Pearl Pro Live Drumset

  • Hi zusammen,


    kurze Vorstellung: bin Mitte 40, habe vor ca. 30 Jahren ein paar Jahre getrommelt, mehr schlecht als recht, dann gar nix mehr seit bestimmt 25 Jahren.


    Möchte nun wieder anfangen. Erst mal ne Weile ohne Band, einfach nur lernen und spielen. Würde gerne zuhause spielen ohne große Umbauten wegen Schallschutz, etc. Auf ein reines E-drumset habe ich keine Lust, jetzt bin ich o. g. Pearl-Schlagzeug gestoßen. Was ist davon zu halten? Kann man ohne Verstärker damit in Zimmerlautstärke spielen? Fühlt es sich wirklich an wie ein normales akustisches Schlagzeug? Das Ding ist ja anscheinend ist ein akustisches Schlagzeug umbaubar, wenn man die Felle wechselt. Damit hätt ich dann ja später auch direkt ein normales Schlagzeug für den akustischen Wiederanfang.


    2500,- Euro sind zwar ein Haufen Geld, aber ich hätte auch für ein akustiches Schlagzeug eher mit mehr gerechnet. Anscheinend sind die Instrumente vergleichsweise billiger zu haben als zu meiner aktiven Zeit Anfang der 80er. Daran soll's nicht liegen. Wenn ich was Ordentliches für das Geld bekomme, dann geb' ich das auch gerne aus.


    Vielleicht kann mir ja jemand seine Meinung darlegen.


    Gruß, Bono

  • Hi, also erstmal glaube ich nicht, dass die Instrumente in den 80ern günstiger waren, aber letztlich auch egal ;)


    Ähm, wie darf ich Dein Anliegen verstehen? Willst Du es als E-Set oder als akustisches Set benutzen? Was meinst Du mit "ohne Verstärker"? Du kannst ja mit Kopfhörern spielen, wenn Du es als E-set nutzt. Der Trittschall der Bassdrum wäre zu bedenken, wenn da nicht nur der Meshhead drauf ist, wie bei den Toms.


    Oder willst Du doch das Ding als A - Set nutzen? Dann kauf Dir ein A set ;)


    Das mitm Anfühlen: Ich glaube nicht, dass das genau dasselbe sein wird, wie mit nem A Set. Allein durch die verschiedenen Durchmesser beim A set hast Du auf jedem Kessel nen ganz anderen Rebound, diese Vielfalt wirst Du bei nem A set mit einer Grösse nicht haben.


    vg

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

  • Mein Rat: tu es nicht! Das Pearl Edrumset kann leider technisch und akustisch nicht mit der Konkurrenz mithalten.
    Kauf dir stattdessen ein gebrauchtes "normales" Akustikset, welches du z.B. mittels Truss-Schiene (Google!) und Meshheads (Google!) zum Edrumset umbaust.
    Dein Budget dürfte dafür reichen und imho ist die bessere Lösung.

  • Hallo Bono!


    Erstmal willkommen hier - schön, dass Du wieder den Weg zum Trommeln gefunden hast.


    Was das Pearl-Set angeht: gib mal oben rechts in dem Feld mit der Lupe das Pearl als Suchbegriff ein - da wirst Du auf einige Threads hier stossen, die Deine Fragen beantworten.


    Um es kurz zu machen: die erhofften Vorteile, die man rein aus der Produktbeschreibung ziehen könnte, sind nicht vorhanden. Ich habe bei Erscheinen des Sets mal darauf gespielt, weil es mich auch interessierte und das Spielgefühl auf den Pads ist einfach jämmerlich - wie man da drauf kommt, das mit "natürlich" zu beschreiben, wird mir ewig ein Rätsel bleiben....


    Und die Sounds in dem Set sind auch nicht so dolle, da gibt's wesentlich besseres!


    Schau Dich mal ein bißchen hier um (auch im E-Drum-Bereich), da wirst Du Dir sicher einige neue Erkenntnisse erlesen können.


    Viel Spaß hier!


    Viele Grüße


    Jens

    Galerie


    Amateure üben solange, bis sie es richtig machen. Profis trainieren solange, bis sie es nicht mehr falsch machen können.

  • Wow, Ihr seid ja fix hier! Vielen Dank für's schnelle Feedback.


    Ja, ich denke, das hat dann keinen Zweck. Habe nach meinem Beitrag hier noch etwas rumgestöbert und ähnliche Meinungen gehört, ist wohl rausgeschmissenes Geld.


    Ich werde jetzt erst mal in Richtung des Tipps von Daniel S. recherchieren (auch hierfür ein thx). Mir geht es momentan in erster Linie darum, dass ich möglichst "geräuschlos" üben kann, wie sich das für mich selbst anhört, ist nicht so wichtig, aber es soll sich möglichst wie ein normales A-Set anfühlen, wenn man Snare, Toms, Becken etc. anschlägt. Das scheint wohl nicht so einfach zu sein, wie ich mir das vorgestellt hatte.




    Gruß, Bono




    Ps: kride20: ich schrieb, dass ich glaube, die Drums waren in den 80ern verhältnismäßig teurer als heute, nicht billiger. Aber egal, darum ging's eh nicht ...

  • Ah, ok, womöglich überlesen, und weiß auch net woran man das wirklich messen könnte, aber egal ;)


    Realistischer Sound und leise? Puh, schwer, schwer...


    Hm, also Snare: Da fällt mir nur das Übungsbad ein...


    http://www.google.de/products/…&cid=8910945110381982220#


    kann aber KEINE Erfahrungswert anbieten. Aber da soll der Teppich ja scheinbar noch mitrauschen... aber klar...1:1 wie Snare wirds auch net klingen. Hm, und Meshheads werden sich wohl auch nie wie echten Pellen anfühlen. Da suchst Du glaub ich (leider) nach dem heiligen Gral ;)

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

  • [quote='bm13','index.php?page=Thread&postID=965335#post965335']Wow, Ihr seid ja fix hier! Vielen Dank für's schnelle Feedback.


    Ja, ich denke, das hat dann keinen Zweck. Habe nach meinem Beitrag hier noch etwas rumgestöbert und ähnliche Meinungen gehört, ist wohl rausgeschmissenes Geld.


    Ich werde jetzt erst mal in Richtung des Tipps von Daniel S. recherchieren (auch hierfür ein thx). Mir geht es momentan in erster Linie darum, dass ich möglichst "geräuschlos" üben kann, wie sich das für mich selbst anhört, ist nicht so wichtig, aber es soll sich möglichst wie ein normales A-Set anfühlen, wenn man Snare, Toms, Becken etc. anschlägt. Das scheint wohl nicht so einfach zu sein, wie ich mir das vorgestellt hatte.




    Gruß, Bono



    Also ich habe einmal eine Zeit lang mit Gummipads auf einem Akkustik set gespielt, sowas da: http://www.thomann.de/at/hq_pe…n_fusion_sound_off_02.htm
    Das ist vom Rebound jetzt nicht so gut wie normal, und klingen tuts natürlich auch nicht wirklich. Aber zum üben eine feine Sache!

  • kurze Vorstellung: bin Mitte 40, habe vor ca. 30 Jahren ein paar Jahre getrommelt, mehr schlecht als recht, dann gar nix mehr seit bestimmt 25 Jahren....Möchte nun wieder anfangen. Erst mal ne Weile ohne Band, einfach nur lernen und spielen. Würde gerne zuhause spielen ohne große Umbauten wegen Schallschutz, etc.

    Willkommen in der Community. Genauso habe ich auch wieder angefangen. Und nach und nach sehr viel Geld ausgegeben für ein Roland TD-12 mit späterer Aufrüstung auf Diamond Kessel in "richtigen Größen". Das war relativ leise und fühlte sich relativ "realistisch" an, also ähnlich wie ein Akkustik-Set. Aber eben nur relativ. Schliesslich habe ich alles wieder verkauft, einen Proberaum gesucht und mir wieder ein Akkustik-Set zugelegt. Ein neues E-Set schaffe ich mir demnächst wieder zum leiseren Üben an, das darf sich dann aber ruhig anders anfühlen und anders aussehen als ein A-Set...


    Aufgrund meiner eigenen Erfahrung würde ich dazu raten, erst zu prüfen ob nicht irgendwie ein Akkustik-Set machbar ist. Wenn es dann ein E-Drum sein muss/soll sollte man das vielleicht doch als eigenes Instrument sehen und nicht aufwendig versuchen, ein möglichst Akkustik-Set ähnliches Spielgefühl anzustreben. Es ist und bleibt unterschiedlich. Spätestens bei Becken, HiHat oder Snare kommt man sowieso nicht an ein Akkustik-Feeling ran.


    Soll die Optik unbedingt nah am A-Set sein, ist der hier bereits erwähnte Umbau mittels Truss-Schienen o.ä. plus Soundmodul und E-Becken erste Wahl. Es sei denn, man hat das nötige Kleingeld für ein Profi-Set von drum-tec, dann braucht man nicht selbst was zusammenzustellen. Wenn die Optik zweitrangig aber die Lautstärke und Soundqualität eine hohe Priorität hat, sollte man sich das "2Box Drumit Five" genauer ansehen. Das wird im E-Drum Forum ausführlich besprochen, und auch wenn einige die Hardware bemängeln ist es m.E. unschlagbar leise, und das Spielgefühl sehr angenehm. Das Set kostet 2.300 Eur (unverhandelt). Es sieht aus wie ein Ufo ;) und ist absolute Geschmacksache - aber es ist eben wirklich sehr leise.

  • Danke für den Tipp, das Ding hatte ich auch schon bei thomann.de gesehen. Ich dachte, was so aussieht, kann nix taugen! :)


    So, wie von Dir beschrieben, könnte das aber genau das Richtige sein. Pfräferenz liegt ganz klar auf leise, dann kommt Spielbarkeit, dann Sound und ganz am Schluss Optik (die ist mir im Prinzip zum jetzigen Zeitpunkt völlig egal). Dass ich langristig wieder auf einem "richtigen" Schlagzeug spielen will, ist klar. Hole mir in den nächsten Tagen noch die Meinung eines befreundeten Drummers ein und dann sehe ich weiter.




    Kurze Frage noch speziell an Kaiser:


    aus Deiner Erfahrung, wie lange hat's bei Dir gedauert, bis Du Deiner Meinung nach wieder halbswegs vernünftig spielen konntest? :) Schwere und sehr subjektive Frage, ich weiß. Aber mir fehlt derzeit jegliche Vorstellung. Ich habe die letzten Tage youtube durchforstet und wenn ich mir da anschaue, was es da alles gibt, dann braucht man wohl mindestens 10 Jahre, bis man sich als Drummer bezeichnen kann. Das war mir als 15-Jähriger so nicht bewusst, obwohl mir schon klar war, dass ich quasi nix drauf hatte. Hat aber Spaß gemacht! :)




    Gruß, Bono

  • Hallo,


    ich habe ein ganz normales Set zuhause.
    Für die Geräuschminimierung sorgen Gewebefelle, Neoprenmatten und eine Gummimatte.
    Auch dieses Spielgefühl ist nicht realistisch, jedoch realistischer als vieles andere und es hat vor allem einen Vorteil: mit ein bisschen Geschraube hat man ein voll einsatzfähiges Gerät.
    Das größte Problem bei der Geräuschentwicklung ist der Trittschall (der übrigens bei Elektrotrommeln auch vorhanden ist), dagegen helfen Nachbarn, die zur Zeit des Übens nicht da sind. ;)


    Grüße
    Jürgen

  • Kurze Frage noch speziell an Kaiser:


    aus Deiner Erfahrung, wie lange hat's bei Dir gedauert, bis Du Deiner Meinung nach wieder halbswegs vernünftig spielen konntest? :) Schwere und sehr subjektive Frage, ich weiß. Aber mir fehlt derzeit jegliche Vorstellung. Ich habe die letzten Tage youtube durchforstet und wenn ich mir da anschaue, was es da alles gibt, dann braucht man wohl mindestens 10 Jahre, bis man sich als Drummer bezeichnen kann. Das war mir als 15-Jähriger so nicht bewusst, obwohl mir schon klar war, dass ich quasi nix drauf hatte. Hat aber Spaß gemacht!

    Ich konnte noch nie vernünftig spielen... Aber der Spaß steht für mich absolut im Vordergrund. Und wann man sich als Drummer bezeichnen kann ist eine eigene Grundsatzdiskussion wert... Wie immer im Leben gibt es gute und weniger gute Drummer. Ich bin ein ganz schlechter Trommler aber ich weiß, wo ich stehe und kann daher gute Trommler bewundern ohne den eigenen Spaß zu verlieren. Das ist m.E. entscheidend.


    Also, ich habe mit 15-17 ein wenig Unterricht gehabt und mit viel Begeisterung getrommelt. Als ich mit 43 wieder anfing war das bischen "Halb-Können" aus der Jugend ziemlich schnell wieder da, zumal ich jeden Tag begeistert getrommelt habe. Und hier liegt m.E. der große Charme von E-Sets: Da man sehr einfach über Kopfhörer zu Playalongs oder auch per Monitorbox auf Zimmerlautstärke spielen kann, habe ich einfach viel mehr getrommelt als wenn ich ein lautes Akkustik-Set im ungedämmten Keller gehabt hätte.


    Wie schon beschrieben ist es mir dann allerdings mit der Zeit so ergangen wie es scheinbar vielen Wiedereinsteigern mit E-Drums ergeht: irgendwann vermisste ich das Feeling eines richtigen Akkustik-Sets. Und spätestens nach den ersten 2 Bandproben war mir klar, dass ich unbedingt wieder ein A-Set wollte. Ideal finde ich daher, ein E-Drum als Übungsset zu haben (egal, wie es aussieht - leise und angenehm spielbar muß es sein) und ein A-Set zum "richtigen" Spielen mit der Band. :rolleyes:

  • lso, ich habe mit 15-17 ein wenig Unterricht gehabt und mit viel Begeisterung getrommelt. Als ich mit 43 wieder anfing war das bischen "Halb-Können" aus der Jugend ziemlich schnell wieder da, zumal ich jeden Tag begeistert getrommelt habe. Und hier liegt m.E. der große Charme von E-Sets: Da man sehr einfach über Kopfhörer zu Playalongs oder auch per Monitorbox auf Zimmerlautstärke spielen kann, habe ich einfach viel mehr getrommelt als wenn ich ein lautes Akkustik-Set im ungedämmten Keller gehabt hätte.


    Hört sich gut an und so stelle ich mir das auch vor. Dass ich kein Meistertrommler mehr werde, ist mir auch klar, es geht um den Spaß an der Sache. Allerdings habe ich mir fest vorgenommen, großen Wert auf das Üben von Basics, Rudiments, oder wie auch immer zu legen. Das hatt ich in meiner ersten "Karriere" leider vernchlässigt und ich glaube heute, dass das die weitere Entwicklung dann schon stark ausbremst.


    Die wesentlichen Beiträge des Threads über dieses 2Box Drumit Five habe ich gelesen und muss sagen, dass mich die Kommentare bezüglich Hardware schon ziemlich abschrecken. Das deckt sich auch mit Viedos, die ich bei Youtube gesehen habe. Was Robusteres wäre mir schon lieber. Ein Roland TD 12 macht da ja schon ein wesentlich besseren Eindruck in der Hinsicht, kostet aber auch über 1000 Euro mehr.



    Mal sehen, vielleicht fang ich doch lieber mit Blockflöte an! :)



    Gruß, Bono

  • Die wesentlichen Beiträge des Threads über dieses 2Box Drumit Five habe ich gelesen und muss sagen, dass mich die Kommentare bezüglich Hardware schon ziemlich abschrecken. Das deckt sich auch mit Viedos, die ich bei Youtube gesehen habe. Was Robusteres wäre mir schon lieber. Ein Roland TD 12 macht da ja schon ein wesentlich besseren Eindruck in der Hinsicht, kostet aber auch über 1000 Euro mehr.

    Ich kann das gut verstehen. Deswegen würde ich aufhören zu lesen und anfangen im Laden zu testen. Zumal der Beitrag zum 2Box ja beim ersten Modell ansetzt, die aktuelle Variante ist deutlich verbessert. Wenn Du nicht viel tourst mit so einem Teil, sollte das locker stabil genug sein. Auf dem letzten E-Drums Treffen konnte man alles anspielen, da haben sich einige Zweifler vom 2Box überraschen (und überzeugen) lassen. Es waren auch Profi-Drummer da und die waren sehr angetan... Soundmäßig steht das sowieso über allen Rolandos. Das TD-12 ist ein solides Set, aber glaube mir, das Spielgefühl ist deutlich schlechter... Aber jetzt höre ich schnell wieder auf. Geh' selber testen - am besten bei drum-tec, die haben alles da und Ahnung und guten Kaffee... Und die 1000 Euro sparst Du schon mal für Dein Akkustik-Set. :rolleyes:

  • Hallo @bm13,


    auch von mir ein herzliches Willkommen hier im DF.


    Auf ein reines E-drumset habe ich keine Lust ...


    Kann ich gut nachvollziehen. Aus heutiger Sicht würde ich von der Industrie Instrumente einfordern wollen, die sich vom Spielgefühl - und erst recht auch von den Klangeigenschaften - absolut wie ein lautes A-Set spielen lassen, aber trotzdem dagegen extrem leise Anschlaggeräusche generieren. So was gibt es aber bis Heute leider noch nicht am Markt! Etwas direkter ausgedrückt: Die Masse an E-Drum Käufer hat nie zwingend entsprechende Anforderungsprofile mit Nachdruck an die Hersteller gestellt um solche Gerätegattungen erhalten zu können. Was aber IMHO heutzutage technisch durchaus schon machbar wäre. Man müsste quasi eine neue Instrumentengattung kreieren: Etwa ein elektronisches A-Set mit entsprechend leistungsfähigen technischen Komponenten welches dieser Anforderung auch gerecht werden kann.


    Die Firma Pearl hat ja scheinbar die Zeichen der Zeit in Form vom Pearl Pro Live erkannt. Aber die Ausführung ist wohl eher als ein schlechter Scherz zu betrachten! Um diesen Anforderungen gerecht zu werden kann man nicht 20 Jahre alte Technik verbauen und unverschämter Weise dafür trotzdem viel Geld verlangen! Das ist Verarschung pur! Lass bloß die Finger davon :!: Und dann noch diese "Gummiartigen" Drumpads dazu. Das ist doch das Letzte! Die wollen Uns echt für dumm verkaufen! Das sollte ein echtes "No Go" sein.


    Mir geht es momentan in erster Linie darum, dass ich möglichst "geräuschlos" üben kann, wie sich das für mich selbst anhört, ist nicht so wichtig, aber es soll sich möglichst wie ein normales A-Set anfühlen, wenn man Snare, Toms, Becken etc. anschlägt. Das scheint wohl nicht so einfach zu sein, wie ich mir das vorgestellt hatte.


    Richtig! Das wird in der Tat kein leichtes Unterfangen werden: Absolut leise gibt es nicht! Weder bei E-Drums und erst recht nicht bei A-Drums. Alleine der mögliche Trittschall kann die liebsten Nachbarn zu "Todfeinden" "befördern" Ein möglicher Ausweg dazu: Alle Chefentwickler - gerade auch von großen Firmen - müssten zwangsweise in große und enge Mietwohngen umquartiert werden und dabei verpflichtet werden jeden Tag mehrere Stunden am Set zu spielen. Auf die nachfolgenden Entwicklungsergebnisse - spätestens nach ein-zwei Monaten - wäre ich mal sehr gespannt! :D


    Pfräferenz liegt ganz klar auf leise, dann kommt Spielbarkeit, dann Sound und ganz am Schluss Optik


    Unterschätze mal nicht die Soundqualität weil:


    Und hier liegt m.E. der große Charme von E-Sets: Da man sehr einfach über Kopfhörer zu Playalongs oder auch per Monitorbox auf Zimmerlautstärke spielen kann, habe ich einfach viel mehr getrommelt als wenn ich ein lautes Akkustik-Set im ungedämmten Keller gehabt hätte.


    Zu einem guten Spielgefühl gehört für mich auch die Soundqualität der Drums, gerade wenn es darum gehen sollte, dass sich das "Playalong" Material über Kopfhörer mit dem eigenem Drumsound gut zu "verschmelzen" beginnt. Das schaffen aber IMHO nur ansatzweise die nativen Klangbibliotheken wie von Toontrack und Co. (Stichwort: Natürliche Hallräume usw.) Wie Du vielleicht bereits bemerkt haben könntest: Deine Anforderungen können unter Umständen komplexe Herangehensweisen nach sich ziehen. ;)


    Gruß


    Trommeltotti


    P.S. Vielleicht sollte dieser Thread in die E-Drum Sparte verschoben werden.

  • Zu einem guten Spielgefühl gehört für mich auch die Soundqualität der Drums, gerade wenn es darum gehen sollte, dass sich das "Playalong" Material über Kopfhörer mit dem eigenem Drumsound gut zu "verschmelzen" beginnt. Das schaffen aber IMHO nur ansatzweise die nativen Klangbibliotheken wie von Toontrack und Co. (Stichwort: Natürliche Hallräume usw.) Wie Du vielleicht bereits bemerkt haben könntest: Deine Anforderungen können unter Umständen komplexe Herangehensweisen nach sich ziehen.

    trommeltotti, Du hast sicher recht aus der Sicht eines erfahrenen E-Drummers, der sich schon lange mit der Thematik befasst. Aber bei dem hier geschilderten Fall sehe ich das E-Drum nur als Übergangslösung bis mal wieder ein A-Set möglich/sinnvoll ist. Insofern muss man das beschriebene Anforderungsprofil "gutes Spielgefühl" vielleicht nicht so professionell auslegen. Mir hat das Dengeln zu Playalongs viel Spaß gemacht, trotz un-realistischer Sounds vom TD-12. Nur die harten und kleinen Pads würde ich mir nicht mehr zumuten wollen. Für den Spaßtrommler brauchbare Sounds und sehr angenehm spielbare Pads bietet das 2Box - dabei meint brauchbar und angenehm nicht etwa A-Drum ähnlich!!


    P.S. Vielleicht sollte dieser Thread in die E-Drum Sparte verschoben werden.

    Das sehe ich zu 100% genau so 8)

  • Mein Tipp (Vorschlag)


    Suche Dir ein gebrauchtes, günstiges A-Set in der Bucht. Baue dieses mit Mesheads und Mittentrigger wie hier im Forum beschrieben auf E-Set um. Somit bist Du Deinem "echten Spielgefühl" (ohne Klang) am nächsten.


    Dann hol Dir n billiges Drummodul für schlechten Klang / Spielgefühl, oder n teures Drummodul für erträglichen Klang/Spielgefühl, oder ein sauteures Drummodul für schon beachtlichen Klang/Spielgefühl. Und natürlich einen guten Kopfhörer.


    Gehört für Dich auch der Klang zum Spielgefühl, kann ich Dir nur VSTI (Computer) Klangerzeugung empfehlen. Steht jede Menge hier im Forum drüber Diskutiert :)

  • Sehr viel Input, vielen Dank.


    Kann schon sein, dass die Lösung von Jürgen und Nicky die günstigste und eventuell auch beste ist. Das hat für mich aber den Nachteil, dass erst mal ne Menge Kram kaufen und viel basteln muss. Zudem bin ich nicht so der Technik-Freak, würde lieber aufbauen, einstöpseln und fertig.


    Mal sehen, ich warte jetzt mal noch das Treffen mit meinem trommelnden Kumpel ab, vielleicht hat der ja noch eine Idee, an die ich bisher noch gar nicht gedacht habe.


    Ich halte Euch auf dem laufenden. Besten Dank soweit für die Anregungen.


    Gruß, Bono

  • Kluge Variante:


    Ich habe - auch - wieder angefangen mit nem nixteuerAkustikset, Meshheads drauf, billige Ddrum-Trigger, Soundmodul TD 9. 3x Roland CY-8 + CY-5 + FD 8 (Hihhat+Peddal), geschlossener Kopfhörer, Podest drunter gebaut und fertig; Fußmaschine und Hocker brauchste noch. Nach und nach habe ich mit Drumtec aufgerüstet, andere Becken etc. Und für Wiedereinsteigen ist das bombig!!!!

    Drumming is a liefetime studying ....

  • Ich habe - auch - wieder angefangen mit nem nixteuerAkustikset, Meshheads drauf, billige Ddrum-Trigger, Soundmodul TD 9. 3x Roland CY-8 + CY-5 + FD 8 (Hihhat+Peddal), geschlossener Kopfhörer, Podest drunter gebaut und fertig; Fußmaschine und Hocker brauchste noch. Nach und nach habe ich mit Drumtec aufgerüstet, andere Becken etc. Und für Wiedereinsteigen ist das bombig!!!!


    Dann besser gleich ein brauchbares A-Set - möglicherweise gebraucht erwerben - mit den IMHO Preis/Leistungssiegern der Handelsbude.de ausstatten und gut ist! Dann erspart man sich das spätere aufrüsten der Triggersysteme und anschließend auch die mögliche weitere Anschaffung eines A-Sets. Die Modultechnik am Markt ist stark veraltet. (Auch bei den teuren Modulen) Wenn eine Anschaffung diesbezüglich unbedingt erforderlich sein sollte, dann besser als Gebrauchtware ein möglichst kleines Modell - wie etwa das TD-3 Modul - wählen, um hier nicht unnötig in eine Kostenfalle zu geraten. Eine "Zwischenlösung" von herkömmlicher Modultechnik zur moderner nativer Klangerzeugung könnte möglicherweise das 2Box Modul sein wie bereits von Kaiser09 vorgeschlagen. Die 2Box ist ja wohl auch einzeln erhältlich. Das wäre auch eine Überlegung wert. (Dann aber schon in einem anderen Preisbereich und geht wohl nur zusammen mit der 2Box HiHat)


    Für den Spaßtrommler brauchbare Sounds und sehr angenehm spielbare Pads bietet das 2Box - dabei meint brauchbar und angenehm nicht etwa A-Drum ähnlich!!


    Auch wenn dann Offtopic: Wie sieht es eigentlich bei den 2Box Mesh-Pads aus? Sind die Werksseitig aufgezogenen schwarzen Meshfelle nicht einlagig? Weil: Mit einlagigen Gewebefellen habe ich da nicht so gute Erfahrungen sammeln können. (Vielleicht mal die Magnum Meshes von Hartdynamics ausgenommen) Ich habe da immer deutlich einen "Tennisballeffekt" beim anschlagen mit den Sticks erfahren müssen. Auch die Haltbarkeit und teilweise auch die Anschlaggeräusche ließen zu wünschen übrig. Die Frage wollte ich nur so einmal hier in den Raum stellen.


    Gruß


    Trommeltotti

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