must heard drummer

  • Kein Must, aber sehr hörenswert finde ich Allan Schwartzberg z. B. bei Alice Coopers go to hell, oder auf dem 1977er Album von Peter Gabriel. Ein Interessanter Studiodrummer mit weiten Stil-Erfahrungen.


    In Sachen Einfluss auf die nächste Drummergeneration, kann ich Druffnix hier nur Recht geben.

    Einmal editiert, zuletzt von Jalokin_b ()

  • Niemals (auch hier nicht) genannt, aber für mich trotzdem innovativ und irgendwie so ganz anders als die anderen Metal-Drummer: Scott Rockenfield von Queensryche.


    'Herausragend' heisst für mich jetzt auch nicht unbedingt, dass einer besser/schneller/noch vertrackter ist als andere, sondern dass er irgenwie hervorsticht, weil er vielleicht ungewöhnlich spielt oder einen besonderen Sound hat. Und dazu fällt mir eigentlich immer Steward Copeland ein, bei dem waren Sound UND Stil in meinen Ohren ungewöhnlich, aber faszinierend. Einem heute 20-jährigen lässt sich das aber sicher nur schwer vermitteln, ich denke, da muss man in der Zeit mit dabeigewesen sein, damit es einem wirklich bewusst wird, dass man da was noch nicht gehörtes erlebt hat.


    Hier auch schon einmal genannt, aber trotzdem mehr oder weniger vergessen: Alex van Halen. Was der in 'Jump' spielt, IST aussergewöhnlich - nicht weil es so brutal schwer wäre (ok, der Part zum Gitarrensolo IST schwer), sondern weil es so ungewöhnlich war (das fängt schon mit dem allerersten, verschobenen Einsatz an, an dem unser Keyboarder regelmässig verzweifelt und setzt sich mit diesen ständigen Dreier-Betonungen auf stinknormalem 4/4-Takt fort).


    Natürlich könnte ich diese Liste fortsetzen - und vielleicht tu ich das ja später auch noch :D


    Gruß Charly

  • Die Frage ist halt, was man hier machen will. Will man Trommler finden, die schon mal irgendwo was außergewöhnliches gespielt haben, wird die Liste ellenlos lang. Gerade Copeland ist da ein gutes Beispiel. Dessen Spiel hat Police erst zu Police gemacht, aber bei unheimlich vielen anderen Musikrichtungen würde so ein Spiel gar nicht funktionieren.


    Was ich mir unter dem Thema vorstelle, läßt sich gut am Vergleich zwischen zwei absoluten Größen beschreiben: Steve Gadd vs. Vinnie Colaiuta.


    Colaiuta kann jeden Stil bedienen, hat er ja auch schon gemacht, allein seine Vorstrafenliste von Madonna über Megadeth, Sting, allerlei Fusiongrößen usw. usw. läßt erahnen, was der Typ drauf hat. Beispiel: Like a virgin von der Madonna: ein einfacher, aber saugeil getrommelter Drumtrack, der den Song total veredelt (man hätte ja auch einen programmierten stampfer drauflegen können). Man hört das und staunt, wer es gemacht hat.


    Gadd dagegen klingt eigentlich immer wie Gadd. Auch er bedient unterschiedliche Stile (nicht so viele wie Colaiuta), aber man hört ihn und sein spezielles Spiel immer raus. Und während Gadd mich (und ich glaube noch viele mehr) zum Beispiel inspiriert, manche Dinge auch so spielen zu können (was NIIIEEEE klappt), tritt beim Gesamt-Oeuvre vom Vinnie eher das "Das werde ich nie können!" - Staunen ein. Die Groove-Ideen von Gadd haben heute noch Relevanz, der 50-Ways-Groove, der Mozambique usw. sind wahrscheinlich genauso oft von der Trommlerschaft der Welt versucht und verhunzt worden wie der Rosanna-Shuffle oder die charaktersitischen Bonham-Dinger.


    Und wer so was hinkriegt, ist dann für mich ein Must-Heard-Drummer (grammatikalisch großes Tennis übrigens ;) ). Deshalb macht es für mich auch wenig Sinn, Leute wie Benny Greb, Ralf Gustke, Jost Nickel, Felix Lehrmann (die allesamt geile Trommler sind, genauso wie viele dieser Gospel-Chop-Experten) hier in den Ring zu werfen. Sind die alle gut? Jaa! Haben die irgendwie stilprägend gewirkt oder ein Werk geschaffen, das einen Standard definiert oder eine bestimmte Spielweise geprägt hat? NÖÖ.


    jsut my three cents ^^

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

  • Dem stimme ich 100 % zu.
    Daher muss man dann konsequenterweise aber auch drei Namen in den Ring werfen die hier wahrscheinlich eher unbeliebt sind.


    Lars Ulrich
    Joey Jordison
    Travis Barker


    Haben nämlich durch eine gewisse einzigartigkeit im Spiel und Charakter viele Musiker/Nichtmusiker und Amateure/Semiamateure beeindruckt und inspiriert.
    Zumindest in Ihren guten Zeiten. :P

  • Aua!


    Mal die Inspirationsquellen dieser Herren beleuchten:


    Travis Barker: Wegen ihm stellen Millionen von Kids ihr Racktom jetzt auch links neben der Bassdrum auf den Fußboden, setzen die Basecap schief auf den Ömmes und hauen in die Felle wie der Schmied auf kaltes Eisen. Für so viele Tattoos fehlt aber häufig das Geld.
    Lars Ulle Ulrich: "Hey, ich spiele holprig Doppelbass, verhaue jeden zweiten Tempowechsel und groove wie eine Zementmischmaschine! Ich spiele genau wie Lars Ulrich!!"
    Maskenfred Jordison: "Ich stelle ganz viele schwarze Trommeln um mich rum und ganz viele Becken, dann fühle ich mich wie der Joey!"


    Und jetzt noch von jeden der drei ein paar inspirierende Groove-Ideen, die auch in 20 Jahren noch jemand kennt.... Hmm, kommt grad nix.

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

    Einmal editiert, zuletzt von Druffnix ()

  • Zur Ehrenrettung von Lars Ulrich muss man aber sagen ...


    ... dass auch ein lausiger Drummer durch seinen "Stil", prägend für den Sound einer Band sein kann. Also hat er seinen "stilprägenden Auftrag" erfüllt ... jedenfalls innerhalb des Metallica-Universums.


    Denn mal ehrlich ... möchte man wirklich Platten wie "Ride The Lightning" oder "Master Of Puppets" von einem ordentlichen Trommler eingespielt hören? - Die Musik von Metallica hätte dadurch wesentlich weniger Charme ... und an die wackligen "Grooves" von "Master Of Puppets" wird man sich in 20 Jahren schon noch erinnern, ... und feststellen, dass die Platte ohne sie irgendwie nur die Hälfte wert wäre! ;)


    Und wenn man mal bedenkt, dass Ulle, als er das erste Mal Stöcke in der Hand hatte, von der Trommelmaterie keinne blassen Schimmer hatte, und die einzige Motivation für Schlagzeugspielen war, ein großer Heavy-Metal-Star zu werden ... hat er ja bis heute alles richtig gemacht.


    Auch lausige Trommler haben das Zeug zur Legende ... :)



  • Da stimme ich dir absolut zu. Und als Ullrich beim Download Festival 2004 durch Lombardo und Jordison ersetzt werden musste, die ja schon als äußerst versiert (ob prägend oder nicht sei mal dahingestellt) gelten, klang das nicht unbedingt wesentlich anders:


    http://www.youtube.com/watch?v=9xmLIYREjF8
    http://www.youtube.com/watch?v=jPQNraQwFuI


    Man muß denen aber natürlich zugute halten, daß sie nicht gerade viel Vorbereitungszeit für den Gig hatten... :D

  • Zitat

    Jaa! Haben die irgendwie stilprägend gewirkt oder ein Werk geschaffen, das einen Standard definiert oder eine bestimmte Spielweise geprägt hat? NÖÖ.


    Hm, mei, dann braucht so gesehen bald keiner mehr spielen, weil irgendwann "gab es jeden Groove", wenn man von normal hörbarer Mucke ausgeht... Man kann auch hier das Rad nicht neu erfinden...


    Und nochmal "hm"... Dafür, dass die Kids ihre Idole durch Equipment und/oder Optik kopieren, statt zu versuchen, spielerisch ranzukommen, dafür können die Kollegen ja nix.
    Mei gut, der Ulle... is halt der Ulle, sicher kein "must have heard"...
    Joey: Klar hat der das Rad auch net neu erfunden, aber dennoch kann der Bursche halt was... Das hat der sicher nicht im Vorbeigehen gelernt...
    Travis: Bestes Beispiel, dass Marketing wichtiger als das Produkt ist...


    Ich glaube allerdings, dass Phil Rudd hier auch genannt wurde, und mit Verlaub... ob der da irgendwas Prägendes dahergebracht hat... ;)

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

  • jsut my three cents ^^


    Travis Barker: Wegen ihm stellen Millionen von Kids ihr Racktom jetzt auch links neben der Bassdrum auf den Fußboden, setzen die Basecap schief auf den Ömmes und hauen in die Felle wie der Schmied auf kaltes Eisen. Für so viele Tattoos fehlt aber häufig das Geld.


    ...apropos grammatikalisches Tennis :D


    Zum Thema Travis: Klar, niemand behauptet, er sei ein Weltklasse-Trommler (am wenigsten er selber), aber in seinem Genre war er schon ziemlich prägend.
    Ausserdem - ich bin nicht wirklich ein Fan, aber dennoch muss ich ihm zugestehen, dass er das Genre mit seinen kreativen Groove- und Fill-Ideen schon
    ziemlich erweitert und spannender gestalten hat. Und dies in einer sehr erfolgreichen Band (Blink 182).

  • Hm, mei, dann braucht so gesehen bald keiner mehr spielen, weil irgendwann "gab es jeden Groove", wenn man von normal hörbarer Mucke ausgeht... Man kann auch hier das Rad nicht neu erfinden...


    Und nochmal "hm"... Dafür, dass die Kids ihre Idole durch Equipment und/oder Optik kopieren, statt zu versuchen, spielerisch ranzukommen, dafür können die Kollegen ja nix.
    Mei gut, der Ulle... is halt der Ulle, sicher kein "must have heard"...
    Joey: Klar hat der das Rad auch net neu erfunden, aber dennoch kann der Bursche halt was... Das hat der sicher nicht im Vorbeigehen gelernt...
    Travis: Bestes Beispiel, dass Marketing wichtiger als das Produkt ist...


    Ich glaube allerdings, dass Phil Rudd hier auch genannt wurde, und mit Verlaub... ob der da irgendwas Prägendes dahergebracht hat... ;)


    Also ich lese von dem Typen hier im Forum dauernd wenn es ums Thema "einfach - aber höllisch gut" geht. Scheint mir ziemlich prägend.

    (19:45:39) _kaotical_: ich wollte schon immermal in irgendwessen signatur
    (01:13:44) seppel: unglücklich sein hat eine ganz besondere qualität. hält länger an als glücklich sein. das muss man auch mal positiv sehen.
    (21:32:33) Drummingguitaris: gube, hast du brüste? wenn ja, hoffe ich dass du ein mann bist

  • Mattmatt


    Tüpflischisser ;)


    Dann muss auch Arne Zank von Tocotronic hier rein. Ohne ihn wäre die Mucke von den Tocos nicht so beschissen wie sie ist. Und sein Spiel ist eine absolute Referenzgröße für pseudo-intellektuellen, verkopften Schrammelrock, der erst durch Zank's Gerühre so richtig schülerkapellenmäßig über die Rampe kommt.


    Und Manfred Durban von den Flippers! Der kann aus einem Drumpad 26 verschiedene Sounds mit einem Schlag rausholen. Und ohne ihn.... hätten die Flippers keinen Drummer gehabt.

    667 - The Neighbour Of The Beast!!

  • Also ich lese von dem Typen hier im Forum dauernd wenn es ums Thema "einfach - aber höllisch gut" geht. Scheint mir ziemlich prägend.


    Ja, lesen tu ich das auch, aber sorry, wenn einer seine ganze Karriere einen Groove spielt, dann muss der ja auch klingen ;) Desweiteren wiederum würd mich interessieren, ob der auch in so vielen Threads zu lesen wäre, würde er bei einer nicht so weltbekannten Band spielen. Ich habe auch nix dagegen, nen Song einfach mal schlicht zu spielen, aber da gibts wirklich 2-3 andere, die das ebenso hinbekommen...

    Wer beim Üben gut klingt, wird nicht besser. - Sinngemäß nach Jojo Mayer



    Meine Spielsachen

  • Also Metallica S&M Konzert DVD kaufen, unter Optionen anwählen dass du nur den Ulle siehst und dann Sad but true...
    Alternativ die unsägliche Some kind of Monster Doku schauen, da wird der Ausschnitt wenn ich mich recht erinner auch eingespielt... aber da könnte ich mich auch vertun.


    Zum Thema Tocotronic... :thumbup:


    Und um mich nochmal klar auszudrücken.
    Die drei genannten überzeugen mich persönlich nicht vom spielerischen her, ausser vielleicht Jordison, ABER sie haben es geschafft in Ihren Bands gleichwertig oder sogar bekannter als die Restmusiker zu werden, was nur wenigen Drummern gegönnt ist, und das eben durch sowohl" markantes" Spiel und Charakter.
    Von daher finde ich gehören sie in diese Rubrik hier!

  • Meint ihr Lars Ulrich spielt absichtlich sooo schief? Könnte das eine von ihm geöffnete Marketingnische sein, um reichlich Kohle zu scheffeln. Wie es und z.B. auch Verona Poth/Feldbusch und Daniela Katzenberger vormachen???

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