mir auf den sack!


    wer mit dem mittel, und da ist es unerheblich um welches sich es handelt, (fussball, gymnastik, fallschirm, literatur, kuchenbacken, gitarre etc.) nicht klarkommt, der sollte den absprung wagen und das projekt einfach verwerfen, bis er das ding gefunden hat, mit dem er klarkommt.


    zu sagen: "alter, zieh dir dies und jenes mal rein, dann klappt das schon, und besorg dir nen guten lehrer...
    das leben bietet dir ja eh nix anderes. bleib bei uns. schmeiss blos nicht hin!" passt mir nicht.


    kein mensch verpasst etwas, wenn er das schlagzeugspielen aufgibt, wenn es nix für ihn ist!
    warum sollte sich ein lebensfreudiger mensch durch sowas aufhalten lassen?
    schlagzeug ist nicht die welt! es gibt hundertausende möglichkeiten sein leben glücklicher zu gestalten, als untalentiert und passionslos, unglücklich rumzudrummen und sich als versager vorzukommen.

    Satellite of Love

    3 Mal editiert, zuletzt von seppel ()

  • wer kunst vermitteln muss um über die runden zu kommen, ist als künstler selbst nicht erfolgreich genug, um durch seine kunst leben zu können.
    kunst als proffesion zu sehen ist also schwierig, wenn man seinen arsch dadurch am kacken halten möchte.


    an sich stimme ich dir zu, aber warum gehst du davon aus, dass jemand, der an ner hochschule unterrichtet, nicht gleichzeitig auch anderweitig erfolg haben kann? abgesehen von irgendwelchem erfolg: vielleicht gibts ja auch leute, die gerne etwas von ihren erfahrungen weiter vermitteln wollen, und das nicht nur tun, weil sie nichts besseres gefunden haben?

  • das vermitteln von wissen in wissenschaflichen bereichen, die auf vorwissen aufbauen halte ich für sinnvoll. kunst ist aber offen und sehr persönlich, und meiner meinung nach nicht vermittelbar oder als aufstockend zu betrachten.
    so wirds aber vermittelt und kommerzialisiert.


    willst du pianist werden? hör dir keith jarret an.
    kannste nicht so spielen? bekommste auch auf keiner musikschule beigebracht!
    das meine ich.

    Satellite of Love

  • Würde der Mensch nicht von anderen lernen, wär Sense mit Picasso. Statt Kubismus
    hätte der Mann Mammuts an eine Höhlenwand gekritzelt. Zeichnen lernt man, wie auch Musik, ähnlich
    einer Sprache. Die Perspektive hn der darstellenden Kunst mußte auch erst erarbeitet werden.
    Fremd- oder Muttersprache sind natürlich zu unterscheiden.


    gruß rubber

  • die motivation ist aber nicht kopieren zu wollen, sondern kreiren zu wollen. dabei sind hilfmittel aus vergangenen zeiten dann gold wert!
    alles andere ist abschreiben der schulaufgaben zwischen kippe und pausenbrot.

    Satellite of Love

  • Über jemandes Motivation kann ich nichts sagen. Manch einer mag aber auch mit reinem Kopieren
    glücklich werden. Was man auf einer Kunsthochschule lernt, weiß ich auch nicht, aber
    es gibt ja auch Männergesprächskreise, obwohl alle daran teilnehmendenschon über ein
    entsprechendes primäres Geschlechtsteil verfügen. Immerhin gibt es Bäfög, daß ist doch
    ein guter Grund. Handwerkszeugs darf man sich aber gerne zeigen lassen. Es ist ja nicht nötig das Rad ständig neu
    zu erfinden. Auch etwas Stilkunde macht einen nicht gleich zum Kopisten.
    Geld verdienen gute Fälscher aber auch. Ein echter Kujau ist auch was wert.

  • dabei sind hilfmittel aus vergangenen zeiten dann gold wert!

    ......und die willst du dir nun unbedingt alle selbst rausklamüsern? Warum nicht zu jemandem gehen, der das Zeug mappenweise selbst verarbeitet hat und (auch deshalb)in wohlstrukturierten Dosen verabreichen kann? Wenn Zeit Geld ist, lohnt hier das Rechnen.

  • mir geht es lediglich um die passion des aufsaugers der ganzen datenmassen.
    das wissen soll natürlich verfügbar sein. für jeden. ist es ja auch.
    nur kann eben nicht jeder was damit anfangen, und das sollte auch nicht vorgegaukelt werden.


    sprache ist nur das medium, inhalt funktioniert über das medium. das medium selbst ist aber inhaltslos.


    "katze kack baum haufen" ist technisch korrekt, ergibt aber keinen sinn.

    Satellite of Love

  • Kindern fangen ab 6-7 Jahre mit dem Unterricht an. Sollte man sie erstmal so ca. 15 werden lassen, um sie auf ihren künstlerischen Gehalt hin zu untersuchen?
    Ohne Sprache kannst Du die weltbeste Geschichte nicht zum Ausdruck bringen - schade eigentlich.

  • du hast recht. freiwillig fangen die wenigsten aber an in dem alter.
    ich hab aber mit 15 angefangen mit unterricht.
    mit 7 bin ich einfach in den wald gerannt, wenn einer was von mir für mich wollte, von dem ich nicht wollte, das er es für mich wollen wollte.
    alles ohne sprechen.


    gut eigentlich. ;)



    aber darum gings ja auch garnicht.

    Satellite of Love

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