Leise Ridebecken

  • Hatte mal ein 22" Traditionals Light Ride und das war garnicht so leise, wie ich es erwartet hätte. ;) Zwar doch dunkel, aber ich denke, dass trockenere dunkle (dünne) Rides doch beträchtlich leiser sind.

  • Spiele ich leise Musik und spiele meine Becken sehr leise, kann es sein, dass sie irgendwann nicht mehr aufmachen und so langsam den Dynamikbereich verlassen, bei dem sie ihr gewohnt volles Potential ausschöpfen. Einige Frequenzen kommen nicht mehr durch. Das dicke Ride kann plötzlich leiser klingen als das dünne, welches bei leisem Spiel einfach mehr zum Schwingen angeregt wird und deshalb mehr Frequenzen frei gibt.
    Dickere Becken dämpfen sich bei leiserem Anschlag deshalb meistens von selbst, wozu dann noch abkleben?

    Dann könntest du auch die Gegenfrage stellen, warum man mit Pauken- bzw. Timpani-Schlegeln Becken anspielt -oder gar mit Händen. Es kommt halt drauf an, welchen Effekt man haben will, was zur jeweiligen Art der Musik passt. Manchmal will man nur eine "minimale" Dämpfung und abkleben kann dann evtl. das richtige sein. Muss man einfach für sich selbst herausfinden. Und wenn's einem doch nicht gefällt: in 2 Sekunden sind die Tapeverbände wieder abgezogen. Potentielle Kostenfehlinvestition: 2,50 Euro. So what? ;)

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Du kannst gar nix mehr üben.
    Wer Paiste Trads verkauft, kommt
    in die Hölle. Dort kann man nur
    noch vor sich hin schmoren. Das
    ist gerecht.


    fwdrums

    nontoxic: kurze lange CD-Pause

  • Unabgedreht und dünn erscheint mir eigentlich eine ganz gute Lösung. Besitze selbst ein Agop Sig in 24 " (2,5kg) und das ist schon ziemlich dezent. Ebenfalls kommt mir das Bosphorus Masters Vintage in den Sinn.

  • Hi,

    Ich meine den mit der Stecknadel förmigen Minispitze.

    und ich darf berichten: Auch der Vic Firth Peter Erskine "Ride Stick" mit der ovaleren Spitze ist 'ne "Wunderwaffe" in Sachen Beckensound und Lautstärkeminderung. Kann fw-Frank nur zustimmen: Ich hab erst spät verstanden, wie dramatisch der Stickeinfluss auf den Beckensound ist.


    Viele Grüße
    Hajo K

  • Falls man nicht mit Klebeband (Gaffa beispielsweise) experimentieren möchte, wegen eventuellen Kleberückstände,
    dann kann man auch mit Filz o.ä. experimentieren. Aber i.d.R. lassen sich Gaffatape leicht wieder lösen, sofern man sie nicht ewig
    draufgepappt lässt, und/oder zuvor die Klebestelle leicht einfettet. Das kann man beispielsweise mit ein paar Tropfen Ballistol machen,
    mit dem man die Oberfläche nur sachte abwischt, so lassen sich Klebebänder dann einfacher und rückstandsfreier wieder abziehen. Sollte man eh
    nur auf der Beckenunterseite machen, mehr im letzten Drittel zur Beckenmitte hin.


    Filz o.ä. Material habe ich beispielsweise von alten Untersetzern, so genannte sets... oft kann man auch Filzreste günstig bekommen...
    Wenn man eine größere Scheibe schneidet und diese auf den unteren Beckenfilz legt, kann man damit die Glocke etwas mehr dämpfen.


    Man könnte auch mit einem Teppichbodenrest ein ähnliches Ergebnis erzielen, evtl. kann man bei entsprechender Dicke auch den unteren
    Beckenfilz entfallen lassen.


    Wie schon gesagt soll dies kein allgemeingültiger und alleiniger Lösungsvorschlag sein, oft ist es eben die Kombination von Maßnahmen, die den gewünschten Erfolg bringen.
    Bevor man evtl. viel Geld für ein neues Becken ausgibt kann man durchaus ausprobieren, ob man mit genannten Gratismethoden zum gewünschtem Ergebnis kommt.


    Das alte drumset, welches ich derletzt erhalten habe, beinhaltete ein 20" Paiste crash 2002, welches mit Sicherheit von dem Schlagzeuger zuvor als Ride verwendet wurde.
    Da ich auch das ganz Sticksortiment erhalten habe und so sehe, dass der "Kollege" sehr dünne Sticks verwendet hatte zum Teil, auch mit richtig interessanten Tips.... musste ich das natürlich auch mal
    ausprobieren. Gut... ich bin jetzt kein ausgewisener Jazzdrummer, oder mache Tanzmucke.... aber das wäre so eine Kombi, die man leise und relaxt spielen könnte und sich dabei genial anhört.


    Insgesamt ist das set sehr auf leise getrimmt, was schon am beater der FuMa zu sehen war und so weiter... aber insgesamt sieht man genau, was der gute Mann (ich denke dass es sich um ein älteres Semester handeln müsste,
    sofern er noch lebt.... wünsche beste Gesundheit!) da tat, oder es in anderer Form, mit anderem set nun tut....
    So erzählt einem das set (s)eine deutliche Geschichte :)


    Das wäre dann der Punkt wo ich ansetzen würde... sticks, Dämpfungsmaßnahmen und evtl. auch mal andere Becken (durchaus ein crash Becken, vll. ab 18") aus seinem Fundus ausprobieren, ob diese sich als tauglich erweisen.
    In meinem Stocksortiment befinden sich mittlerweile wirklich viele und auch viele verschiedenene sticks, die meist verwendeten natürlich mehrfach vorhanden, aber auch so manche "Spezialisten"... und wenn es auch total abgespielte sind, bei
    denen der Tip quasie weggespielt wurde, oder schon so weichgekloppt ist, dass man damit den gewünschten sound erzielt.
    Das ist dann natürlich keine haltbare Sache, aber zumindest half mir das bei der Erleuchtung :D


    Manche Kunststoffstöcke dürften vll. auch tauglich sein, aber all zu viel Erfahrung habe ich nicht bez. "Holzfremdmaterial".


    Und falls das alles nicht zielführend sein sollte, so ist es dennoch ungemein lehrreich, jede gemachte Erfahrung (und sei sie auch negativ) ist ein gewonnene Erfahrung, die einem mit Sicherheit hilfreich sein wird, auch wenn hier schon so manche Hinweise als
    "absurd" abgetan wurden :wacko: ....wie immer halt, wenn persönliche Vorlieben als faktisch richtige Alleingültigkeiten tituliert werden - davon sollte man sich nicht beirren lassen!


    Es gibt immer mehrere zielführende Wege - vor allem in Bezug auf die Musik - Gott sei Dank! ^^

  • Unser User fwdrums hat einfach lupenrein recht! Der Stock und dessen Einfluss auf den Sound wird einfach vernachlässigt.


    Für mich ist der Stick und dessen Eigenschaften das zweitwichtigste Glied in der Soundkette. Tips haben einen
    unglaublichen Einfluss auf den Sound, den man aus den entsprechenden Klangquellen (hier: Becken) erzielt.
    Damals habe ich mir einen Karton quer durch das Angebot der bekannten Hersteller bestellt, die für mich
    interessant genug waren und einfach mal gehört, was das Modell XYZ beim Spielen am Ride, an der HH oder
    anderen Instrumenten am Set bewirkt. Bei Stöcken bin ich dann bei der Fertigungsart des Vater Sweet Ride
    hängen geblieben. Diesen gibt es in Hickory und in Maple. http://www.thomann.de/de/vater_hickory_sweet_ride_sticks.htm


    Generell gilt aber auch: Ein Schlagzeug und dessen Komponenten sind nur so "laut", wie selbige gespielt werden.

  • N'Abend zusammen!
    Und noch ein Stock-Tipp für die Freunde des leisen Ridespiels: Pro-mark Jazz Café MJZ-11, die leichtesten Stöcke, die ich kenne. Aus Ahornholz und mit einer klitzekleinen runden Spitze versehen. Die fliegen wie Kolibris. Duftig!


    Gruß janvannelle

  • off topic

    Wer Paiste Trads verkauft, kommt in die Hölle.


    sie konnten/wollten mir kein graviertes swish machen ... dafür mussten sie büßen. :Q



    topic
    letzte woche haben wir bei mir ein bisschen gejammt ... es hat allein mit leisem spiel tatsächlich hervorragend gepasst.
    also: vf 5a und wenig druck.

  • Ich spiele an meinem kleinen Set ein 18" Paiste 505 Green Label Ride.
    Es ist für so kleine Sachen echt Super da es gut ancrashbar, aber trotzdem nicht zu laut ist.
    Ich bespiele das mit 7a Stöcken.


    Ich würde auch mal ein Anatolian Expression 18" Crash ausprobieren.
    Das hatte ich auch mal und das ist auch sehr gut mit Besen oder Rods bespielbar.


    Ich würde beide mal ausprobieren, da die auf eBay für zwischen 50€ und 150€ zu haben sind.

    „Fills bring the Thrills, but the Groove pays the Bills“ - Nate Smith

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