Warum Drumcover ansehen?

  • Wie gesagt, Beweggründe gibt es viele, Drumcover einzustellen, einige sind sinnig, das Gros, das bei mir bis jetzt über den Bildschirm ploppte dank YT algorythmen, finde ICH sinnfrei. Deal with it.


    @Dührsen: Ein Live-Auftritt ist doch keine Selbstdarstellung per se, oder? Sicher gibt es solche und solche. Ich trete jedenfalls Live auf, weil ich Menschen gerne etwas geben möchte. Die schwerstkranken Menschen, für die ich z.B. regelmäßig - bis Tante Corona kam - Konzerte gab, brauchen musikalische Aufmunterung, um nicht psychisch im Klinik- und Reha-Alltag unterzugehen. Das ist Selbstdarstellung wirklich das allerletzte, worum es einen geht, wenn man da musiziert bzw. der Wunsch zur Selbstdarstellung sollte an der Geraderobe abgegeben werden.



    Kann ja sein, dass DU es sinnlos findest, aber wenn andere Leute das anders sehen - Gründe wurden ja bereits genannt - dann kann man das doch auch einfach respektieren, oder? Um ehrlich zu sein, sehe ich auch nicht wirklich den Sinn dieses Threads, wenn es dir einzig und allein darum geht, anderen zu sagen dass du nix mit Covern anfangen kannst.

    Das ist generell halt subjektiv und ich persönlich finde Aussagen wie von dir immer recht schwierig, da sie sehr schnell verallgemeinernd und abwertend bzw. destruktiv wirken. Auch, wenn sie vielleicht nicht so gemeint sind.

    Ich schätze, das "Problem" ist mitunter generationsbedingt. Du bist - denke ich mal (auch nicht abwertend gemeint, bitte versteh mich nicht falsch) - nicht mit dem Internet groß geworden und hast daher einen anderen Bezug dazu. Wahrscheinlich unterscheidest du auch deshalb zwischen

    "realem" und "nicht realem" Publikum, als ob es online kein "reales" Publikum gäbe und das alles nicht so ernsthaft wäre.
    Was halt, wenn wir ehrlich sind, ziemlich schräg klingt, wenn man bedenkt welche Menschenmassen online mittlerweile zusammenkommen und welche Interaktion da mittlerweile möglich ist.
    Eine meiner Schülerinnen hat, wenn sie einen Livestream startet, mehrere tausend Zuschauer*innen, mit denen sie kommuniziert.
    Klar, ist keine gröhlende, verschwitzte Menge in einer engen Halle, aber es ist trotzdem reales Publikum.


    Um auf den Punkt zu kommen:
    Das schöne an der ganzen Sache ist ja, dass niemand gezwungen ist, sich etwas anzuschauen.
    Wenn es einen nicht interessiert, schaltet er weg oder gar nicht erst ein. End of story.

    Edit: Sorry Moe, kleiner Fehler meinerseits - ich dachte, du hättest den Thread eröffnet.

  • Klar sind die Beweggründe Selbstdarstellung, aber ist ja auch nix schlimmes.


    Cover und im besonderen Drumcover interessieren mich jetzt nicht so, zumal für mich 90% dieser YT Präsentationen eine Zumutng sind.

    Entweder schlecht performt, übler Sound/Licht/Ambiente/Schnitt...

    Viele Menschen mit hohem Selbstwertgefühl, aber schlechter Selbsteinschätzung.


    Vielleicht mag das bei Drummern einer Coverband anders sein um mal zu sehen was andere so draus machen?

    Drumcover haben für mich sowas von "malen nach Zahlen"


    Auch ist das spielen zu Playalongs bestimmt toll zum lernen und üben.
    Die Welt daran teil haben zu lassen ist ja dieser Tage modern und voll im Trend.


    Man möge mich nicht falsch verstehen, eine gute Coverband auf einem Volksfest ist schon ne tolle Sache.

    »Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«
    Chinesisches Sprichwort


  • Die Kritik an Moe's Kritik kann ich insgesamt nicht ganz nachvollziehen.

    Erfreut euch doch daran, dass er hier eine andere Meinung abbildet, als die eure und Stoff zur Diskussion bereit steht.


    Da ich, was diese wahnsinnige Masse an Covern (und VIELEM mehr) in eine ähnliche Richtung denke, tue ich mich hier allgemein sehr schwer mit dem Begriff "Kunst" und glaube auch nicht, dass der Großteil der Uploader "tiefsinnige" Zwecke mit ihren Videos verfolgt.

    Ich muss allerdings auch zugegeben, dass ich Youtube im Allgemeinen nicht ernst nehmen kann.

  • Die Kritik an Moe's Kritik kann ich insgesamt nicht ganz nachvollziehen.

    Man erntet das, was man sät ...


    Erfreut euch doch daran, dass er hier eine andere Meinung abbildet, als die eure und Stoff zur Diskussion bereit steht.

    Diese Meinung ist ja hinlänglich bekannt. Und genau so unterschiedlich wie der Musikgeschmack ist, genau so unterschiedlich ist eben auch die Einstellung dazu, was auf Youtube so in der Hinsicht abläuft.


    Ich kann dazu nur sagen:

    Wenn man da selbst, so wie ich zumindest "ein kleines bisschen", mitmacht und seine Sache wohlmöglich auch gut macht, ist man ganz schlecht damit beraten, Negativität zu verbreiten.

    Denn man will ja das ernten, was man sät ;)

  • Zitat

    Kann ja sein, dass DU es sinnlos findest, aber wenn andere Leute das anders sehen - Gründe wurden ja bereits genannt - dann kann man das doch auch einfach respektieren, oder?

    Ich schrieb, dass ich sie FÜR MICH recht sinnfrei finde. Sie geben mir nichts. Ich lasse anderen durchaus ihre Meinung, kein Problem, sie sollen Cover reinstellen so viel sie wollen. (Nochmals: Ich habe ja auch geschrieben, dass ich zu einem gewissen Grade einen edukativen Sinn darin erkennen kann. Nur finde ich maches einfach künstlerisch wenig erbaulich und das sollte man auch einfach mal akzeptieren, dass nicht jeder das gut finden MUSS was XYZ auf YT einstellt.) Was ich aber nicht akzeptiere, ist dass ein gewisser Herr hier meint, in diesem Forum alle Nase lang persönlich werden zu müssen, obgleich ich oder andere IHM PERSÖNLICH gar nichts unterstellt haben. Das - Pardon - ist einfach nur schlechtes Benehmen. Und ich bin nicht der einzige, dem sein Gebahren seit langer Zeit gehörig gegen den Strich geht, um es diplomatisch auszudrücken.


    Zitat

    Das ist generell halt subjektiv und ich persönlich finde Aussagen wie von dir immer recht schwierig, da sie sehr schnell verallgemeinernd und abwertend bzw. destruktiv wirken. Auch, wenn sie vielleicht nicht so gemeint sind.


    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was ich noch dazu schreiben soll, außer "meines Erachtens", "ich persönlich", etc. um darzustellen dass es nicht verallgemeinernd ist. Vielleicht ist - und das ist jetzt auch nicht böse gemeint - meine Generation einfach eine ander Art des lesens, interpretierens und zwischenmenschlichen Umgangs gewohnt als die "Generation Dichröhre", die (!) meines Erachtens (!) vieles viel zu schnell perönlich nimmt, was gar nicht auf sie speziell gemünzt ist. Das sehe ich leider auch oft genug auf FB, wie schnell die jüngeren dort einen Shitstorm wegen NICHTS starten. Jemand findet die Musik von z.B. Metallica doof und wird dafür regelrecht fertig gemacht, weil sich ein komischer "digitaler Mob" durch diese Äußerung zum persönlichen Stilempfinden persönlich angegriffen fühlt. Ein wenig mehr Gelassenheit untd Toleranz täte gut!


    Und bzgl. realem Publikum: Für mich sind das - ganz klassisch - Menschen mit denen ich in einem definierten öffentlichen Raum gemeinsam bin - nicht virtuell (-> lat. publicum „Öffentlichkeit, öffentlicher Platz“"). Wer sich virtuell etwas anschaut, ist für mich - ebenfalls klassisch definiert - ein Konsument bzw. Zuschauer. Das ist keine Abwertung sondern eine Abgrenzung. Mehr nicht.

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • Grundsätzlich geht mir die allgegenwärtige Negativität im Netz auf den Keks. Habe ich neulich auch schon im "Dislikes auf Youtube"-Thread geschrieben.
    So als Beispiel - nicht böse gemeint, Beeble:


    ...

    für mich 90% dieser YT Präsentationen eine Zumutng sind.

    Entweder schlecht performt, übler Sound/Licht/Ambiente/Schnitt...

    ...

    Was genau erwartet ihr denn eigentlich? Mit welcher Erwartungshaltung schaut ihr euch ein Video an, das kostenfrei auf einer kostenlosen Plattform zur Verfügung stellt?
    Vielleicht haben andere Menschen, die eben nicht gleich ein Profi sind, sowohl spielerisch als auch in Sachen Recording, Filming, Producing oder Nachbearbeitung, auch einfach nur Spaß an der Freude und gar nicht den Anspruch, ein professionelles Produkt hochzuladen?

    Es zwingt euch doch keiner, das Gedöns anzuschauen oder zu bewerten. Aber wo liegt der Mehrwert, jemandem der offensichtlich Spaß an etwas hat, einen reinzudrücken (hier meine ich in erster Linie die gefühlt anteilig 95%ige destruktive, nicht konstruktive Kritik).

    Wieso sollte es z.B. auf YouTube anders sein als hier im DF, wo Leute - ganz gleich ob Amateure, Fortgeschrittene oder Profis - ihre Erfolge, Fortschritte oder generell Erlebnisse mit anderen Teilen, aus welchen Gründen auch immer? Hier sagt doch auch niemand als Antwort zu einem Hörbeispiel
    "Puh, na also das ist schon echt kacke, damit kann ich nix anfangen. Was soll eigentlich diese Selbstdarstellung hier?"

    Ich möchte hier niemandem zu nahe treten und vielleicht wirkt das auf den ein oder anderen jetzt etwas pingelig.
    Weiß auch nicht, wie tief und intensiv ihr euch in Sozialen Medien bewegt und entsprechend nachvollziehen könnt, was ich versuche anzusprechen.
    Aber ich erlebe leider seit Jahren einen absoluten Verfall des Diskursniveaus (nicht nur im Internet), und leider macht das auch nicht vor der Musikszene Halt. Daher reagiere ich bei solchen Themen ("Drumcover doof", "YouTuber doof", "Internet doof") vielleicht etwas allergisch.


    Zitat

    Kann ja sein, dass DU es sinnlos findest, aber wenn andere Leute das anders sehen - Gründe wurden ja bereits genannt - dann kann man das doch auch einfach respektieren, oder?

    Ich schrieb, dass ich sie FÜR MICH recht sinnfrei finde. Sie geben mir nichts. Ich lasse anderen durchaus ihre Meinung, kein Problem, sie sollen Cover reinstellen so viel sie wollen. (Nochmals: Ich habe ja auch geschrieben, dass ich zu einem gewissen Grade einen edukativen Sinn darin erkennen kann.

    Sorry, wie gesagt (siehe letzte Zeile meines vorherigen Posts): Hatte irrtümlich dich mit dem Threadstarter verwechselt. In dem Kontext ändert das natürlich ein bisschen an der Sinnhaftigkeit meiner Aussage, wollte es der Übersicht wegen aber nicht wegeditieren.

  • Grundsätzlich:

    Wenn man meint, man müsse seine Inhalte jedweder Art und Qualität einem Publkum aktiv zur Verfügung stellen, dann muss man mit entsprechendem Echo rechnen,

    auch wenn einem dies nicht passt.

    Was man daraus macht (s. anderer Thread), sollte man sich gut überlegen.


    Davon abgesehen, wäre es doch nett, wenn nicht jeder Hans Wurst auf die grandiose Idee käme Internet-Superstar zu werden, so wie es aktuell den Anschein hat.

    Aber wer will schon darüber richten? Wer sagt "du darfst, du nicht!"? Die Büchse der Pandora ist nunmal bereits geöffnet ;-)

  • YouTube Videos einstellen ist ja eigentlich nichts viel anderes als live aufzutreten. Auch da akzeptiere ich gerne, dass mal ein Auftritt nicht so doll ist, denn irgendwie muss man ja mal damit anfangen. Zuschauer, die Anfängerbands auf kostenlosen Konzerten ausbuhen finde ich das letzte. Wenn es zu schlimm wird, kann man ja auch Abstand halten 8) :thumbup:.

    Nix da.

  • Ehrlich gesagt kann ich durch und durch negative Kritik von Leuten, die a) alles über einen Kamm scheren und insbesondere b) selbst in der Hinsicht komplett passiv waren und sind, nicht wirklich ernst nehmen.


    Wie Fabian schon gesagt hat:

    Wenn einem was nicht gefällt, beschäftigt man sich halt einfach nicht damit und gut. Ich z.B. beschäftige mich lieber mit meinem eigenen Zeug als mich über andere Leute aufzuregen.

    Und es gibt echt schlimmeres auf der Welt als YouTube Covervideos.


    Wenn einen etwas aufregt und man dazu geneigt ist, es abzuwerten, ist das bei solchen harmlosen Sachen wie Covervideos nur ein Zeichen davon, dass man mit sich selbst ein Problem hat.


    Ich betrachte die gesamte Szene als eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten und es gibt echt n Haufen Idioten und Wichser auf der Welt - da muss ich mich doch nicht auch noch mit meinesgleichen rumstreiten.


    Leben und Leben lassen, Leute ...


    Was mich mehr als jedes unterirdische YouTube Musikvideo aufregt sind Kiddies, die mit fetten Bluetooth-Boxen Passanten auf der Straße nerven, sich für die coolsten halten und evtl. sogar noch Leute anpöbeln.

    Aber auch hier ist mir klar: mich drüber aufzuregen, bringt mir nix. Einfach das eigene Ding durchziehen und gut ist.

  • Was genau erwartet ihr denn eigentlich?

    Da du mich zitiert hast: Ich erwarte gar nix. Das habe ich aber auch geschrieben. Es interessiert mich nicht. Ich habe auch niemanden verurteilt.
    Wenn ich von mir spreche, dann bezieht sich das geschriebene ausschließlich auf mich. Ich habe auch niemanden verurteilt der sich soetwas ansieht oder in die Welt stellt.

    kostenfrei auf einer kostenlosen Plattform zur Verfügung stellt?

    Es ist nicht kostenlos! Google verdient damit Mlliarden ;-)

    Mit dieser Aussage schließe ich, das alles was es gibt für gut empfunden werden sollte? - Nur weil es das gibt?
    Kritik nur wenn sie positiv ist? (Zuckerberg hat ja dieses alberne System eingeführt wo es nur positive Bewertungen gibt.)

    Es zwingt euch doch keiner, das Gedöns anzuschauen oder zu bewerten.

    Ich schaue mir weder das Gedöns an, noch würde ich im Leben sowas bewerten.

    Ich nehme zur Kenntniss das sich Leute damit beschäftigen, ganz ohne Wertung aus meinen weiter oben angeführten Gründen.

    Dackelzuchtvereine akzeptiere ich auch. Kann doch jeder machen was er will.


    Wenn man meint, man müsse seine Inhalte jedweder Art und Qualität einem Publkum aktiv zur Verfügung stellen, dann muss man mit entsprechendem Echo rechnen,

    auch wenn einem dies nicht passt.

    Ja, genau das ist das Problem dieser Zeit. Der Selbstdarsteller mit verschwurbeltem Selbstwert erwartet nur positive Kritik.

    "Du findest das Scheisse?, dann halt den Mund. Du findest das gut? dann like es und schreib was nettes"

    Auch bei entsprechender Kompetenz und objektiver Bewertung des Gefragten wird der Fragende schnell unwirsch und tut diese, in seinen Augen negative und ungerechtfertigte Hilfe, als Bashing seiner Person ab. Das jetzt nicht auf YT bezogen, sondern eher auf Fachforen und real live.

    »Wenn der Wind der Veränderung weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen.«
    Chinesisches Sprichwort


  • Kritik ist auch nicht gleich Kritik. Gut gemeinte Kritik verlangt dem Kritiker was ab. Schlecht gemeinte Kritik soll den Kritiker auf Kosten des Kritisierten aufwerten.


    Ich persönlich finde gut gemeinte Kritik sehr gut. Und das meine ich tatsächlich so, dass man mich direkt in meinem Hörzonen Thread hier kritisieren kann.

    Wichtig bei sowas ist aber auch immer, die Kritik zu prüfen. Denn nicht jeder meint es gut mit einem. Leider.


    Was mir an der gesamten Diskussion hier auffällt, sind die Extreme. Denn das ist alles überhaupt nicht schwarz/weiß. Aber wie soll man auch auf einseitige Standpunkte reagieren? Genau so einseitig, sonst kann man ja schlecht was dagegen setzen ... aber dass das alles ziemlich dämlich ist brauch ich ja eigentlich nicht zu sagen.

  • Zitat

    Wer kritisiert, appelliert zumindest implizit an ein Besseres, an ein Anderes, auch wenn es nicht Aufgabe der Kritik ist, allgemeingültige Alternativen oder Lösungsvorschläge zu dem von ihr Kritisierten auszuarbeiten. (Vgl. Adorno, Foucault, Kant; [Gesellschaft für Theaterwissenschaft])

    "You don't have to show off" - Peter Erskine

  • mc.mod

    Hat das Thema geschlossen

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!