Cozy Powell Set

  • Cozy Powell war einer der ersten Drummer, die ich bewundert habe.
    Die schiere Power und auch dieses Riesen Drumset.


    Und ich war mir sicher, dass ich in einem Interview gelesen hatte, dass er (zumindest zeitweise)
    2 x 15" Toms UP gespielt hat - habe das aber nie wieder gefunden.


    Aber jetzt:



    https://www.youtube.com/watch?v=_-bGp_Syfms



    In den Fragen wird das vom Besitzer so bestätigt.


    Ein überaus geiles Set mit dem Chrome-Finish.
    Ich würde allerdings eine Leiter benötigen :P


    In einem anderen/oder dem gleichen Interview hat er auch gesagt, dass er einige Zeit Formel 3 gefahren ist,
    und kurz vor dem Einstieg in die F1 war.....

  • In einem anderen/oder dem gleichen Interview hat er auch gesagt, dass er einige Zeit Formel 3 gefahren ist,
    und kurz vor dem Einstieg in die F1 war.....


    das ist aber etwas geflunkert ^^
    Er hatte das vor, seine Musikerkarriere ruhen zu lassen und sich auf die Formel3 zu konzentrieren.


    War allerdings weniger erfolgreich als mit seinem getrommel und war nach wenigen Monaten wieder raus.
    Ich kenne auch kaum einen Drummer der größere Kessel und Bleche gespielt hat.
    Ich habe noch einen original Stick von ihm hier, selbst der ist dicker als mein Daumen und einzeln schwerer als ein Paar 5A :D

    don´t panic

    Einmal editiert, zuletzt von Beeble ()

  • Ich habe da nicht so den Überblick / Bezug, weil seine Hoch-Zeit wohl im Wesentlichen vor meiner Zeit war. Deshalb die Frage: Gibt es einen Grund, warum er in vielen Bands nur kurzzeitig beschäftigt war und nicht mit einer Kapelle über längere Zeit erfolgreich?


    Und womit hat er sich hierzulande tatsächlich einen Namen gemacht? Also eine Frage an die "Zeitzeugen". Ab welchem Moment / Album / Auftritt / Bravo-Interview hatte der neugierige Trommeljunge aus Deutschland ihn auf dem Schirm?
    Aus der Wikipedia-Übersicht kann ich leider nicht ersehen, ab wann er hier wirklich einen Namen hatte, da ich auch nicht weiß, wie bekannt die Bands oder seine Solosachen in der Zeit hier tatsächlich waren. Das klingt für einen Außenstehenden erstmal nicht nach einer Erfolgsgeschichte: Seine erste Band benennt sich mehrmals um, er bringt als Schlagzeuger ein paar Solo-Singles raus und spielt dann in einigen bekannteren Bands und Spin-Off bekannter Musiker über kürzere Zeiträume. Trotzdem ist einem als Schlagzeuger ja zumindest der Name schon begegnet.
    Sein riesiges Set hat doch sicher zu seinem Status bei der Trommel-interessierten Jugend beigetragen? Erinnert mich dann ein bisschen an Leute meiner Zeit wie Travis Barker. Nüchtern betrachtet sicher nicht der weltbeste Schlagzeuger, aber auf jeden Fall überdurchschnittlich gut, jeder Schlagzeuger kennt den Namen, ist einer der wenigen Schlagzeuger, deren Namen auch einige Nicht-Schlagzeuger kennen, Held einer jungen Schlagzeuger-Generation, Trendsetter was den Schlagzeugaufbau angeht, von vorherigen Generationen mit Verweis auf die Drummer der eigenen Generation nicht ernst genommen,... Oder liege ich da vollkommen daneben?

  • Beeble: ja, das mag sein...
    Ich schaue mal, ob ich das Interview wiederfinde.
    Vielleicht findet man ja irgendwo auch noch F3 Resultate von damals....


    Korki
    Gute Frage - für mich (Jahrgang 66) war Cozy Powell irgendwie seit Anfang der 70er "präsent".
    Ich vermute tatsächlich durch die Singles "Dance with the devil" (immerhin Platz 3 in den UK-Charts) und "Na na na" (PLatz 10).
    Die sind auch beide auf dem RAK Label erschienen, welches ja damals ziemlich aktiv war und einige Chartshits hatte.
    Könnte sogar sein, das CP mal in einer deutschen Sendung (DISCO ?) mit einem der Titel aufgetreten ist.


    Er war für mich sicherlich der erste Drummer, zu dem ich einen Namen hatte - und was für einen - Cozy (??) - so hieß auch der Teddybär von meinem Bruder.


    Die nächste Station war dann Rainbow, die ja auch in Deutschland ziemlich populär waren.
    Leider hat er dann die "Down to Earth" nicht mehr eingetrommelt, und auf dem Konzert (wir waren in Hannover) spielte dann Bobby Rondinelli - da war ich doch etwas enttäuscht.
    Korrektur: offensichtlich hat er die LP doch noch eingespielt, und war nur auf der Tour nicht dabei - daher wohl auch die enttäuschte Vorfreude (trügerische Erinnerungen.....)


    Und: er war zu der Zeit als ich begann zu trommeln auch einer der bekanntesten Paiste-Endorser.
    Es gab da mal ein T-Shirt, auf der Vorderseite: sein Gesicht (abgezeichnet) und auf der Rückseite Tour-Daten (ich denke, eine Paiste Promo Tour).


    Später habe ich ihn dann so ein bisschen aus den Augen verloren, da er in Bands spielte, die ich nicht so auf dem Schirm hatte.



    Aber: dann auch noch sein Mitwirken bei "Super-Drumming" - auch sehr beeindruckend.


    Mehr fällt mir nicht ein.

    Einmal editiert, zuletzt von FOX ()

  • Ja richtig, der (sehr gute) Auftritt 1993 mit Brian May im Vorprogramm von Guns'n'Roses im Frankfurter Waldstadion ist mir noch in guter Erinnerung - ebenso sein danals goldfarbenes Yamaha-Set.
    Er spielte später auch noch für Black Sabbath auf Alben wie Headless Cross oder TYR. Die Teilnahme an "Superdrumming" wurde ja schon genannt. Das war er mit dann auch das erste mal richtig aufgefallen...

  • Das Thema passt optimal auf meine aktuelle Lektüre :thumbsup:




    Korki: " Deshalb die Frage: Gibt es einen Grund, warum er in vielen Bands nur kurzzeitig beschäftigt war und nicht mit einer Kapelle über längere Zeit erfolgreich?"


    Laut den Infos der Autorin des Buches war Cozy wohl ein sehr umgänglicher, geselliger und beliebter Mitmusiker ... aber er hatte auch seine Prinzipien und eigene Sichtweisen auf das Musikgeschäft. Deshalb zog er immer schnell die Konsequenzen wenn es ihm gegen den Strich ging ... Beispiele:


    Jeff Beck Group: (1970-72) ... Cozy war der Hausdrummer des RAK-Labels, bei dem auch Jeff Beck war ... als Jeff beck einen neuen Vertrag mit Columbia aushandelte durfte er seine Band nicht mitnehmen.


    Bedlam: (1972-73) ... Die Band war ein kommerzieller Flop!


    Rainbow: (1975-80) ... Cozy war mit der kommerzielleren Ausrichtung der Band nicht einverstanden


    MSG: (1980-82) ... Der schwierige Charakter und die Arbeitsweisen Schenkers waren nicht nach Cozys Geschmack. Z.B. wollte Schenker mehrere Stunden am Tag proben ... Cozy hasste es zu proben ;)


    Whitesnake: (1982-85) ... Die vertraglichen Absprachen zwischen Coverdale und Powell wurden vom Sänger nicht eingehalten. Versprochene Credits wurden Cozy verweigert. Wenn man die "1987" hört, erkennt man deutlich, dass die Arrangements ganz klar auf Cozys Drumming zugeschnitten waren.


    ELP: (1985-86) ... Ob er für die Musik der richtige war, darüber lässt sich gerne streiten. Die Zusammenarbeit und die Tour schienen ihm gut gefallen zu haben. Als nach der Tour die Zickerein zwischen Emerson und Lake wieder los gingen war das Projekt aber schnell wieder gestorben.


    Black Sabbath: (1988-91 & 94-94) ... Sein erster Ausstieg war zum einen durch einen längeren Ausfall durch einen Handgelenksbruch (Reitunfall) begründet ... zum anderen wollte wohl aber Dio bei der "Dehumanizer"-Reunion Cozy nicht dabei haben, weil er den Zwist seiner Ausbootung bei Rainbow u. A. auch Cozy zugeschrieben hatte. Der zweite Ausstieg resultierte aus dem künstlerischen wie kommerziellen Fehlschlag mit dem "Forbidden"-Album


    Brian May band: (1991-98) ... Mit May hätte er wohl noch länger zusammengespielt. Wäre aber vermutlich durch die Zusammenarbeit zw. May, Taylor und Rodgers ebenfalls schnell beendet gewesen.


    Seine Solo Band Cozy Powell's Hammer war einfach nur eine Band, um seinen unerwarteten Single-Erfolg mit "Dance With The Devil" (1974) vom RAK-Label live zu promoten ... was wenig dann Erfolg hatte. Später nutzte er die Zusammensetzung um die Pausen zw. Engagements zu füllen.


    Manche Engagements sind nicht Zustande gekommen, weil Cozy jeweils in anderen vertraglichen Zusagen steckte. Er war da sehr loyal und hat sich an seine bestehenden Verträge immer gehalten ... so blieb ihm die Teilnahme an Robert Plants Tourband leider verwehrt.
    Fun Fact ... Gerüchten zu Folge soll wohl ernsthaft als Nachfolger für Boham bei Led Zeppelin im Gespräch gewesen sein.


    Durch seine Geschäftserfahrungen mit dem RAK wollte er sich wirklich 1974 aus dem Musikgeschäft komplett zurück ziehen, und sich auf Motorsport konzentrieren. Musste aber schnell feststellen, dass er mit 27 schon viel zu alt dafür war. Nachdem ein für 1,5 Jahre keinen Trommelstock angefasst hatte, entschied er sich dann aber doch das Angebot von Blackmore für Rainbow anzunehmen.


    Ich hoffe ich konnte zu einige Fragen Infos geben ... :)

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