DF-"Studie" Speed?

  • ....... was meine insgeheime Theorie erhärtet, dass der Rebound in Sachen Schnelligkeit schlicht viel zu sehr überschätzt wird und andere Dinge, wie etwa Höhe des Spielgerätes, die Ergonomie der Arm- und Handhaltung etc., die Günstigkeit der Schlagposition und die Schlagtechnik wichtiger sind.


    Ja, das sehe ich auch so. Das ist einfach kein Ein-Faktor-Problem.

    Ich denke, wenn man schnell und ergonomisch spielen möchte, muss man die entscheidenden Komponenten zu einer resonanten Zusammenarbeit bringen, ähnlich wie bei der "erzwungenen Schwingung" eines Pendels. Effektive Sticklänge und -Gewicht (die wiederum durch die Griffposition beeinflusst werden) und der Rebound müssen in Einklang gebracht werden mit der "Anregung", also dem Antrieb der Bewegung durch den Bewegungsapparat.


    So kann man auch mein "Problem" erklären - mein Grip und die Art der Bewegung passen in diesem Fall resonant zu dem Rebound des Oberschenkels. Wenn dieser ersetzt wird durch eine stärker federnde Schlagfläche gerät das System aus dem Takt und läuft nicht mehr so mühelos. Um das wieder ins Lot zu bringen, muss dann die Bewegung und/oder die effektive Sticklänge angepasst werden.



    @ Two

    Wo mit welcher Hand, mit der rechten Hand auf dem rechten Oberschenkel, oder auf dem Linken.


    Mit rechts (als Rechtshänder), Oberschenkel egal.

  • Interessanter Thread :thumbup:


    Ich hatte aus gegebenem Anlass vorhin mal einen kurzen Test gemacht. Einhändige 16tel bei 110BPM laufen im Gesamtkontext (also mit Groove-Anteilen von bspw. Bassdrum und anderen Elementen) bei mir noch halbwegs entspannt und flüssig. Interessant fand ich dabei, dass mir das auf dem Ridebecken leichter fällt. Soweit ich das bis hierhin beurteilen kann, könnte das tatsächlich mit meinem Überkreuz-Spiel auf der Hi-Hat zusammenhängen.

    Beidhändige 32stel krieg ich bei dem Tempo aber nicht mehr sauber hin, schon gar nicht mit einem Backbeat auf der Snare. Hier ist bei mir spätestens bei 100BPM Schluss.


    Werde mich auch mal wieder mehr mit solchen Speed-Geschichten beschäftigen, meine Grenzen dies bzgl. weiter ausloten und dann hier berichten.

    Andererseits sehe ich in höheren Geschwindigkeiten für mich kaum mehr einen Nutzen, weil ich mit meiner autodidaktischen und undefinierten Technik zum einen kaum mehr weiter komme und es zum anderen auch nicht mehr zu meinem Feeling als Drummer passt. Bin ja kein Blaster ;)


    Was das Üben ohne Drums und/oder Sticks betrifft, habe ich vor allem eher mit den bloßen Händen auf meinen Oberschenkeln rumgekloppt, als es hier und da mal gepasst hatte oder notwendig war.


    Und was das Spielen auf Kissen betrifft, fällt mir vor allem Dave Grohl ein. Es gibt ein Interview, in dem er sagt, dass er in seinen Anfangszeiten als Drummer viel auf Kissen spielen musste und sich das insofern auf sein Spiel an den Drums übertragen hat, dass er eben richtig reinhaut. Weil Kissen nunmal wenig bis - seien wir ehrlich ;) - gar keinen Rebound haben. Wenn ich das Video wieder finde, poste ich es hier noch ...

  • Interessant fand ich dabei, dass mir das auf dem Ridebecken leichter fällt.

    Das ist bei mir auch so.

    Vermutlich machen schon andere Winkel zwischen den beteiligten Körperteilen einen Unterschied wenn man sich in seinem Grenzbereich befindet.


    Andererseits sehe ich in höheren Geschwindigkeiten für mich kaum mehr einen Nutzen, weil ... es zum anderen auch nicht mehr zu meinem Feeling als Drummer passt.

    Bei mir ist der entscheidende Antrieb, dass ich 16tel-Grooves mit Rimclick bis etwa 100 BPM spielen möchte. Das kommt im Soul und Hiphop schon einigermaßen häufig vor.

  • Interessant fand ich dabei, dass mir das auf dem Ridebecken leichter fällt.

    Das ist bei mir auch so.

    Vermutlich machen schon andere Winkel zwischen den beteiligten Körperteilen einen Unterschied wenn man sich in seinem Grenzbereich befindet.

    Was wieder ein Argument für eine Kabel Hi-hat wäre. :-)

    Aber die Idee hatte ich ja wieder verworfen :/


    Andererseits sehe ich in höheren Geschwindigkeiten für mich kaum mehr einen Nutzen, weil ... es zum anderen auch nicht mehr zu meinem Feeling als Drummer passt.

    Bei mir ist der entscheidende Antrieb, dass ich 16tel-Grooves mit Rimclick bis etwa 100 BPM spielen möchte. Das kommt im Soul und Hiphop schon einigermaßen häufig vor.

    Ja, in dem Bereich kommt das schon noch in einigen Musikstilen vor. Aber geht man 10-20 BPM höher, befindet man sich eigentlich nur noch im Metal-Blast Bereich, den ich persönlich nicht bediene.

    Also ich denke, dass man mit einhändigen 16teln auf 100BPM im Allgemeinen ganz gut aufgestellt ist.

    Und 32stel bei über 100 BPM fühlen sich zumindest für mich schon etwas fremd an. Hab ich auch noch nirgendwo gehört, glaub ich.


    Interessant finde ich übrigens auch durchgespielte Triolen, egal ob ein- oder beidhändig. Hatte beides hier und da schon öfter umgesetzt.

    Oder auch Triolen in den typischen Zweiergruppen, die man allerdings beidhändig spielt.


    Natürlich ist eine gewisse Schnelligkeit im Bereich des Machbaren und Vernünftigen wichtig und interessant. Aber m.E. gibts davon abgesehen schon noch sehr viele weitere und wichtige Bereiche, auch beim reinen Rhythmus. Das fängt schon beim Timing an: Geschwindigkeit ist m.E. wertlos, wenn sie wackelt, eiert und angestrengt ist.

  • Zumal dann bereits die zweite kleine Wahrheit in Sachen Drums hier in diesem Thread gefunden wäre:


    1. in Sachen Schnelligkeit ist der Rebound überschätzt

    2. die absolute HöchstGeschwindigkeit und die jederzeit abrufbare Geschwindigkeit sind zwei paar Schuhe. Um es in der Formel1-Sprache zu sagen: Entscheidend ist nicht die eine "Fastes Lap", sondern die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit.


    Und der Thread würde ohnehin sogar noch eine dritte Wahrheit bergen:

    entgegen des landläufigen Mantras, nachdem "Geschwindigkeit von alleine kommt" wäre hier bei Gelingen des Experiments festzustellen, dass Geschwindigkeit durchaus trainierbar und erlernbar ist; was ich für zutreffend halte.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


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    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

  • Ich habe da so ein Online Metronom von imusic-school.com wo man einen Timer einstellen kann

    Total klasse das Tool... direkt gebookmarked. :thumbup: :)



    Mir ist übrigens aufgefallen, dass das auf den Oberschenkeln viel besser klappt, als auf dem Ü-Pad. Mal abgesehen davon, dass ich jetzt ne Turbo-Durchblutung an den Stellen habe, sind selbst für mich 160 BPM auch für 4 Minuten möglich.


    Aber warum geht das auf den Oberschenkeln denn besser frage ich mich :/

  • Mir ist übrigens aufgefallen, dass das auf den Oberschenkeln viel besser klappt, als auf dem Ü-Pad. Mal abgesehen davon, dass ich jetzt ne Turbo-Durchblutung an den Stellen habe, sind selbst für mich 160 BPM auch für 4 Minuten möglich.


    Aber warum geht das auf den Oberschenkeln denn besser frage ich mich :/

    160 BPM mit beidhändigen 16teln?


    Und über die Frage würde ich mir keine größeren Gedanken machen. Denn es geht letztendlich darum, auf dem Schlagzeug zu spielen. Und auf einem Akustikset ist das z.B. auch noch mal was anderes als auf einem E-Set.

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