Zu welchem Instrument soll ich das Fill-In bauen? (Pixies - Where is my Mind)

  • Danke für deinen Beitrag ❤️ Bei dem Song ist es leider so, dass der Takt für den Fill, ohne Gesang ist, 23. Takt Crash-Becken auf der 1, dann ist der Rest vom Takt Ruhe (für den Drummer), das Crash-Becken klingt langsam aus, der 24. Takt beginnt, wo auf jeden Fall ein Fill sein muss, der die Grundstruktur vom Groove hat (das sagt mir mein "Gefühl") und dann geht der Gesang wieder los 😀


    Aber ich verstehe was du mir sagen willst, es macht mehr Sinn, sich Songs mehrmals anzuhören, am besten mit dem Textblatt vor der Nase und sich einfach mal Textstellen zu markieren, wo ich der Meinung bin, da lässt sich was drauß machen, die Stelle hat etwas besonderes. Und musikalisch darauf eingehen, entweder mit Stille, mit einem kleinen Fill, baue ich da eine Synkope ein, kann ich da etwas akzentuieren usw.


    (und dann macht es vllt auch Sinn, sich die Rhtmik anderer Instrumente für diese Stelle im Song anzuschauen, falls ich mir nicht sicher bin, ob es nun ein 1e_a oder 1_&a ist).

  • Noch eine konkrete Antwort von mir auf die Fragestellung:


    Am Ende sollte das Schlagzeug den gesamten Song mit allen Instrumenten tragen. D.h., natürlich sollte es auch zum Gesang passen.

    Grundsätzlich ist jedoch der Bass das nächste Instrument, mit dem du als Drummer zusammenarbeitest. Danach kommen z.B. Rhythmusgitarren.

    Der Bass "verbindet" i.d.R. das Schlagzeug, also den reinen Rhythmus, mit den Melodie-lastigeren Instrumenten. Der Gesang sitzt für gewöhnlich "oben drauf".


    Aber auch das ist alles nur Theorie und es gibt keine starren Regeln.

    Ob du Geschmackvoll und passend arrangierst und spielst findest du am besten durch das Feedback von anderen Leuten heraus. ;)

  • Hallo

    Erstmal willkommen hier im DF.

    Wie geht man an sowas ran?

    Wenn man keine Idee hat, dann weg von Drumsets, die Sticks beiseite legen und setz dich mit Kopfhörern einfach auf was auch immer drauf. Dann hörst du dir den Song einfach nur an. Fang den Groove auf deinen Oberschenkeln mit zu klopfen, die Füße dürfen auch mitspielen.

    An der Stelle kannst du durchaus auch schon kreativ werden und dein Ding trommeln. Meist ist Originale schon ganz nett und kann bleiben. Jetzt zu deinen Fills. Einfach passieren lassen. Du hast doch bestimmt schon einiges gelernt was du kreativ einsetzen kannst. Würde aber z Beginn beim Original ansetzen. Es muss ja kein Scan werden-spiel was du hörst und fühlst.

    Jetzt kommt das Entscheidende-die Brücke zum Schlagzeug bauen. Du brauchst nur deine Stick und ein Pad. Haste keins, dann aufs Bein wie gehabt. Gleichzeitig stellst du dir vor du sitzt an deiner Schießbude.

    Du weißt wie es klingt, wie es aussieht und wie es sich anfühlt. Das überträgst du aufs Pad und auf den Boden (Fuß). Jetzt komme ich an den Punkt was etwas schwer zu erklären ist. Schlage ich aufs Pad, dann ergeben sich zig Möglichkeiten wie der Schlag klingen könnte. Am Schlagzeug geht das nur bedingt. Schlage ich Beispielsweise aufs 16er Crash, dann klingt es so wie ich angeschlagen habe und muss damit in dem Moment klar kommen und weiter spielen. Am Pad passiert in dem Moment, im Kopf, um einiges mehr. Der Schlag kann alles sein. Unter Umständen genau so klingen wie in dem Stück. Alles was du dir am Pad erarbeitet hast geht nun ans Set. Ganz egal, ob du klingst, oder spielst wie im Original, was du ja nicht willst, kannst du das Stück schon so spielen, wie du dir es vorgestellt hast. Ein bisschen Feintuning hier und da und fertig. Bist du noch nicht zufrieden, dann durchaus noch mal zurück ans Pad. Dieses hin und her kann natürlich auch öfters vorkommen. So zwischendurch mal was am Set ausprobieren>andersrum genauso möglich. Sowas muss man natürlich üben und nicht jeder kommt damit klar. Ich selbst habe so angefangen Schlagzeug zu spielen. Und in meinem Sport ist es eine ganz normale Vorgehensweise. Daher fällt mir sowas sehr leicht und mache es nahezu automatisch. Ein weiterer Vorteil ist, dass ich es überall zu jeder Zeit machen kann.

    Ich muss mich noch nicht einmal bewegen.


    Finde deinen Weg um kreativ zu sein.

    Auch mal unabhängig von einem Stück.

    Schauen wie bestimmte Dinge zusammen wirken.

    Beispiel:

    8tel HiHat

    2 und 4 Snare

    3 x Bassdrum

    Die Bassdrum ordnest du unterschiedlich an und beobachte wie sich der Groove ändert.

    Das Rhythmus-Alphabet sollte man nicht außer Acht lassen.

    Sich die Zahl "3" merken.


    Denk dir einfach mal Grooves aus.

    Jost Nickel hat da mal ein kurzes Video zum Thema lineare Grooves gemacht.

    Vom Handy kann ich es jetzt nicht verlinken. Hole ich gerne heute Abend nach. Thomas Lang hat in seinen Videos ganz brauchbares dabei..

  • Guten Nachmittag,


    ich will es der Gemeinde nicht vorenthalten:

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    Grüße

    Jürgen

  • Den habe ich abonniert, Summer of 69 immer wieder am schauen und reichlich anderes Zeug was da gezeigt wird. Cool sind die bunten Toms und entsprechende Markierung in den Noten.

    Dazu dann auch mal (wenn es möglich ist) Drumless-Track nutzen.

    Tama Royalstar mit Zola Coat Beschichtung (BD, HT, FT), Tama Imperialstar (BD, HT, FT), E-Drum 2box 5 MK2 mit umgebauten Kesseln

    Mein Vorstellungsthread

  • Ich kenne das "Problem" des TS aus meiner Anfangszeit: Man möchte Songs verstehen und gleichzeitig eigene Parts erfinden. Ich habe als Schüler mal eine "Gitarrenspur" für "Let it Rock" von Bon Jovi transkribiert, die bestand ohne Witz aus genau 2 Tönen, weil ich festgestellt habe, dass sich diese zusammen mit der Originalaufnahme den ganzen Song über gut anhören. Und viel mehr konnte ich damals auf der Gitarre auch nicht. Ich war froh, keine Blasen an den Fingern zu bekommen. Heute lächle ich darüber. Das ist ein sehr einfaches Beispiel dafür, dass es mit der Musik ein langer Weg ist, den man oft gar nicht so vorhersagen kann...ich erinnere mich an meinen ersten Song, den ich selbst geschrieben und auf dem 5-Spur-Midi-Recorder des Keyboards meines Bruders aufgenommen habe: Die Gitarrenspur war ebenfalls "einfingrig". Weil ich selber noch nicht mehr konnte.

    Alles andere kommt mit der Zeit. Aber ich finde es nachvollziehbar, dass sich der TS an anderen Instrumenten orientieren möchte und quasi "unisono" mittrommeln möchte. Das geht bedingt auch, z. B. umspiele ich Gesangsphrasen gerne mal mit HiHat-Aufziehern. Aber ein Rezept gibt es dafür leider (zum Glück?) nicht.


    Da gebe ich Recht:

    Die großartigen Drummer sind nicht eines morgens aufgestanden mit dem Vorsatz, was eigenes zu erschaffen, sondern sie haben viele Jahre lang die Meister vor ihnen studiert.

    Und habe just heute Morgen folgenden Podcast gehört:


    8 - LaBrassBanda: Wie wichtig ist Tradition?
    Meine heutigen Gäste spielen beide Trompete und tun das unter anderem bei LaBrassBanda, einer Band, bei der sich die Medienlandschaft schon schwertut, ihren…
    podcast.gewamusic.com


    Darum antworte ich nun auch in diesem Post. Sie sagen da u. a., dass "Neues aus dem Vorhandenen" versteht und sie von gezwungener Veränderung nichts halten. Sprich: Man muss das Existierende verstanden haben, um Neues zu schaffen. Im Beispiel von LaBrassBanda wissen die durchaus, wie man ne Polka richtig spielt, auch wenn ihr ein oder anderer Fan Polka vielleicht uncool findet.

    Four on the floor sind zwei zu viel.
    SONOR Vintage Series: 20", 22" BD; 14" Snare-Drum; 10", 12" TT; 14", 16" FT
    PAISTE 2002, 2002 Big Beat, 602 Modern Essentials, PstX

    Next Gigs: 2.12. Mehlsack Emmendingen & 15.12. Markthalle Freiburg mit >> Blackwood Mary

    >> Mein Vorstellungsthread

  • Ich versteh nicht ganz:


    Wenn du meinst, dort einen Fill/Break spielen zu wollen und zu müssen, wo im Original überhaupt nichts ist, kannst du das natürlich machen.


    Du musst doch dann aber eine Idee von dem haben, wie es sich anhören soll, sonst kämst du doch nicht auf den Gedanken.


    Stil kannst du nur dann entwickeln, wenn du dir selber die Frage beantwortest, was du selber an der Stelle hören willst. Und das kriegst du nicht am Reißbrett raus, in dem du stundenlang theoretisch überlegst, was passen könnte, sondern indem du es einfach tust:


    Spiele einen Break, so wie du dich fühlst, so wie du meinst, dass das Schlagzeug an der Stelle klingen soll. Nimm es dann am besten auf, hörst dir an und entscheide, ob es gut ist. Wenn nicht, probier was anderes.


    Musik ist in erster Linie Gefühl. Wenn dir an der Stelle etwas fehlt, spiel das, von dem du meinst, dass es fehlt. Vertrau auf deinen Geschmack. In fünf Jahren, wenn du dann überhaupt noch Schlagzeug spielst, wirst du ohnehin die Hände über dem Kopf zusammenschlagen über das, was du da gespielt hast.


    Also entscheide dich, ob du ein Drummer sein willst und mach es. Wir reden hier schliesslich nicht über komplexe Partituren in 19/16tel, sondern über ein Einfach-Stück mit einem völlig freien Take, in dem du machen kannst, was du willst.


    Wenn alle Drummer als aller erstes zunächst darüber nachdenken, was sie da spielen, und ob jeder Schlag da richtig platziert ist, wäre Musik wohl schon längst ausgestorben. Musik im Kopf und auf dem Papier entwerfen können nur Komponisten. Du bist kein Komponist. Ich auch nicht. Wir alle nicht. Wir sind Drummer.

    "Pommes/currywurst hat einfach seine eigenen Gesetze."
    (c) by frint / 2008


    "Es macht so viel Spaß, ein Mann zu sein, das können sich Frauen gar nicht
    vorstellen!" (c) by Lippe / 2006

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