Schlagabtausch, der Schlagzeug Podcast: Das Geheimnis der Collapsed Rudiments: Claus Hessler über Jim Chapins Erbe

  • Danke für Eure Kommentare.


    Wenn man zum ersten Mal mit Collapse Rudiments konfrontiert wird, wirkt das schnell sehr abstrakt oder akademisch.


    Der eigentliche Mehrwert liegt aus meiner Sicht hier:


    • Wahrnehmung von Zeit verändert sich

    • Gruppierungen fühlen sich anders an

    • Akzente und Bewegungsabläufe verschieben sich

    • Mikro-Timing wird bewusster

    • Rudiments werden nicht mehr nur als starre Stickings verstanden


    Und da wird es interessant. Nicht unbedingt als Lick-Maschine, sondern eher als Werkzeug, um rhythmisches Denken flexibler zu machen.

    Ich glaube auch nicht, dass jeder jetzt stundenlang Collapse Rudiments üben soll, aber allein die Beschäftigung mit der Idee kann schon Türen öffnen.


    So wie rhythmmemory schreibt: dieses bewusste „Auseinanderziehen“ oder „Zusammenschieben“ von Bewegungen verändert plötzlich die Wahrnehmung von Puls und Platzierung.


    Und fwdrums beschreibt eigentlich es auch gut: Irgendwann geht es nicht mehr nur um ein Rudiment selbst, sondern um Zusammenhänge zwischen Bewegung, Klang, Akzent, Timing und Orchestrierung.


    Am Ende ist das wahrscheinlich wie bei vielen Konzepten im Drumming: Nicht alles davon landet 1:1 hörbar im Spiel, aber es verändert oft die Art, wie man phrasiert oder empfindet.

  • Ich wüsste ja auch gerne, was es mit diesen Collapsed Rudiments auf sich hat, aber dieses Podcast-Format ist überhaupt nicht mein Ding. Nach einer Viertelstunde habe ich jetzt den Versuch aufgegeben, die Stelle im Video zu finden, wo das erklärt wird. Gibt es das vielleicht auch in komprimierter Form zum Nachlesen?

    Normal ist, wie ich bin!

  • VollNormal: Genau für für solche Fälle setzen wir tatsächlich immer Kapitelmarker ein, damit man gezielt zu den jeweiligen Themen springen kann.


    Minute 28:10:


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    Hilft das weiter?

  • Hi, vllt. fehlt mir genau dieser connect...also wie komme ich (z.B. 3 mal konkrete Beispiele) über diesen Ansatz zu was Konkretem, auf das ich so ohne Weiteres dann vllt. nicht gekommen wäre.


    Denn Deine Einlassung (vielen Dank dafür !) bleibt ja auch nur allgemein...."man glaubt kaum...", "verbessert die Technik"..."Unerhörtes"....etc.

    Glaub' ich Dir/Euch ja alles, aber alles trotzdem "irgendwie" Voodoo-vage für mich... (don't get me wrong: Halte alle die das lehren, bzw. propagieren für absolut glaubwürdig, nur illustrieren kann bisher irgendwie keiner...). Also warum sollte ich da auch nur 5 Minuten Überzeit reinwerfen ?

    "If you don't have ability you wind up playing in a rock band" (Buddy Rich)

  • Die Frage nach den kolabierende Rudiments muss man sich erst stellen, wenn man allgemein den Mehrwert von den Rudiments für sich selbst beantworten kann.

    Kann man das nicht, dann lässt man das Thema links liegen und geht seiner Wege.

    Wer anfängt nach einer konkreten Aussage sucht, also eher schon genervt ist, weil der Dirk, der Timo oder der Claus nicht sofort zum Punkt kommt, dann lässt man es oder springt drüber und versucht es.


    Vielleicht muss man das Thema nicht unbedingt als Ganzes betrachten.

    Es gibt bestimmt ein Rudiments, dass man ein bisschen lieb hat. Damit fängt man an.

    Claus selbst sagt selbst, dass sich x-fache Möglichkeiten ergeben können, da wird sich doch was finden lassen.

    Aber Mal ehrlich>als Claus ein paar Beispiele gespielt hat..ist man dann nicht sofort angefixt??


    Darüber hinaus werden in diesem Interview so viele Dinge angesprochen, die im Hinblick auf das Thema vielleicht etwas untergehen. Ein Begriff>"Melodie"

    Die kreative und experimentelle Ader wird angeschnitten.

    Vielleicht auch sich selbst kennenlernen.

  • Ich glaube, ein möglicher Zugang ist und sollte sein, das Ganze zu Beginn viel kleiner und konkreter zu betrachten und sich vielleicht nur ein einziges Rudiment rauszunehmen, zum Beispiel einen Paradiddle.


    Das Sticking selbst haben wir alle bestimmt irgendwann mal gespielt und können es auswendig. Und genau da wird’s interessant: Man muss kein neues Sticking lernen, sondern kann anfangen, die rhythmische Organisation des Paradiddles zu verändern. Man nimmt etwas Bekanntes und verfremdet es. Es ist quasi schon in den Händen drin.


    Konkret: Nehmen wir mal an, die Singles wären Achteltriolen und die Doubles Sechzehnteltriolen. Dann entsteht sofort eine ganz andere, triolische Phrasierung. Oder man dreht es um: Die Singles werden Sechzehnteltriolen und die Doubles normale Triolen. Schon hat man wieder ein völlig anderes rhythmisches Gefüge, obwohl das Sticking identisch bleibt.


    Und genau das ist das Interessante: Dass in einem einzigen Sticking schon wahnsinnig viele Möglichkeiten verborgen liegen. Man muss also nicht zwangsläufig hunderte neue Stickings lernen, sondern kann mit bekanntem Material unglaublich viel entdecken, verfremden und musikalisch weiterdenken.

  • Und genau das ist das Interessante: Dass in einem einzigen Sticking schon wahnsinnig viele Möglichkeiten verborgen liegen. Man muss also nicht zwangsläufig hunderte neue Stickings lernen, sondern kann mit bekanntem Material unglaublich viel entdecken, verfremden und musikalisch weiterdenken.

    Genau das ist das, was zumindest mir Schwierigkeiten macht, einen Zugang zu finden - und wahrscheinlich vielen anderen auch: Ich habe bei einem Sticking immer auch eine rhythmische Anwendung, mit der ich es gelernt habe. Nehmen wir den 5 Stroke Roll: die beiden Doubles (4 Noten) sind vier 16tel, der Akzent eine Achtel. Das einmal zu spielen, ist kein Problem. Das direkt (uns endlos) hintereinander zu spielen, war anfangs eine Herausforderung, aber machbar - im 4/4 Takt verschieben sich die vier 16tel und die Achtel ja bereits ordentlich. Beim 7- oder 9-Stroke Roll wirds entsprechend schwieriger, aber irgendwie noch machbar. Bei Groupings, wo alle Schläge gleich lang sind, steige ich bei ungeraden Gruppen mit mehr als 6 Schlägen ziemlich bald aus. Und jetzt soll ich dieses Sticking auch noch rhythmisch anders anwenden. =O :D Ich hab ja schon Schwierigkeiten, die Orchestrierung zu ändern - schon gar nicht spontan bei einer Impro - weil es plötzlich eine andere Melodie bekommt.

    Aber genau daran sehe ich auch, dass es sich lohnen kann, sich mit solchen Dingen zu beschäftigen. Man muss ja nicht gleich völlig kollabieren. Es reicht, wenn man ganz einfach anfängt und z. B. einfach mal seinen Go2-Fill rückwärts spielt. ;)

    Von Müssen darf da natürlich nie die Rede sein. Man muss halt Prioritäten setzen und seine Zeit sinnvoll einsetzen. Claus Hessler hat dieses wirre Zeug ja auch nicht entwickelt, nachdem er gerade den Bumm Tschack gelernt hat.

    Four on the floor sind zwei zu viel.

    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12", 13" TT; 14", 16" FT

    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Gigs: 23.01.26 Markthalle Freiburg, 21.03.26 Heimathafen Lörrach, 09.05.26 KiK Offenburg, 19.06.26 Haferkasten Kenzingen, 19.09.26 Mehlsack Emmendingen, 03.10.26 Private VIP Gig, 31.10.26 Durbacher Hof Offenburg, 21.11.26 Bierakademie VS, 28.11.26 Heimathafen Lörrach mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • MoM Jovi: So schaut es aus. Eben genau deshalb ist wahrscheinlich, wie gessagt, auch der beste Weg, klein anzufangen und bekannte Dinge einfach mal leicht zu verändern. Von „Müssen“ sollte sowieso keine die Rede sein, aber als Horizonterweiterung ist es definitiv einen Versuch wert.

  • Hilft das weiter?

    Leider nicht wirklich. Die Erklärung bei 00:28:10 ist mir viel zu abstrakt. Konkret wird es dann an den Einspringpunkten bei 01:00:15 und bei 01:12:45.


    Das ist definitiv nicht mein Format. Die Information, die ich suche, versteckt sich häppchenweise irgendwo in einer langen Erzählung, da komme ich nicht mit zurecht.

    Normal ist, wie ich bin!

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