PCI Karte mit guten Latenzwerten

  • Hallo,


    bisher hatte ich mein Firepod. Der ist nun leider kaputt gegangen. Jetzt habe ich mich etwas erkundigt und bin im Bereich PCI Karten gelandet.
    Die Anforderungen sind relativ gering. Die Karte soll natürlich einen Stereoausgang haben und 1-2 Kanäle Aufnehmen können. Wichtig ist der Midi Eingang und schnelle Latenzwerte.


    Ich betreibe daran mein Mega Drum Modul über Cubase und Addictive Drums.


    Bringt die PCI Karte grundsätzlich bessere Werte als Firewire oder USB?


    Habt ihr eine Empfehlung. Mir ist jetzt die M-Audio Delta Audiophile 2496 ins Auge gesprungen.

  • Hey! Also ich habe ein firewire Interface der staffire Reihe von focusrite (focusrite staffire pro 40) und ich habe so gut wie gar keine Latenzen zu verzeichnen! Ich kann dies wärmstens weiter empfehlen! Fällst du es nur für midi brauchst oder 1-2 Audio Eingänge Würde ich dir aus Kosten gründen von dem 40ger abraten!

  • Mit Verlaub gesagt: Das Steinberg UR22 wäre dann aber ein USB Audio-Interface!


    Audio-Interfaces mit USB Verbindungen können schon mal - gerade bei kleinsten Buffer Size Settings von 32 Samples - dazu neigen erste Stör- und Knackgeräusche zu verursachen. Kann sein, muss aber nicht sein. Wenn es nicht 100% funktionieren sollte..... Thomann hat ja ein ausgeprägtes Rückgaberecht anzubieten.


    PCIe Schnittstellen stellen gerade bei "scharfen" Buffer Size Settings immer noch die besten Verbindungen dar. Für ein präzises Midi-Timing sollte auch der entsprechende ASIO Treiber gute und gleichmäßige Jitter Werte vorweisen können. In diesem Zusammenhang fällt irgendwie immer wieder der Name RME Geräte.


    Gruß


    Trommeltoti

  • Hatte mir damals über eBay das RME Multiface I für ca. 150 EUR gekauft und kann das wirklich wärmstens empfehlen. Durch die PCI-Karte hast du die kleinstmöglichen Latenzen, und durch RME biste sowieso schon auf qualitativ guter Schiene. Und später hab ich mir noch die PCMCIA-Karte gekauft, damit das ganze auch auf dem Laptop betriebsfähig wird. Alles in allem kann ich RME Multiface wärmstens empfehlen.


    Von USB-Schnickschnack würde ich generell die Finger weg lassen, das kann niemals so gut wie PCI funktionieren ! warum und wieso dir Thomann erklärt hat, daß USB genausogut ist, verstehe ich nicht. Das ist nonsens!


    Hier eine Beschreibung zu Audio-Interfaces und deren Schnittstellen (Quelle: Thomann)


    und die dort bereitgestellte Grafik sagt das doch schon aus:


    Mein Tip --> Finger weg von USB Audiointerfaces, kauf dir gleich was Gescheites, kann ja ruhig gebraucht sein.

  • Von USB-Schnickschnack würde ich generell die Finger weg lassen, das kann niemals so gut wie PCI funktionieren ! warum und wieso dir Thomann erklärt hat, daß USB genausogut ist, verstehe ich nicht. Das ist nonsens!

    Deiner Aussage stimme ich generell nicht zu. Wenn du 32 Kanaläle simultan aufnehmen oder abspielen willst mag deine Argumentation stimmen, bei einem oder zwei Stereo-Out ist sogar USB 2.0 weit weg von einer Auslastung.


    Viel wichtiger für den "Echtzeit- Betrieb" sind ordentlich programmierte ASIO Treiber mit minal einstellbaren Puffergrößen, die dann kürzest mögliche Latenzen mit einer akzeptablen Systemlast ermöglichen.

  • Deiner Aussage stimme ich generell nicht zu. Wenn du 32 Kanaläle simultan aufnehmen oder abspielen willst mag deine Argumentation stimmen, bei einem oder zwei Stereo-Out ist sogar USB 2.0 weit weg von einer Auslastung.


    Ganz genau. Gute Latenzen resultieren aus sauber programmierten Treibern und guten Bauteilen im Interface. Bevor ein USB 2.0 Bus wegen gleichzeitiger Aufnahme von zu vielen Kanälen in die Knie geht, fängt wohl eher der Rechner selbst an zu rauchen ;)

  • Natürlich vermag USB das bis zu einer bestimmten Grenze leisten. Die Lösung USB ansich ist nicht das
    Problem, sondern die Umsetzung. Ich halte USB immer noch für die unzuverlässigste Lösung, seit
    es Schnittstellen gibt, obwohl sich vieles mit der Zeit entspannt hat. Da werden aus Kostengründen
    interne Hubs verbaut, um die Anschlussmöglichkeiten zu erhöhen, und vor allem Laptops binden
    Erweiterungen sehr oft INTERN über USB an (UMTS,WLAN, Trackpad, Cardreader, CD/DVD, Fingerprint,
    etc.pp.) Alles mögliche Störfaktoren, wenn alles oder ein Teil über den gleichen Kanal läuft. Wenn
    dann noch (bei USB eh begrenzte) Strom knapp wird ... I.d.R. ist das zu verschmerzen, aber bei diesem
    Thema muss man testen und Glück haben, oder die Implemetierung der USB-Schnittstelle(n) genau kennen.


    Alles keine Ausschlusskriterien. Ich setze ja auch überwiegend auf USB - auch beruflich im Audiobereich.
    Aber bei so zeitkritischen Aufgaben, wie hier besprochen, bekomme ich immer Bauchschmerzen.

    Einmal editiert, zuletzt von Albatross ()

  • Usb Interfaces sind 'nix vernünftiges' ?


    Schonmal Jemand vom RME Babyface gehört ?


    Anscheinend nicht. Ich hatte schon diverse "vernünftige" Interfaces und kann sagen, dass das RME Babyface ein absolut solides, stabiles und gut durchdachtes Interface ist, was zudem noch an JEDEM Computer betrieben werden kann. Das Ding hat noch nie schlapp gemacht seitdem ich es habe (ca. 1 Jahr), und es ist quasi im täglichen Dauereinsatz.


    Von sämtlichen anderen USB Interfaces kann ich allerdings auch getrost abraten...

    sieg natur.

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